25 Jahre GRÜNE in Herrenberg und Umgebung


Sommer 1979





Bevor alles anfing: Als "Sonstige Politische Vereinigung (SPV) DIE GRÜNEN" beteiligt sich ein Bündnis aus Mini-Umweltparteien und Bürgerinitiativen an der Europawahl im Sommer 1979. Aus dem Stand erzielen die Grünen in Herrenberg 5,3% (bundesweit 3,2%).

4.3.1980

Wahlplakat aus der "Gründerzeit" 1979/1980

Wie alles anfing: Im Nebenzimmer des „Schwanen“ gründen am 4.3.1980 sieben Mitglieder den Ortsverband DIE GRÜNEN als Teil der im Januar 1980 gegründeten Bundespartei DIE GRÜNEN. Erster Vorsitzender des Ortsverbandes wird der Kuppinger Armin Keller.






Frühjahr 1980


Wahlplakat zur
Landtagswahl 1980

Landtagswahl: DIE GRÜNEN ziehen mit sechs Abgeordneten in den baden-württembergischen Landtag ein. Erhard Eppler (SPD) leistet ungewollt Schützenhilfe, als er im Spiegel-Interview die Grünen bei über 5% sieht. Am Wahlabend sind es dann landesweit 5,3%. Wolf-Dieter Hasenclever wird erster Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag. Im Gäu schwanken die Ergebnisse zwischen 3,0% (Mötzingen) und 5,5% (Herrenberg).


Juni 1980







Die Herrenberger GRÜNEN beteiligen sich an der Kommunalwahl. Ihre Gemeinderatsliste umfasst 11 Kandidaten. Ex-SPD Mitglied Gotthard Döring (†) zieht für die GRÜNEN (4,8%) in den Gemeinderat ein. Die Kandidaturen für die Ortschaftsräte in Kuppingen, Oberjesingen und Mönchberg sind erfolglos (zu wenig Kandidaten).

Herbst 1980

Bundestagswahl: Schmidt gegen Strauss. DIE GRÜNEN bleiben unter der 2%-Marke.
1982


Margarete Weippert (parteilos) rückt für Gotthard Döring für die GRÜNEN in den Herrenberger Gemeinderat nach.
1983




Wahlplakat zur Bundestagswahl 1983


DIE GRÜNEN ziehen erstmals in den Bundestag ein. Der Herrenberger Lehrer Walter Schwenninger (Tübingen) nimmt für zwei Jahre auf den Abgeordnetenbänken in Bonn Platz. Sein Spezialgebiet ist die Entwicklungspolitik.

Die geplante Volkszählung wird vom Bundesverfassungsgericht gestoppt.

Protest gegen Atomraketen: Von Herrenberg fahren zehn Busse mit insgesamt 600 Personen nach Amstetten zur Menschenkette Stuttgart-Ulm.

Die Herrenberger GRÜNEN (inkl. Oberes Gäu) haben 36 Mitglieder.
Christiane Gölz wird zur Vorsitzenden gewählt.

1984












Joachim Schütz aus Leonberg erringt ein Ausgleichsmandat im Wahlkreis Leonberg-Herrenberg und zieht in den Landtag ein.

Die Europawahl steht im Zeichen der Friedensbewegung. Die Grünen ziehen erstmals in das Europaparlament ein.

Herbst 1984: DIE GRÜNEN stellen sich mit 17 Kandidaten zur Gemeinderatswahl: Überraschende 11,4% sind der Lohn. Erdmann Walz, Wolfgang Gräb, Iris Petzel und Brigitte Behringer bilden eine Fraktion.

Zur Kreistagswahl 1984 treten die GRÜNEN im Wahlkreis Herrenberg/Deckenpfronn/ Nufringen mit nur drei Kandidaten an. Trotzdem kann der Förster Johannes Buchter auf Anhieb ein Direktmandat erringen.

1985

Bürgerinitiativen aus Jettingen, die Herrenberger „Bezugsgruppe Ohrenwusler“ und GRÜNE aus Nagold und Herrenberg wollen die Rodung des Biotops „Kehrhau“ bei Jettingen verhindern. Geplant ist der Bau eines militärischen Grossgerätelagers. Bei einer Blockade werden MdL Joachim Schütz (Leonberg) und der GRÜNEN-Gemeinderat Wolfgang Gräb verhaftet und nach einigen Stunden wieder freigelassen. Vier Jahre später wird das Verfahren gegen die neun Blockierer eingestellt. Der Herrenberger GRÜNEN-Ortsverband richtet eine Petition an Landtag und Bundestag . 1989 wird der Petition stattgegeben - auf den Bau des Grossgerätelagers wird verzichtet.

1986

Wechsel in der Grünen-Fraktion: Im Frühjahr 1986 rückt Brigitte Painz als Ersatz für Wolfgang Gräb (Wegzug) nach. Im November 1986 rückt dann Thilo Blum als Ersatz für Brigitte Painz (Wegzug) nach.
Die GRÜNEN-Fraktion beantragt einen "Autofreien Marktplatz".
1987

Bundestagswahl: DIE GRÜNEN steigern ihr Ergebnis auf 8,7 % bundesweit
1989














Wolfgang Petzel sen. übernimmt mitten im Kommunalwahlkampf von Uwe Stephenson das Amt des Ortsvorsitzenden . Mit einer Rumpfmannschaft (14 Kandidaten) erringen die GRÜNEN 8,4% und damit drei Sitze im Gemeinderat. Die FDP, die auch nicht über mehr Kandidaten verfügt, macht in letzter Minute einen Rückzieher und kandidiert wieder nicht. Erste weibliche Fraktionsvorsitzende im Herrenberger Gemeinderat wird die GRÜNEN-Stadträtin Ilona Gischewski . Neu in der Fraktion: Friedemann Dieterle. Johannes Buchter zieht erneut in den Kreistag ein. Aus dem Oberen Gäu wird überraschend der Gäufeldener Rainer Behn ebenfalls in den Kreistag gewählt.
1990


Die West-Grünen fliegen aus dem Bundestag (4,8%), die Ost-Grünen ziehen mit 8 Abgeordneten ( 6,1%) in den Bundestag ein.
1991
groß sehen

entnommen aus dem
offiziellen Jubiläumsbuch "1979-2004: 25 Jahre Grüne Geschichte(n)"

Ilona Gischewski scheidet wegen beruflicher Gründe aus dem Gemeinderat aus, Iris Petzel rückt nach. Thilo Blum wird erstmals Fraktionsvorsitzender.
Die Herrenberger Grünen beteiligen sich an Protesten gegen den Golfkrieg.

1992



Johannes Buchter aus Herrenberg-Haslach wird in den Landtag gewählt.
Das Umweltzentrum Herrenberg in der Stuttgarter Straße wird eröffnet.
1993


Bürgerantrag der „Initiative zur Rettung der Herrenberger Familienbildungsstätte“ hat Erfolg.
1994


GRÜNEN-Wahlplakat
zur Kommunalwahl in Herrenberg 1994

Kommunalwahl: Die Frauenliste macht Furore: Auf Anhieb drei Sitze im Herrenberger Rat. Unter der Bezeichnung BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN holen die Herrenberger Ökos mit 24 Kandidaten fünf Sitze: Waltraud Pfisterer-Preiss, Thilo Blum, Maya Wulz, Horst Ohmenzetter, Ute Böttinger. Letztere wird auch in den Kreistag gewählt. Ingrid Held erringt einen Sitz im Kuppinger Ortschaftsrat und Waltraud Stehling einen Sitz im Affstätter Bezirksbeirat. In Gäufelden holen Tobias Hüttner und Hans Oehler zwei Gemeinderatsmandate für die Grünen. Im Oberen Gäu gründen die Grünen einen eigenen Ortsverband.




1995

Charlotte Heinrich wird zur Vorsitzenden der Herrenberger Grünen gewählt.
1997




Hindenburg darf weiterhin Ehrenbürger von Herrenberg bleiben. Ein Grünen-Antrag Hindenburg die Ehrenbürgerwürde, die ihm der Herrenberger Gemeinderat zusammen mit Adolf Hitler 1933 verliehen hatte, wieder abzuerkennen, scheitert im Gemeinderat.
1998


Die Grünen werden „volljährig“: Der Grünen-Ortsverband feiert im Schlosskeller seinen 18. Geburtstag.
Bundestagswahl: Joschka wird Außenminister.
1999











Kommunalwahl: Die Grünen bekommen vier Gemeinderatssitze in Herrenberg. Waltraud Pfisterer-Preiss ist grüne "Stimmenkönigin". Neu im Gemeinderat ist Andrea Christ-Ege. Friedemann Dieterle steigt nach fünf Jahren Pause ebenfalls wieder in den Ring. Astrid Günther zieht als EU-Bürgerin in den Haslacher Ortschaftsrat ein . Ingrid Held wird erneut Ortschaftsrätin in Kuppingen, zudem erringt sie noch ein Kreistagsmandat. Maya Wulz wird Ortschaftsrätin in Gültstein. Hans Oehler wird erneut Gemeinderat in Gäufelden.
2002

Die Grünen im Oberen Gäu vereinigen sich mit den Herrenberger Grünen zum neuen Ortsverband Herrenberg/Gäu. Der neue Ortsverband zählt 48 Mitglieder.
Bundestagswahl:Die Grünen haben im Kreis Böblingen ihre besten Ergebnisse in Herrenberg und in Deckenpfronn.
Waltraud Pfisterer-Preiss (seit 2001 Fraktionschefin) scheidet aus beruflichen Gründen nach 8 Jahren aus dem Gemeinderat aus. Maya Wulz rückt für sie in den Gemeinderat nach.
2003





Annegret Stötzer-Rapp wird neue Ortsvorstzende der GRÜNEN.
Ex-MdL Johannes Buchter aus Herrenberg-Haslach wird der erste grüne Bürgermeister im Landkreis Böblingen. Auf Anhieb wird er mit 55 % der Stimmen zum neuen Bürgermeister von Gäufelden gewählt.

2004


Wahlplakate
Kommunalwahl 2004


J
anuar 2004: Erstmalig läd der Ortsverband zu einem politischen Neujahrsempfang in die Stadtbibliothek ein.


13. Juni 2004 :Super-Wahl-Tag: Europawahl, Ortschaftsratswahlen, Gemeinderatswahl, Kreistagswahl, Regionalwahl. Die Herrenberger Grünen erringen bei der Kommunalwahl 15 Mandate , dazu kommen noch zwei Gemeinderatssitze in Gäufelden. Bei der Gemeinderatswahl in Herrenberg ereichen die Grünen stolze 16,35% und 6 Sitze. Neu dabei: Alexander Kuhn, Sonja Henning, Ralf Heineken, Silvia Egenter. Maya Wulz wird neue Fraktionsvorstzende.

Im Ortschaftsrat Affstätt werden die Grünen mit 30% stärkste Fraktion (3 Sitze). In Kuppingen holen die Grünen 2 Sitze im Ortschaftsrat (21%), in Haslach 1 Sitz (18%), in Gültstein ein Sitz (11%). Im Wahlkreis Herrenberg schaffen Claudia Schäfer und Ingrid Held den Sprung in den Kreistag.



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