Wenn die meisten anderen
Tiere für die Nacht in ihre Behausung zurückkehren, erheben sich die
Fledermäuse in die Lüfte. An warmen Sommerabenden auf dem Land kannst
du mit etwas Glück eine Fledermaus in der Luft sehen. Fledermäuse sind
die einzigen flugfähigen Säugetiere die nicht nur gleiten, sondern aktiv
fliegen können.
Sie haben lederartige Flügel, mit denen sie sich durch die Dunkelheit bewegen,
um Falter und andere Fluginsekten zu fangen.
Der Fledermausflügel besteht aus einer Haut, die zwischen den Knochen von
Oberam, Unterarm und den Fingern ausgespannt ist. Die Finger, mit Ausnahme des
Daumens, sind stark verlängert, dadurch wrid der Flügel weit gespannt,
so wie ein Regenschirm durch die Metallrippen. Daher kommt auch der wissenschaftliche
Name der Fledermaus - Chiropterea: cheiros = Hand, pteron= Flügel.
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Links siehst du einen
ausgespannten Fledermausflügel mit den Fingern.
In Ruhe faltet die Fledermaus die Flughaut zusammen und legt sie an den Körper
an und hängt sich dann mit ihren Hinterfüßen kopfüber an
einen Ast, einen Felsen oder die Decke einer Höhle. |
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Obwohl Fledermäuse eine gewisse
Ähnlichkeit mit Vögeln haben, gehören sie doch zu den Säugetieren.
Es gibt weltweit fast 1000 Fledermausarten, darunter ziemlich große, wie
beispielsweise die Flughunde oder aber auch ganz kleine, nicht viel größer
als ein Daumennagel.
Fledermäuse ernähren sich
hauptsächlich von Insekten, doch manche Arten mögen Früchte, Nektar
aber auch Kleinsäugetiere und sogar Fische.
Wie funktioniert das bei den Fledermäusen
mit dem Sehen in der Nacht?
Fledermäuse stoßen in der Dunkelheit schrille Schreie aus. Diese Schreie
sind aber in einer so hohen Tonlage, daß kaum ein Mensch sie hören
kann. Der von der Fledermaus ausgesandte Schall wird von einem Objekt in der Nähe,
z. B. einem Baum zurückgeworfen. Dieses Echo kann die Fledermaus mit ihren
großen, nach vorne gerichteten Ohren auffangen und blitzschnell weiss sie
die Größe, Entfernung und Standort des Gegenstandes. Man nennt das
Ultraschallortung.
Heute werden viele Fledermausarten
immer seltener, weil ihre Lebensräume zerstört werden. Sie finden immer
weniger Nahrung und auch wenige Plätze für sich und ihre Jungen. Aus
diesem Grund sind in Deutschland alle Fledermäuse und auch ihre Behausungen
durch das Gesetz geschützt.