Persönliches

Ungefähr ab 1976 entdeckt Peter Swoboda seine Umwelt. Der Hafen wird ein vielfältiges Thema, und über das Erleben der Strände und Küsten findet er die norddeutsche Landschaft. Das Typische dieser Landschaft besonders auf dem Geestrücken Schleswig-Holsteins erfasst ihn ganz, nicht aber Moor, Heide und stille Seenplatten.

Das Fabulieren tritt nun zurück, die Bilder werden stiller, visuelle Impressionen beschäftigen das Auge und halten an der Schönheit der äußeren Welt fest. Keine imposanten Motive sind ihm Anregung, sondern in der ihm eigenen unkomplizierten Art sieht er die schlichte Schönheit eines Waldrandes, der Knicklandschaft oder eines einzelnen Baumes in einem gelbüberblühten Rapsfeld.

Die Malweise ist jetzt impressionistisch locker und hell mit temperamentvollem breiten Pinselstrich hingesetzt. Der ganze Tenor seiner Bilder wird noch entspannter, lichter. Den hellen Farben, dem Sonnenabglanz in den Bildern entspricht eine Gelöstheit, die ganz bereit ist, die Natur unbefangen anzunehmen. Das Malerische durch und durch beherrscht jetzt sein Werk. Die positive Grundeinstellung Peter Swobodas dringt auch in diesen Bildern durch. Nicht das Problematische, nicht das Vordringen der Zivilisation, der Industrialisierung, nicht die Zersiedlung der Landschaft beschreibt, nein malt er, sondern die „heile Welt“, die noch erhaltene Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins.

Er möchte in seiner Art anregen, die Schönheiten um uns herum wahrzunehmen, nicht in kitschiger Sonnenuntergangsstimmung, ja gerade gegen eine postkarten-ähnliche Lieblichkeit. Das bildnerische Vokabular mündet nicht in einem sentimentalen Lyrismus. Nein, sehr viel stiller als seine früheren erzählen diese Bilder.

Vor der Natur sind sie entstanden und im allgemeinen auch fertig gemalt, und doch zeigen diese seine Landschaften nicht einen speziellen Ort, sie sind überall – für den, der offene frohe Augen zum Sehen hat.

Max Liebermann, der seine Bilder vor der Natur malte, legte Wert darauf, dass er in der künstlerischen Tätigkeit einen Vorgang sah, der zwar nicht das Sujet erfand, aber doch das Bild der Natur auf besondere Weise gestaltete. Er fasste es zusammen in einem Satz: „Wir malen nicht die Natur wie sie ist, sondern wie sie uns erscheint“.

Wer Augen hat zu sehen, wird den Ausdruck des Wesentlichen der norddeutschen Landschaft im gestalteten Werk Peter Swobodas wiederfinden.

 

Peter Swoboda Künstler und Maler Hamburg Öl auf Hartfaser02