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Die letzten Kalischächte in der Bodestadt
Der traditionsreiche Kalibergbau zu Staßfurt fand sein Ende
mit der Schachtanlage Neustaßfurt VI / VII. Beide Schächte wurden
in den Jahren 1912 und 1913 von der privaten Gewerkschaft Neustaßfurt
als Reserveschachtanlage auf der Nord-Ost Flanke des Staßfurt-Egelner Rogensteinsattels
abgeteuft, nachdem die Neustaßfurter Schächte 1 - V auf der Süd-West-Flanke
durch Ersaufen verloren gegangen waren.
Schacht VI war bis 470 m abgeteuft worden und diente als Förder- Seilfahrts-
und Wetterschacht. Der Schacht VI wurde über Tage mit einer Salzmühle
ausgestattet. Die Kalisalzförderung musste auf Schacht VI 1923 auf Grund der Bestimmungen des Reichskaligesetzes eingestellt
werden.
Auf der Schachtanlage wurde bis 1954 nur noch Steinsalz gefordert. Mit der
Erschöpfung der Camallitvorräte im Feld der Berlepsch-Maybach Schachtanlage
wurde 1955 die Carnallitförderung des Staßfurter Kaliwerkes in das Feld
der Neustaßfurter Schächte VI und VII verlagert.
1970 waren auf Schacht VI unter Tage 210 Bergleute tätig.
Die Fordermenge betrug ca. 2.100 t Carnallit pro Tag. Das Kalirohsalz wurde
bis zur Einstellung der Förderung auf Schacht VI im Jahre 1972 in der
Chlorkaliumfabrik auf dem Achenbach-Schachtgelände verarbeitet.
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