| Eine Lauftour in
4 Episoden Es muss nicht immer Hawaii sein.... Verursacher: Bernd Kemper Stephan Isringhausen-Bley Mitläuferinnen: Sabine Weiß Retter-in-der-Not: |
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Vortreffen und Anreise
Wie es schon heißt, ist so ein Vortreffen vortrefflich. Vor allem, wenn es bei Verena in Bochum stattfindet. Dabei kann man die noch unbekannten Mittäter beschnuppern, die eigenen Vorstellungen und Wünsche überprüfen (so entsteht eine Einkaufsliste mit Natrium armen Mineralwasser ohne Kohlensäure) und süchtig nach Verenas später liebevoll umgetauften Hundehaufen-Keksen werden. Als nicht ganz vorurteilsfreie Taunusläuferin lernt man nebenbei, dass es sogar im Ruhrgebiet schneien kann. Wenn man dann noch im Weitmarer Holz auf einen Hügel trifft (das Ruhrgebiet ist flach!) wird das Laufen zur Rutschpartie. Spätestens nach diesem Schneetest war auch klar, dass der Termin im Januar allen passt und unbeachtet der Wetterlage beibehalten wird. So kam es dann zum Untertitel Es muss nicht immer Hawaii sein...
Zur Vorbereitung einer Lauftour gehört es leider auch, sich mit der Planung von Etappen und Übernachtungsorten zu befassen. Stephan ist zum Glück in der Lage, selbst Chinesische Karten entziffern zu können und so fand sich die blaue Fulda nicht nur in unseren Gedanken und im Logo wieder, sondern auch als Leitlinie in seiner Routenplanung. Mathematisch korrekt wurde die nahezu flache Strecke in 4 gleiche 52km Abschnitte geteilt, was dazu führte, das selbst unbekannte Orte wie Büchenwerra nun in der Läuferszene ein fester Begriff sind. Sigi und sein Wohnmobil werden zum unverzichtbaren Bestandteil der Tour: als Verpflegungswagen und Transporter für Gepäck und Läufer zu den Jugendherbergen.
Nun galt es ein erstes Abenteuer zu bestehen, denn wir hatten beschlossen das Auto am Zielort abzustellen und per Bahn nach Gersfeld zu reisen. Den Bahnsteig von Hann.Münden erreichten wir nach Parken und Pinkelpause ganze 5 min zu früh. Das reichte sogar, um dem Fahrkartenautomaten mit klammen Fingern einen Reiseplan, die Quittung und schließlich zwei Fahrkarten zu entlocken.
Über Kassel Hbf und -Wilhelmshöhe erreichten wir Fulda, wo die langsame Gegend am Rande Hessens beginnt. Eine Bimmelbahn brauchte bis Gersfeld geschlagene 45 Minuten, weil an jeder Straßenlaterne gehalten wurde. Immerhin gab es noch Straßenlaternen und sogar einige Häuser waren über Nacht draußen geblieben.
In Gersfeld dann die Erleichterung: wir waren DA; aber WO waren wir gelandet? Die Einheimischen sprechen eine andere Sprache und antworten nicht, so dass wir das ´Zentrum selber finden mussten. Dort gab es dann nicht einmal mehr Einheimische, nur Schnee und Kälte und keine Telefonbücher. Den Hirschen fanden wir schließlich doch und so wurde bei knusprigem Hähnchen Wiedersehen gefeiert. Die Jugi Gersfeld zu finden, war dann ganz einfach.