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Mein 1.Triathlon (0,5 / 20 / 5)

Vorgeschichte:

Genau weiss ich eigentlich nicht mehr wie ich auf die Idee kam, aber nach 25 Jahren Volleyball wollte ich einfach 'mal was anderes machen. Nur Laufen war mir schon immer zu langweilig, so stand für mich Anfang des Jahres fest: 1999 passiert's...ich werde meinen ersten Triathlon versuchen!

Nach dem Motto: Schwimmen liebe ich, Rad fahren mag ich, Laufen hasse ich (ich weiss, diese Einstellung muss ich ändern...) dachte ich mir: das wird schon klappen, die Zeit war mir egal, Hauptsache durchhalten. Über Eric lernte ich „Passtschon98" und Gunter kennen, und es dauerte nicht lange...

Vorbereitung:

...bis wir unser 1.Schwimm-Date im Oberurseler Hallenbad hatten. Es wurden dann auch direkt 10er Karten gekauft, um unsere guten Absichten zu unterstreichen... Gunters Jammern über das Schwimmen und meins über das Laufen ergänzten sich prima und so ging uns der Gesprächsstoff auch beim sich anschliessenden Essen und Trinken im Oberurseler Brauhaus nicht aus.

Ich hatte mir vorgenommen, die 500m im Kraulstil zu schaffen. So wechselte ich mein anfänglich vorwiegendes Brust- auf generell Kraulschwimmen.Es machte richtig Spass, Fortschritte zu erkennen, zumal die Zeiten auf Anhieb so zwischen 10-12 Minuten lagen auf 500 m. Durchschnittlich ging ich 1 x Woche schwimmen, jeweils ca.1500 m.

Das „Radtraining" beschränkte sich darauf, dass ich von Königstein 5 x zur Arbeit nach Eschborn (ca.10km) hinunterrollte und mich nachmittags wieder hochquälte. Dies mit einem geliehenen normalen 21-Gänge Fahrrad einer Freundin oder dem Mountain Bike eines Freundes. Dieser machte sich auch noch die Arbeit, mir sein altes Rennrad flott zu machen, so dass ich dieses den ganzen Sommer über behalten kann (Danke Norbert!).

Die Woche bis zum Triathlon war mir dann doch zu knapp, um mich auf diesem dünnreifigen Rad zurechtzufinden. Da ich nicht vorhatte, gegen irgendwelche Mauern zu fahren oder Karambolagen zu verursachen, entschied ich mich dafür, beim Wettkampf das Mountain-Bike zu nehmen.

Das Laufen hatte ich schon seit Januar regelmässig gemacht, die Distanzen lagen bei 5 - 10 km (ca.60 km/Monat). Ich muss zugeben, manchmal hat es mir sogar richtig Spass gemacht. Am 1.Mai habe ich dann zusammen mit meiner Freundin Andrea (die ich auch inzwischen dazu bekommen hatte, beim Tria mitzumachen) den 1.Volkslauf in Niedererlenbach über 10 km absolviert. Wir waren echt stolz, dass wir durchhielten und nicht letzte wurden Beim Höchster Kreislauf dagegen hatte ich nach 4 km echte Motivationsprobleme („für was den ganzen Sch...."), bin 3 km gewandert und die letzten 3 km wieder gelaufen (dafür war die Zeit von 1.13.48 Std. sogar noch ganz gut). Letzte bin ich nicht geworden, obwohl ich mich doch so bemüht hatte...

24.05. Bürgerpark-Triathlon in Darmstadt

Die Nudelparty bei Andrea abends zuvor musste leider aus Zeitgründen ausfallen.... So fragten wir uns dann morgens auf dem Weg nach Darmstadt: Haben wir auch nichts vergessen? Wie wechseln wir was am besten? Was essen / trinken wir wann am besten....

Oh je, waren wir aufgeregt! Deshalb war es super, dass die Passtschon98-Jungs vor uns starten mussten und wir uns alles erst einmal in Ruhe anschauen konnten. Dadurch wurde auch das gegenseitige Anfeuern und Fotografieren möglich, was ich echt toll und als sehr hilfreich empfand. Das Wetter war sonnig und vormittags noch nicht zu heiss, die Atmosphäre sehr nett.

Um 12.10 Uhr starteten wir: Wir reihten uns in einer Bahn mit 2 anderen Kraulerinnen ein, die schneller schwimmen wollten als wir. So war hier die Reihenfolge schnell festgelegt und wir störten uns auch während des Schwimmens überhaupt nicht. Als ich nach ca.12-13 Min.aus dem Wasser stieg, lag ich im vorderen Mittelfeld und war noch recht frisch. Ich holte Andrea beim Umziehen wieder ein (sie hatte 25 m Vorsprung beim Schwimmen gehabt), da ich nur T-Shirt, Schuhe, Helm und Startnummer anzog.

Das Radfahren mit dem Mountain Bike war dann doch recht anstrengend und ich hatte den Eindruck, jeder zog mit seinem Gefährt locker an mir vorbei. Auch der Sonderapplaus, der mir zukam, weil ich als einzige bei den Frauen mit einem MB unterwegs war, konnte mich irgendwann nicht mehr trösten. Als mich in der letzten Runde sogar die Sprint-Frauen der nächsten Startreihe überholten, habe ich mir dann geschworen: das nächste Mal mit Rennrad!!! Ich verlor jedenfalls viel, viel Zeit...

Der Wechsel vom Rad zum Laufen war wirklich so, wie Martin uns schon vorgewarnt hatte. Die ersten 500 m habe ich meine Beine nicht gespürt! Ich sah wohl auch ziemlich fertig aus und ich selber dachte: Wie soll ich diese 5 km noch schaffen??? Ich fand gleich am Anfang eine nette Mitläuferin, die die gleichen Probleme wie ich hatte und zusammen liefen wir dann die Strecke in einem recht gemütlichen Tempo. Ihren Endspurt auf den letzten 50 m habe ich ihr wirklich gegönnt!

Das Gefühl im Ziel angekommen zu sein, war echt riesig. Andrea wartete schon mit einem Getränk auf mich (kein Weizen!). Dass wir so locker unter 2 Std.geblieben sind (das hatten wir uns vorgenommen) und auch nicht letzte wurden, hat uns echt gefreut.

Aussichten:

Ich würde gern noch 2-3 Triathlons über diese Distanz im Sommer / Herbst bestreiten, und hoffe, dass ich trotz Beruf, Haushalt, meinen beiden Kinder und der derzeitigen mehrwöchigen sportlichen Zwangspause noch genug Zeit habe, dafür zu trainieren.

Nächstes Jahr wäre es für mich ein Anreiz, die doppelte Distanz zu versuchen. Die Zeit spielt für mich da keine Rolle, eher die Ausdauer es zu schaffen. Jedenfalls habe ich im Winter noch viel Zeit das Laufen lieben zu lernen....

Ach ja, und noch etwas Gunter: hiermit trete ich offiziell in Passtschon98 ein. Werde zwar an der Viehweide wohl eher mit Rad als zu Fuss auftauchen, aber egal...

made by Heike für Pastschon98 im Juni 1999