In einem Jahr zum Marathon!
oder ein Erfahrungsbericht über die Sucht des Laufens


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Inhaltsverzeichnis (oder "nur die Harten kommen in den Garten")

Wie alles anfing
Aller Anfang ist schwer
Training
Das Training an der Viehweide
Die Entstehung des Lauftreffs Passtschon98
Wettkämpfe (Volksläufe)
Trainingsübersicht
Ziel für den Marathon

Wie geht es weiter?

Fortsetzung: Mein erster Marathon

Wie alles anfing...

Es war der 26. Oktober 1997, ein ganz normaler Sonntag. Dachte ich zumindest nach dem Aufstehen. Da das Wetter einigermaßen annehmbar war und ich wußte, daß mein ehemaliger Kommilitone Carsten an diesem Tag beim Eta- Marathon in Frankfurt am laufen war, habe ich mir gedacht, daß ich mit dem Mountainbike mal ein bißchen in die Frankfurter Innenstadt radeln könnte, um ihm ein wenig zuzuschauen. Mein erster Standpunkt war in Höchst in der Bolongarostraße. Direkt neben mir war ein Verpflegungsstand und alle Läufer hatten gute Laune und einfach Spaß am Laufen. Schon da überkam mich ein leichtes Kribbeln... Leider habe ich Carsten einfach übersehen.
Anschließend bin ich dann weitergefahren an die Alte Brücke in der Innenstadt. Endlich erblickte ich auch Carsten, der allerdings einen eher müden Eindruck machte und mich leider ob seiner persönlichen Strapazen nicht wahrnahm. Trotzdem war es für mich einfach die Faszination der Laufenden und die Begeisterung der Zuschauer, die mein Kribbeln noch verstärkten.
Ich habe dann die Läufer mit meinem Fahrrad bis kurz vor das Ziel begleitet, die Stimmung wurde immer besser und besser. Da habe ich ganz spontan den Entschluß gefasst, nächstes Jahr auch mitzulaufen. Am nächsten Tag ging es los, ...

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Aller Anfang ist schwer

Ich war mir zwar bewußt, das der Einstieg ins Training schon ein bißchen Überwindung kosten würde, aber es war doch schwerer als erwartet. Ich war eigentlich immer schon ein eher sportlicher Typ, habe bis vor ein paar Jahren aktiv Fußball gespielt, bin immer ziemlich viel mit dem Mountain- Bike rumgeradelt (manchmal auch ein bißchen extrem), Sqash gespielt und auch des öfteren mal im Eichwald eine oder zwei Runden gejoggt. Also meine erste Runde im Eichwald am Montag nach dem Marathon war schon heftig, ich habe es gerade so geschafft, die 4,8 Km am Stück zu laufen, aber danach war ich auch verdammt platt. Doch es ging immer weiter mit dem ...

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Training

In der Regel war mein Training erst mal ohne Konzept. Einfach immer, am besten mehrmals wöchentlich irgendwie ein bißchen laufen. Am Anfang bin ich fast nur Strecken bis zu 4,8 Kilometer gelaufen, denn mir war schon bewußt, das man an ein solches Unternehmen gaaaanz langsam rangehen müßte. Als Lektüre zur Unterstützung diente mir das wahrscheinlich allseits bekannte Buch "Marathontraining" von Manfred Steffny. Aufgrund der vielen Tips in diesem Buch begann ich mit einem Trainingstagebuch. Das war eine einfache Excel- Tabelle, in die ich einfach meine Trainingswerte für Laufen und Radfahren eingetragen habe. Ja, ich war sogar ab und zu noch auf dem Bike, aber mit zunehmender Laufintensität nahm es ab... Aber so eine Tabelle bringt schon was, einfach zur Übersicht, was man schon gelaufen ist, was man noch für Wettkämpfe mit ins Trainingsprogramm einbeziehen will, Bestzeiten, usw... Nach und nach wagte ich mich auch an längere Strecken, die bis zu 11 Km lang waren. Mein erster "Wettkampf" war ein Volkslauf in Groß- Gerau. Ich wußte, daß ich eine Zeit so um die 50 Minuten laufen könnte, im Ziel waren es dann aber nur 48:51. Ihr könnt Euch meine Begeisterung vorstellen. Die Motivation für das Training wuchs gewaltig.
Im Laufe der Zeit wurden auch die Strecken immer länger, allerdings eher im Wettkampf als im Training. Es kam der erste Hammer in Jügesheim auf mich zu: 25 Km. Bis dahin war ich im Training höchstens mal 15 gelaufen und ich wußte nicht, was da so nach 15 Kilometern auf mich zukommt. Hat aber ganz gut geklappt. Danach habe ich in mein Training diberse Wettkämpfe über 20 Km und auch Halbmarathons mit eingebaut. So ab Juli ging es dann los im Training mit den langen Dingern. Hauptsächlich an der Viehweide einmal in der Woche allgemein 20 Km, aber auch mal knapp 24 und einmal sogar 28 Km. Um mich wirklich gezielt auf den Marathon vorzubereiten habe ich im August und September insgesamt 4 Läufe über eine Distanz jenseits der 30 Km gemacht. Das dient hauptsächlich dazu, den Körper schon mal annähernd an die Marathonbelastung zu gewöhnen. Desweiteren kam in den letzten zwei Monaten noch ein gezieltes Intervall- Training hinzu. Einmal in der Woche 5-7 * 1000 m mit Trabpause. Insgesamt bin ich der Meinung, daß mein Training gut war, immer wieder gesteigert wurde und auch in seiner Abwechslung ausreichend für die Bewältigung eines Marathon ist. Was mir für meine Lauferei sehr viel gebracht hat (außer Laufen auch noch jede Menge Spaß und interessante Gespräche), war...

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Das Training an der Viehweide

Über das Laufen lernte ich Achim und Eric kennen ("oder wie es im Internet doch zu realen Freundschaften kommen kann", aber das ist eine andere Geschichte). Naja, auf jeden Fall ist Eric ein erfahrener Marathonläufer, was man von Achim und mir nicht behaupten kann, noch nicht! Er drehte einmal die Woche eine Runde an der Viehweide (Ausflugslokal zwischen Hofheim und Kelkheim) mit einem Arbeitskollegen und meinte, wir sollten uns anschließen. Ok, ein Zwanziger war für mich mittlerweile nur noch ein kleines Problem, aber 20 Kilometer im Taunus sind halt doch was anderes als eine flache Strecke. Nichtsdestotrotz laufen wir seit dem 9. Juli regelmäßig die Strecke an der Viehweide, wobei meistens 20 Km gelaufen werden, es aber auch vorkommen kann daß wir bis zu 28 Km mit über 400 Höhenmetern abspulen. Aber dieses "Höhentraining" hat was. Erstens ein wirklich gutes Training und zweitens das Weizenbier danach und ein gutes Essen. Nachdem wir uns so locker zu einer Trainingsgemeinschaft zusammengeschlossen hatten, kam, was kommen mußte,...

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Die Entstehung des Lauftreffs Passtschon98

Da mein Wahlspruch seit dem Studium des Vermessungswesens immer schon "Passt schon" war und immer noch ist, hat auch die Adresse meiner Homepage diesen Namen bekommen. Da ich irgendwann keine Lust mehr hatte, immer nur unter meinem Ortsnamen in die Ergebnislisten aufgenommen zu werden, schrieb ich eines Tages "Passtschon98" in das Feld mit dem anzugebenden Verein. Einige Tage oder Wochen später fragte mich Achim, wie er denn Mitglied in diesem "Verein" werden könnte. Ich habe mir daraufhin ein paar nette Aufnahmebedingungen ausgedacht. Da ab dem dritten Mitglied die ersten T-Shirts in Druck gehen sollten, mußten wir noch Eric und Carsten überzeugen, diesem privaten Lauftreff beizutreten. Seitdem sind wir ein Verein und jeder kann mitmachen (kost nix, aber grad mal gar nix). Manche (meistens aber alle oder fast alle) laufen an den Wochenenden bei den ...

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Wettkämpfe(n) (Volksläufe)

Hier noch die Übersicht über die Wettkämpfe, die ich seit dem 21. Februar 1998 als Marathonvorbereitung bestritten habe. Es ist doch eine stattliche Anzahl zusammengekommen, auch die Zahl 20 soll der ganzen Sache eine gewisse Rundung geben. Es ist fast alles dabei, vom 10 Km- "Sprint" über 15, 20 Km über den Halbmarathon bis zum 25 Km "Longjog".

Datum Ort Strecke Zeit
21.2.98 Groß- Gerau 10 0:48:51
13.4.98 Jügesheim 25 2:08:47
19.4.8 Feldberglauf 10,1 (585 Höhenmeter) 1:04:20
25.4.98 Wiesbaden-Naurod 21,1 1:43:15
17.5.98 Bergen-Enkheim 10 0:45:57
30.5.98 Schwanheim 10 0:44:42
1.6.98 Kelkheim- Hornau 20 1:44:36
11.6 Bonames 15 1:07:38
14.6.98 Lorsbach 20 1:36:31
19.6.98 Wallau 10 0:44:18
28.6.98 Ffm.-Harheim 9,65 0:41:44
4.9.98 Bad Soden 10 0:42:10
12.7.98 Stierstadt 21,1 1:37:12
26.7.98 Obertshausen 20 1:27:51
8.8.98 Nidda 15 1:05:40
30.8.98 Egelsbach- Koberstadt 21,1 1:32:33
6.9.98 Kelkheim 21,1 1:30:50
20.9.98 Neu-Isenburg 10 0:39:39
3.10.98 Steinbach 20 1:29:22
11.10.98 Offenbach 10 0:40.43

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 Trainingsübersicht

Zu guter letzt habe ich hier noch mal meine Trainigsübersicht aufgestellt, die allerdings erst seit Mitte Februar ihren Anfang nimmt. Sie liegt im Excel7.0 Format vor und kann downgeloadet werden, so mein Server das zuläßt. Falls das nicht klappt, einfach eine Mail schicken mit dem Betreff "Training" und sie kommt Dir innerhalb ein paar Tagen per E-Mail ins Haus geflattert. Nur mal eben so zur Klarstellung, damit ich nicht mißverstanden werde: das ist kein TRAININGSPLAN, sondern mein persönliches Trainingslogbuch!

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Ziel für den Marathon

Nun sind es noch wenige Tage bis zu dem (meinem) großen Tag und da willst Du sicherlich wissen, was ich mir als Ziel gesetzt habe.
Ich habe schon in den Anfängen meines Trainings immer wieder behauptet, daß ich den Marathon unter 3:30 Stunden laufen will. Anfangs wurde ich dafür zwar nicht belächelt, aber es wurde doch als ein sehr hohes Ziel angesehen. Mittlerweile glauben meine Trainingspartner an die Verwirklichung diese Ziels und ich sowieso. Aber auch wenn es nicht klappen sollte, ist das für mich kein Beinbruch. Hauptsache Spaß haben und immer logger bleiben. Vor ein paar Tagen habe ich im Fernsehen einen Bericht über den Iron-Man auf Hawaii gesehen. Es ging um einen Freizeitathlethen (???), der immer mit der Hand ein Zeichen gemacht hat, das sogenannte "hang loose". Ich werde das in Frankfurt am 25.10.1998 auch versuchen...

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Wie geht es weiter?

Naja, für das nächste Jahr habe ich mir erst mal zwei Marathons vorgenommen, einmal im April in Hamburg und dann im September den sogenannten Jungfrau- Marathon (besser bekannt unter dem Namen "Spaß- Marathon") denn es geht ja nur 1800 Meter bergauf auf dieser trotzdem 42,195 Km langen Strecke.

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Fortsetzung: Mein erster Marathon

made by Gunter Scheurich ®, im Okt. 1998