Laufseminar bei Laufsport "Andreas" (4. bis 9.
Februar 2001)
www.laufsport.de
(Die "Facts" beziehen sich nur auf Gunter und Volker, da wir jeweils mehr km gelaufen sind, als die anderen Kursteilnehmer)
Sonntag 4. Februar oder 'Wo ist der Tank'
Abfahrt Bad Soden 12 Uhr.
Ab Göttingen dichtes Schneegestöber. Warum nicht mal mit 50 km/h auf der Autobahn
unterwegs sein?! Wie gut, dass wir grad 'ne gesunde Cheeseburger-, Big Mac- und Mac Rib -
Pause eingelegt haben.
Ankunft Dersau: 20.45 Uhr, *uff*
Kurze Begrüßung durch Andy und Hella.
Verdienterweise als erstes ein Fläschchen Pilssss geöffnet und weggeschüttet (nicht in
die Spüle).
Ferienwohnung eingerichtet (haben wir eigentlich nur Obst dabei?).
Mist, der Kasten Bier passt nicht in den Kühlschrank ..... aber ..... Rotwein kann man
doch auch warm trinken ....wenn wir doch welchen hätten...
Volker zockt Gunter beim Backgammon ab (o.k., war nur Taktik und fast unentschieden).
Nach dem ersten halben Kasten Bier fallen wir mit dem Gedanken an das am Morgen folgende
Läufchen (mit HFmax.-Test) mit einer voraussichtlichen Hfmax. von 153 ins Bett (warum ist
eigentlich die Bettdecke so kurz?).
Facts: 620 Kilometer zurückgelegt (9 Stunden wow, ist das schnell).
Montag 5. Februar oder 'Die Hirsche'
Wecker klingeln um ½ 8 (gähn...wie, schon hell?).
Kurzes Frühstück.
Treffen um ½ 9 mit Andy zum "Einführungsgespräch", welches wir gestern Abend
wegen der langen "Schlitten"-Fahrt verpasst haben.
9 Uhr: 1 Stunde Gymnastik und Dehnen mit Hella im saukalten Gymnastikraum (kleine Kritik:
positiv: viele Übungen, negativ, zu viele Übungen, d.h. jede Übung nur 1-2x jeweils 30
Sekunden).
Anschließend kleines Einlaufen, Andy beurteilt die individuellen Laufstile und gibt
Tipps. Danach langsames Jogging über stark verschneite (und nicht gespurte) Feld- und
Waldwege. Kurs wird in 2 Gruppen geteilt, die "Anfänger" laufen mit Hella, die
"Fortgeschrittenen" (unter Puls 200) und die Hirsche (Puls 110-120), die behende
den Rehen hinterherhirschen (Hallo Susanne!), laufen mit Andy. Unterwegs muss uns eine
Teilnehmerin mit Puls 200 leider in Richtung nach Hause verlassen. Der Rest macht nach ca.
5 Kilometern einen "kleinen" HFmax. Test (ca. 80%), dann wird umgekehrt.
Die Hirsche werden vom Kursleiter (Andy) noch mal auf die Pirsch geschickt, da sie vom
bisherigen Trainingsverlauf "etwas unterfordert" zu sein scheinen (definitiv
sind *gg*). Während der zusätzlichen 6 Kilometer treffen wir tatsächlich auch
vierbeinige ArtgenossInnen.......
Nach Rückkehr, noch mal entspannt dehnen, duschen, kleines Mittagsschläfchen, futtern
(köstlichen Obstsalat der gesunde Teil für heute), Kleinigkeiten einkaufen.
Leider fehlt uns das richtige Kabel zum Anschließen des Notebooks an die Telefondose.
Hiiiiiiilfe, keine Verbindung zur Aussenwelt - seid Ihr irgendwo da draussen?
Keine Chance an ein Kabel zu kommen, da Dersau eher ein Kaff ist und die nächste
"Weltstadt" bei Eisregen schlecht zu erreichen ist .....
Und nu? Tagebuch schreiben, essen und ab 19 Uhr Lauf-Theorie.
Facts: Ca. 18 Laufkilometer, eher langsam, stark verschneite Waldwege, Nieselregen, ca. 4 Grad Celsius, keine Anstrengung, Volker merkt hinterher seine Erkältung, Gunter i.O.
Abends Lauf-Theorie (ca. 1 ½ Std.):
Themen: Was passiert im Körper, Fett- und Glykogenstoffwechsel, Sauerstoffbedarf, Laufen
nach Herzfrequenz (Grundlagen), schnelles/langsames Training, Aufbau der Kapillaren, was
passiert beim "Mann mit dem Hammer", wie geht man einen Lauf an.
Anschliessend der erneute Versuch Gunters, Volker beim Backgammon vernichtend zu schlagen,
was leider fehl schlägt. In diesem Zusammenhang: Auffüllen der Kohlenhydratspeicher
durch "Einnehmen" kohlenhydratreicher Getränke (powered by ........Bit).
Schlafen ca. 1 Uhr (wie immer).
Dienstag, 6. Februar oder '"Kalübbe" na kalasse'
Wecker klingeln um 8 Uhr, immer noch dunkel.
Standard-Frühstück.
9 Uhr Gumminastik mit Andy, wobei er etwas andere Schwerpunkte setzt als Hella.
Lauftraining von vornherein in getrennten (Leistungs-)Gruppen.
Einlaufen, HFmax.-Test (der ursprünglich für Montag geplant war, wetterbedingt aber
heute stattfindet).
Hinterher schickt Andy die Hirsche noch auf eine 4,5 (ca.) Kilometer-Runde (die durch den
Ort "Kalübbe" führt) in Gunters HM-Wettkampftempo (Training für Sonntag in
Mörfelden), danach gemütliches Auslaufen.
Zu Hause gemütliches Dehnen, Schläfchen, obstsalatening, einkaufen in Plön (damit uns das Bier heute Abend nicht ausgeht. (Wat mutt, datt mutt), kochen, feststellen, dass man ein Analogmodem nicht an eine digitale Nebenstellenanlage anschließen kann (Ihr werdet ohne uns auskommen müssen... hat uns jemand liiiieb???).
Facts: Ca. 17 km, Volker traut sich den HFmax.-Test noch nicht voll zu, Gunter i.O. Laufen auf teilweise sehr nassen Strassen, starkes Tauwetter, 8 Grad Celsius, Regen.
19 Uhr: Theorie (ca. 2 Std.):
Themen: Laktat, Übersäuerung, aerober/anaerober Stoffwexl, Trainingsplangestaltung,
Tempotraining, Beinarbeit.
Im Anschluss gemütliches Beisammensein, welches in trauter Viersamkeit im Rehzimmer fortgesetzt wird, hier wird die Trainingslehre intensiviert und auf Laufstilkunde ausgedehnt, es kommt auch das Thema Laufen und Rauchen zur Sprache. Es kommt im weiteren zum zwangsläufigen Wiederauffüllen der Kohlenhydratspeicher.
1 Uhr again, Schlafenszeit.
Mittwoch 7. Februar oder 'Magnesiumsaft?!?'
8 Uhr: Die Wecker sind unerbittlich, komisch, heut' ist es noch dunkler.
Frühstück wie gehabt (warum hab ich eigentlich Müsli dabei Gunter meint: schöne
Dose).
9 Uhr: Dähnen mit Hälla.
Detaillierte Hinweise zur Bedienung des "Polar-Coach"-Pulsmessgerätes,
anschließend Laufen: Crescendo auf einer 2,5 km-Runde mit vorgegebenen
Herzfrequenzbereichen (65-75 % der individuellen HFmax., 75-85 %, 85-95 %).
Durch zusätzliche Temposteigerung auf den letzten ca. 150 Metern (bergauf), erneuter und
realistischer HFmax.-Test (Kritik: 2x Test an aufeinanderfolgenden Tagen mit einmal kurzer
Strecke [gestern] und einmal (zu?) langer Strecke heute)
+ ein-/auslaufen.
Gemütlicher Nachmittag mit dem bereits bekannten Urlaubsprogramm (ohne Einkauf, wir
vermuten, dass der Biervorrat nun bis Donnerstag reicht). Unter zur Verfügungstellung
einer analogen Telefondose (vielen Dank Andy) sind wir in eeeendlich in der Lage, eine
Verbindung zur Außenwelt herzustellen - Tausende von mails (vielen Dank an alle
SchreiberInnen - wir werden DOCH geliebt).
Facts: Ca. 15 km, ausschließlich Asphalt, trocken, ca. 10 Grad Celsius, Volker traut sich voll Speed zu, Gunter hat den gestrigen Tag doch noch in den Knochen.
18 Uhr Theorie (1 ½ Stunden)
Themen: Läuferspezifische Ernährungsbedürfnisse (fettarme Ernährung,
Nahrungsergänzung), Verpflegung beim Laufen, Mineralien- und Eiweißbedarf und wie dieser
gedeckt werden kann (an dieser Stelle wird festgestellt, dass Flensburger Pilsener einen
Großteil des Magnesiumbedarfs eines Läufers deckt ... prost), einiges zum Thema
Gymnastik (Dehnung und Kräftigung bestimmter Muskelpartien, wann ist Dehnen sinnvoll).
Andy verteilt Unterlagen, um das Gelernte noch mal nachlesen zu können.
Nachdem die knurrenden Mägen gefüllt sind, Abendtraining zur Vorbereitung des langen
Laufes morgen (lebensnotwendiges Auffüllen der Magnesiumspeicher unter Zuhilfenahme
mineral- und kohlenhydrathaltiger Getränke).
Weiß noch wer, wann wir ins Bett gegangen sind?
Donnerstag, 8. Februar oder '"Kalübbe die Zwote" oder: es gibt Leute, die Laufen die Runde 5x (obwohl sie nicht wissen, was sie tun)'
8 Uhr Wecker, draußen ist's doch schon hell.
Normales Frühstück.
9 Uhr Gymnastik mit Hella.
Vorbereitung auf den langen Lauf.
3,5 km einlaufen (Hinweg), 6 Kilometer-Runde, die jeder so oft durchlaufen kann, wie
er/sie meint in der Lage zu sein (Gunter 3x, dicke Oberschenkel aufgrund der insgesamt
hohen Belastung beim derzeitigen Trainingsstand und der ungewöhnlich hohen Belastung
durch die Gymnastik, Volker 4x trotz der Gymnastik, des jedoch besseren allgemeinen
Trainingsstandes [Steinfurt])
Sehr positiv: Andy und Hella stellen ihren Wagen mit Verpflegung und Getränken zur
Verfügung, der nach jeder Runde artig angesteuert wird.
3,5 km auslaufen.
Im Anschluss stellen Hella und Andy "Ultra Refresher" zur Verfügung.
Der direkte Vergleich zwischen "Ultra Refresher" und "Ultra-Bit (0,5)"
endet unentschieden.
Entspannung ohne zu dehnen (mit schnarchen), nachdem wir gestern gelernt haben, dass
dehnen direkt NACH dem Laufen im Grunde nutzlos ist.
Feststellung dass die in unserem Appartement angebotene Badewanne zur Muskelentspannung
"etwas" zu klein geraten ist (ca. 3 Meter zu klein).
Spätnachmittags Bezahlen bei Andy, Trainingstipps für Gunter zum angestrebten Ziel
Mainz-Marathon unter 3 h *Kommentar Volker: grins?, Kommentar Gunter: weia?* !!!!!
(Volker folgt morgen).
Abends gehen wir mit der ganzen Crew zum Essen ins Hotel/Restaurant "Waldblick".
Der Abend endet zwangsläufig mit der Vernichtung der letzten
"Ultra-Bit"-Bestände zur ultimativen Auffrischung der Mineral- und
Kohlenhydrat-Vorräte.
Schlafengehen zwischen halb eins und halb zwo.
Facts: Gunter 25, Volker 31 Kilometer (Asphalt) bei bestem Lauf-Wetter, sogar die Sonne scheint (bei teilweise stürmischem Wind), ca. 12 Grad Celsius, trocken.
Freitag, 9. Februar oder 'Schluss mit lustig'
Auch am letzten Tag Gymnastik (mit Hella), die aufgrund der Belastung der letzten Tage
besonders schwer fällt.
Anschließend ein regeneratives Läufchen (ca. 50 Min), anstatt des ursprünglich
geplanten Hügellaufes
Danach duschen, essen, packen, aufräumen und ein letztes (recht ausführliches) Gespräch
mit Andy zu Volkers Trainingsplanung und zur Klärung letzter Fragen.
Verabschiedung von Hella und Andy, Abfahrt über Plön nach Hamburg, Volker kauft
Laufschuhe bei "Lunge", Endstation bei support-"Mutti".
Gemeinsames essen gehen beim Griechen umme Ecke (auf Gunters Wunsch, da das Essen
unbedingt die völlig vernachlässigten Eisen- und Fettreserven wieder auffüllen soll).
Facts: Ca. 5 km Laufen im Wald, Sonnenschein, ca. 5 Grad Celsius, ca. 100 km Autofahrt, Gunters Schenkel rebellieren (vermutlich) aufgrund der ungewöhnlichen Belastung durch die Gymnastik.
Samstag, 10. Februar oder 'Heimwärts, der Sonne entgegen'
Schön ausgeschlafen, schön gefrühstückt, gehts bei schönstem Sonnenschein
auffe Piste nach Hause, ein Zwischenstopp bei MacDoof in Rhüden, da noch ein
Rest-Eisenmangel feststellbar ist.
Gunters Oberschenkel scheinen ausgeruht zu sein.
Wir bereiten uns seelisch auf den morgigen HM in Mörfelden vor.
Facts: 0 km Laufen (was'n Glück), dafür 510 km Autofahrt, warum merkt Volker HEUTE seine Oberschenkel???
Und hier geht es zum Fazit dieser Laufwoche
made by Hirsch & Hirsch ®, im Februar 2001