Röntgenlauf 2001

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Nach gemütlichen 2,5 Stunden Autobahnhetze kamen wir (Anke, Christine, Martin) gegen 19.59 Uhr in Remscheid Lennep an, genau 1 Minute vor Ende der Pasta Party (aber da wollten wir sowieso nicht unbedingt hin). Nachdem wir dann zwei Runden suchend um unsere Übernachtungsturnhalle gedreht hatten ließen wir uns in selbiger häuslich, auf Gymnastikmatten, nieder. Mit uns logierten zunächst noch 4 weitere Teilnehmer (ULTRAS). Nach Empfehlung einer netten ORGA- Ehefrau begaben wir uns erstmal zur unserer privaten Pastaparty "Bei Gino" hier war alles "oritschinale". Anscheinend haben wir einen so niedergeschlagenen Eindruck gemacht, daß wir Fernet, Grappa und Averna als Schlummertrunk bekamen. Wohlgesätigt und selig gingen wir schlafen. Nach kurzer Zeit gesellten sich noch ein paar Nachzügler zu uns (knarz, raschel quitsch).

Mitten in der Nacht so gegen 3 wurde ich dann wach, die Kölsch drückten. Wieder auf der Matte wollte ich weiterschlafen, aber die ULTRAS ließen mich nicht. Anscheinend brauchen ULTRAS besondere Ernährung (Carboloading in the night). Ein wildes Geraschel von Tüten lies mich nur schwer wieder einschlafen. Beschweren wollte ich mich aus Kameradschaft nicht. "Wenn sie es halt brauchen." Nach schwerer Nacht auf harten Matten, tauschten wir drei unsere Erfahrung über die nächtliche Futterorgie aus, wir dachten alle das selbe, "Wenn sie es halt brauchen."

Dann betrachteten wir die Neuankömmlinge. Siehe da ........die ULTRAS haben gar nicht gefuttert. Ein der Neuen hatte seinen Schlafsack vergessen und sich mit einer RETTUNGSDECKE zugedeckt.

Nach dem guten Frühstück (Brötchen, Müsliriegel vom Bäcker, Käse, Wurst und Kaffee).ging es zur Startnummernausgabe. Durch strömenden Regen schnell rüber zum Stadion. Hier trafen wir auf Wolfgang und Sabine. Nach dem üblichen Smalltalk (wie war die Nacht, wie schnell wollt ihr laufen und das Wetter ist echt super oder???) ging es zum Start. Hier trafen die beiden Halben noch auf unseren ULTRA Stefan. Vergnügt ging es dann los, naß war man jetzt schon. Wir drei anderen erledigt unsere logistischen Aufgaben, Auto parken, Startunterlagen abholen und begaben uns dann in den Zielbereich des Halben. Bei gemütlicher Enge im Zielbereich empfingen wir dann die beiden überraschten aber zufriedenen Läufer. Nach dem Umziehen ging es dann zurück zum Stadion Hackenberg. Wo Anke und ich ja noch unseren Crosslauf absolvieren wollten. Nach dem inspizieren der Wiese, stellte sich uns die obligatorische Frage: Warum mach ich den SCH.....??? Aber ein Leidensgenosse brachte es auf den Punkt: NO MATSCH NO FUN. Also ging es gegen 14.10 in den Startblock. Nach ca. 20 min Pfützentreten ging es los. Nach den ersten Metern mußte ich erst mal nachschauen ob ich meine Schuhe noch anhatte oder sie hinter mir im Boden feststecken. Sie waren aber noch da wo sie hingehörten, an den Füßen oder besser Flossen. So ging es dann Runde für Runde (6) über Stock und Schlamm, bergauf bergab immer schön vorsichtig, man wollte ja die Ganzkörperfangopackung vermeiden, dem Ziel entgegen. Unterwegs hatte ich immer Unterhaltung in der Form: VORSICHT, BITTE PLATZ, LINKS BLEIBEN oder einfach DANKE. Am besten gefiel mir aber die Feststellung einer Mitläuferin: Na ja, wenigstens die Baumstämme hätten Sie (gemeint sind die Orgas) wegräumen können. Ihr Mitläufer antwortete: Die haben Sie extra hingelegt. Danach war betretene Stille.

Da ich ja nun mehr zu den schnellen Schnecken gehöre anstatt zu den langsamen Läufern, habe ich mir in der letzten Runde den Foto von Christine geben lassen um ein paar Bilder von der "Rennstrecke" zu machen. Die Streckenposten haben zwar verdutzt geguckt, mir war das aber egal. Beim Zieleinlauf ins Stadion feuerte mich das Publikum, nachdem ich stehengeblieben war, tröstend an: Den Rest packst du auch noch. Als ich dann den Foto auspackte und ein Bild machte ging ein Lacher durchs Publikum und der Applaus wurde noch etwas lauter. So lief ich dann fröhlich ins Ziel, wo mich bereits eine leckere Marathonschnecke erwartete.

Nach dem Duschen ging es zum Kuchenbuffet. Hier bekam jeder Läufer ein Stück umsonst. Mmmmh lecker. Christine und ich hatte auch noch Glück und gewannen was bei der Startnummerntompola. Nachdem wir dann unsere Urkunden abgeholt hatten, ging es wieder Heim.

made by Martin ®, im Oktober 2001