Heute (12.4.2002) habe ich mich einen Laktatstufentest und einer
Atemgasmessung auf dem Laufband unterzogen. Aus dem Web bin durch einen Link auf die
Webseite von PreventionFirst von Dr. Scholl in Rüdesheim aufmerksam geworden http://www.preventionfirst.de/runner-check.htm
. Sicherlich ist der Laktattest mit EUR 95 und die Atemgasmessung mit EUR 35 nicht gerade
billig, aber im Vergleich mit anderen Angeboten akzeptabel.
Was bekommt man nun für dieses Geld geboten ? Das erst vor 6 Monaten eröffnete Institut
ist im Rüdesheimer Krankenhaus in einem seperaten Teil untergebracht und scheint für
mich als Laien mit modernster Technik
ausgestattet zu sein. Vor dem eigentlichen Test werden noch die grundlegenden
persönlichen Daten vor Ort ermittelt (Grösse, Gewicht auf einer Fettkörperwaage) und
ein Check-Fragebogen ausgefüllt. Danach bespricht
man mit dem Arzt die Geschwindigkeit der 4 Tempo-Stufen die jeweils durchgelaufen werden,
da diese natürlich auf den einzelnen abgestimmt sein müssen, um sinnvolle Ergebnisse zu
erzielen. Eine erste (Ruhe-)Laktatprobe
wird vor dem ersten Laufen aus dem Ohrläppchen entnommen. Dann geht es auf das Band und
die Atemmaske wird aufgesetzt. Zum Einlaufen und Eingewöhnen auf das Band werden
zunächst einige Minuten zum Aufwärmen gelaufen. Und dann sind die vier Stufen (bei mir
8, 11, 14 und 17 km/h) dran. Nach jeweils einer Stufe hält man kurz zur Entnahme einer
weiteren Blutprobe aus dem Ohrläppchen an. Nach ca. 20 Minuten ist der Laufbandtest
durch.
Nach dem Abduschen, kann man sich an den zur Verfügung gestellten Getränken (Saft und
Mineralwasser. Nein Weizen war nicht da), Obst und Müsli bedienen. Kurze Zeit später
geht man dann mit dem Arzt sein Testprotokoll, mit einer ganzen Menge an Daten, durch. Zu
den ermittelten Werten gehören die individuelle anareobe Schwelle (IAAS) mit Laktatwert
und Herzfrequenz, eine Laktat- und Herzfrequenzkurve, die maximale VO2-Max (absolut und
relativ), das Atemminutenvolumen, die prozentuale Ausnutzung der VO2-Max an der IAAS, die
dabei erreichte Geschwindigkeit (und natürlich die Umrechnung der damit erreichbaren
Marathonzeit). Diese Werte werden vom Arzt kommentiert. Für das Training bekommt man eine
Tabelle mit den verschiedenen individuellen Trainingbereichen (GA2 etc.). Und auch für
einige indivuelle Fragen bleibt noch Zeit. Das Ganze hat bei mir ca. 1 1/2 Stunden
gedauert. Insgesamt war ich sehr zufrieden und kann es nur jedem weiterempfehlen,
der seine inviduellen Werte exakt ermittelt haben möchte.
Kleine Anmerkung: Auch mit Hausmitteln lassen sich auch ganz passable, aber eben nicht
exakte Werte erzielen. So lag der mit einem Herzfrequenzmesser im selberdurchgeführten
Conconi-Test ermittelte Wert für die IAAS nur 2,5 % über dem hier ermittelten Wert. Und
auch der Fitnes-Test der Polar ist nicht zu unterschätzen. Der Ownindex gibt nämlich die
relative VO2-Max an. Auch hierbei lag der von der Uhr errechnete Wert nur um 6 % über der
genauen Messung.
made by Mika ®, im April 2002