24. Mai 1999, 12:10 Uhr. Der erste Triathlon meines Lebens
liegt
hinter mir und ich bin nicht letzter geworden :-)
Aber nun mal der Reihe nach. Morgens um halb neun haben wir (acht von
Passtschon98) uns in Darmstadt im Bürgerpark getroffen. Dann die Startunterlagen abgeholt
und versucht, letzte Informationen über den Ablauf der ganzen Angelegenheit zu ergattern.
Wie funktioniert das mit dem Wechseln, wie das mit dem Schwimmen, usw. Da wir leider in
verschiedenen Altersklassen starten mußten, hatte ich die Gelegenheit, bei den TM30
zuzusehen, das war dann schon mal ein kleiner Vorgeschmack...
Dann habe ich meine Klamotten und das Rad samt Zubehör in die Wechselzone gestellt und
mich schon mal seelisch und moralisch auf meine "beste" Disziplin vorzubereiten:
das Schwimmen (500 m). Kurz vor dem Start wurde uns dann mit einem Edding die Startnummer
auf die Schulter gemalt. Dann bin ich langsam ins Schwimmbecken (50 m) und habe mich eine
Bahn eingeschwommen.
Am Start waren wir dann zu siebt auf einer (!) Bahn. Das war ein Gedrängel, aber die
letzten zwei Bahnen hatte ich den ganzen Platz für mich. Dann bekam ich nur noch mit, wie
der Ansager über Lautsprecher verkündete, daß der vorletzte aus dem Becken kam, ich
war's leider nicht, aber was soll's. War auch ein erhebendes Gefühl, als Letzter von
allen Zuschauern noch mal angefeuert zu werden.
Aus dem Becken raus konnte ich kaum laufen, die Beine waren wie Gummi, aber ich konnte
mich doch noch bis in die Wechselzone retten, wo ich wirklich nur das Nötigste tat (Danke
für die Tips geht an Stefan). Füße abtrocknen, Schuhe an (ohne Socken), Helm auf und
Startnummernband umbinden. Den Teil mit Umziehen hatte ich mir geschenkt, weil ich einen
Einteiler für alle drei Disziplinen hatte. Darin muß ich zumindest ziemlich schnell
ausgesehen haben.
Dann ging es auf die Radstrecke. Ich mit meinem guten alten Mountainbike gegen teilweise
verdammt schnelle Rennräder, die reihenweise an mir vorbeigezischt sind, aber das war
sowieso die Spitze, mit der ich nichts zu tun hatte, also ruhig Blut bewahren und sich
erst mal einfahren auf der 4 mal zu durchfahrenden 5 Km- Rundstrecke, alle Ecken, Kanten,
Kurven und Wenden erst mal anschauen. Mein Durchschnittstempo hat sich dann bei ca. 30
Km/h eingependelt. Und siehe da, in der dritten Runde hatte ich den ersten überholt. Das
war schon ein erhebendes Gefühl, nicht mehr Letzter zu sein :-) Bis zum Wechsel habe ich
noch zwei gefressen...
Dann kam meine Paradedisziplin, das Laufen. Leider war die Strecke nur 5 Km lang. Nach ca.
200 m sah ich schon den ersten Läufer vor mir, der aber eher zu traben schien. Lange
Rede, kurzer Sinn, bis ins Ziel habe ich doch immerhin neun Läufer überholt!!! Ich
glaube, die vierte Disziplin habe ich auch ganz gut gemeistert. Als ich mir in den
Wettbewerben zuvor diverse Umzugsorgien (Badehose aus, komplett abtrocknen, andere
Klamotten und Socken an, usw.) angeschaut hatte, war ich doch froh, daß ich damit nichts
zu tun hatte, denn so kann man viel Zeit sparen...
Insgesamt kann ich nur sagen, daß mir dieser Triathlon eine Menge Spaß gemacht hat und es bestimmt nicht mein letzter war. Aber für den nächsten werde ich doch ein bißchen mehr schwimmen trainieren! Auch schön war die Zuschauerfreundlichkeit der Strecke: Vier Radrunden und zwei Runden laufen sind auch für die Zuschauer und Fans sehr angenehm, weil man immer was zu sehen bekommt.
Meine Gesamtzeit lag am Ende bei 1:14:02, ist aber absolut zweitrangig, da es nur um den Spaß ging...
made by Gunter Scheurich im Mai 1999