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Das 1333 erstmals genannt Dorf Irfersgrün liegt
an der Westrandzone des Kirchberger Granitblockes. Folgt man dem Lauf des
Lohbaches vom 510 m hohen Galgenberg bis in die Ortslage, so stellt man fest,
dass sich der Ort gleich hinter dem großen Teich teilt. Am Ende der sich rechts
und links des Dorfbaches reihenden Bauern - und Häuslerstellen bilden das
ehemalige Rittergut, die Kirche, der ehemalige Gasthof, die Schmiede, die Mühle
und einige kleine Häuser als Gebäudehäufung den Abschluss des Dorfes und
charakterisieren damit das Dorfbild. Die Siedler teilten den gerodeten Boden in
gleiche Teile auf. So entstanden vom Hof bis zur Flurgrenze die Waldhufen
in langen Landstreifen. Unweit der ehemaligen Rittergutsscheune waren noch in
der Hälfte des 20. Jahrhunderts Reste einer mittelalterlichen Ringwallanlage zu
erkennen. Neben den bäuerlichen Wirtschaften und den dörflichen Handwerkern
gab es schon Ende des 18. Jahrhunderts auch Hausweberei im Ort. Weitere
Erwerbsmöglichkeiten entstanden : die Pechsiederei und die Rußherstellung. Der
wirtschaftliche Aufschwung des Dorfes kam in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts
mit dem Bau der ,, Lengenfelder - Kirchberger Chaussee " , die 1868 beendet
wurden und mit dem Anschluss an die Eisenbahn Zwickau - Falkenstein 1875. Die
alte Kirche mit ihrem barocken Dachreiter birgt ein lebensgroßes Kruzifix von
1687 und ein Bornkinnel von dem Schneeberger Bildschnitzer Johann Petzold aus
der Zeit um 1640 - 50. In Irfersgrün wurde der bekannte Pädagoge Dr. Friedrich
Dittes ( 1829 - 1896 ) geboren. 1898 ließ ihm die sächsische Lehrerschaft ein
Denkmal mit überlebensgroßen Bronzebüste setzen, dass sich gegenüber der
Kirche befindet. |