In den frühen '90 erreichte das Genre seinen Tiefpunkt, konnte sich aber wieder erholen. Eine der bekanntesten Serien ist Waru von Jun Fukami (37 B&aul;nde). Weitere populäre Serien sind Keirinyarou von Riki Kusaka (momentan 43 Bände), Galboy! von Mariko Nakamura (33 Bände), Jewelry Connection von Miyuki Noma (12 Bände) und Hi no Ryousen von Kayono Saeki (26 Bände).
Lolikon
Mitte der 80er entstandenes Pornogenre. Da angeblich viele japanische Männer einen sogenannten Lolita-Komplex haben (der ist aber bei vielen weitaus weniger ausgeprägt ist, als uns diverse Reportagen weißmachen wollen), bestehen die Lolikons aus hübschen, jungen Mädchen, die es mit diversen Kroppzeug treiben. Ende der 80er verschwand das Lolikon-Genre.
Magical Girls
Ein weiteres Shoujo-Genre, das 1966 mit Mitsuteru Yokoyamas Mahoutsukai Sally seinen ersten (Anime) Auftritt hatte.
Das Grundprinzip des Genres ist wie folgend: Ein junges (oft ziemlich tolpatschiges) Mädchen bekommt ein Zauberobjekt (oder Zauberkräfte), mit dem es sich in eine Kämpferin (in diesem Falle ein Magical Girl) verwandelt, das für eine bestimmte Sache kämpft (sei es nun um Liebe, gegen eine fremde Macht oder einfach nur, um andere Menschen glücklich zu machen).
Zwei der einflußreichsten Serien entstanden zwischen 1982 und '83 mit Mahou no Princess Minky Momo und Mahou no Tenshi Creamy Mami, letztere Serie führte auch die beliebten Idol-Elemte in das Magical Girls-Genre ein. Ein weiterer Hit entstand 1992 mit Sailor Moon, womit außerdem das Magical Girls-Team eingeführte wurde.
Weitere erwähnenswerte Magical Girls-Serien sind Himitsu no Akko-chan, Mahou no Star Magical Emi, Akazukin ChaCha, sowie Ai Senshi Wedding Peach und Kaitou Saint Tail.
Manga
Manga (=unverantwortliche Bilder) ist das japanische Wort für Comics, das von dem Künstler Hokusai 1814 geprägt wurde. Mangas sind in Japan eines der beliebtesten Medien (neben dem Anime). Auch in den USA und Europa sind sie seit einiger Zeit bekannt. Während sie in den USA und den meisten europäischen Ländern (sprich: Frankreich, Italien, Spanien) schon einen eigenständigen Markt bilden, kommt dieser Markt in Deutschland nur schleppend zustande (was sich aber in den vergangenen Jahren stark verbessert hat).
Mangaka
Japanisch für Comiczeicher.
Mecha
Eigentlich die Abkürzung von Mechanical. Mechas sind diese beliebten Riesenrobotern, wie wir sie aus Serien wie Macross oder Gundam kennnen. Eine der frühsten Mecha-Serien stammt aus der Feder von Mitsuteru Yokoyama (Mahoutsukai Sall), Tetsujin 28-Go bzw. Gigantor.
Ein guter, grosser Anteil von SF-Animes beinhaltet diese Gerätschaften, wobei sie in der Regel zwischen unpraktisch/unrealistisch (Saber Rider) bis zu logisch/ausgeklügelt (Orguss (02)) stehen.
Zu den bekannteren Mecha-Vertretern zählen Gunbuster, Patlabor, Mazinger Z und natürlich Evangelion.
OVA / OAV
Videos, die speziell für die Videoauswertung gemacht wurden. Die erste OVA erschien 1984 (Dallos).
OVA-Serien/Filme können mit höherem Aufwand (müssen aber nicht! ^_^) als TV-Serien produziert werden, da sie in der Regel kürzer sind, und meist im Abstand mehrer Monate veröffentlicht werden.
Auch die berühmt-berüchtigten Hentai-Animes sind durchwegs OVAs, da OVA nicht an die Zensur des Kinos oder Fernsehens gebunden sind. Demgleich sind auch ein guter Anteil der OVAs etwas freizügiger, obwohl sich das in letzter Zeit (vor allem durch das Auftauchen der sogenannten "Late-Night-TV-Animes") gelegt hat.
Shoujo-Manga
Mangas (von "Mädchen") für Mädchen. Obwohl es schon von den 30ern an Mangas gab, die sich an Mädchen richteten (jedoch noch in der Form von Koma-Mangas), gilt Osamu Tezukas Ribon no Kishi als Grundstein der Shojo-Mangas.
Themen-mäßig entsprechen Shojo-Mangas zwar großteils den Shonen-Mangas (Comedy, Action, Horror) haben sie eine ganz andere Art der Darstellung, zum einen durch den Bildaufbau, zum anderen durch die unverkennbar weibliche Handschrift.
Eines der gängigsten Stilmittel in Shojo-Mangas sind homosexuelle Tendenzen, bestes Beispiel Lady Oscar (ganz zu schweigen vom Shounenai-Genre ^_^), und androgyne Charaktere, wie z.B. Shun aus Greenwood, Rei Asaka aus Oniisama e... etc.
Und schließlich noch einige ganz besonders populäre Beispiele:
Galasu no Kamen von Miuchi Suzue (41 Bände), Pataliro! von Mineo Maya (66 Bände), Hot Road von Taku Tsumugi (4 Bände) und Candy Candy von Yumiko Igarashi (9 Bände).
Shounen-Manga
Mangas für Jungen. Jedoch beschränken diese sich schon lange nicht mehr auf solche. Bekannte Shounen-Mangas sind Dragonball oder Hokuto no Ken. Rumiko Takahashi war die erste Frau, die in einem Shounen-Magazin ein Manga veröffentlichte.
Shounenai
Japanisch für Jungenliebe. Ein Mangagenre, das es nur im Shoujo-Manga gibt. Es trat das erste Mal 1971 in Moto Hagios Thomas no Shinzou auf. Mit Kaze to Ki no Uta von Keiko Takemiya 1976 war das Genre schliesslich völlig in das Shoujo- Manga integriert und seitdem immer wiederkehrend auch in "Mainstream"-Serien wie z.B. Sailor Moon, Aishite Night und Vampire Princess Miyu wiederzufinden.
Desweiteren bildete sich ein eigener Markt für diese Art, mit eigenen Magazinen und sogar Verlagen!
Die Masse der Shounenai-Mangas sind nicht realistisch, sondern entsprechen eher den Wunschvorstellungen von Mädchen, doch es gab immer wieder Ausnahmen, wie z.B. Wakuni Akisatos Tomoi-Serie und Marimo Ragawas New York New York.
Super Deformed
Veralberungen und Verniedlichungen von bekannten Anime- und Mangaserien. Die Parodie zu Gundam SD-Gundam gehört zu den beliebtesten Super Deformed-Serien. Auch bekannt ist Scramble Wars und 10 little Gall Force. Wird oft auch als Gag-Einlage in lustigen Szenen verwendet (besonders oft zu sehen in Fushigi Yuugi)
Tankoubon
Japanische Bezeichnung für einen Mangaband. Prinzipiell werden Serien und Kurzgeschichten erst in Mangamagazinen, wie z.B. Shounen Jump, Margaret oder Big Comic abgedruckt und dann in Mangabänden gesammelt.
Yaoi-Mangas
Der Yaoi-Manga begann als Untergenre im Doujinshi-Bereich. Weibliche Fans knöpften sich ihre Lieblingscharaktere (männlich, wohl gemerkt) aus diversen TV-Animes vor und liessen die dann mit ihren besten Freunden (auch männlich) ins Bett gehen.
Daraus entwickelte sich auch ein Markt mit Originalstories (ohne Animebezug) und der ging dann auch in das kommerziele Genre über.
Im Westen bezeichnet man heutzutage alle Shounenai-Mangas so, die explizite, sexuelle Inhalte haben.