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Frühjahrsfeldzug
2006. April 1-9
 
 

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http://www.magyarhuszar.hu/site/index_de.htm  - MAGYAR HUSZÁR

 

hier findet man mehr Info und Bilder zur Veranstaltung

 

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Textfeld: Anreise mit dem Wohnmobil und Pferdeanhänger mit all den erforderlichen Formalitäten wie im Jahr zuvor. Durch die Hochwasserkatastrophe waren viele Teile Ungarns überschwemmt. So konnte die letzte Schlachtvorstellung am 8 April in Vàz  am Donauknie nicht stattfinden. Die Altstadt und Umgebung standen bis zu 1,50 m unter Wasser.
Anreise 31 März. Der Frühjahrsfeldzug begann  am 01 April Rekrutenanwerbung im Sattel, zeitgleich auch in den anderen Ortschaften, in Boldog mit dem Aufmarsch vor dem Kulturhaus . Vor dem Kulturhaus waren die Stallzelte usw. aufgebaut. (für ca. 70-90 Pferde) Stroh ,Heu, Hafer und natürlich auch die Verpflegung der Teilnehmer und deren Unterbringung in Gemeindehäusern/Sporthallen war gut vorbereitet. Zsolt (Budapest), Karsten, Heidi, Edmund (Eddy), Stefanie (aus Berlin/Wutzetz) sowie unsere 4 polnischen Freunde, hatten je ein Pferd von Rittmeister Imre bekommen, wir Daniel und Ich hatten ja unsere eigenen Pferde  Neddor und Thamin dabei. Diese waren auf dem Gehöft (Vadfarm) die ersten zwei Tage bestens versorgt und untergebracht. 
Am 02. April fand  die erste historische Schlachtvorführung in Boldog statt. Hier Standen weite Teile des Schlachtfeldes unter Wasser. Wir waren sehr gespannt, wie unsere Pferde dieses Spektakel, Kanoneschüsse, Säbelduelle und das ganze drum herum auch dieses Jahr wegstecken würden. Aber Dank der Charakterstärke, Leistungsbereitschaft und Rittigkeit, war es wieder einmal eine reine Freude. Auch wenn wir den ganzen Tag im Sattel verbrachten,  haben die Pferde dies alles gut überstanden. (Unser Sitzfleisch war ganz schön strapaziert, zumindest am Anfang) Auch die anderen Teilnehmer, die Pferde von Imre hatten ,kamen ganz gut mit den für sie doch fremden Pferden zurecht. Nach der Schlacht in Boldog brachten wir unsere beiden Pferde, sowie Imres Pferde auf dessen Gehöft zurück. Alle anderen Teilnehmer ritten ins Lager nach Jàszberèny, das in der Zwischenzeit dorthin verlegt wurde. (Ab- und Aufbau der Zelte usw.)
Unsere Gruppe ritt am 03. April früh Morgens von Boldog nach Jàszberèny und sollte so gegen 12,00 Uhr dort ankommen.  Aber man hatte vergessen unser Stallzelt aufzubauen und so mussten wir warten bis dieses aufgebaut wurde. Einige unsere Gruppe beteiligte sich bei dessen Aufbau. Wir hatten im nach hinein viel Spaß dabei! Auch viel das Mittagessen für unsere Gruppe aus, da man uns nicht mit eingerechnet hatte. Zum Glück hatten wir etwas zu Essen dabei. Unsere Gruppe nahm am Nachmittag nicht am historischen Umzug durch die Stadt teil. 
Am Abend hatte Imre in einem Lokal eine Geburtstagsfete für Daniel (02. April) vorbereitet, von der wir aber alle nichts wussten, und ziemlich spät eingeweiht wurden. Es wurde eine große Überraschung für alle. Mit Geburtstagstorte und allem drum herum. Es war ein wunder schöner Abend, der allen beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Zu erwähnen wäre das Ich das Wohnmobil mit Pferdehänger immer nachgeführt habe, was nicht immer leicht von statten ging.
Am 04 .April setzte sich der gesamte Tross unter Gesamtfeldzugfüher Major Molnár Jànosi in Richtung Nagykàta in Bewegung. (ca. 90 Pferde) Es war ein wunderschöner Ritt durch die ungarische Landschaft (Puszta), zwischen durch wurde ein reichhaltiges Mittagsmahl eingenommen. Wieder einmal eine logistische Leistung und obwohl man einige Umwege in folge von Überschwemmungen in Kauf nehmen musste, erreichte man am späten Nachmittag das Ziel etwas früher als geplant. Es waren noch nicht alle Stallzelte aufgebaut und so konnten wir auch dieses mal unser Stallzelt wohl oder übel selbst aufbauen. Auch hier hatten wir unseren Spaß dabei, nach dem wir unsere Pferde an einem Geländer angebunden und versorgt hatten, machten wir uns an die Arbeit, leider ging es nicht so schnell von statten ,denn es war nur ein Vorschlaghammer vorhanden den sich alle teilen mussten.
Am Nachmittag fand noch eine Schlachtvorbesprechung um die Brücke in Tàpiòbicske statt, man Teilte mir mit das ich  für das Säbelduell vorgesehen war, und man besprach Einzelheiten hierzu. Es war eine hohe Ehre die mir zuteil wurde. Es war eine wundervolle Historische Schlachtvorstellung 04. April in der ich eine Hauptrolle hatte. Unsere Gruppe schlug sich wacker, auch gerieten unsere polnischen Freunde im Gefecht mit den Ungarn ein bisschen heftig aneinander und  mussten einige Säbel Attacken einstecken, wobei zwei ihrer Lanzen in Brüche gingen. Der eine oder die andere ging beim durchqueren des Flusses unfreiwillig baden (ca.1,30m tief), was für die Zuschauer sehr belustigend war.
Am 05. April verlagerte man dann nach Isaszeg, auf dem Weg dorthin legten wir  auf dem Gehöft von den dortigen Husaren  eine Pause ein. Bei Wein und anderen Köstlichkeiten verbrachte man hier 1 bis 2 Stunden bevor man dann in die  Stallzelte in Isaszeg einrückte. 
Am Abend wurden dann in gemütlicher Runde, Wirtschaftsfragen, soziale Sachfragen, Kulturelle -und Gesellschaftsfragen  aufgeworfen und sachlich unter den verschiedenen Aspekten beleuchtet und kritisch hinterfragt. Quer durch die verschiedenen Volksschichten. 
An diesem Abend wurden etliche zum Husaren ernannt (geschlagen), darunter auch unser Radetzky Husar Uwe. Hier einige Bilder.
Die Schlacht am 06.April am Berg von Isaszeg war nicht einfach da es zuvor geregnet hatte und der Boden recht rutschig war. Es war eine schöne historische Schlacht, wo wir viele Säbelduelle gehabt haben.
Am 07 April ritt unsere Gruppe 14 Reiter nach Boldog zurück, da die Stadt Vác, der alte Stadtkern und das Schlachtgelände am Donauknie ca. 1,50 m unter Wasser stand, somit die Schlachtvorführung buchstäblich ins Wasser viel.
Es war ein sehr schöner anstrengender Ganztagesritt, nach Boldog, der von Pferd und Reiter einiges abverlangte. Imre hatte auf dem Gehöft einen ungarischen Abend mit heimischen Speisen vorbereitet. Nach dem man die Pferde versorgt und auch sich einiger maßen frisch gemacht hatte. Vergnügte man sich bei Speis und Trank, Musik  und Tanz es war eine lange Nacht bis in den Morgen hinein.
08. April nach gemeinsamen Frühstück verabschiedete man sich von den polnischen Freunden .
Am Nachmittag unternahmen wir noch einen Ausritt um das Gehöft und Boldog herum. Man bekam viel Wild und anderes Getier zu Gesichte. Nach einer Pause, machte man dann noch auf einem langen geraden Sandweg ein Pferderennen, immer 2 oder 3 Pferde liefen um die Wette, was allen sichtbar Spaß machte. Nach der Rückkehr vom Ausritt versorgten wir unsere Pferde und verstauten alle Utensilien, und machten unser Gefährt startbereit. Den Abend lies man gemütlich ausklingen. Daniel und Ich verabschiedeten uns von unseren Ungarische Freunden den wir wollten am 09. April so gegen 4,00 Uhr die Heimreise antreten. Beim verladen der Pferde am frühen Morgen half uns Zsolt.  Zsolt fuhr dann mit uns nach Budapest , wo wir ihn Zuhause absetzten, und dann unsere Heimreise fortsetzten.
Dank sagen möchte Ich, allen Husarenkameraden für die wundervollen gemeinsam verbrachten Tage.  Auch mussten wieder Ausreisepapiere für die Pferde , tierärztliche ungarische Gesundheitszeugnisse sowie einen Transportplan, in der die genaue Route mit  Pausen usw. aufgeführt sind, erstellt  werden. Auch bei allen unerwähnt gebliebenen möchten wir uns, sowie bei Imre stellvertretend für die Coburg Husaren zu Boldog, und  Radetzkyhusar Zsolt  für die brüderliche und herzliche Aufnahme, wir fühlten uns wie zu Hause, bedanken, (was wir ja auch waren und sind).
Heimreise am 9.04.06  um 4 Uhr von Boldog über Budapest, Nickelsdorf, Wien, Linz, Passau, Regensburg, Nürnberg, Heilbronn nach Stutensee Ankunft 18,30 Uhr
Stutensee, den 4. Juni 2006
Hans-Günther Lußberger Oberleutnant der Coburg Husaren zu Boldog