Reisebericht Urlaub Dezember 2003
Da ich 1999 bei meiner Reise nach Kambodscha die bekannteste Attraktion Angkor
schon besichtigt hatte, beschloß ich, nun den Rest des Landes zu entdecken. Von
Bangkok ( Nord- Busterminal ) aus fuhr ich
morgens mit einem Linienbus ( 168 Bath / ca. 4 Std. ) nach Aranyaprathet.
Die restlichen Kilometer bis zur Grenze fuhr ich mit einem Tucktuck.( Festpreis 50 Bath ) An der
Grenze angekommen fielen mir die riesigen Einkaufscenter und vielen Marktbuden
auf, ein Einkaufsparadies für den armen Nachbarn.
Sofort wurde ich von
einer Horde bettelnder Kinder und Schleppern umringt.
Nun hieß es, sich zur Thai-Immigration durch zu kämpfen, den Ausreisestempel
zu bekommen, dann durch das Tor Kindom of Cambodia rüber zur
Kamb.-Immigration zu kommen. Dort angekommen waren dann 1000 Bath für das Visum
fällig, die weiteren geforderten 200 Baht für den obligatorischen
"Helfer" sparte ich mir, in dem ich die Formulare selbst ausfüllte
und Ihm sagte das 1000 Baht mehr seien als 20 US $. Nach kurzem Palaver weiter zur
Paßkontrolle, Papiere abstempeln lassen, fertig.
Nun hielt ich Ausschau nach einer Transportmöglichkeit, gefolgt von einer etwas
kleineren bettelnder Horde ging ich zum nahe gelegenen Kreisverkehr. Von dort
starten die Taxis, Picups und Toyota-Minibusse. Am Kreisverkehr sah es zum Teil aus wie
auf einer Müllhalde und die staubige nicht geteerte Straße verhieß nichts Gutes.
Nach ausgiebigen Handeln startete ich zusammen mit einem kamb. Ehepaar in einem
Taxi für 300 Baht Richtung Sisophon.
Nach dem wir die Grenzstadt Poi Pet verlassen
hatten ging die Fahrt durch eine ebene Landschaft mit zahllosen Reisfeldern. Die
Straße war zwar breit, aber die geteerten Abschnitte waren voller großer
Löcher und Sandhaufen, dann ging es wieder kilometerlang auf holprigen
Schotterpisten weiter. Manchmal fuhren wir wie im dichten Nebel. Wir kamen durch
Sisohpon und erreichten am Nachmittag unser Ziel
In der Stadt angekommen hielt das Taxi in der Nähe des Marktes vor dem Royal
Hotel. Die 5 US$ für das schöne Zimmer mit TV und Bad waren ok. In der
gleichen Straße gibt es noch mehrere Unterkünfte. Nach einer erfrischenden
Dusche sah ich mir die Umgebung etwas an. Mit einem der vor dem Hotel wartenden Motorradtaxen
fuhr ich gegen Abend zu einem alten Khmertempel. ( EK Phnom ) Die Fahrt
durch die Reisfelder und ein kleines Dorf war phantastisch. Von Battambang aus
können Ausflüge zur Killing Cave ( Phnom Sampeuo ) unternommen werden.
In einem chinesischen Restaurant aß ich dann zu Abend.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück auf der Dachterrasse des Hotels, in dem
auch viele UN-Mitarbeiter wohnen, ging es dann mit einem Airconbus ( 4 US$ / 290 Km )
weiter, auf den nun gewohnten Straßen, über Pouthisat
und Kampong Chhang nach
In der Hauptstadt angekommen fuhr ich mit einem Motorradtaxi zuerst zum Happy-Guesthouse
am See, war nicht so mein Fall, außerdem full, also zurück in die Stadt. Bin
dann im Asia-Hotel abgestiegen ( 10 US$ ) echt super. Es liegt in der Nähe des Central-Marktes.
Phnom Penh hat sich in den letzten vier Jahren nicht sehr verändert, es fällt
nur auf, das der Tourismus schwer im kommen ist. Etliche neue Hotels, Guesthouse, Reisebüros, Internetcafes und Restaurants.
Am nächsten Morgen fuhr ich dann zu den Killing Fields, die damals bei
meiner ersten Kambodschareise zum teil unter Wasser standen. Es ist schon schwer
zu begreifen, was sich für ein Grauen hier, in dieser an einem Flüßchen gelegenen
lieblichen Landschaft, abgespielt haben muß.
In der Stadt zurück erkundigte ich mich nach einem Bootstrip auf dem Mekong hoch bis Stoeng
Treng. Die öffentlichen Expressboote hatten ihren Betrieb für die
nächsten 4 Monate eingestellt. Erst ab der Stadt Kampong Cham verkehren Boote auf dem Fluß.
Also bin ich am folgenden Tag los.
Von der Busstation am Markt erst einmal mit
einem Minibus ( 2 US$ ) zur einer großen Busstation, in großen Bus gewechselt, dann 3 Std. Fahrt
nach
Kampong Cham. Unterwegs wurde
an einer Raststation halt gemacht. Hier wurden auch die im Land überall
beliebten gegrillten Vogelspinnen von " fliegenden Händlern "
angeboten.( schmecken nach angebranntem Speck )
Da es nur ein Boot am Morgen gibt und ich nicht in Kampong Cham übernachten
wollte, fuhr ich mit einem Minibus 6 US$ nach Kratie.
Ich nahm 2 Plätze, denn ich wollte auf das Ölsardinenfieling verzichten, zu dritt auf den Beifahrersitzen und das für Stunden.
Die Fahrt begann mit der
Überquerung des Mekong auf einer gewaltigen Brücke und ging dann auf einer echt guten Straße weiter. Mit dieser war nach etwa 20 Km Schluß.
Was dann kam, hätte das Herz eines jeden Rallyefahrers höher schlagen lassen. Wir zuckelten
durch die " Prärie " dahin,
kamen durch schöne Landschaften mit kleinen Bauerndörfer in denen eine erschreckende Armut herrschte und
erreichten am späten Nachmittag
Das Städtchen liegt direkt am Mekong und der Tourismus treibt erste Blüten. Im Heng Heng-Guesthouse 5 US$ ( nettes Zimmer TV / Bad ) fand ich Unterkunft, von der Terrasse herrlicher Ausblick über den Mekong. Abendessen im empfehlenswerten gleichnamigen Restaurant. Nach Informationen von anderen Travelern verzichtete ich darauf, den Mekong hoch bis Stoeng Treng zu fahren und beschloß in Kratie zu bleiben..
Nächsten Morgen machte ich mich auf Entdeckungstour zuerst den Markt,
dann entlang der Uferstraße und das Städtchen selbst. Mit einem der
vielen Motorradtaxen machte ich dann einen Ausflug am Mekong entlang. Wir kamen
durch Bauern- und Fischerdörfer eingebettet in einer reizvollen Landschaft und
erreichten einen Viewpoint von dem aus die Flußdelphine
beobachtet werden können. Ich mietete ein Boot und fuhr auf den Fluß hinaus.
Es war phantastisch die 2-2,8 m langen Tiere zu beobachten, wie Sie zum
Atemholen an die Wasseroberfläche kommen.
Mit dem Motorbike ging es dann zu kleinen Stromschnellen, an einem Seitenarm des Mekong, an
denen man den Fischern zusehen konnte. Auf dem Rückweg besichtigte ich noch
zwei kleine Pagoden auf einem Hügel. Gegen Abend waren wir wieder in
Kratie zurück. Die Menschen hier und in den Dörfern waren echt freundlich und
das " hallo " der Kinder war überall zu hören.
Am nächsten Vormittag fuhr ich dann mit einem Expressboot ( 5 US$ ) den
Mekong hinunter. Das Boot machte unterwegs 3 Stopps an kleinen Dörfern
erreichte nach ca. 2,5 Std. das Städtchen Kampong Cham. Dort nahm ich dann wieder den Bus nach Phnom Penh.
In der Hauptstadt angekommen goß es wie aus Kübeln. Der nicht geteerte
Busbahnhof hatte sich in eine Sumpflandschaft verwandelt. Mit einem Minibus ging es dann zum Markt.
Nach einer weiteren Nacht im Asia-Hotel, fuhr ich dann am Morgen Richtung Süden mit einem noblen Airconbus, ( 3 US$ / 4 Std. / 230 Km ) auf einer top Straße, nach
Die Stadt mit ihren Stränden, am Golf von Thailand gelegen, ist das Badezentrum Kambodschas und ist auf mehrere Hügeln gebaut.
Der Tourismus boomt auch hier. Es gibt Unterkünfte und Restaurants für jeden Geldbeutel.
Ein Motobiketaxi fuhr mit mir vorbei am Goldenen Löwen Monument zum Ocheu Teal Beach an dem viele Unterkünfte liegen.
Je näher am Wasser um so teurer.
Ich entschied mich für das Apsara-Guesthouse ( 5 US$ ) nettes Zimmer mit
Bad. Oben auf der Terrasse konnte man gut und preiswert essen und die
Besitzer waren echt nett. Es liegt ein Stück vom Strand entfernt.
Der Strand war für mich eine Enttäuschung. Liegestühle und Sonnenschirme
reihten sich dicht an dicht und die Strandkneipen ebenso.
Nächsten Morgen machte ich einen Fußmarsch zum benachbarten Sokha Beach an dem ein Luxusresort im entstehen ist. Mit einem Motorbiketaxi ging es dann zum Independenc Beach, für mich der schönste und sauberste Strand. Von dort, nachdem ich mich erst einmal in die Fluten gestürzt hatte, fuhr ich dann zum Viktory Beach der neben dem Hawai Beach liegt. An diesen ist die Wasserqualität nicht so gut, da der Hafen in der Nähe liegt.
Da mir Sihanukville für einen Badeurlaub nicht so zu sagte, packte ich am nächsten
Vormittag zusammen und fuhr zum Fährhafen, der auf der anderen Seite der Stadt liegt.
Im gesamten Hafenbereich herrscht emsige Bautätigkeit.
Mit einem großen Expressboot ( 15 US$ / ca.4 Std. ) stach ich in See, immer der Küste entlang, mit einem Inselstopp nach
Die Stadt ist auch mit einem Minibus von Sihanukville oder Phnom Penh aus zu erreichen.
Dort am Hafen angekommen stürzte sich sofort ein Rudel Taxifahrer auf die Reisenden.
Nach kurzer Preisverhandlung mit einem Motorbiketaxi ( 2 US$ ) ging es zuerst
über eine große Brücke ( Maut 1000 Riel ) dann die ca.10 Km bis zur Grenze.
Dort die üblichen Formalitäten, wieder jede Menge Bettler und " Helfer
", dann ging es rüber nach Hat Lek zur Thai-Immigration. ( schließt um 20 Uhr )
Von dort aus ging es mit einem Minibus ( 100 Baht / 75 Km ) nach Trat und nächsten Morgen dann mit einem Linienbus weiter nach Bangkok.
Fazit :
Das Land mit seinen freundlichen, aber zum Teil bitterarmen Menschen,
ist für Touristen gegenüber 1999 wesentlich sicherer geworden.