Reisebericht Urlaub Dezember 2005
Nach meiner Rundreise durch den Süden von Laos war nun ein kurzer Badeurlaub fällig. Da ich in den Nachrichten gehört hatte, daß im Süden von Thailand schlechtes Wetter herrscht, beschloß ich auf die Insel Ko Samet zum Baden zu fahren. Von Bangkok ( Busstation Ekamai ) aus, fuhr ich in ca. 2,5 Stunden mit einem Airconbus nach Ban Phe. Die Busse verkehren stündlich und der Fahrpreis beträgt 146 Baht. In Ban Phe angekommen setzte ich mit einer Fähre über . Die Boote fahren, wenn genug Fahrgäste beisammen sind, oder manche auch im Stundentakt. Die Überfahrt dauert ca. 30 - 40 Minuten und kostet 50 - 70 Baht, je nachdem, ob man zum Hauptort Nadan oder zu den einzelnen Stränden fährt.
Achtung ! An Wochenenden fallen Tausende von Thai-Touristen auf der Insel ein, und die Bungalows sind restlos ausgebucht oder "sündhaft teuer". Die Thais haben alles an Lebensmittel und Getränken dabei, was auf dem Festland billiger ist. Es ist erstaunlich was Alles mitgeschleppt wird. Pauschal-Reisebusse, Musik dröhnende Disco-Busse und viele Privatfahrzeuge stoppen in Ban Phe. In den zahlreichen Souvenirläden am Pier wimmelt es von Leuten. Es ist der Teufel los!
Im Nadan angekommen, fuhr ich mit einem Songthawe zur Ao Vong Duean
Bucht, die ich von einem früheren Besuch der Insel her kannte.
An einem
Queckpoint waren 200 Baht Besichtigungsgebühr fällig, denn ganz Ko Samet
ist ein Nationalpark, was bei dem Bauboom und der teilweisen Umweltverschmutzung ein
Witz ist. An meinem Zielort angekommen stellte ich fest, daß die Zeit auch hier nicht stehen
geblieben ist. Es reihte sich Bungalow an Bungalow und die Idylle von früher
war dahin.
Aber in der Nachbarbucht Ao Lung Wang fand ich, was ich suchte.
Das Wonder Land Bungalow Ressort, nicht so ein Trubel, schöner,
wenn auch kleiner Strand, saubere gepflegte Anlage mit viel Orchideen und ein nettes
gemütliches Restaurant.
Dort verbrachte ich meine Zeit mit Baden im
herrlichen Wasser und faul in der Sonne liegen. Für das leibliche Wohl
war auch bestens gesorgt. Angefangen vom Frühstück über einen kleinen Imbiß
bis zum ausgiebigen Abendessen. Alles war zu haben, ob Thaiküche,
europäisch, oder Seafood vom Grill und das zu angenehmen Preisen. Im
Restaurant und am Strand tobte zeitweise ein 2 Monate altes, zahmes Wildschwein
herum und sorgte für allgemeine Belustigung.
Zum Abendessen, der Abwechslung wegen, bin ich auch ein paar mal zum Nachbarstrand
Ao Vong Duean gegangen, an dem es zahlreiche Strand-Restaurants
gab. Dort war auch so etwas wie Nightlive, mit Bars und nächtlichen Feuershows
a la Thaiti vorhanden.
An einem bewölkten Tag machte ich einen Fußmarsch auf
Trampelpfaden entlang der Küste nach Nadan. Die einzelnen Beaches wie Ao
Pai , Ao Tubtim und Had Saikaew sind touristisch voll
erschlossen. Im letzteren herrscht Rimmini-Admosphäre mit Liegestuhlreihen,
Rennbooten und Wasserscootern. Ein ganzes Heer von "fliegenden
Händlern" ist an den Stränden unterwegs um Obst, Tücher Getränke und Souvenirs
zu verkaufen. Auch traditionelle Thai-Massagen am Strand sind überall
möglich. In vielen Ressorts arbeiten kambodschanische Gastarbeiter für
einen Minilohn. Die frühere Wasserknappheit der Insel wurde durch Tankschiffe,
die das Wasser vom Festland holen behoben.
An einem anderen Tag erkundete ich den Süden. Vorbei an Ao Vong Duean, Ao Lung Dam
erreichte ich Ao Wai. In den Beiden letzteren geht es wesentlich ruhiger
zu als im Norden. Aber auch hier wird gebaut und gewerkelt für den Tourismus.
Ko Samet hat eine interessante Flora und unzählige Schmetterlinge und andere Insekten schwirren durch die Bäume. Abends allerdings können die zahlreichen Moskitos schon recht lästig sein.
Die Zeit verging viel zu schnell und so machte ich mich nach einer Woche wieder auf den Weg zurück nach Bangkok, denn es ging zurück ins kalte, verschneite Germany.