Reisebericht Urlaub November 2005
Mit dem Nachtzug von Bangkok erreichte ich Nong Khai. Mit einem Tuck Tuck ging es weiter zur Freundschaftsbrücke. An der laotischen Grenzstation erhielt ich mein benötigtes Visa ( 15550 TB ) dann per Songthaew weiter in die Hauptstadt
Die Stadt hat sich seit 1998 nicht sehr verändert, nur waren jetzt viel mehr Touristen unterwegs. Ich übernachtete im Vannasinh-Guesthouse. ( 8 US $ )
Am nächsten Morgen in aller Frühe fuhr ich mit einem Tuck Tuck zum etwas außerhalb gelegenen großen Busbahnhof. Dort machte ich erst mal Frühstück mit Kaffee Lao und einem Bagette. Mit dem nächsten Bus machte ich mich auf den Weg. Es ging auf einer gut ausgebauten Straße meistens entlang des Mekong Richtung Süden. Am späten Nachmittag erreichte ich nach ca. 540 Km Fahrt
Dort fand ich Unterkunft im Leena-Guesthouse, nette
Atmosphäre. ( 7 US $ )
Savannakhet hat außer zwei schönen Tempeln ( Wat
Chaiyaphum und Wat Sayamungkhun ) einem kleinen Museum und dem Fährbetrieb mit
dem gegenüberliegendem thailändischem Mukdahan nicht viel zu bieten.
Auch einige alte Häuser aus der französischen Kolonialzeit waren zum
Anschauen recht interessant.
So machte ich mich nach einem Tag Rast wieder auf den Weg in den Süden. Ich nahm den ersten Bus nach Paxe. Es ging langsam dahin, ein ständiger Wechsel der Fahrgäste und mit Ihnen ein ständiges Ein- und Ausladen von Waren aller Art. Säcke mit Hirse, eine halbe Tonne Reissäcke, mal ein Moped, das Geflügel wurde Gott sei Dank auf dem Dach transportiert. Der alte Bus hatte mit der totalen Überladung seine liebe Not. An den Haltestellen stürmten ganze Horden fliegender Händler den Bus.Vom gegrillten Küken bis Klebreis alles war erhältlich. Am Nachmittag erreichten wir endlich
Unterkunft fand ich im Sabaidy 2- Guesthouse ( 5 US $ )
und schaute mir am Abend die Stadt etwas an. Hier fließt der Se Don
Fluß in den Mekong und die Stadt ist ein Verkehrsknotenpunkt. Eine der
wichtigsten Straßen von Thailand nach Vietnam führt durch
Sie. An Sehenswürdigkeiten gab es nicht viel, außer vielleicht die große
Brücke über den Mekong.
Am nächsten Morgen organisierte ich mir am Pier, zusammen mit einigen Travelern ein Longtailboot und fuhr weiter auf dem Mekong nach Champasak.
Die Fahrt war berauschend, am Ufer die kleinen Siedlungen und die wunderschöne
Landschaft. Man sah Fischer bei der Arbeit, Frauen die im Fluß ihre Wäsche
wuschen und planschende, winkende Kinder.
Nach fast 3 Stunden Fahrt erreichten wir
Wir landeten direkt unterhalb des Vong Paseud-Guesthouses (
5 US $ ) mit herrlicher Terrasse direkt am Fluß gelegen, ein Platz zum Wohl fühlen.
Den restlichen Tag relaxte ich ein Bißchen.
Nach dem ich mir am nächsten Morgen ein Fahrrad ausgeliehen hatte ( 1 US
$ ) machte ich mich auf den Weg zum ca. 8 Km entfernten Wat Phou. Ich radelte
durch die flache Landschaft, vorbei an abgeernteten Reisfeldern mit grasenden
Wasserbüffeln und durch kleine Dörfer.
Als ich mein Ziel erreichte waren erst einmal 3 US $ Eintrittsgebühr
fällig. Der alte Khmer-Tempel aus dem 8. Jahrhundert ist in
Terrassenform an einen Berghang gebaut und schon sehenswert. Beim erklimmen der
Einzelnen Abschnitte wurde es ganz schön heiß, aber der Ausblick von ganz oben
ist schon phantastisch. Es gibt eine heilige Quelle und einige schöne Reliefs
zu besichtigen. Der Tempel gehört seit kurzem zum Weltkulturerbe der
UNESCO. Nach dem Abstieg schaute ich mir in der Ausstellungshalle die
ausgegrabenen Exponate an, dann radelte ich zurück und machte in einem der
Dörfer Rast.
Am Abend erkundete ich per Rad das Städtchen Champasak. Es hat Dorfcharakter,
es gibt etliche Unterkünfte und der Tourismus boomt.
Nächsten Tag nahm ich ein Songthaew , zuerst überquerten wir den Fluß mit einer Fähre dann ging es weiter Richtung Nakasang. Da ich nach Don Khong wollte, stoppte das Songthaew an einer Abzweigung und nach kurzem Fußmarsch stand ich in einem Dorf wieder an den Ufern des Mekong mir gegenüber die größte der
Si phan Don ( vier tausend Inseln )
Don Khong.
Als ein paar Fahrgäste zusammengekommen waren
setzte ich mit einem Boot über. Im Hauptort suchte ich mir eine nette
Unterkunft. Im Souk Sabay-Guesthouse ( 5 US $ ) lag ich genau
richtig. Mit einem Mietfahrrad schaute ich mir später die ländliche Gegend an.
Abends saß ich dann in einem der Restaurants, direkt am Fluß, genoß mein Beer
Lao und sah dem Treiben auf dem Wasser zu.
Mit einem netten Bootsführer macht ich dann für den nächsten Tag eine Tour
aus.
Don Khon / Don Dhet
Um 8 Uhr morgens ging es los mit einem Longtailboot durch die Inselwelt
des Mekong und nach knapp 3 Stunden erreichten wir
Don Khon. Wir gingen an Land. Hier war der Tourismus voll erblüht. Es gibt
zahlreiche Unterkünfte und Restaurants ganze Reisegruppen werden abgefüttert.
Auf der gegenüberliegenden Insel Don Dhet schaut es ähnlich aus. Beide Inseln
sind durch eine alte Eisenbahnbrücke aus französischer Zeit verbunden.
Ich machte mich auf den Weg, erst einmal 1 US $ Eintritt, dann kleiner
Fußmarsch zu den
Dort angekommen erwartete mich ein grandioses Schauspiel. Die
braunen Wassermassen stürzten in breiter Front mit Getöse über die Felsen. Ich
verbrachte einige Zeit damit, den beeindruckenden Ort zu genießen. Auf dem
Rückweg nahm mich eine Gruppe Thai-Touristen in ihrem Songthaew mit. Im Dorf
angekommen machte ich erst einmal Mittagspause.
Die am Ende der Insel gelegene
Schutzstation für Flußdelphine besuchte ich nicht, da ich die anmutigen
Tiere schon in Kambodscha ( Krati ) beobachtet habe. Mein Bootsführer
wartete schon und so machten wir uns am Nachmittag auf den Rückweg nach Don
Khong.
Am Abend gastierte ein kleiner Wanderzirkus mit einer Schlangenshow im Dorf. Ich gönnte mir ( 80 Cent ) das Spektakel mit Rockband, Sängern und Tänzerinnen. Auch die Schlangenvorführung war nicht ohne. Die Dorfjugend drängte sich vor der aufgebauten Bühne und staunte mit großen Augen.
Am nächsten Morgen ging es für mich mit Songthaew weiter, erst Fähre auf das Festland, dann zurück nach Pakxe. Diesmal waren die Reissäcke an Bord, durch zwei Säcke mit Fischen ersetzt worden, herrlicher Duft.
In Pakse angekommen suchte ich mir auf dem Markt und Busbahnhof
einen Bus der in Richtung Osten fuhr. Es ging auf das Bolaven-Plateau.
Die Fahrt führte durch eine reizvolle Landschaft mit gelb blühenden
Sträuchern, Kaffeeplantagen und bewaldeten Bergen. Die Dörfer waren
armseliger als die am Mekong und von Touristen keine Spur.
Wir kamen durch den Ort Sekong und dann nach ca.230 Km nach
In der Stadt angekommen ging es per Tuck Tuck zum Souksomphone-Guesthouse.
( 5 US $ "nicht empfehlenswert" )
Abends erkundete ich das kleine Städtchen. Von einer Brücke hatte man einen
schönen Blick über den Se Khaman Fluß und auch der kleine Markt war
sehenswert.
Mein Plan von Attapeu aus den Ho Chi Minh Pfad zu besichtigen
zerschlugen sich, als ich von 60 KM Schotterstraße und einer gottverlassenen
Gegend hörte. Da ich in der Ebene der Tonkrüge 1998 schon gesehen
hatte, was einige der 2 Millionen Tonnen Bomben, die die USA im Vietnamkrieg
auf Laos geworfen haben anrichteten, hakte ich den HCM-Pfad ab.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Pakse, welches ich in strömenden
Regen erreichte.
Dann weiter zur Grenze nach Thailand. Ich haute meine restlichen Kip (
1 US $ = 13200 Kip ) auf den Kopf und überquerte die Grenze nach Chong Mek.
Mit einem Songtaew fuhr ich nach Phibun Mangsahan, dann weiter nach Ubon
Ratchatani. Dort übernachtete ich im Sri Isan Hotel ( 160 Bath )
und fuhr dann am folgenden Morgen, da alle Züge ausgebucht waren, mit einem Bus
(12 Stunden ) zurück nach Bangkok.
Vom Busfahren reicht es mir vorerst !