Reisebericht Urlaub Oktober 1998
Nach einem Zwischenstop in Bangkok flog ich weiter in die Hauptstadt der Volksrepublik Laos.Das benötigte Visum erhielt ich am Airport ( 30 US $ ).Von dort ging es per
Taxi ( Preis aushandeln ) in die Stadt. In einem der zahlreichen Guesthouses
fand ich eine preiswerte und saubere Unterkunft. Geldwechsel ist in den vielen
Wechselstuben kein Problem. Landeswährung ist der laotische Kip. Der US
$ und der thailändische Baht sind begehrte Währungen. Vientiane wirkte auf mich
recht provinziell, ohne Wolkenkratzer und nicht so hektisch wie Bangkok. Die
Stadt bietet einige sehr gute, preiswerte französische Restaurants und gemütliche
Bistros. Ein Erbe aus der Kolonialzeit Frankreichs.
Nach dem Frühstück ging es zum Sightseeing vorbei am großen Markt zum Pratu
Xay Monument, von welchem man eine schöne Aussicht über die Stadt hat,
dann weiter zur sehr beeindruckenden, That Luang Tempelanlage. Vor der
Anlage herrschte reges Treiben mit unzähligen Marktbuden und sehr vielen
Pilgern. Es waren Vorbereitungen für ein Fest im Gange.
Am Abend schlenderte ich zum Ufer des Mekong und genoß bei einem kühlen
Drink, den herrlichen Sonnenuntergang am Fluß.
Am zweiten Tag weiteres Sightseeing, Wat Ho Pha Keo, in dem ich eine sehr
nette Unterhaltung mit einem jungen Mönch hatte.
Der Markt, auf dem Souvenirs wie Webearbeiten, Silberwaren, Schnitzereien
und Ledersachen am günstigsten sind. Weiter am Mekong entlang, wo man den
Fischern bei ihrer Arbeit zusehen konnte und die Stadt Vientiane allgemein. Am Rückweg
schaute ich noch am sehr schönen Wat Sisaket vorbei, welches ganz aus
Holz erbaut ist und gerade restauriert wurde.
Am nächsten Morgen um 6 Uhr fuhr ich mit einem Linienbus, für einen
Spottpreis, los nach Lunagprabang.
Die Fahrt dauerte ca.10 Stunden und führte vorbei am Nam Ngum
Stausee dann weiter über etliche Pässe die zum Teil über dschungelbewachsene
Berge führten. In den Bergen lagen Hilltribes-Dörfer und man sah Bauern bei
der Arbeit in den Trockenreisfeldern. Was mich etwas beunruhigte, waren die
qualmenden Bremsen an unserem mit Passagieren, Gemüsekörben, Kleintieren und
LKW- Ersatzteilen total überladenen Bus, wenn es wieder einmal in steilen
Serpentinen bergab ging. Manchmal sah es aus, vor lauter Qualm, als ob der Bus brennt. Am späten
Nachmittag erreichte ich doch noch wohlbehalten mein ersehntes Ziel.
Unterkunft fand in einem kleinen Guesthouse.
An der Uferstraße des Mekong gibt es zahlreiche Möglichkeiten ein gutes Essen
zu erhalten und man sieht in der Stadt viele schöne, alte französische
Kolonialgebäude. Die Stadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe
erklärt. Am frühen Morgen des folgenden Tages machte ich mich auf den schweißtreibenden
Aufstieg zum Mount Phousi. Vom dortigen Tempel hat man einen
herrlichen Rundblick über Luangprabang und den Mekong von dem die Morgennebel
aufstiegen.
Als nächstes, Besichtigung des ehemaligen Königspalastes,
heute Museum (anschauen lohnt sich), dann Mittagspause. Es folgte ein Bummel durch die Stadt. Auch meldete ich mich
an der örtlichen Polizeistation an, was in Laos für Touristen Pflicht ist.
Am späteren Nachmittag besichtigte ich noch die Wat Xiengthong
Tempelanlage, traumhaft schön am Fluß gelegen, mit interessanten Intarsien und
Verzierungen an den Tempelwänden. Einfach super!
Nächsten Tag handelte ich mit dem Kapitän eines Fischerbootes einen
annehmbaren Mietpreis aus und fuhr den Mekong hoch zur Höhle der Tausend
Buddhas Tham Ting, direkt über dem Fluss gelegen, einfach überwältigend,
die Menge der Buddha Statuen.
Auf dem Rückweg stoppten wir noch an einer Schnapsbrennerei ( guter Stoff,
probieren ). Die Dschungellandschaft an den Ufern des Mekong war grandios, mit
Bambuswäldern und riesigen Bäumen. Den restlichen Tag war Relaxen angesagt.
Von Luangprabang aus ging es am nächsten Tag per Flugzeug ( Propeller-Oldtimer " echt heiß " ) weiter zur
Sie besteht aus einem auf 1200 m Höhe gelegenem wenig
bewaldeten Hochplateau, teils von Bergen umgeben, Nachts wird es dort ganz schön
kühl. ( Jacke oder Pulli nicht vergessen )
Während des Vietnamkrieges war
dieses Gebiet von den Nordvietnamesen und den kommunistischen Phatet Lao besetzt.
Noch heute sind die vielen Krater, durch die Bombardierung der US-Airforce zu
sehen, auch Splitterbomenbehälter findet man an etlichen Stellen in den
Ortschaften. Es gab zahlreiche Opfer unter der Zivilbevölkerung.
Das zentrale Städtchen Phonsavan diente mir als Ausgangspunkt.
Von dort startete ich mit einem alten Armeejeep samt Fahrer. Die Fahrt führte
meist über Schotterpisten und der gelbe Staub war überall. Es gibt mehrere Plätze an denen duzende der zum Teil mannshohen Tonkrüge zu
besichtigen sind.
Es ist nicht genau bekannt aus welcher Zeit die Krüge stammen und zu welchem
Zweck sie dienten.
In den umliegenden Bergen besichtigte ich noch ein Hmong
Dorf, die Leute waren sehr freundlich aber die Armut ist erschreckend.
Am nächsten Tag schaute ich mir zu Fuß die Umgebung von Phonsavan an ( sehr schöne Natur ).
Von der Ebene der Tonkrüge aus flog ich dann zurück nach Vientiane.
Dort übernachtete ich und fuhr am nächsten Morgen mit einem Picup zur " Freundschaftsbrücke
". Sie führt über den Mekong, der die Grenze zu Thailand bildet.( Auch hier Visum für Laos erhältlich )
Von Nong Khai ( Thailand ) ging es dann mit einem Aircon Bus Richtung Süden ca.10 Std. zurück nach Bangkok.