Unser Wappen

Das Wappen der Stadt Sensburg ist es, unter welchem wir uns entschieden haben auf den Mittelaltermärkten zu lagern und natürlich gibt es zu diesem Wappen eine Legende, die hier nun erzählt werden soll:

Sensburg war früher von dichten Wäldern umgeben und das Gebiet um die Stadt herum, dass nicht besiedelt war begünstigte eine gute Entwicklung der Wildtiere, so dass unter anderem Braunbären dort anzutreffen waren. Die Einwohner der Masuren lebten hauptsächlich von der Schafs-, Ziegen-, Kuh- und Pferdezucht, während die anderen sich mit dem Angeln und der Bienenzucht ihren Unterhalt verdienten. Die begünstigte Wildtierpopulation bescherte den Siedlungseinwohnern jedoch große Verluste, da immer wieder Obst verschwand und Schafe und selbst Kühe gerissen wurden. Die Wölfe machten nicht einmal vor den gezüchteten Pferden halt die sie dort vorfanden. Begründet durch diese Verluste ging die Einwohnerzahl stark zurück, da es für die dort lebenden Menschen immer schwerer wurde ihre Familien zu ernähren und die Steuern und nötigen Abgaben leisten zu können. Selbst die Bienenzüchter, deren Bienennester hoch in den Baumwipfeln hingen, hatten immer größere Verluste zu beklagen, da die Bären die Bienennester zerstörten um an den Honig zu gelangen. Besonders auffällig wurde hierbei eine große Bärin, die Tag für Tag Haustiere riss und sich auch nicht scheute zur Siedlungsmitte zu kommen. Mehrere Versuche sie durch getarnte Gruben zu erlegen brachten keinen Erfolg, die jagt mit Speeren war ebenso erfolglos und der Bärin gelang es immer wieder sich vor ihren Jägern im Dickicht der Wälder zu verstecken.

Dann bekam die Siedlung Sensburg Stadtrechte zugesprochen, dass Bürgermeisteramt entstand und ein Ordnungswachmann wurde eingestellt. Die Einwohner stellten die jüngsten und stärkten Männer ein um die Bären- und Wolfplage zu bekämpfen. Die so gewählte Männergruppe ging zum Bürgermeister mit der Bitte um eine bedeutende Menge vom Honig und Spiritus aus der lokalen Brennerei, um dem Treiben der Bärin endlich ein Ende setzen zu können. Der Honig sollte mit dem Alkohol gemischt werden und mit dieser Mischung gefüllte Behälter an den Bärenübergängen zwischen den Seen aufgestellt werden. Die Bärin (wie auch andere Bären) sollten diese Mischung finden, trinken und durch den Alkohol berauscht einschlafen, so dass man sie in diesem Zustand leicht erlegen könnte. Der Bürgermeister gab zu diesem Zweck die benötigten Sachen frei und die Nachricht von dem Plan den Bären gegenüber verbreitete sich wie ein Lauffeuer, so dass Tag für Tag die Einwohner, wie auch der Bürgermeister ungeduldig auf das Ergebnis der Jagt warteten. Die Nacht und der Tag gingen vorbei, ohne dass die Jäger zurückgekommen wären. Erst nach einem weiteren Tag schickte der Bürgermeister Boten in den Wald um zu überprüfen, warum die Jäger nicht zurückgekommen sind. Allem Anschein nach tranken die Jäger das Honigalkoholgemisch und schliefen berauscht im Heuschaubär ein und seit dieser Zeit nannten die Stadtbewohner diese Mischung „den Bärenschnaps“ (hier auch besser bekannt als Bärenfang).

Um das Problem mit der Bärin nun aber doch noch zu lösen wendete der Bürgermeister sich hilfesuchend an die Armee, die in Sensburg stationiert war, und versprach einen hohen Lohn für das Erlegen dieser Bärin. Es wurde eine große Treibjagd organisiert, wobei man das Tier beobachtete wie es auf die Moore vom Czarnesee zulief und man begann auf die Bärin zu schießen. Die Bärin wurde jedoch nur in die linke hintere Tatze getroffen und konnte erneut entkommen. Die Bärin begann in die Richtung Ketryzn zu fliehen, wo die Jäger sie ausfindig machten und ihr den Fangstoß gaben. Um dem Bürgermeister von Sensburg beweisen zu können, dass die Bärin tatsächlich erlegt wurde nahmen die Soldaten die Tatze mit zurück. Der Bürgermeister ließ die Tatze über die Tür des Magistratsamts hängen und auf der nächsten Sitzung von diesem entschieden die Ratsherren von Sensburg, dass das Zeichen des Stadtwappens eben diese abgeschlagene Bärentatze werden sollte.