Hauptseite und 1.Seite Island 2004last Update: 23.098.2011

 


     

Australien 2011 Update 

 

Der Klick aufs Bild führt Euch nach downunder

 

Teil 1:    Der Weg nach Port Augusta   Seite 1    Seite 2    Seite 3    Seite 4

Teil 2:    Ins Rote Zentrum                   Seite 5    Seite 6    Seite 7    Seite 8    Seite 9

Teil 3:    In die Tropen                         Seite 10  Seite 11  Seite 12 mit Filmlinks

 

ayersrock 1.jpg

 

Willkommen !

bist Du sicher, daß Du wissen willst, was sich dahinter verbirgt ?

 

 

 

 

 

 


 
Platz geschaffen für den Reisebericht Island, aber drei gekürzte Fassungen der Reisen nach Irland, der Toscana und den Dolomiten sind geblieben
         

          Hier gehts nach:

Irland

Dolomiten

Toscana



Meine Island - Reise
2004




Eine Reise - traumhaft schön und eigentlich unbeschreiblich -
aber ich werde es trotzdem versuchen

Diese Fahrradreise fand vom 15.08.2004 bis zum 13.September 2004 statt 

  Allgemeines  wie Planung, Fahrradausrüstung
  zum Reisebericht
 

Pingvellir

Es soll ja keinen abschrecken, aber es muss gesagt werden: Eine Fahrradtour "um" Island ist nichts für Wochenend- und Schönwetterradler. Ebene Strecken gibt es auf Island fast gar nicht, und selbst dann kann der Wind eine sonst einfache Fahrt zur Tort(o)ur werden lassen. So kann es bei Gegenwind passieren, dass man selbst bergab noch strampeln muß und bei starken Steigungen - und kurzstreckig mehr als 12 % sind so selten nicht - das Rad geschoben werden muß (immerhin Gesamtgewicht von über 35 kg), genauso bei starkem Seitenwind und erst recht dann aus Sicherheitsgründen bei Autoverkehr. Die Höhe der "Hügel" sagt leider nichts über die zu bewältigenden Höhenmeter aus; es geht nie fast stetig nur bergauf wie z.B. in den Alpen, sonder im dauernden bergauf und bergab. Kalt ist der Wind ohnehin, bei manchen Abfahrten waren Handschuhe (d.h. nicht die ohne Finger!) angesagt. Schutzhelm sollte selbstverständlich sein, die meisten Strassen sind aufgeschüttet und es reicht eine kleine Unaufmerksamkeit oder eine schlechte Strassenbefestigung, um ein paar Meter die Böschung nach unten zu "segeln". Vorsicht ist auch geboten bei Strasseneinmündungen, vor Brücken und Viehgittern, da hier oftmals tiefe Schlaglöcher und loses Gestein Stürze verursachen können. Durchgeschüttelt wird man auf den Schotterstrecken vor allem durch die Querrillen, bergauf erst recht zum Verfluchen.
Wettervorhersagen hängen auf fast allen Zeltplätzen und Tankstellen aus.

Bei der Auswahl der Touren habe ich als Quelle vor allem Ulf Hoffmanns Buch "Island per Rad ", erschienen im Verlag Wolfgang Kettler, benutzt. Hier sind 110 Strecken beschrieben, die man in einem "normalen" Urlaub leider nicht alle erfahren kann.
Das Buch ersetzt keinesfalls eine Landkarte. Hat man nicht vor, das Hochland zu erobern, reicht eine Touring-Karte im Maßstab 1:500000 aus, dabei auf die neueste Auflage achten, deshalb auch erst in Island kaufen.

Eine taggenaue Planung bereits zu Hause kann man getrost vergessen, da spielt das wechselhafte Wetter - vor allem der Wind - einfach nicht mit. An zwei Tagen hatte es bei meiner Reise keinen Sinn weiterzufahren, also auch ein paar Bücher für diese Zelt-Tage einpacken.

Mein Wunsch, eine grosse Runde in Island zu radeln, wird trotzdem in Erfüllung gehen, ohne auf den Bus ausweichen zu müssen, dazu kam noch eine Umrundung der Halbinsel Snæfellsnes, eine wunderbare Erfahrung. 4 Wochen reichten aber leider nicht für ein Hineinfahren in die Westfjorde und die Besichtigungen des Gullfoss und des Geysir-Gebietes. Für das Hochland war die Reisezeit zu spät, aber mit der Etappe Pingvellir-Uxahrggir am dritten Tag schnuppert man dann doch noch Hochlandluft, traumhaft!
Für das reine Befahren der sogenannten Ringstrasse (1336 km) würden auch drei Wochen reichen,allerdings ist es meist gerade außerhalb dieser Strasse besonders schön, verkehrsärmer und einsamer.


Will man Island auf eigene Faust und mit Rad kennen lernen, kommt man ums Campen mit Zelt nicht herum. Die Jugendherbergen sind zum Teil viel zu weit voneinander entfernt und liegen nicht alle auf der gewünschten Route; sie stehen allen Reisenden zur Verfügung und sind mit 1550 Kronen (mit JH-Ausweiss) bzw. 1950 Kronen für isländische Verhältnisse recht günstig. Schlafsackunterkünfte werden sehr häufig angeboten, während der Saison auch in vielen Schulen; im September verkleinert sich dieses Angebot aber drastisch.
! In Schutzhütten nur im Notfall übernachten!, sonst werden immer mehr davon entfernt. Dann fehlt wirklich eine, wenn sie gebraucht wird, wie bei mir auf dem Öxi-Pass.

Die Zeltplätze sind meist sehr spartanisch ausgerüstet, schon Duschen sucht man meist vergebens oder sie sind in erbärmlichen Zustand.
Aufenthalträume sind eine Seltenheit, ebenfalls Kochgelegenheiten. Die Preise gehen von kostenlos (z.B. am Skógafoss) über ca. 5 bis 10 Euro. Das wilde Campen ist grundätzlich erlaubt außerhalb von Naturschutzgebieten und natürlich den eingezäunten Gebieten; ich hatte nie Schwierigkeiten, ein stilles und meist windgeschütztes Plätzchen zu finden. Es sollte nur darauf geachtet werden, nicht auf Moosflächen zu zelten, da diese Bereiche sehr viel länger zur Erholung brauchen als z.B. Grasflächen.
Das Wasser der Flüsse ist sehr kalt, mehr als "Katzenwäsche " war da nicht drin. Fast jeder kleine Ort verfügt über ein Schwimmbad mit Duschen, billig (200 Kronen) und ohne Zeitbegrenzung und meist auch noch mit sehr warmem Badewasser (bis 40 Grad).
Trink- und Kochwasser habe ich meist den sehr sauberen Flüssen entnommen, Schwebstoffe schnell abgefiltert über ein normales kleines Tee-Dauerfilter.

Verpflegung: Außerhalb der Städte beschränken sich die Einkaufsmöglichkeiten auf Tankstellen mit angeschlossenem kleinem Supermarkt.  Daher immer reichlich bevorraten, ich hatte immer Nahrung für mindestens drei Tage und als Notrationen zwei Pakete Müsliriegel dabei. Islands Preise sind sehr hoch, fast alles kostet 2-3mal so viel wie in Deutschland. Ich habe nur dreimal Hot-Dogs vernascht und mich ansonsten selbst versorgt; der billigste Supermarkt nennt sich Bonus und entspricht unserem Aldi/Lidl. Umtauschkurs zur Reisezeit: 1000IsK: ca. 12 Euro. An Tütennahrung, Konserven und allem, was der Campermagen so zu begehren hat, ist genug Auswahl, v.a. bei Supermärkten, die nah bei Zeltplätzen liegen. Um Haltbarkeit (Kaese, Joghurt etc.) muss man sich keine Gedanken machen, in den Packtaschen herrschte bei mir meist Kühlschranktemperatur.

Mein Rad
Ausrüstung: Auch die Ringstrasse ist nicht vollständig asphaltiert, daher hat es keinen Sinn, mit einem Renn- oder Billigrad unterwegs zu sein. Ich selbst fuhr mit einem Reiserad Fahrradmanufaktur T 900 (vier Jahre alt, leider in dieser Form nicht mehr im Angebot), vier Packtaschen und einer Reisetasche (Zelt und Matratze). Bei 20 kg Gepäck und mit den Reifen der Grösse 37-622 kam ich auf den schlechten Schotterstrecken aber auch an die Grenzen der Fahrbarkeit, fürs Hochland bestimmt nicht ausreichend. Ich habe auch Radler mit Gepäckanhänger und einen mit Liegerad gesehen, damit selbst aber keine Erfahrungen.
Berg-Gang sollte selbstverständlich sein, es geht bis auf die Südküste andauernd bergauf-und bergab, gute Bremsen und ein Ersatzpaar Pflicht, ich habe auf der Tour ein ganzes Bremsgummipaar am Hinterrad verschlissen.
Fahrraddecke Schwalbe Marathon Plus, ca. 10 Euro mehr als die normalen Marathon-Reifen, aber dafür so widerstandsfähig, dass ich ohne Reifenpanne durchgekommen bin.
Taschen sollten für Island absolut wasserdicht sein, am besten solche ohne Regenüberzug. Für meine Tasche über den Hinterradtaschen mußten blaue Müllsäcke herhalten.
Die Bekleidung auch wasserdicht bis zu den Überziehern für die Schuhe, selbst das garantiert nicht, dass man trotzdem durchnässt und bibbernd ans Tagesziel kommt (s.Etappe Melshorn ). Auch das Zelt sturm- und sehr regenfest, sonst wird die Freude an der Reise ein schnelles Ende nehmen. Da Fahrradzubehör in Island schwer zu bekommen und sündhaft teuer ist, müssen viele Ersatzteile und entsprechendes Werkzeug mitgenommen werden, leider viel Gewicht.
Ganz wichtig: ein Fahrradspiegel; der oft sehr laute Wind verhindert oftmals das Hören des von hinten anbrausenden Verkehrs und die schmalen Strassen und der Luftdruck der verbeifahrenden (in beiden Richtungen!) Autos und LKWs kann zu gefährlichen Situationen führen. Es erleichtert, dass Autos außerhalb der Städte Licht eingeschaltet haben müssen.

Nun gehts endlich los:

 

 

Und hier für alle in Hannover, die das schönste Expo-Projekt in dieser Stadt nicht gesehen haben,

hier mein Link: expo

 

Anregungen? Wuensche?

 

e-mail