Leipziger Agfacolor-Dias von 1940/41 (Seite 1)
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Im Nachlass meines Vaters, Werner Stein, habe ich eine kleine Schachtel mit pappgerahmten Agfa-Farbdias vom alten (unzerstörten) Leipzig gefunden. Erste Diafilm mit drei Farbschichten wurden von Agfa ab Ende 1936 auf den Markt gebracht. In einer verbesserten tageslichttauglichen Version konnte deren Empfindlichkeit im Jahr 1938 auf 15/10 DIN gesteigert werden. Anfang der 40er Jahre testeten auch Amateure diese neuen Kleinbildfilme. So auch mein Vater, der im Herbst 1940 / Frühjahr 1941 als 26-jähriger zwei der neuen Farbdia-Filme in Leipzig und Umgebung testete. Die Farbdias tragen am Perforationsrand die Bezeichnung ,,AGFACOLOR". Sie sind noch relativ gut erhalten - aber mit 70 Jahren etwas verblasst und zerkratzt. Zur Digitalisierung habe ich die Dias entrahmt, mit Alkohol sorgfältig gereinigt und mit meinem Filmscanner Reflecta CrystalScan 7200 / Silverfast Ai 6.6 gescannt.


Augustusplatz, Südostseite: links das ,,Flinsch-Haus", 1880 im Renaissance-Stil errichtetes Papierhandelshaus, Mitte das zwischen 1901 und 1903 errichtete ,,Niederländische Haus" von Hendrik Petrus Berlage (einzigartig in Deutschland), rechts das 1928/29 errichtete 13geschossige ,,Europahaus", davor der neobarocke Mendebrunnen (1883) und rechts das zwischen 1880 und 1886 errichtete Bildermuseum (Hugo Licht) heutiger Foto-Standort etwas weiter links: von links ehemaliges ,,Hotel Deutschland" (1964) - jetzt ,,Radisson-Hotel" Augustusplatz Nr. 5 - 6, die Johannisgasse wurde überbaut und das 1943 durch Bomben teilzerstörte ,,Niederländische Haus" wurde leider 1959 abgerissen rechts das 1964 umgestaltete Europahaus Augustusplatz Nr. 7, davor der Mendebrunnen und rechts das neue (3.) Gewandhaus zu Leipzig (1981) Augustusplatz 7
Kleine Fleischergasse: Blick zur Matthäi-Kirche, rechts mit den weißen Kugellaternen das Haus ,,Zum Arabischen Coffe Baum", Kleine Fleischergasse 4, seit 1711 Kaffeehaus, rechts am Bildrand ein Hinweisschild zum Tordurchgang in den historischen ,,Barthels Hof" heute etwas verstellt: die Matthäikirche wurde ebenso wie viele der alten Gebäude im Bild 1943 zerstört, daher der Blick jetzt zur ,,Ohrenburg" (ehemalige Stasizentrale), rechts mit den Schinkel-Laternen der ,,Coffeebaum", das Baugerüst am Haus Kl. Fleischergasse 8, dort befindet sich der Eingang zum ,,Kleinen Joachimsthal" und rechts der Durchgang zum sanierten ,,Schneider"-Grundstück ,,Barthels Hof"
Markt, Nordostseite: von rechts beginnend Nordgiebel des Alten Rathauses nach Umbau 1905-09, Salzgäßchen, das Jöchersche Haus (etwa 1710), Markt 2 mit den Portalfiguren, daneben Kochs Hof (1735-38), Markt 3 City-Tunnel-Bauplatz Markt: von rechts das Alte Rathaus, Salzgässchen, an Stelle der 1943 zerstörten Barock-Gebäude ein Appartment-Wohnhaus (1962-64) u.a. mit Café Stein und Pinguin-Milchbar, die Portalfiguren von Jöchers Haus wurden an der Stirnseite des neuen Katharinum-Winkels wieder aufgestellt
Tröndlinring: Blick Richtung Hauptbahnhof, links die Bebauung Tröndlinring 3 und 4, rechts ein interessantes Hinweisschild: ,,Zum öffentlichen Luftschutzbunker" und zum Luftschutz passend eine Straßenbahn der Linie 8 mit negativem dunklen Nummernschild und links neben diesem Schld das Geschäftshaus ,,Goldene Kugel" heutiger Fotostandort etwas weiter rechts: der Tröndlinring ist heute am Rand der Haltestellen-Insel ,,Goerdelerring" viel breiter geworden, rechts zur Orientierung der Giebel der ,,Goldenen Kugel"




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