Mobiltelefon-Standards

GSM

GSM (Groupe Spéciale Mobile, später uminterpretiert in Global System for Mobile Communications) ist der in den 80er Jahren entwickelte Mobilfunkstandard, der heutzutage verwendet wird; er basiert auf dem Modulationsverfahren TDMA (Time Division Multiple Access).  Eine einkanalige Datenübertragung ist mit bis zu 9,6 kBit/s möglich.

Ein GSM-Netz besteht im Prinzip aus zwei Teilen:

In Deutschland gibt es zwei GSM-Bänder: GSM 900 (880 MHz bis 960 MHz), GSM 1800 (1710 MHz bis 1880 MHz)

SMS

Short Message Service oder Kurzmitteilungsdienst; Nachrichten von einer Länge bis zu 160 Zeichen können per Mobilfunk oder kostengünstiger über das Internet an Mobiltelefone versendet werden.
Die Nachrichten erscheinen auf dem Display des Empfänger-Handys.

HSCSD

HSCSD (High Speed Data Circuit Switched Data) basiert ebenfalls auf dem vorhandenen GSM-Netz, verbraucht jedoch mehr Ressourcen, um die maximal mögliche Übertragungsrate von 57,6 kBit/s zu erreichen. Bei diesem Verfahren werden zwei oder mehr der maximal acht Datenkanäle eines Trägers gebündelt; es handelt sich dabei um eine leitungsorientierte Übertragung. Durch Datenkompression sind sogar noch höhere Geschwindigkeiten möglich, die auch eine Übertragung von Live-Bildern auf Mobiltelefone erlauben.
Der Netzbetreiber E-Plus bietet dieses Verfahren seit Ende 1999 mit 28,8 kBit/s an, D2 seit Ende 2000.

GPRS

GPRS (General Packet Radio Service) ist ein mobiler Kommunikations-Service, der durch die Nutzung mehrerer Funkzeitschlitze (Multislot-Technik) Übertragungsraten bis zu 115,2 kBit/s erlaubt, theoretisch könnte ein Datendurchsatz von 171 kBit/s erreicht werden. GPRS basiert auf  dem globalen GSM-Standard. Einige der großen Vorteile von GPRS sind die ununterbrochene Verbindung zum Netzwerk und seine Kompatibilität zu anderen Technologien wie zum Beispiel Blootooth.
Die Einführung von GPRS ist mit der paketorientierten Arbeitsweise (packet-switched circuit) der erste Schritt zu UMTS, mittelfristig gilt es das attraktivste Verfahren für die mobile Datenübertragung.
GPRS wird inzwischen von allen führenden Netzbetreibern mit Übertragungsraten bis zu 40 kBit/s angeboten.

EDGE

EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) bedient sich eines neuen Modulationsverfahrens (8-PSK) an der Luftschnittstelle, das die Bandbreite gegenüber GPRS bis Faktor 3 effizienter ausnutzt. Auf diese Weise ist ein paketvermittelter Datenverkehr bis zu 48 kBit/s auf jedem GSM-Funkkanal möglich. Diese neue Technologie könnte Geschwindigkeiten von bis zu 384 kBit/s liefern. Außer der Frequenz hat EDGE allerdings nicht mehr viel mit GSM gemeinsam. EDGE hat außer in besonders versorgten und stationären Bereichen die gleichen Übertragungsraten wie UMTS.
Diese Technologie ist eine Chance für Mobilfunkanbieter, die nicht im Besitz einer UMTS-Lizenz sind.

UMTS

UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ist die vielversprechendste Technologie der nächsten Jahre. Diese Technologie erlaubt Übertragungsraten von über 2 MBits/s, die vergleichbar mit den Übertragungsraten heutiger Intranets ist. Diese Geschwindigkeit wird aber nur im stationären Betrieb erreicht (Time Division Duplex), wenn der Benutzer unterwegs ist werden "nur" bis zu 384 kBit/s realisiert (Frequency Division Duplex).
So wie GPRS, basiert auch UMTS auf packet-switched circuit. (Heutige GMS 900/1800 Systeme sind circuit-switched). UMTS-Benutzer werden in der Lage sein weltweit und zu jeder beliebigen Zeit zu kommunizieren. Aufgrund der hohen Übertragungsraten ist es auch möglich Video zu übertragen, so dass Video-Konferenzen möglich wären.


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