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Systematik/Taxonomie:

Der Hardun, auch Schleuderschwanz genannt, gehört zur Familie der Agamen:

Reptilia - Kriechtiere
Ordnung: Squamata - Schuppenkriechtiere
Unterordnung: Sauria - Echsen 
Familie: Agamidae - Agamen 
Gattung: Laudakia
Art: stellio

 

Körperbau:

Diese Agame ist unter anderem in Europa heimisch und wird je nach Unterart bis zu 40 cm groß.

 

 

Die Echsen sind sehr robust und stämmig gebaut, sie haben kräftige, lange Gliedmaßen mit Krallen und einen abgeplatteten Körper.

Ihre Färbung und Zeichnung hängt stark vom Herkunftsgebiet ab.  

Die Grundfarbe ist graubraun, sandbraun bis schwarzbraun mit hellen Flecken oder Querbändern. Der Schwanz ist hell und dunkel beringt. Die Kopfoberseite ist je nach Stimmung rot, gelb, braun oder schwarz. Die Unterseite ist hellbraun mit dunkler Marmorierung. Bei einigen Populationen haben die Männchen einen orangefarbenen Kehlfleck. Grellgelb bis rot gefärbte Kopfoberseiten treten vor allem bei Tieren aus der Türkei, von den nördlichen Kykladen und Korfu auf.

Laudakia stellio besitzen einen breiten, flachen Kopf, der durch die verbreiterte Wangenregion stark vom Hals abgesetzt ist.

Der Rücken sowie die Gliedmaßen sind mit starken Schuppen und teilweise mit Stacheln besetzt. Um das deutlich sichtbare Trommelfell befinden sich ebenfalls Stacheln unterschiedlichster Größe. Die ringförmig angeordneten Stacheln am Schwanz werden als "Wirtel" bezeichnet, weshalb der Hardun zu den "Wirtelschwanzagamen" zählt.

Auffällig ist auch die "Kehlwamme", die besonders beim Trinken oder bei der Balz sichtbar wird.  

 

Lebensraum

 

Der Hardun ist im Gegensatz zu anderen Agamen nicht stark an spezielle Lebensräume gebunden, sondern passt sich vielmehr den vorhandenen Habitaten an. Wichtig sind lediglich eine direkte Sonneneinstrahlung und ein ausreichendes Futterangebot. So bewohnt beispielsweise Laudakia stellio cypriaca auf Zypern die unterschiedlichsten Lebensräume.

Tiere dieser Unterart leben sowohl in unmittelbarer Küstennähe als auch in den Gipfeln des Troodos-Gebirges auf einem Niveau von 2000 m ü. NN.

Man findet den Hardun vor allem in felsigen und trockenen Gebieten, an natürlichen Felswänden und auch an Legesteinmauern. Diese Habitate können in Küstennähe oder in den unterschiedlichsten Höhenlagen der Gebirgszüge aufgefunden werden. In Zitrus- und Olivenplantagen hingegen können viele Tiere auf Bäumen lebend beobachtet werden. Selbst in geschlossenen Kiefernwäldern, in denen keine direkte Sonneneinstrahlung des Bodens aufgrund der dicht stehenden Bäume gegeben ist, ist der Hardun heimisch. Hier sonnt er sich in 10-15m Höhe in den Baumkronen.

Diese unterschiedlichen Lebensräume zeigen, dass es sich bei dem Hardun um eine anpassungsfähige Art und einen ausgezeichneten Kletterer handelt. 

So leben Hardune auch in Hotelanlagen an Wänden und auf Dächern der Gebäude in direkter Menschennähe, sowie in Dörfern und in Städten.

Laudakia stellio cypriaca bewohnt hierbei das gesamte Temperaturspektrum der Insel. In oben erwähntem Troodos-Gebirge konnten Tiere von uns sogar in einem Gebiet beobachtet werden, das im Winter mehrere Wochen aufgrund der niedrigen Temperaturen und des dortigen Schneefalls als Skigebiet genutzt wird.

 

 

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