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Der Hardun gehört zu den "Insektivoren", das heißt die Tiere fressen die verschiedenste Insektenarten und deren Entwicklungsformen.
Hier eine Auswahl an tierischen Futtermöglichkeiten:
Aber auch pflanzliche Kost wird vor allem im Frühjahr und Sommer sehr gerne angenommen. Empfehlenswert sind vor allem:
Wie man sieht, ist diese Agamenart nicht allzu wählerisch, man sollte allerdings immer darauf achten, dass die Nahrung abwechslungs- und nährstoffreich ist. Die Nahrung, ob pflanzlich oder tierisch, enthält neben Wasser als Grundbestandteile Kohlenhydrate (Stärke, Zucker), Fette und Eiweiße. Die Verteilung und die Menge dieser Bestandteile ist in den einzelnen Nahrungsarten sehr unterschiedlich. Daher ist die Verabreichung verschiedener Futterarten notwendig, um zu einem guten Durchschnittsnährwert der Gesamtfuttermasse zu kommen. Auch die Bevorzugung bestimmter Futterarten kann auf diese Weise festgestellt werden. Zu einer naturgemäßen Ernährung gehört auch die Beachtung der Tatsache, dass der Nahrungsanspruch innerhalb der Altersklassen und der Mengenbedarf innerhalb eines Jahres schwankt (siehe auch Überwinterung). Juvenile Tiere sollten daher öfter gefüttert werden. Die Futtertiere
selbst sind im
Idealfall nach dem Erwerb mit abwechslungsreicher vitamin- und
mineralhaltiger Nahrung etwas
aufzupäppeln (z.B. Heimchen mit geriebenen Karotten füttern). Eine reine Fütterung mit gekauftem Futter am Tag des
Erwerbs und womöglich ohne zusätzliche Vitaminbeigabe ist auf keinen Fall zu
empfehlen! Daher sollten die Futtertiere direkt vor dem Verfüttern
zusätzlich mit Vitamin- und Kalkpräparaten eingestäubt werden. Ein ausgezeichnetes und durch seinen Reichtum an Nährstoffen und Spurenelementen sehr wertvolles Futter sind auch Drohnenmaden ( = Larven der männlichen Bienen). Imker sind meist gern bereit, Waben mit Drohnenmaden abzugeben.
L. s. salehi mit erbeuteter Libelle im Freigehege
Bei zu reichlicher und zu häufiger Fütterung verbleibt die Nahrung zu lange im Darm. Es kann zu Gärungszuständen kommen, die Nahrung wird nicht vollkommen verdaut und das kann schlimme Folgen haben. Überfüttern ist auf jeden Fall falsch! Damit die Trägheit der Terrarientiere ausgeglichen wird, sollte man "handzahme" Fütterung mit Futterpinzette besser vermeiden. Statt dessen lässt man die Futtertiere frei im Terrarium laufen, fliegen oder springen, um den Pfleglingen den Zwang zur Bewegung zu bieten.
Es ist darauf zu achten, dass die Tiere
nicht fett werden, weil sich sonst
die Lebenserwartung drastisch verkürzt und auch eine erfolgreiche
Nachzucht unmöglich ist. Ebenfalls wichtig ist eine angemessene Größe des Futtertieres. Lieber mehrere kleine als ein zu großes Insekt verfüttern. Besonders bei Jungtieren kann es durch zu große Futtertiere zu Verletzungen in Mund- und Rachenraum kommen, die nicht selten zum Tod des Tieres führen können. Ein leider oft zu wenig beachtetes Problem ist die naturgemäße Fütterungszeit und die Zahl der Fütterungen. Sie richtet sich nach der Größe, dem Alter und der Lebensweise des Tieres. Kleine Arten und junge Echsen werden häufiger gefüttert als große oder erwachsene Tiere. Die Verdauung erfolgt im allgemeinen bei höheren Temperaturen, deswegen reicht die zur Nachtzeit oder am Morgen herrschende Temperatur bei den tagaktiven Hardunen nicht aus. Die optimale Fütterungszeit seiner Tiere sollte jeder durch eigene Versuche ermitteln.Zu beachten ist aus Gründen eines gesunden Stoffwechsels auch der Zeitzwischenraum von Fütterung zu Fütterung. Bei zu häufiger Fütterung nimmt die Agame zwar kaum mehr auf als notwendig und bei zu langen Zeitintervallen besitzt der Körper noch Energiereserven, doch sollte ein möglichst gleichbleibender Zeitraum von Fütterung zu Fütterung eingehalten werden. Wir füttern unsere Agamen ca. 3x wöchentlich mit tierischer Kost. Vegetarische Kost wird ca. 5x pro Woche immer frisch angeboten.
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