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Die Überwinterung dient nicht nur dem natürlichen Lebenszyklus des Tieres, sondern ist bei vielen Echsen Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermehrung in Gefangenschaft. Wie in der Natur muss den Tieren zumindest eine Diapause gewährt werden, in der die Temperaturen und Beleuchtung reduziert werden. Die im folgenden angegebenen Empfehlungen basieren auf rein persönlicher Erfahrung. Einige Zeit vor der Winterruhe sollte man die Tiere mittels einer Kotprobe unbedingt medizinisch untersuchen lassen. Parasiten- oder Bakterienbefall kann während der Winterruhe zum Tode führen. Daher bei einem Befall die Reptilien unbedingt nach ärztlicher Anweisung behandeln.
4-6 Wochen vor der geplanten Winterruhe werden systematisch nach und nach die Temperatur und die Beleuchtungsdauer gesenkt, bis diese schließlich gänzlich eingestellt wird. Auch die Fütterung wird rechtzeitig eingestellt, so dass sich zur Zeit der Winterruhe keine Nahrung mehr im Darm befindet. Dies ist wie bei anderen Reptilien sehr wichtig, da sie sonst die Winterruhe nicht überleben. Eventuell noch im Darm befindliche Nahrung kann während der Ruhephase und den niedrigen Temperaturen nicht verdaut werden. Von einem Baden der Hardune vor der Winterruhe halten wir persönlich nicht viel, da die Tiere hierdurch nur unnötig gestresst werden. Zudem verlieren sie bei einer erzwungenen Darmentleerung Flüssigkeit, die während der Winterruhe lebensnotwendig ist.
Wir überwintern unsere
Hardune bei einer Temperatur von ungefähr 10-15°. Die
Diapause sollte circa 6-10 Wochen
betragen. Bei niedrigeren Temperaturen können die Tiere länger überwintert
werden. Frisches Wasser darf auch während der Überwinterung in keinem Fall fehlen.
Nach der Winterruhe erhöht man langsam wieder die Temperatur und die Dauer der Lichtbestrahlung und beginnt etwa 1-2 Wochen später wieder mit der Fütterung. Tiere, die nach der Winterruhe nicht mehr anfangen zu fressen, sind tierärztlich untersuchen zu lassen und mit speziellen Präparaten zu behandeln.
Auch wenn die Tiere gemeinsam in einem Becken überwintert werden, kann es nach der Winterruhe zu neuen Revieransprüchen kommen. Bei uns fielen die Revierkämpfe der Weibchen schon so schlimm aus, dass diese getrennt werden mussten, obwohl sie im Jahr zuvor ohne Probleme miteinander harmonierten.
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