Oder/Neiße – ein Radweg entlang der Grenze
Wir hatten uns für eine Bahnfahrt im DBNachtzug entschieden, um den Weg von Rüsselsheim an die Ostsee relativ stressfrei zu absolvieren. Damit hatten wir in der Vergangenheit schon gute Erfahrungen gemacht, als wir die Moldau entlang gefahren sind und in Dresden gestartet waren. Auch dieses mal war es wieder angenehm, bis auf die ausgefallene Klimaanlage im Schlafwagen (die Bahn hat wohl schon alle Techniker entlassen oder in Rente geschickt), morgens in Binz gut ausgeruht starten zu können. Wir wollten uns zuerst Rügen anschauen, und uns dann auf den Weg in den wilden Osten machen.
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Anfahrt nach Binz auf Rügen und das Wetter verspricht vieles ! |
Welche
Verbindung ?
Mit dem RMV nach Fulda und ab dort mit dem DBNachtzug nach Binz, Ankunft
10:24 am 25.05.07. |
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Strandpromenade in Sassnitz |
Sonne genießen , das ist’s doch nach einer Fahrt im Nachtzug, wären da nicht die Sheriffs , die den Fahrradfahrern das Leben bzw. Fahren an der Promenade schwer machen. Aber das wiegt nicht so schwer, man hat ja ohnehin andere Vorlieben, als das piefige Kurleben länger anschauen zu wollen. |
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Der Urlaub hat jetzt richtig begonnen ! Wir können uns Zeit lassen, denn wir haben heute nur eine kleine Strecke bis zur einzigen voraus gebuchten Pension. |
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KdF Bad Prora |
Die Hinterlassenschaften einiger bekannter Herren,
dehnen sich auf über 4 Kilometer aus. Ein Teil davon wurde gesprengt, der Rest wird überwiegend wohl auch
nicht mehr genutzt.
Im mittleren Bereich gibt es ein paar Museen und
Künstler die günstige Räumlichkeiten gefunden haben.
Eine JH haben wir nicht gesehen, obwohl sie bei
uns noch eingezeichnet war. Den Zugang zu den Ruinen auf dem rechten Bild
bekommt man nicht und der Weg führt auch bald wieder weg von den Gebäuden. |
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mit diesem supergeilen Garten. |
Übernachtungspreis 40,- € / DZ ohne Frühstück
Bewertung: kleines phantasievolles Zimmer, ziemlich dunkel, aber der Garten reißt es
raus.
freundlich Fußweg nach Lohme 5 min.
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39,74 km 333 hm |
Mit Lohme findet man ein
beschauliches atmosphärisches Dorf mit einer Räucherei, die wir nicht
getestet haben, aber ein wirklich zu empfehlendes Restaurant mit lecker
Fisch, das wir gleich 2 mal aufgesucht haben. Auch
der Blick aufs Meer von der Terrasse ist grandios
mit Cap Arkona rechts im Hintergrund. |
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2.Tag |
Lohme –
Cap Arkona -
Lohme |
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Direkt vor unserer Pension finden sich die
schönsten Alleen, die wir auf Rügen gesehen haben. Die sind so schattig, dass
man immer mit Licht fahren sollte. |
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Auf einem Betonplattenweg am Strand entlang zu den
Leuchttürmen. In dem östlichen findet man verschiedene Künstler, die sehr
schöne und auch hochpreisige Stücke (Schmuck,
Plastiken, etc.) ausstellen, also kein Ramsch!
Man hat ständig super
Aussichten auf die leicht hügelige Landschaft und auf’s Meer. |
Ausblick vom östlichen Leuchtturm |
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65,86 km 321 hm |
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wie Vortag |
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3.Tag |
Lohme –
Stralsund |
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Der Abstecher an die Kreidefelsen kann etwas teuer werden, wenn man das Besucherzentrum anfährt. Allerdings kann man ca. 200m vor Erreichen des Eingangs rechts abbiegen in den Wald (im Taleinschnitt an den Würstchenbuden vorbei, noch vor dem Busparkplatz) und kommt nach ein paar hundert Metern an diesen Kreideabbrüchen raus und es kostet nix. Ist zwar für Fahrradfahrer gesperrt, aber es ist dennoch gut zu fahren. |
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Vorbei an Lietzow geht’s Richtung Stralsund. Die Ausschilderung der Radwege ist recht schlecht und der Weg macht diverse Umwege und ist lt. Auskunft von Locals oft unbefestigt. Da es die Tage geregnet hat, entscheiden wir uns zum großen Teil die Bundesstraße zu nehmen und erreichen Stralsund relativ zeitig, auch wenn der Autoverkehr sehr nervig ist.
Eine wunderschöne
Hansestadt, eines der städtebaulichen Highlights der Tour.
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70,58 km 414 hm |
Zimmer gibt’s hier jede Menge. Wir waren in der Abends ging's noch zu Hanni „Zur Fähre“ direkt am Hafen, eine urige Kneipe mit Katze und Atmosphäre.. |
Übernachtungspreis 60,- € / DZ ohne Frühstück
Bewertung: großes Zimmer, im sanierten Altbau, sehr zentral und
einigermaßen ruhig. Fußweg zum Rathaus 2 min.
Nordisch kühl, distanziert. zu teuer ! |
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4.Tag |
Stralsund
– Loissin |
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Es geht wieder über alte teilweise gepflasterte Straßen nach Greifswald. Hierbei fahren wir durch die längste Allee auf der ganzen Reise , die zwar parallel zu Bundesstraße führt aber mit vielen großen Eichen noch einmal etwas Besonderes zu bieten hat.
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Vorbei am alten AKW errechen wir ein durchaus lohnenswertes Städtchen als Zwischenetappe und bekommen dann in einer Bungalowsiedlung ein Zimmer in Loissin. |
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65,41 km 131 hm |
Wir waren im
Boddenblick 038352-260
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Übernachtungspreis 40,- € / DZ mit Frühstück
Bewertung: sauberes Zimmer, in einem einfachen Gebäude sehr ruhig.
Keine Ziele im Fußweg-Distanz, zumindest bei Regen.
Sehr freundlich. Sehr günstig, mit Gasthaus ! |
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5.Tag |
Loissin -
Heringsdorf auf Usedom |
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Wir fahren durch Freest mit seinem aktiven Fischereihafen und wirklich leckeren Fischbuden. Ich hab doch glatt den Fisch lieben gelernt , außerhalb der quadratischen Versionen mit dem Paniermehl drauf. |
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Von hier nehmen wir die Fähre nach Peenemünde, die
alte Heeresversuchsanstalt für V1/V2-Raketen, und fahren immer parallel zum
Strandverlauf hinter den Strandhütten entlang und die sind endlos. Der Weg geizt nicht mit starken Steigungen, wenn er die Dünen überquert. |
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62,09 km 185 hm |
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Übernachtungspreis 57,- € / DZ mit Frühstück
Bewertung: großes Zimmer, im sanierten Plattenbau, ungefähr 400m vom
Strand, ruhig.
Freundlich. Etwas zu teuer ! |
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6.Tag |
Heringsdorf
auf Usedom – Miezyzdroje |
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Petras Vorderradnabe knarrt und rappelt immer mehr, deswegen gehen wir zum Fahrradladen Pilgrim. Der Chef sieht etwas gestresst aus, aber sagt uns er schaut danach. Nach 2 Stunden können wir das Rad wieder abholen, mit der Aussage es hätte nur Fett gefehlt (Kosten 12 €). Wie wir später feststellen , war es ein kapitaler Lagerschaden, man müsste im eigentlich die Ohren lang ziehen. |
Für alle die Support brauchen, es gibt noch einen
2. Laden:
Willert,
Lindenstraße 88
Den links erwähnten können wir wirklich nicht empfehlen. |
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Die Kaiserbäder Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin sind mit ihrer Bäderarchitektur und den Seebrücken herrliche Flecken aus der wilhelminischen Zeit und haben auch den Namen „Badewanne Berlins“ wohl zu recht. Hier darf man, im Gegensatz zu Binz, den Promenadenweg mit dem Fahrrad fahren. Es hat sich wohl rumgesprochen, dass es innerhalb dieser Spezies (Radfahrer) Leute gibt, die durchaus gewillt sind Geld auszugeben. |
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36,46 km 68 hm |
Mittags überqueren wir die Grenze und setzen in Swinemünde über den Fluss. Die Fähre ist kostenlos und fährt
im Pendeldienst mit 2 Schiffen, geht also schnell. Man fährt an den verfallenden Befestigungen aus preußischer Zeit vorbei, aber die Stechmücken lassen uns nicht in Ruhe also fahren wir weiter. Dann droht langsam ein Gewitter und wir versuchen den nächsten Ort zu erreichen , schaffen es aber nicht und müssen uns unterstellen. Eine halbe Stunde später das gleiche Spiel dieses mal können wir uns nach Miezyzdroje retten und nehmen das erste halbwegs ansprechende Zimmer /Pokoje. Gegessen wird im Ortskern. |
Übernachtungspreis 120,- Złoty ca. 33 €/ DZ
ohne Frühstück
Bewertung: kleines Zimmer, Altbau , ungefähr 100m
vom Strand, ruhig.
Freundlich, bemüht. zu teuer, hätte man auch in Deutschland bezahlt ! |
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7.Tag |
Miezyzdroje
- Stettin |
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Einsame Strassen am Haff |
Wir haben uns entschlossen unseren Plan B zu
ziehen und am Haff nach Stettin zufahren um den Oder/Neiße Radweg nach Süden
zu nehmen. Unser ursprüngliches Ziel war eigentlich
Frauenburg/Frombork in Masuren gewesen, aber die
ersten Bilder in Polen waren uns dann doch zu grau.
Vielleicht mal mit dem Wohnmobil in den nächsten
Jahren. Immer flexibel bleiben und nebenbei den Herren Kaczyński mit ihrer deutschfeindlichen Politik ein Schnippchen geschlagen ! |
typisches Gelände für Hundeangriffe |
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Eckige Milchzapfanlage |
Man muss immer auf der Hut sein, vor Hunden, die
sich nicht von der freundlichsten Seite zeigen. Jedes zweite Haus hat auf dem
abgegrenzten Grundstück einen mittleren bis großen ,
der auch ziemlich unvermittelt sich zu Wort meldet (Schreck lass nach). Ich hatte stets das
Pfefferspray griffbereit, auf dem Liegerad ist das eben nicht so ein super
Gefühl. Gilt allerdings genauso für den deutschen Bereich entlang der Grenze
in diesem Gebiet. Tierische Aufrüstung wäre wohl der Terminus. |
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Dann erreichen wir Stettin mit seinen großen Hafenanlagen |
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und seinen hanseatischen Großbauten. Wir finden auf einem Campingplatz vor der Stadt ein schönes Appartement mit Zugang zum Wasser und Bootsanleger. |
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99,73 km 141 hm |
Übernachtungspreis 100,- Złoty ca. 27 €/ DZ
ohne Frühstück
Bewertung: großes Appartement,
fast neu , ungefähr 100m vom Strand,
nicht sehr ruhig.
Freundlich. Preis OK. |
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8.Tag |
Stettin
- Schwedt |
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Wir verlassen Polen wieder ! Für kurze Zeit sieht man, was im Grenzgebiet gefragt ist. Kaminbau , Gartenzwerge, Zigaretten, Sprit... und jede Menge Friseure. Auch für Zahnersatz in der alten Grenzstation war gesorgt. |
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und fahren durch eine wieder von Alleen dominierte Landschaft, die gar nicht enden will und nur wenig dörfliche Siedlungen kennt. |
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Wir kommen nach Schwedt ! Nettes kleines Städtchen und als solches schon eine Seltenheit an diesem Teil der Oder. Aber auch Petrochemischer Standort sowie Papierfabriken. Allerdings sind die in der Stadt nicht sehr präsent. Abends waren wir im NoName, mit gutem kulinarischen Preis-Leistung-Verhältnis. |
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63,83 km 159 hm |
Pension Stahr
Flinkenberg 12
Von außen nicht so ansprechend, aber sehr
hilfsbereit und richtig gutes Frühstück und einen Reifen darf man auch nicht
von Hand aufpumpen, da gibt’s einen Kompressor und auch für anderes das Know How vom Chef des Hauses
dazu.
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Übernachtungspreis 47,- € / DZ mit Frühstück
Bewertung: großes Zimmer, Altstadtnah,
ruhig.
Sehr freundlich. |
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9.Tag |
Schwedt - Altlewin |
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Die Oder wird schmäler. |
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Das Schiffshebewerk in Niederfinow ist am Ende seiner Tage. In den nächsten Jahren entsteht ein Neubau der die Kapazitätsbegrenzung nach oben drückt. Aber dieses touristische Highlight ist nicht das einzige an dem Kanal, denn es gibt noch ältere Schleusenanlagen aus den Jahrhunderten zuvor, die z. Teil malerisch in unmittelbarer Nachbarschaft liegen. |
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Wir haben dieses mal Pech mit den Zimmern, da Wochenende ist, das Wetter gut und Berlin nicht weit , sind alle Quartiere in Flussnähe voll. Wir haben Glück und finden in Altlewin ein Appartement, müssen allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen. |
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89,79 km 373 hm |
Übernachtungspreis 77,- € / DZ mit Frühstück
Bewertung: großes Appartement, ländliches Idyll , sehr atmosphärisch
Ruhig, gutes Essen.
Freundlich. |
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10.Tag |
Altlewin
– Briskow-Finkenheerd |
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Die Stadt wirkt nicht wirklich einladend, wenn man von der Flussseite kommt. Bestimmt gibt es auch nette Viertel, aber uns ist einzig der Park auf der Ziegenwerder-Insel angenehm in Erinnerung geblieben. Der ist sehr schön angelegt. Es gibt noch einige prachtvolle Villen günstig abzugeben (siehe rechtes Bild) |
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Der Zielrichterturm der olympischen Kanutenstrecke
von 1936
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95,13 km 130 hm |
Übernachtet wurde in Briskow-Finkenheerd beim |
Übernachtungspreis 50,- € / DZ mit Frühstück
Bewertung: Appartement, älterer Zustand,
Ruhig da hinten raus zum Kanal,
einfaches Essen.
Freundlich. |
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11.Tag |
Briskow-Finkenheerd – Bad Muskau |
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Die Eisenproduzierende Industrie in Eisenhüttenstadt hatte ich mir irgendwie größer vorgestellt. |
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In Neuzelle wird das Zisterzienser Kloster gerade
saniert. Es stellt eine einzigartige Anlage in Ost- und Norddeutschland dar
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Hier werden die Körper hergestellt |
Dann geht’s nach Guben. Der
deutsche Teil der Stadt wirkt wohnlich und attraktiv und hat mit Gunther von
Hagens Plastinarium eine Sehenswürdigkeit für
anatomisch interessierte Besucher. Der polnische Teil hat außer
Plattenbauten, dem sanierten Rathaus und einer zerschossenen Kirche nichts zu
bieten. Hier sind paradoxer Weise die Straßenzüge der ehemaligen Altstadt in
einem Park erhalten geblieben. Die Stadt wurde wohl nicht bombardiert , sondern das sind Schäden durch den Frontbeschuss. |
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die Natur holt sich das Gelände zurück |
Von diesen Brücken findet man entlang der Oder/Neiße jede Menge, 2 von 3 Brücken wurden gesprengt und nach dem Krieg nicht mehr aufgebaut. Da war man sich als sozialistischer Bruderstaat wohl doch nicht ganz so grün. |
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Die Wehre bestehen hier aus einer Art aufblasbaren
Wurst. Ob die mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit gefüllt sind , konnten wir nicht rausfinden,
da der Grenzzaun auf der deutschen Uferseite den Zugang unmöglich machte,
ich kenne das vom Main nur als Metallschott, aber das ist ja auch eine ältere
Technik und eine höhere Wasserkraft.
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Mäuse sind hier wohl allgegenwärtig |
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120,29 km 261 hm |
Übernachtet wurde in Bad Muskau im Parkstübl direkt gegenüber Schloss- / Parkeinfahrt an der Hauptstrasse. Deshalb unbedingt nach Zimmern zum Innenhof fragen. |
Übernachtungspreis 50,- € / DZ mit Frühstück
Bewertung: kleines Zimmer, älterer Zustand, aber sehr schöne
Gaststube
Ruhig zum Innenhof,
gutes Essen.
Mageres Frühstück
Freundlich. |
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12.Tag |
Bad Muskau - Görlitz |
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Zuerst schauen wir uns den von Fürst Pückler Anfang des 19. Jahrhunderts angelegten Landschaftsgarten mit seinen beiden Schlössern an. Leider fängt der Nieselregen sofort an, aber das tut der Stimmung im Park eigentlich keinen Abbruch, es ist wirklich super schön hier. Das Gelände setzt sich östlich der Neiße fort. |
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Bilder aus dem deutschen Teil des Parks |
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Wir haben von zuhause den Tipp bekommen, uns diese Fantasiewelt anzuschauen. In der Kulturinsel kann man wirklich stundenlang als Kind und Erwachsener die schönsten Formen , ein bisschen wie bei Herr der Ringe, bestaunen und erleben und auch übernachten. Besonders die unterirdischen Gänge in der Burg rechts waren echt spektakulär und höchst gruselig. |
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Hier die Werkstatt |
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Wir erreichen Görlitz und finden eine Pension
in einer Altstadt, die ihresgleichen sucht. Das Highlight auf der Tour! |
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72,90 km 270 hm |
Unsere Pension. |
Übernachtungspreis 50 – 65 € / DZ mit Frühstück
Bewertung: sehr schöne Zimmer
Einigermaßen ruhig ,
gutes Frühstück
Freundlich
Sehr schönes Ambiente. |
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13.Tag |
Pause
in Görlitz |
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Die Stadt besteht aus einem Altstadtkern aus dem ausgehenden
Mittelalter und einem daran anschließenden neueren Ring ,
der viele Bürgerhäuser aus dem vorletzten Jahrhundert enthält. Außerdem gibt
es herrliche Villen und Grünanlagen , die das
Gesamte sehr attraktiv zum Wohnen machen. Die Sanierung dürfte im inneren
Ring zu 90% , im äußeren Ring zu 75%. Das heißt es
ist wirklich sehr sehr sehenswert und auch noch
nicht überlaufen.
Die Preise in den Restaurants sind OK. Tipp: Gasthaus Destille mit dem schlesischen Himmelreich. |
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Endlich war mal Shopping angesagt, allerdings können wir ja zum Glück nicht allzu viel in unseren Taschen verstauen. Ein sehr schönes Jugendstil-Gebäude ist das Karstadt Haus. |
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Alte Beschriftungen und Häuser im ursprünglichen Zustand sind nur vereinzelt noch zu finden. Hier wurden wir fündig. Ein sehr freundlicher Fahrradhändler der Petra's Vorderradnarbe wieder wie neu herrichtete.
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Auf der polnischen Seite der Stadt, ist der Sanierungszustand noch deutlich geringer. |
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14.Tag |
Görlitz
– Zittau – Oybin - Görlitz |
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Wir entschließen uns noch einen Tag in Görlitz zu bleiben, weil wir uns nicht satt sehen können. Wir wollen dann ohne Gepäck Richtung Zittau um am Abend wieder zurück zu unserer Pension und dieses Mal essen wir in einem Restaurant im Erdgeschoss eines herrlichen historischen Hallenhauses mit gotischen Spitzgewölben.
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Entlang den für diese Gegend typischen Umgebindehäuser kommt man zum Kloster Marienthal. |
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Vorbei an den Relikten des Tagebaus und sterbender Industrien |
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erreichen wir Zittau mit seinem riesigen alten
Salzspeicher (Marstall) und einem leckeren Restaurant mit italienisch
anmutenden Innenhof und regionalen Gerichten. |
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Weiter geht’s mit der Dampfbimmelbahn in die Zittauer Berge |
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Sieht ein bisschen aus, wie in der fränkischen
Schweiz.
Die Bergkirche ist sehr interessant , weil der Innenraum (und damit natürlich auch die Außenmauern) schräg in den Hang dem Untergrund entsprechend gebaut sind. |
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93,82 km 448 hm |
Dann ab nach Hause in unser hübsches Zimmer in der Pension goldene Feder und dann auf in eins der schönen Restaurants. |
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15.Tag |
Görlitz
– Bautzen |
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Wir schauen beim Verlassen von Görlitz beim
jüdischen Friedhof vorbei mit seinen teils großen Gedenksteinen.
Ab jetzt wird du Landschaft hügeliger, was sich dann bis Dresden fortsetzt und das ausgerechnet jetzt wo das Thermometer auf 30 Grad klettert. |
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Die nächste Stadt ist Löbau. Es wird zunehmend heißer. |
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Am Abend erreichen wir Bautzen, was die eigentliche Überraschung dieser Tour ist, denn das war bei uns mit dem Wort Stasiknast und Senf besetzt, aber oho…. |
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68,98 km 629 hm |
Übernachtet haben wir in der
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Übernachtungspreis 50 € / DZ mit Frühstück
Bewertung: normales Zimmer im Block
Freundlich
Irreführender Name, kein historischer Bau und
ruhig ist relativ. Preis zu hoch! |
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16.Tag |
Bautzen
- Dresden |
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Ein paar Eindrücke, außerdem gibt’s sehr schöne Kneipen für den abendlichen Caipirinha
Am Morgen müssen wir die Stadt leider verlassen, es ist unser vorletzter Tag. Es sind heute über 30 Grad angekündigt, wir beschließen bis Radeberg mit dem Zug zu fahren. |
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Die aktuelle Lieblingsbrauerei muss doch mal besucht werden und der Vergleich mit der bayerischen Weisswurst muss doch mal gemacht werden.
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wir durchqueren den nordöstlich von Dresden gelegenen Wald und Naherholungsgebiet Dresdner Heide. Durch den kühlen Wald kommen wir relativ direkt bis zur Altstadt auf der anderen Seite des Flusses und haben die Frauenkirche direkt vor uns. |
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Seit unserem ersten Besuch vor 4 Jahren, hat sich doch noch einiges geändert , auch am blauen Wunder. Hier gibt es jetzt, auf den jeweiligen Flussseiten, 2 sehr schöne Biergärten. |
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Wir bekommen das letzte freie Zimmer in Dresden , zumindest lt. Touristen-Info, im Hotel am blauen
Wunder. Großer Vorteil wir müssen nur 2 mal hinfallen und sind in den Biergärten. |
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37,80 km
266 hm |
Übernachtungspreis 80 € / DZ mit Frühstück
Bewertung: normales Zimmer im DG warm und laut
Freundlich
Frühstück mäßig für ein Spesenritter-Hotel Preis zu hoch für die Qualität! |
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17.Tag |
Heimfahrt |
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Mit dem Wochenendticket ca. 9 Stunden. |
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Fazit |
Am
Besten haben uns gefallen:
Rügen durch seine stillen Ecken und schöne
Landschaft
Usedom mit seinen Kaiserbädern
Stralsund mit seiner Hanseatischen Ausstrahlung
Bad Muskau durch seinen
Park
Görlitz als geschlossenes städtebauliches Gesamtwerk
Bautzen als „Geheimtipp mit den vielen Türmen“
Die Aufgeschlossenheit der Lausitzer.
Die große Naturbelassenheit der Oder und Neiße
Das große Engagement bei der Sanierung dieser baulichen
Schätze.
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Nicht gefallen haben uns: kaum vorhandene Dorfkneipen in Polen Polenmärkte
Die maroden und grauen polnischen Städte und
Dörfer
Die aggressiven Hunde unterwegs
Frankfurt/Oder
Wir vermissten neugierig lächelnde Entgegenkommende
im nördlichen Oderbereich in Polen als auch in Deutschland Die Preise auf der deutschen Seite für Zimmer sind 10 % zu hoch. |
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