Oder/Neiße – ein Radweg entlang der Grenze

Wir hatten uns für eine Bahnfahrt im DBNachtzug entschieden, um den Weg von Rüsselsheim an die Ostsee relativ stressfrei zu absolvieren. Damit hatten wir in der Vergangenheit schon gute Erfahrungen gemacht, als wir die Moldau entlang gefahren sind und in Dresden gestartet waren. Auch dieses mal war es wieder angenehm, bis auf die ausgefallene Klimaanlage im Schlafwagen (die Bahn hat wohl schon alle Techniker entlassen oder in Rente geschickt), morgens in Binz gut ausgeruht starten zu können. Wir wollten uns zuerst Rügen anschauen, und uns dann auf den Weg in den wilden Osten machen.

 Stand 17.07.07

Karte                    

alle Bilder der Tour

 



Anfahrt nach Binz auf Rügen und das Wetter verspricht vieles !

Welche Verbindung ?

 

Mit dem RMV nach Fulda und ab dort mit dem DBNachtzug nach Binz, Ankunft 10:24 am 25.05.07.


 

Strandpromenade in Sassnitz

Sonne genießen , das ist’s doch nach einer Fahrt im Nachtzug, wären da nicht die Sheriffs , die den Fahrradfahrern das Leben bzw. Fahren an der Promenade schwer machen. Aber das wiegt nicht so schwer, man hat ja ohnehin andere Vorlieben, als das piefige Kurleben länger anschauen zu wollen.


die Kreidefelsen in der Ferne


Petras Hauptnahrungsmittel

Der Urlaub hat jetzt richtig begonnen ! Wir können uns Zeit lassen, denn wir haben heute nur eine kleine Strecke bis zur einzigen voraus gebuchten Pension.

 

KdF Bad Prora

Die Hinterlassenschaften einiger bekannter Herren, dehnen sich auf über 4 Kilometer aus.  Ein Teil davon wurde gesprengt, der Rest wird überwiegend wohl auch nicht mehr genutzt.

Im mittleren Bereich gibt es ein paar Museen und Künstler die günstige Räumlichkeiten gefunden haben.

Eine JH haben wir nicht gesehen, obwohl sie bei uns noch eingezeichnet war. Den Zugang zu den Ruinen auf dem rechten Bild bekommt man nicht und der Weg führt auch bald wieder weg von den Gebäuden.

 

 

 


eines der wenigen nicht sanierten Häuser

 

 

Nach einem kleinen Abstecher an die Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund, geht’s zu unserer ersten Übernachtung ins

Wegwarten Ensemble

mit diesem supergeilen Garten.

Übernachtungspreis 40,- € / DZ ohne Frühstück

Bewertung: kleines phantasievolles Zimmer,  ziemlich dunkel, aber der Garten reißt es raus.

freundlich

Fußweg nach Lohme 5 min.

 

 

  39,74 km        333 hm

Mit Lohme findet man ein beschauliches atmosphärisches Dorf mit einer Räucherei, die wir nicht getestet haben, aber ein wirklich zu empfehlendes Restaurant mit lecker Fisch, das wir gleich 2 mal aufgesucht haben. Auch der Blick aufs Meer von der Terrasse ist grandios mit Cap Arkona rechts im Hintergrund.

Haus am Meer

2.Tag

Lohme – Cap Arkona - Lohme

 

Direkt vor unserer Pension finden sich die schönsten Alleen, die wir auf Rügen gesehen haben. Die sind so schattig, dass man immer mit Licht fahren sollte.

Auf einem Betonplattenweg am Strand entlang zu den Leuchttürmen. In dem östlichen findet man verschiedene Künstler, die sehr schöne und auch hochpreisige Stücke (Schmuck, Plastiken, etc.) ausstellen, also kein Ramsch!

Man hat ständig super Aussichten auf die leicht hügelige Landschaft und  auf’s Meer.

Ausblick vom östlichen Leuchtturm

 

 65,86 km     321 hm

 

wie Vortag 

3.Tag

Lohme – Stralsund

 

Der Abstecher an die Kreidefelsen kann etwas teuer werden, wenn man das Besucherzentrum anfährt. Allerdings kann man ca. 200m vor Erreichen des Eingangs rechts abbiegen in den Wald (im Taleinschnitt an den Würstchenbuden vorbei, noch vor dem Busparkplatz) und kommt nach ein paar hundert Metern an diesen Kreideabbrüchen raus und es kostet nix. Ist zwar für Fahrradfahrer gesperrt, aber es ist dennoch gut zu fahren.

         Freitragende Verbindung

 

Vorbei an Lietzow geht’s Richtung Stralsund. Die Ausschilderung der Radwege ist recht schlecht und der Weg macht diverse Umwege und ist lt. Auskunft von Locals oft unbefestigt. Da es die Tage geregnet hat, entscheiden wir uns zum großen Teil die Bundesstraße zu nehmen und erreichen Stralsund relativ zeitig, auch wenn der Autoverkehr sehr nervig ist.

Eine wunderschöne Hansestadt, eines der städtebaulichen Highlights der Tour.

 

             

          

 

  70,58 km   414 hm

Zimmer gibt’s hier jede Menge. Wir waren in der

 Mönch-Pension

Abends ging's noch zu Hanni „Zur Fähre“ direkt am Hafen, eine urige Kneipe mit Katze und Atmosphäre..

Übernachtungspreis 60,- € / DZ ohne Frühstück

Bewertung: großes Zimmer,  im sanierten Altbau, sehr zentral und einigermaßen ruhig. Fußweg zum Rathaus 2 min.

Nordisch kühl, distanziert.

zu teuer !

4.Tag

Stralsund – Loissin

 

            

Es geht wieder über alte teilweise gepflasterte Straßen nach Greifswald. Hierbei fahren wir durch die längste Allee  auf der ganzen Reise , die zwar parallel zu Bundesstraße führt aber mit vielen großen Eichen noch einmal etwas Besonderes zu bieten hat.

 

 

Vorbei am alten AKW errechen wir ein durchaus lohnenswertes Städtchen als Zwischenetappe und bekommen dann in einer Bungalowsiedlung ein Zimmer in Loissin.             

 

   65,41 km   131 hm

Wir waren im

Boddenblick
Strandweg 21
17509 Loissin

038352-260

 

Übernachtungspreis 40,- € / DZ mit Frühstück

Bewertung: sauberes Zimmer,  in einem einfachen Gebäude sehr ruhig. Keine Ziele im Fußweg-Distanz, zumindest bei Regen.

Sehr freundlich.

Sehr günstig, mit Gasthaus !

5.Tag

Loissin - Heringsdorf auf Usedom

 

Wir fahren durch Freest mit seinem aktiven Fischereihafen und wirklich leckeren Fischbuden. Ich hab doch glatt den Fisch lieben gelernt , außerhalb der quadratischen Versionen mit dem Paniermehl drauf.

Von hier nehmen wir die Fähre nach Peenemünde, die alte Heeresversuchsanstalt für V1/V2-Raketen, und fahren immer parallel zum Strandverlauf hinter den Strandhütten entlang und die sind endlos.

Der Weg geizt nicht mit starken Steigungen, wenn er die Dünen überquert.

 

  62,09 km   185 hm

                                                                     

Übernachtungspreis 57,- € / DZ mit Frühstück

Bewertung: großes Zimmer,  im sanierten Plattenbau, ungefähr 400m vom Strand, ruhig.

Freundlich.

Etwas zu teuer !

6.Tag

Heringsdorf auf Usedom – Miezyzdroje

 

 

Petras Vorderradnabe knarrt und rappelt immer mehr, deswegen gehen wir zum Fahrradladen Pilgrim. Der Chef sieht etwas gestresst aus, aber sagt uns er schaut danach. Nach 2 Stunden können wir das Rad wieder abholen, mit der Aussage es hätte nur Fett gefehlt (Kosten 12 €). Wie wir später feststellen , war es ein kapitaler Lagerschaden, man müsste im eigentlich die Ohren lang ziehen.

Für alle die Support brauchen, es gibt noch einen 2. Laden:

Willert, Lindenstraße 88

 

Den links erwähnten können wir wirklich nicht empfehlen.

Die Kaiserbäder Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin sind mit ihrer Bäderarchitektur und den Seebrücken herrliche Flecken aus der wilhelminischen Zeit und haben auch den Namen „Badewanne Berlins“ wohl zu recht. Hier darf man, im Gegensatz zu Binz, den Promenadenweg mit dem Fahrrad fahren. Es hat sich wohl rumgesprochen, dass es innerhalb dieser Spezies (Radfahrer) Leute gibt, die durchaus gewillt sind Geld auszugeben.

 

   36,46 km    68 hm

Mittags überqueren wir die Grenze und setzen in Swinemünde über den Fluss. Die Fähre ist kostenlos und fährt im Pendeldienst mit 2 Schiffen, geht also schnell.

Man fährt an den verfallenden Befestigungen aus preußischer Zeit vorbei, aber die Stechmücken lassen uns nicht in Ruhe also fahren wir weiter.

Dann droht langsam ein Gewitter und wir versuchen den nächsten Ort zu erreichen , schaffen es aber nicht und müssen uns unterstellen. Eine halbe Stunde später das gleiche Spiel dieses mal können wir uns nach Miezyzdroje retten und nehmen das erste halbwegs ansprechende Zimmer /Pokoje. Gegessen wird im Ortskern.

Übernachtungspreis 120,- Złoty ca. 33 €/ DZ ohne Frühstück

Bewertung: kleines Zimmer, Altbau , ungefähr 100m vom Strand, ruhig.

Freundlich, bemüht.

zu teuer, hätte man auch in Deutschland bezahlt !

7.Tag

Miezyzdroje - Stettin

 

Einsame Strassen am Haff

Wir haben uns entschlossen unseren Plan B zu ziehen und am Haff nach Stettin zufahren um den Oder/Neiße Radweg nach Süden zu nehmen. Unser ursprüngliches Ziel war eigentlich Frauenburg/Frombork in Masuren gewesen, aber die ersten Bilder in Polen waren uns dann doch zu grau.

Vielleicht mal mit dem Wohnmobil in den nächsten Jahren.

Immer flexibel bleiben und nebenbei den Herren Kaczyński mit ihrer deutschfeindlichen Politik ein Schnippchen geschlagen !

typisches Gelände für Hundeangriffe

Eckige Milchzapfanlage

Man muss immer auf der Hut sein, vor Hunden, die sich nicht von der freundlichsten Seite zeigen. Jedes zweite Haus hat auf dem abgegrenzten Grundstück einen mittleren bis großen , der auch ziemlich unvermittelt sich zu Wort meldet (Schreck lass nach). Ich hatte stets das Pfefferspray griffbereit, auf dem Liegerad ist das eben nicht so ein super Gefühl. Gilt allerdings genauso für den deutschen Bereich entlang der Grenze in diesem Gebiet.

Tierische Aufrüstung wäre wohl der Terminus. 

 

Dann erreichen wir Stettin mit seinen großen Hafenanlagen

und seinen hanseatischen Großbauten. Wir finden auf einem Campingplatz vor der Stadt ein schönes Appartement mit Zugang zum Wasser und Bootsanleger.

 

  99,73 km   141 hm

Camping Marina

Übernachtungspreis 100,- Złoty ca. 27 €/ DZ ohne Frühstück

Bewertung: großes Appartement,

fast neu , ungefähr 100m vom Strand,

nicht sehr ruhig.

Freundlich.

Preis OK.

8.Tag

Stettin - Schwedt

 

Wir verlassen Polen wieder ! Für kurze Zeit sieht man, was im Grenzgebiet gefragt ist. Kaminbau , Gartenzwerge, Zigaretten, Sprit... und jede Menge Friseure.

Auch für Zahnersatz in der alten Grenzstation war gesorgt.

und fahren durch eine wieder von Alleen dominierte Landschaft, die gar nicht enden will und nur wenig dörfliche Siedlungen kennt.

Wir kommen nach Schwedt !

Nettes kleines Städtchen und als solches schon eine Seltenheit an diesem Teil der Oder. Aber auch Petrochemischer Standort sowie Papierfabriken. Allerdings sind die in der Stadt nicht sehr präsent.

Abends waren wir im NoName, mit gutem kulinarischen Preis-Leistung-Verhältnis.

 

 

   63,83 km   159 hm

Pension Stahr

Flinkenberg 12
16303 Schwedt / Oder
Tel.: 03332 22790

Von außen nicht so ansprechend, aber sehr hilfsbereit und richtig gutes Frühstück und einen Reifen darf man auch nicht von Hand aufpumpen, da gibt’s einen Kompressor und auch für anderes das Know How vom Chef des Hauses dazu.

 

Übernachtungspreis 47,- € / DZ mit Frühstück

Bewertung: großes Zimmer,  Altstadtnah,

ruhig.

Sehr freundlich.

 

9.Tag

Schwedt - Altlewin

 

Die Oder wird schmäler.                                                         

Das Schiffshebewerk in Niederfinow ist am Ende seiner Tage. In den nächsten Jahren entsteht ein Neubau der die Kapazitätsbegrenzung nach oben drückt. Aber dieses touristische Highlight ist nicht das einzige an dem Kanal, denn es gibt noch ältere Schleusenanlagen aus den Jahrhunderten zuvor, die z. Teil malerisch in unmittelbarer Nachbarschaft liegen.

Wir haben dieses mal Pech mit den Zimmern, da Wochenende ist, das Wetter gut und Berlin nicht weit , sind alle Quartiere in Flussnähe voll. Wir haben Glück und finden in Altlewin ein Appartement, müssen allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen.

 

   89,79 km   373 hm

Gasthof zum alten Fritz

Übernachtungspreis 77,- € / DZ mit Frühstück

Bewertung: großes Appartement,  ländliches Idyll , sehr atmosphärisch 

Ruhig, gutes Essen.

Freundlich.

 

10.Tag

Altlewin – Briskow-Finkenheerd

 

 alte Inschriften kurz vor Frankfurt/Oder

Die Stadt wirkt nicht wirklich einladend, wenn man von der Flussseite kommt. Bestimmt gibt es auch nette Viertel, aber uns ist einzig der Park auf der Ziegenwerder-Insel angenehm in Erinnerung geblieben. Der ist sehr schön angelegt. Es gibt noch einige prachtvolle Villen günstig abzugeben (siehe rechtes Bild)

Der Zielrichterturm der olympischen Kanutenstrecke von 1936

 

 

 

  95,13 km   130 hm

Übernachtet wurde in Briskow-Finkenheerd beim

Fischer Schneider

Übernachtungspreis 50,- € / DZ mit Frühstück

Bewertung: Appartement,  älterer Zustand,

Ruhig da hinten raus zum Kanal,

einfaches Essen.

Freundlich.

 

11.Tag

Briskow-Finkenheerd – Bad Muskau

 

Die Eisenproduzierende Industrie in Eisenhüttenstadt hatte ich mir irgendwie größer vorgestellt.

 

In Neuzelle wird das Zisterzienser Kloster gerade saniert. Es stellt eine einzigartige Anlage in Ost- und Norddeutschland dar

Hier werden die Körper hergestellt

Dann geht’s nach Guben. Der deutsche Teil der Stadt wirkt wohnlich und attraktiv und hat mit Gunther von Hagens Plastinarium eine Sehenswürdigkeit für anatomisch interessierte Besucher. Der polnische Teil hat außer Plattenbauten, dem sanierten Rathaus und einer zerschossenen Kirche nichts zu bieten. Hier sind paradoxer Weise die Straßenzüge der ehemaligen Altstadt in einem Park erhalten geblieben.

Die Stadt wurde wohl nicht bombardiert , sondern das sind Schäden durch den Frontbeschuss.

die Natur holt sich das Gelände zurück

Von diesen Brücken findet man entlang der Oder/Neiße jede Menge, 2 von 3 Brücken wurden gesprengt und nach dem Krieg nicht mehr aufgebaut. Da war man sich als sozialistischer Bruderstaat wohl doch nicht ganz so grün.

Die Wehre bestehen hier aus einer Art aufblasbaren Wurst. Ob die mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit gefüllt sind , konnten wir nicht rausfinden, da der Grenzzaun auf der deutschen Uferseite den Zugang unmöglich machte, ich kenne das vom Main nur als Metallschott, aber das ist ja auch eine ältere Technik und eine höhere Wasserkraft.

 

                                                     

Mäuse sind hier wohl allgegenwärtig

 

   120,29 km   261 hm

Übernachtet wurde in Bad Muskau im Parkstübl direkt gegenüber Schloss- / Parkeinfahrt an der Hauptstrasse. Deshalb unbedingt nach Zimmern zum Innenhof fragen.

Übernachtungspreis 50,- € / DZ mit Frühstück

Bewertung: kleines Zimmer,  älterer Zustand, aber sehr schöne Gaststube 

Ruhig zum Innenhof,

gutes Essen.

Mageres Frühstück

Freundlich.

 

12.Tag

Bad Muskau - Görlitz

 

Zuerst schauen wir uns den von Fürst Pückler Anfang des 19. Jahrhunderts angelegten Landschaftsgarten mit seinen beiden Schlössern an. Leider fängt der Nieselregen sofort an, aber das tut der Stimmung im Park eigentlich keinen Abbruch, es ist wirklich super schön hier. Das Gelände setzt sich östlich der Neiße fort.

 

 Bilder aus dem deutschen Teil des Parks

       

Wir haben von zuhause den Tipp bekommen, uns diese Fantasiewelt anzuschauen. In der Kulturinsel kann man wirklich stundenlang als Kind und Erwachsener die schönsten Formen , ein bisschen wie bei Herr der Ringe, bestaunen und erleben und auch übernachten. Besonders die unterirdischen Gänge in der Burg rechts waren echt spektakulär und höchst gruselig.

Hier die Werkstatt  

       

Wir erreichen Görlitz und finden eine Pension in einer Altstadt, die ihresgleichen sucht. Das Highlight auf der Tour!

 

 

 

   72,90 km   270 hm

Unsere Pension.

Goldene Feder

 

Übernachtungspreis 50 – 65 € / DZ mit Frühstück

Bewertung: sehr schöne Zimmer

Einigermaßen ruhig ,

gutes Frühstück

Freundlich

Sehr schönes Ambiente.

 

13.Tag

Pause in Görlitz

 

Die Stadt besteht aus einem Altstadtkern aus dem ausgehenden Mittelalter und einem daran anschließenden neueren Ring , der viele Bürgerhäuser aus dem vorletzten Jahrhundert enthält. Außerdem gibt es herrliche Villen und Grünanlagen , die das Gesamte sehr attraktiv zum Wohnen machen. Die Sanierung dürfte im inneren Ring zu 90% , im äußeren Ring zu 75%. Das heißt es ist wirklich sehr sehr sehenswert und auch noch nicht überlaufen.

Die Preise in den Restaurants sind OK. Tipp:

Gasthaus Destille mit dem schlesischen Himmelreich.                             

Endlich war mal Shopping angesagt, allerdings können wir ja zum Glück nicht allzu viel in unseren Taschen verstauen.

Ein sehr schönes Jugendstil-Gebäude ist das Karstadt Haus.

Alte Beschriftungen und Häuser im ursprünglichen Zustand sind nur vereinzelt noch zu finden.

Hier wurden wir fündig. Ein sehr freundlicher Fahrradhändler der Petra's Vorderradnarbe wieder wie neu herrichtete.

der Fahrradladen

 

Auf der polnischen Seite der Stadt, ist der Sanierungszustand noch deutlich geringer.

14.Tag

Görlitz – Zittau – Oybin - Görlitz

 

Wir entschließen uns noch einen Tag in Görlitz zu bleiben, weil wir uns nicht satt sehen können. Wir wollen dann ohne Gepäck Richtung Zittau um am Abend wieder zurück zu unserer Pension und dieses Mal essen wir in einem Restaurant im Erdgeschoss eines herrlichen historischen Hallenhauses mit gotischen Spitzgewölben.

 

Sankt Jonathan

 

Entlang den für diese Gegend typischen Umgebindehäuser kommt man zum Kloster Marienthal.

                                

Vorbei an den Relikten des Tagebaus und sterbender Industrien

erreichen wir Zittau mit seinem riesigen alten Salzspeicher (Marstall) und einem leckeren Restaurant mit italienisch anmutenden Innenhof und  regionalen Gerichten.

      

Weiter geht’s mit der Dampfbimmelbahn in die Zittauer Berge   

                 

Sieht ein bisschen aus, wie in der fränkischen Schweiz.

 

Die Bergkirche ist sehr interessant , weil der Innenraum (und damit natürlich auch die Außenmauern) schräg in den Hang dem Untergrund entsprechend gebaut sind.

 

  93,82 km   448 hm

Dann ab nach Hause in unser hübsches Zimmer in der Pension goldene Feder und dann auf  in eins der schönen Restaurants.

 

15.Tag

Görlitz – Bautzen

 

Wir schauen beim Verlassen von Görlitz beim jüdischen Friedhof vorbei mit seinen teils großen Gedenksteinen.

Ab jetzt wird du Landschaft hügeliger, was sich dann bis Dresden fortsetzt und das ausgerechnet jetzt wo das Thermometer auf 30 Grad klettert.

Die nächste Stadt ist Löbau. Es wird zunehmend heißer.

             

Am Abend erreichen wir Bautzen, was die eigentliche Überraschung dieser Tour ist, denn das war bei uns mit dem Wort Stasiknast und Senf besetzt, aber oho….

 

 68,98 km    629 hm

Übernachtet haben wir in der

Pension Stadtwall

Übernachtungspreis 50 € / DZ mit Frühstück

Bewertung: normales Zimmer im Block

Freundlich

Irreführender Name, kein historischer Bau und ruhig ist relativ.

Preis zu hoch!

16.Tag

Bautzen - Dresden

 

Ein paar Eindrücke, außerdem gibt’s sehr schöne Kneipen für den abendlichen Caipirinha

 

Am Morgen müssen wir die Stadt leider verlassen, es ist unser vorletzter Tag. Es sind heute über 30 Grad angekündigt, wir beschließen bis Radeberg mit dem Zug zu fahren.

     Spreeidyll

Die aktuelle Lieblingsbrauerei muss doch mal besucht werden und der Vergleich mit der bayerischen Weisswurst muss doch mal gemacht werden.

 

wir durchqueren den nordöstlich von Dresden gelegenen Wald und Naherholungsgebiet Dresdner Heide. Durch den kühlen Wald kommen wir relativ direkt bis zur Altstadt auf der anderen Seite des Flusses und haben die Frauenkirche direkt vor uns.

Seit unserem ersten Besuch vor 4 Jahren, hat sich doch noch einiges geändert , auch am blauen Wunder. Hier gibt es jetzt, auf den jeweiligen Flussseiten, 2 sehr schöne Biergärten.

Wir bekommen das letzte freie Zimmer in Dresden , zumindest lt. Touristen-Info, im Hotel am blauen Wunder.

Großer Vorteil wir müssen nur 2 mal hinfallen und sind in den Biergärten.

 

 

  37,80 km    266 hm

                          

Übernachtungspreis 80 € / DZ mit Frühstück

Bewertung: normales Zimmer im DG warm und laut

Freundlich

Frühstück mäßig für ein Spesenritter-Hotel

Preis zu hoch für die Qualität!

17.Tag

Heimfahrt

 

   14 km      68 hm

Mit dem Wochenendticket ca. 9 Stunden.

 

Fazit

Am Besten haben uns gefallen:

Rügen durch seine stillen Ecken und schöne Landschaft

Usedom mit seinen Kaiserbädern

Stralsund mit seiner Hanseatischen Ausstrahlung

Bad Muskau durch seinen Park

Görlitz als geschlossenes städtebauliches Gesamtwerk

Bautzen als „Geheimtipp mit den vielen Türmen“

Die Aufgeschlossenheit der Lausitzer.

Die große Naturbelassenheit der Oder und Neiße

Das große Engagement bei der Sanierung dieser baulichen Schätze.

 

Nicht gefallen haben uns:

kaum vorhandene Dorfkneipen in Polen

Polenmärkte

Die maroden und grauen polnischen Städte und Dörfer

Die aggressiven Hunde unterwegs

Frankfurt/Oder, soweit gesehen

Wir vermissten neugierig lächelnde Entgegenkommende im nördlichen Oderbereich in Polen als auch in Deutschland

Die Preise auf der deutschen Seite für Zimmer sind 10 % zu hoch.

   1096,41 km    4197 hm

 damit 12 volle Tage und 3 halbe plus 2 radlfreie Tage ~ 81,2 km/h  und 310 hm im Durchschnitt