Farne gehören zu den ältesten Landpflanzen und sind auf der ganzen Welt
verbreitet. Sie wachsen vorwiegend an feuchten und schattigen Plätzen. Es
gibt aber auch Farnarten, die trockene, sonnige Stellen bevorzugen. Manche
Farne gedeihen ausschließlich auf Gestein, z. B. in Spalten von Felswänden
und auf Felsblöcken.
Die im Harz vorkommenden Farnarten prägen das Bild der hier vertretenen
Pflanzengesellschaften in charakteristischer Weise. Mit ca. 30 Arten (ohne
Unterarten und Hybriden) darf der Harz als eine farnreiche Gegend betrachtet
werden.
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Standorte im Harz |
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Blechnum spicant
(Rippenfarn) |
Bodensaure, feuchte Fichtenwälder. Schattige und
lichtoffene Standorte vorwiegend höherer Lagen. |
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Botrychium lunaria
(Echte Mondraute) |
Seltener Farn. In Magerrasen und mageren
Bergwiesen, an Wegrändern und Böschungen. |
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Ophioglossum vulgatum
(Gewöhnliche Natternzunge) |
Seltener Farn. Auf Feuchtwiesen und
wechselfeuchten Standorten. |
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Gymnocarpium dryopteris
(Eichenfarn) |
In Buchen-, Misch- und Fichtenwäldern. Der Farn
besiedelt humose Waldböden. |
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Gymnocarpium robertianum
(Ruprechtsfarn) |
An basenreichen, beschatteten und sonnigen Felsen,
Mauern und in Steinschuttfluren und Steinbrüchen. |
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Phegopteris connectilis
(Buchenfarn) |
Feuchte Buchen- und Fichtenwälder. Auf
nährstoffreichen, aber kalkarmen, humosen Waldböden. |
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Gymnocarpium dryopteris und Phegopteris
connectilis
(Eichen- und Buchenfarn) |
Beide Farne stehen häufig zusammen. Im Bild links
Eichenfarn, rechts Buchenfarn. |
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Oreopteris limbosperma
(Bergfarn) |
Staudenreiche Misch- und Fichtenwälder. Auf
sauren, humosen Waldböden. |
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Athyrium filix-femina
(Wald-Frauenfarn) |
Verbreitet in krautreichen Buchen-, Misch- und
Fichtenwäldern. Häufig in wasserreichen Tallagen und an regenfeuchten
Hängen. |
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Athyrium distentifolium
(Gebirgs-Frauenfarn) |
Nur in den höheren Harzlagen, in Hochstaudenfluren
und Blockfeldern, auf sickerfrischen Standorten. |
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Athyrium distentifolium und Athyrium
filix-femina
(Gebirgs-Frauenfarn und Wald-Frauenfarn) |
Im Bild Farnwedel vom Gebirgs-Frauenfarn (links)
und Wald-Frauenfarn (rechts). |
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Cystopteris fragilis
(Zerbrechlicher Blasenfarn) |
Auf kalkhaltigen Felsen, an schattig-kühlen
Mauern, in der Nähe verdunstenden Wassers. |
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Woodsia ilvensis
(Rostroter Wimperfarn) |
In Felsspalten, auf Geröll (kalkarmes
Silikatgestein). Der im Harz sehr seltene Farn besiedelt sonnenexponierte
und beschattete Orte. |
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Asplenium scolopendrium
(Hirschzunge) |
In Schluchtwäldern, in feuchten, schattigen
Felsspalten, auf kalkhaltigem Substrat in schattiger Lage. |
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Asplenium septentrionale
(Nordischer Streifenfarn) |
An Silikatfelsen, trockene und lichtoffene
Bereiche. |
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Asplenium ruta-muraria
(Mauer-Streifenfarn, Mauerraute) |
In Felsspalten kalkhaltiger Gesteine, in Ritzen
und Mörtelfugen alter Mauern. |
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Asplenium trichomanes L. agg.
(Brauner Streifenfarn – Sammelart) |
Unterarten des Braunen Streifenfarnes auf Kalk- und Silikatfelsen und
in Mörtelfugen alter Mauern. Bilder von oben nach unten:
- A. trichomanes ssp. quadrivalens (Gewöhnlicher Brauner
Streifenfarn). Bevorzugt auf basenreichen Unterlagen, aber auch auf
saurem Gestein.
- A. trichomanes ssp. trichomanes (Silikatliebender Brauner
Streifenfarn). Selten auf Silikatgestein.
- A. trichomanes ssp. hastatum (Geöhrter Brauner Streifenfarn).
Selten, an Sandsteinmauern u. auf Dolomitfelsen.
- A. trichomanes ssp. pachyrachis (Dickstieliger Brauner
Streifenfarn). Sehr selten am nördlichen Harzrand auf
Kalksandstein.
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Asplenium x alternifolium nssp. alternifolium
(Deutscher Streifenfarn) |
Seltene Hybride aus A. septentrionale und A.
trichomanes ssp. trichomanes an Silikatfelsen. |
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Asplenium x murbeckii
(Schwäbischer Streifenfarn) |
Extrem seltene Hybride (Elternarten: Asplenium
ruta-muraria und Asplenium septentrionale). Im Nordwestharz an
Silikatfelsen und auf Schiefergestein mit eingelagertem Kalk. |
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Asplenium viride
(Grüner Streifenfarn) |
Auf kalkhaltigem Gestein. In berieselten bzw.
sickerfeuchten Felsspalten. |
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Asplenium adiantum-nigrum
(Schwarzer Streifenfarn) |
Sehr seltener Farn im Harz. An Silikatfelsen und
auf Schiefergestein. |
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Polystichum aculeatum
(Gelappter Schildfarn) |
Schluchtwälder, schattig-feuchte steinschuttreiche
Wälder, offene Felsen, Geröllfluren, Steinbrüche. Auf kalkarmen wie
kalkreichen Steinböden. |
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Polystichum lonchitis
(Lanzen-Schildfarn) |
Seltener Farn im Harz. Im Gesteinsschutt – meist
nur Einzelpflanzen – auf nährstoffreichem, kalkhaltigem Material.
Unbeständig, die Pflanzen sind oft nach wenigen Jahren wieder
verschwunden. |
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Dryopteris filix-mas
(Gewöhnlicher Wurmfarn) |
Häufig in schattigen Laub- und Nadelwäldern sowie
an beschatteten Felsen, Mauern und Wegböschungen. |
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Dryopteris affinis
(Spreuschuppiger Wurmfarn) |
In feuchtschattigen Buchen- und Fichtenwäldern, an
schattigen Abhängen und Böschungen auf sickerfeuchten Standorten. |
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Dryopteris carthusiana
(Dorniger Wurmfarn) |
Bodensaure Buchen-, Misch- und Fichtenwälder. Im
gesamten Harz verbreitet. |
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Dryopteris dilatata
(Breitblättriger Wurmfarn) |
Sehr häufig in krautreichen Buchen- und
Fichtenwäldern. In luftfeuchter, schattiger Lage. |
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Dryopteris expansa
(Feingliedriger Wurmfarn) |
Seltener Farn. An lichten bis halbschattigen
Stellen in montanen, felsigen bzw. blockreichen Hangwäldern. |
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Dryopteris expansa und Dryopteris dilatata
(Feingliedriger Wurmfarn und Breitblättriger Wurmfarn) |
Im Bild Farnwedel vom Feingliedrigen Wurmfarn
(links) und Breitblättrigen Wurmfarn (rechts). |
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Dryopteris cristata
(Kammfarn) |
Sehr selten, im Harz und am Harzrand. Erlen- und
Birkenbruchwälder, lückige Röhrichte, Moorränder. |
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Matteuccia struthiopteris
(Straußenfarn) |
In Auenwäldern, Auengebüschen, an Bach- und
Flussufern. |
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Polypodium vulgare
(Gewöhnlicher Tüpfelfarn) |
Bodensaure Wälder, Felsen und Mauern, am Fuß alter
Bäume. |
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Polypodium interjectum
(Gesägter Tüpfelfarn) |
Seltener Farn. An Felsen und Mauern (u. a.
Kalksandstein). |
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Pteridium aquilinum
(Adlerfarn) |
In lichten Laub- und Fichtenwäldern an Waldwegen
und auf Waldlichtungen. |
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Thelypteris palustris
(Sumpffarn) |
Seltener Farn. In Erlenbrüchen und
Weidengebüschen, Torfsümpfen und Sumpfwiesen. |