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Mit dem
Fahrrad durch die Lüneburger-Heide und an den Aller-Radweg (4-Tages-Tour)
Tag 1: 55 kmBeginnend
in Schneverdingen fahren wir durchs Pietzmoor, auf den Holzstegen, die
eigentlich nur für Fußgänger gedacht sind. Durch das arge Gehoppel löst sich
doch glatt mein Gepäckträger und die Packtaschen hängen nach hinten. Und so
was bei nem neuen Rad.... wenn man halt nicht jede Schraube selbst
kontrolliert... Glücklicherweise lässt sich das zügig reparieren und es geht
weiter Richtung Behringen, Volkwardingen und über Sodersdorf nach Amelinghausen.
Leider kommt uns der Ostwind immer frontal entgegen und die teils sandigen
Pisten erschweren das Vorankommen. Weiterhin sind wir erstaunt, wie hügelig es
hier doch sein kann. Über Rehlingen, Wulfsrode, Wettenbostel und Hanstedt
erreichen wir schließlich Ebstorf. Rein fahrtechnisch hat sich die Begeisterung
über die Strecke in Grenzen gehalten, wir finden ein Privatzimmer bei einer
alten Oma für 22,- p.P., eigentlich ganz ok.... bis auf das Bett mit 3-lagiger
Matratze, ohje. Essen gehen wir bei einem Italiener mitten am Rathausplatz,
leider ist das Ambiente besser als das sehr bescheidene Kochkönnen.
Tag
2: 80 km
Nach einem mageren Frühstück fahren wir von Ebstorf über Linden und Dreilingen nach Hösseringen und besuchen dort das eindrucksvolle Museumsdorf. Weiter geht’s über Unterlüß nach Hermannsburg, wo wir im Ludwig-Harms-Haus günstig und gut Kaffee trinken... und dabei werden die Räder noch vom Pförtner bewacht. Fürs Übernachten ist es noch zu früh, somit geht’s entlang der Örtze weiter nach Eversen und Wolthausen, wo wir jedoch trotz Nachfrage kein günstiges Quartier finden können. Das ändert sich in Wolthausen, hier gibt’s mehrere Privatvermieter, wir übernachten im Haus Blickfeld bei Familie Schmidt (25,- p.P.), haben das ganze Dachgeschoss für uns. Da es keine Einkaufsmöglichkeit gibt, besorgt man uns sogar noch Getränke. Insgesamt
eine sehr idyllische Strecke, kaum Steigungen, meist einsame und gute Wege, kein
Vergleich zum ersten Tag!
Tag
3: 55 km Nach einem guten Frühstück fahren wir nach Celle und bummeln durch die wunderschöne Altstadt. Über den Aller-Radweg fahren wir danach bis Schwarmstedt, es ist eine fantastische Strecke mit schönen Rastplätzen, einfach zu fahren, Erholung pur. Ich bezeichne es mal als unsere Königsetappe. Wir übernachten privat bei Frau Müller, Ostdeutschenstr. 60a, für 20,- p.P.. Gemütlich schauen wir uns den Ort an und essen ganz hervorragend auf der sonnigen Terrasse des Italieners „Bei Gino“, günstig und delikat.
Tag 4: 46 kmNun, was soll man sagen, durch traumhafte kleine Dörfer, teils entlang eines aufgelassenen Bahndamms radeln wir nach Rethem (das im 2.WK ja arg umkämpft war, siehe Gedenktafel nahe der Brücke), fahren hier auf die andere Aller-Seite und beenden letztendlich unsere Tour in Wittlohe, kurz vor Verden.
Insgesamt eine sehr schöne Tour, auf der sich unsere neuen Räder gut bewährt haben, auch die Gepäckunterbringung ist tourentauglich (je eine Billig-Lenkertasche von Lidl, sowie einmal die BackRoller-Classic und einmal die kleinen Globetrotter (Four Seasons) Taschen. Der Racktime-Gepäckträger verlagert das Gewicht schön tief nach unten und ist (wenn alle Schrauben angezogen sind) über jeden Zweifel erhaben. Ob man jetzt unbedingt ein SRAM 9-Gang i-motion braucht lasse ich mal dahingestellt, den 9ten Gang (Übersetzung 38-20) benutzte ich nur einmal kurz, den ersten dagegen des öfteren, vielleicht sollte man die Übersetzung noch etwas kürzen (22er Ritzel?) Die Abstufungen sind ansonsten optimal, sie schaltet recht weich (außer unter Volllast, da knallts.... etwas Druck rausnehmen hilft) und ab dem 6ten Gang gibt’s leichte Geräusche.... insgesamt bin ich bis jetzt damit zufrieden. |