Medikamente zum Schlafen
pflanzliche Präparate wie
Baldrian oder Kombinationen
desselben mit Hopfen
Melissentee,
Johanniskraut
Passionsblume
Rosenöl
Diese wirken beruhigend und entspannend, helfen somit bei leichten
Angstgefühlen, die am Einschlafen hindern können.
Benzodiazepine mit
verschiedener Halbwertzeit
Dalmadorm, Rohypnol, Mogadan (HWZ 8 h) + Lendormin (HWZ 4-8 h)
beide unterdrücken den REM-Schlaf, sind so nur kurze Zeit zu empfehlen
Ximovan, Zopiclon, Stilnox, Halcion (HWZ 4 h) wirken an GABA-Rezeptoren im Thalamus,
wirken sowohl Einschlafhilfe, als auch durchschlaffördernd, ohne REM-Schlaf zu
unterdrücken. Die Schlafdauer ist meist zw. 5 - 6 Stunden
Haben aber reichhaltige Nebenwirkungen und sind nicht über 3 bis
max. 8 Wochen zu empfehlen.
Es bedeutet aber nicht, dass stärkere Mittel auch besser wirken. Es ist sogar
bei manchen Erkrankungen möglich, dass so keine äußeren und inneren
Störquellen ausgeschaltet werden können.
Manchen Menschen helfen
Koffeintabletten paradoxer Weise zum Schlafen, denn sie unterdrücken die
Adenosinwirkung und fördern so bei diesen Patienten das Ein- und
Durchschlafen. Außerdem verhindern sie den Abfall der Atemfrequenz, was
besonders bei alten Menschen sehr wünschenswert ist.
Früher benutzte man
Barbiturate als Schlafmittel, was jedoch den REM-Schlaf unterdrückte und
daher nicht empfohlen werden, also sogar schädlich sind, da sie süchtig machen!!
Antihistaminika wirken der
Histaminintoleranz entgegen
Antiepileptika, wie
z. B. Valproat, hemmen den Abbau von GABA.
Antidepressiva
Aponal (Wirkstoff Doxepin) wirken Depressionen, Unruhezuständen
entgegen, stoßen Schlaf an Serotonin und Noradrenalin bleiben länger am
Wirkungsort, ihre Wirksamkeit steigt.
Stangyl (Wirkstoff Trimiparin wirkt wie Doxepin angstlösend, beruhigend,
sedierend wird aber zusätzlich zur Schmerzbekämpfung eingesetzt)
Mirtazapin (Wirkstoff steigert die Freisetzung von Norardrenalin und
Serotonin), wirkt sich nicht so sehr auf Muskulatur aus
Sie unterdrücken den REM-Schlaf und somit die natürliche Art des Körpers
Probleme zu verarbeiten
Neuroleptika
Atosil (gegen Allergien, Unruhe und Erregungszustände, wirkt beruhigend
über ein Antihistaminikum, wirkt auch Brechreizdämpfend)
Dipiperon (Wirkstoff Pipamperon) bei Psychosen, Depressionen und
Schlafstörungen,
Eunerpan (bei Demenz, Schlafstörungen, Psychosen wirkt durch
Melperon)
Seroquel enthält Wirkstoffe, die Dopamin und Serotoninrezeptoren im Stammhirn hemmen und so
Übersteuerungen im Gehirn verhindern, ausbremsen, bzw. das Einschlafen
anstoßen, das Bewußtsein "auf Sparstrom schalten".
Sie wirken sowohl gegen manische Depressionen, Psychosen als auch gegen
Schizophrenien.
Amphetamine
Medikinet, Ritalin wirkt auf Dopaminrezeptoren, verbessert
Signalübertragung können beispielsweise bei Narkolepsie ihre Anwendung finden
und Schlafzwang entgegenwirken, obwohl diese Medikamente sonst eher bei
Parkinson und ADS Anwendung eingesetzt werden.
natürliche Schlafsubstanzen
Melatonin, das vom Körper von der Epiphyse abgesondert wird
DSIP (Delta Sleep Inducing Peptid)
Da Menschen sehr verschieden
reagieren, hilft nicht jedem dasselbe, manches kann sogar entgegen gesetzte
Wirkungen zeigen.
Auch können Wirkungen von Schlafmitteln völlig ausbleiben, solange nicht äußere
oder innere Störquellen beseitigt oder angegangen sind.