Medikamente zum Schlafen

  1. pflanzliche Präparate wie

    Baldrian oder Kombinationen desselben mit Hopfen
    Melissentee
    ,
    Johanniskraut
    Passionsblume
    Rosenöl

    Diese wirken beruhigend und entspannend, helfen somit bei leichten Angstgefühlen, die am Einschlafen hindern können.
     

  2. Benzodiazepine mit verschiedener Halbwertzeit

    Dalmadorm, Rohypnol, Mogadan
    (HWZ 8 h) + Lendormin (HWZ 4-8 h) beide unterdrücken den REM-Schlaf, sind so nur kurze Zeit zu empfehlen
    Ximovan, Zopiclon, Stilnox, Halcion (HWZ 4 h) wirken an GABA-Rezeptoren im Thalamus, wirken sowohl Einschlafhilfe, als auch durchschlaffördernd, ohne REM-Schlaf zu unterdrücken. Die Schlafdauer ist meist zw. 5 - 6 Stunden
    Haben aber reichhaltige Nebenwirkungen und sind nicht über 3 bis max. 8 Wochen zu empfehlen.

    Es bedeutet aber nicht, dass stärkere Mittel auch besser wirken. Es ist sogar bei manchen Erkrankungen möglich, dass so keine äußeren und inneren Störquellen ausgeschaltet werden können.
     

  3. Manchen Menschen helfen Koffeintabletten paradoxer Weise zum Schlafen, denn sie unterdrücken die Adenosinwirkung und fördern so bei diesen Patienten das Ein- und Durchschlafen. Außerdem verhindern sie den Abfall der Atemfrequenz, was besonders bei alten Menschen sehr wünschenswert ist.
     

  4. Früher benutzte man Barbiturate als Schlafmittel, was jedoch den REM-Schlaf unterdrückte und daher nicht empfohlen werden, also sogar schädlich sind, da sie süchtig machen!!
     

  5. Antihistaminika wirken der Histaminintoleranz entgegen
     

  6. Antiepileptika,  wie z. B. Valproat, hemmen den Abbau von GABA.
     

  7. Antidepressiva
     

     Aponal (Wirkstoff Doxepin) wirken Depressionen, Unruhezuständen entgegen, stoßen Schlaf an Serotonin und Noradrenalin bleiben länger am Wirkungsort, ihre Wirksamkeit steigt.
    Stangyl
    (Wirkstoff Trimiparin wirkt wie Doxepin angstlösend, beruhigend, sedierend wird aber zusätzlich zur Schmerzbekämpfung eingesetzt)
    Mirtazapin (Wirkstoff steigert die Freisetzung von Norardrenalin und Serotonin), wirkt sich nicht so sehr auf Muskulatur aus

    Sie unterdrücken den REM-Schlaf und somit die natürliche Art des Körpers Probleme zu verarbeiten
     

  8. Neuroleptika

    Atosil (gegen Allergien, Unruhe und Erregungszustände, wirkt beruhigend über ein Antihistaminikum, wirkt auch Brechreizdämpfend)
    Dipiperon (Wirkstoff Pipamperon) bei Psychosen, Depressionen und Schlafstörungen,
    Eunerpan (bei Demenz, Schlafstörungen, Psychosen wirkt durch  Melperon)
    Seroquel enthält Wirkstoffe, die Dopamin und Serotoninrezeptoren im Stammhirn hemmen und so Übersteuerungen im Gehirn verhindern, ausbremsen, bzw. das Einschlafen anstoßen, das Bewußtsein "auf Sparstrom schalten". Sie wirken sowohl gegen manische Depressionen, Psychosen als auch gegen Schizophrenien.
     

  9. Amphetamine

    Medikinet, Ritalin wirkt auf Dopaminrezeptoren, verbessert Signalübertragung können beispielsweise bei Narkolepsie ihre Anwendung finden und Schlafzwang entgegenwirken, obwohl diese Medikamente sonst eher bei Parkinson und ADS Anwendung eingesetzt werden.
     

  10. natürliche Schlafsubstanzen Melatonin, das vom Körper von der Epiphyse abgesondert wird
    DSIP (Delta Sleep Inducing Peptid)
     

Da Menschen sehr verschieden reagieren, hilft nicht jedem dasselbe, manches kann sogar entgegen gesetzte Wirkungen zeigen.

Auch können Wirkungen von Schlafmitteln völlig ausbleiben, solange nicht äußere oder innere Störquellen beseitigt oder angegangen sind.