|
Das Medium Film gilt als das Leitmedium der Gegenwart. Trotz seiner gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutung wird dem Film im Unterricht wie im schulischen Alltag bislang eine eher geringe Rolle beigemessen. Die Filmclubs sollen deshalb den Film als eigenständige Kunstgattung stärker in der Schule verankern.
Der Filmclub sieht seine Arbeit in folgenden Bereichen:
- Filmclubs setzen sich im Rahmen des Wahlunterrichts oder in Form einer Schüler-Arbeitsgemeinschaft mit historischen und aktuellen Filmen analytisch auseinander.
- Die Schüler setzen ihre so erworbenen Kenntnisse für eine Vermittlungsarbeit, beispielsweise für die Mitschüler bei Filmvorführungen oder für die Schüler von Nachbarschulen ein.
- Die Schule kooperiert in der Regel mit einem Kinobetreiber vor Ort.
- Die Lehrer und Schüler des Filmclubs werden bei ihrer Tätigkeit von den im “Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus“ vertretenen Verbänden, Einrichtungen und Stiftungen unterstützt. Der Bernhard Wicki Gedächtnisfonds ist unser direkter Ansprechpartner, weiterhin unterstützen uns Filmproduktionsfirmen bei unserer Arbeit.
Das Gymnasium LSH Kempfenhausen unterhält seit dem Schuljahr 2005/06 einen Filmclub.
Das Filmclub-Programm (Archiv):
KNALLHART - Ein Großstadtfilm (Oktober 2006, Arri-Kino München)
Inhalt: Der fünfzehnjährige Schüler Michael muss aus familiären Gründen aus dem schicken Berliner Stadtteil Zehlendorf in das raue Neuköln umziehen. In seiner neuen Umgebung ist der Junge darauf angewiesen, schnell Freunde zu finden, da er ansonsten den Machenschaften der ansässigen Jugendgang schutzlos ausgeliefert ist. Doch lange kann Michael dem Druck nicht standhalten. Bald gerät er in den Strudel der kriminellen Machenschaften...
KNALLHART, Regie: Detlev Buck, Deutschland, 98 min
Link zur Film-Homepage KNALLHART www.knallhart-derfilm.de Link zum Filmheft der Bundeszentrale für politische Bildung: http://www.bpb.de/publikationen/HT34CM,0,Knallhart.html
“Fickende Fische” (Juni 2006, Breitwand Starnberg) Regie: Almut Getto
Inhalt: Ein Fisch und Ninas Unfähigkeit, auf ihren Inline Skates zu bremsen, bringen Jan und Nina schlagartig zusammen. Jan ist 16, schüchtern und ein Einzelgänger. Seine Leidenschaft ist die Unterwasserwelt, in die er am liebsten eintauchen würde, um seine Krankheit zu vergessen und seine überfürsorgliche Mutter abzuschütteln. Jans einziger Vertrauter ist sein Großvater, ein skurriler Kauz, der die Abenteuerlichkeit des Lebens zu schätzen weiß und als einziges Familienmitglied seinen Humor nicht verloren hat.
Nina ist anders: Sie ist frech, spontan und steht auf eigenen Beinen. Ihre Mutter hat sich ins ferne Kenia abgesetzt, auf ihren Vater und ihren Bruder kann Nina nicht zählen. Nina und Jan haben mehr gemeinsam, als es auf den ersten Blick scheint. Zusammen brechen sie aus ihrem Alltag aus und genießen ihr Leben in vollen Zügen. Sie suchen ihr Paradies und sie wissen: Es ist dunkel, ruhig, nass und voller Fische. Um die brennende Frage zu beantworten, ob Fische wirklich Sex haben, übernachten Nina und Jan heimlich im Aquarium – mit ungeahnten Konsequenzen. Ihr kleines Paradies ist bedroht – durch die beengende Welt der Erwachsenen, Missverständnisse, Unsicherheiten und durch eine nicht mehr zu verdrängende Realität: Jan ist mit dem HIV-Virus infiziert.
Preise:
- · Deutscher Filmpreis für bestes verfilmtes Drehbuch 2003
- · Nominierung der Hautpdarstellerin Sophie Rogall für den Deutschen Filmpreis, Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" 2003
- · Preis für die beste Regie | Max-Ophüls-Filmfestival 2002
- · Publikumspreis | FilmKunstFest Schwerin 2002
- · Preis der deutschen Filmkritik für bestes Drehbuch 2002
|