(Herbie quakt: Anstrengend genug, dass sie merkwürdige Dinge tun. Jetzt wollen sie auch noch über ihre Intuition dazu berichten. Naja, wenn's ihnen hilft, dann lassen wir sie mal...)
Torsten (Gesang, Gitarre, Harp mit und ohne Zahnspange)

Ich bin Sänger, Gitarrist und Mundispieler dieser munteren Truppe.
Zur Musik bin ich durch meine Mutter gekommen. Bei uns im Haus wurde schon immer viel gesungen und da meine
Mutter auch Gitarre spielt, brachte sie mir im zarten Alter von 8 Jahren die ersten Griffe bei.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten und der totalen Unlust zum Üben (immerhin waren andere Dinge wichtiger),
legte ich das Instrument erst mal wieder zur Seite.
Mit ungefähr zehn hatte ich dann aber doch wieder Bock und fing wieder an zu üben.
Später spielte ich dann in der Singegruppe meiner Schule und öfters auch auf dem Schulhof.
Aber wie es so ist, ich wollte eigentlich ganz andere Musik machen.
Durch meine Schwester bekam ich dann Kontakt zu Musikern und konnte mir so einiges von ihnen abgucken.
Auf ihrem 20. Geburtstag traf ich dann Bernd Knape, auch Knapi genannt. Er spielte Mundi
(hat mir auch das Spielen beigebracht) und wir beschlossen, von da an zusammen Blues zu spielen.
Später kam dann noch Spacki (weiß leider seinen richtigen Namen nicht mehr) dazu und unser Repertoire erweiterte sich auch um Folkmusic.
Die ganze Geschichte lief dann so, bis Knapi leider zur Armee musste. Ich war mittlerweile in der Lehre und traf Frank wieder, den ich zwei Jahre vorher
im Ferienlager kennen gelernt hatte.
Da in unserer Klasse noch andere Leute Musik machten (genannt seien Martin Kaltwasser und Torsten Schädler),
beschlossen wir, eine Schülerband zu gründen. Den Anlass dazu gab, wie es zu DDR-Zeiten üblich war, ein Kulturwettstreit, den wir dann auch gewonnen haben.
Wir hatten damals eine unheimlich gute Zeit.
Leider war irgendwann auch mal die Lehre vorbei und unsere Wege trennten sich.
Nach meiner Armeezeit und meinem Studium habe ich dann eigentlich nur noch Hausmusik gemacht, bis zu diesem denkwürdigen Tag Ende 1997,
an dem mich Henning anrief, den ich schon aus der Schulzeit kannte (seine Eltern waren meine Lehrer).
Seit dieser Zeit spielen wir wieder zusammen und haben eine Menge Spaß.
Henning (Gesang, Gitarre)

Torsten und mich kann man durchaus als sedimentäre Urgesteine bezeichnen, die im Verlaufe geotektonischer Aktivitäten zu einem Berg mit dem Namen
"Second Nature" aufgeschüttet wurden.
Das Besondere an diesem Berg "Second Nature" ist, dass er Musik macht.
Meine erste Gitarre schenkte mir meine Tante Helga zur Jugendweihe im Jahre 1981.
Das Spielen auf dieser brachte ich mir im Grunde autodidaktisch bei. Bereits ein Jahr später schenkten mir meine Eltern und wiederum meine Tante
die erste E-Gitarre meines Lebens. Es handelte sich hier um eine schöne honigfarbige Halbresonanzgitarre der Firma "Seiffert".
Leider verkaufte ich diese später, worüber ich mich heute ärgere.
Kurzum, meine "Gitarristen-Karriere" nahm ihren Lauf und ich spielte mir die Finger wund, manchmal auch zum Leidwesen meiner Eltern und deren Nachbarn.
Ich spielte mit mehreren Leuten aus der Falkenseer Umgebung, was uns gerade so einfiel und was wir konnten.
Bis ich eines Tages auf gleichgesinnte Jungs traf, die schon längere Zeit meine bevorzugte Musikrichtung, Blues und Rock, spielten.
Die Band hieß "Reifenwechsel" und dürfte einigen Falkenseern noch ein Begriff sein. Von Zweien weiß ich, dass sie immer noch aktiv sind. Sven ist Sänger und Gitarrist bei "Black Smith".
Ramon spielte bis 2005 als Schlagzeuger bei "Curtis Lowe".
Seit März 2010 sind Ramon und ich wieder "vereint" in der Falkenseer Blues & Rockband "Friday Night".
Wir hatten damals viel Spaß und auch nach der Trennung, die durch beginnende Armeezeiten unausweichlich war, noch des Öfteren miteinander
musikalisch zu tun.
Zum Beispiel waren Ramon als Drummer, Bernd als Bassist und ich als Gitarrist 1995 bei den Aufnahmen zu der CD von Halb & Halb "Sweet Black Angel" beteiligt, welche meines Wissens nach
sogar in Jukeboxen bekannter Falkenseer Gaststätten vorrätig war und auch gehört wurde.
Irgendwann bin ich dann auf Torsten gestoßen. Ich kannte ihn aus der Schule und hatte ihn zu verschiedenen Anlässen spielen gesehen.
Wir hatten dann in der Folgezeit einige lustige Auftritte an seinen Studienorten (z.B. in Studentenclubs). Während dieser Zeit erlebten wir zusammen
nette Anekdoten, über die wir auch heute noch oft reden und lachen.
Irgendwann wollte ich aber mit der Musik auch ein wenig Geld verdienen und spielte von 1987 bis 1993 in verschiedenen Tanzmusikformationen als Gitarrist.
Auch hier habe ich eine Menge Spaß gehabt und viele Erfahrungen gemacht.
Ende 1997 begann sich dann langsam das Projekt "Second Nature" zu entwickeln, an welchem wir bis zum heutigen Tage gemeinsam arbeiten und Freude am gemeinsamen
Musizieren haben. Meine gesanglichen "Qualitäten" habe ich erst hier entdeckt. Es macht mir Spaß, mit relativ einfachen Mitteln anspruchsvolle Musik zu machen
und wie zu erkennen ist, sehen es die Anderen unseres trauten Kreises genauso.
Frank (Gesang, Gitarre)

Etwa 80 km nördlich von Berlin hat die menschliche Spezies eine schöne ummauerte Stadt erbaut und ihr den Namen Gransee gegeben. Dort erlebte ich seit 1962 meine ersten 18 ostalgischen Jahre und
den realen Aufbau eines neuen Deutschlands. Fußball auf´m Bolzplatz, Rennradfahren im Sportverein und Wein-Weib-Gesang waren schöne und zeitraubende Hobbys. Beim Letzteren dienten die älteren
Brüder Ralph und Olaf vorrangig als musikalische Vorbilder.
Beide coverten eine Unmenge an Songs aus dem "verbotenen Universum" mit Gitarre und Klavier. So konnte sich mein musisches Interesse fürs Gitarrespielen schon frühzeitig entwickeln.
Die Ferien verbrachte ich regelmäßig in ebenso genannten Lagern, wo meine Ohren eines Tages die Mundi und den Folk & Blues von Torsten das erste Mal wahrnahmen.
Mit 14 Jahren übte ich stundenlang autodidaktisch Griffe und Rhythmen, bis die Fingerkuppen schmerzten. So klampfte ich Songs von den Rolling Stones, Pink Floyd, Bob Dylan, Eric Clapton sowie
Crosby, Stills, Nash & Young, Muddy Waters und anderen. Auch so manche DDR - Band inspirierte mich durch Perfektion und gute Muggen, wie beispielsweise Jürgen Kerth, die Klaus-Renft-Combo,
Neumi´s Rockzirkus, die Hansi-Bibel-Band, Pankow, Stefan Diestelmann und die Engerling-Blues-Band.
Während der Lehrausbildung in Hennigsdorf von 1979 bis 1982 führte das Leben Torsten und mich ein zweites Mal zusammen. Wir gründeten eine kleine Coverband mit unseren Freunden
Torsten Schädler, Martin Kaltwasser und Peter Danner als Techniker.
Stage - Erfahrungen sammelten wir im LEW - Klubhaus Hennigsdorf und einem Gastkonzert in der Partnerstadt Ostrava (Tschechien).
Nach dem Ende der Lehrausbildung schlummerte das musische Hobby dann fast 16 Jahre.
Bis Henning im Jahre 2000 mein Telefon klingeln ließ und mir von einem Bandprojekt mit älteren Herren berichtete, in dem auch ich als fester Bestandteil eingeplant war. Der Ursprung dazu war ein
Treffen meiner Berufsschulklasse zum 20-jährigen Jubiläum. Hier trafen sich Torstens und mein Lebensweg zum dritten Mal. Alle guten Dinge haben es ja bekanntlich mit der "drei".
Apropos "drei"! Im Band - Kern sind wir auch drei, haben aber gern musikalische Gäste zum Proben und Muggen dabei. Alex, Kathleen, Katalin (Frontfrau der gleichnamigen Sugar-Pop-Band), Katharina, Richi,
Matthias und Thomas sei hier gedankt.
Hier noch ein aktueller Tipp für schöne Stunden am Kamin:
Hört einfach "The Eagles", Jack Johnson, Tommy Emmanuel und Leo Kottke und alles wird gut!
Alex (Gesang, Gitarre, manchmal auch Bass oder Taste, Vocalcoaching)

Trotz seiner gerade mal 24 Jahre hat der Gitarrist und Songschreiber schon eine recht vielseitige musikalische Vergangenheit.
Neben verschiedenen Live-Projekten und Sessions während seiner Jugend in Thüringen veröffentlichte er 2001 sein Debütalbum "Songwriting",
das seine Vielfältigkeit bereits unter Beweis stellte. Nach der Schule zog es ihn in den Raum Berlin, wo er seit 2002 fester Bestandteil der
unplugged-Rock'n'Blues-Band Second Nature ist. Im Sommer 2003 war Alex als Teamer und Musiker am Internationalen Jazz-and-Worldmusic-Workcamp in Berlin beteiligt,
mit dem er diesen Sommer auf Europatournee gehen wird. Eine musikalische Heimat hat er nicht - der Jazz und Blues beeinflußt ihn zwar viel,
aber trotzdem geht er auch gerne mal zurück zu guter Popmusik oder sattem Rock. Seine private Heimat hat er jedoch in Berlin gefunden,
wo er seit Herbst 2003 Musik- und Medienwissenschaft studiert und aufmerksam die aufblühende Berliner Musiklandschaft beobachtet,
zu der er bestimmt noch seine eigenen Beiträge leisten wird.
Kathleen (Taste, Gesang)

Mein Weg zur Musik und zu "Second Nature" ist eine Reihenfolge zufälliger Ereignisse.
Nach einem missglückten Versuch, Gitarre zu lernen, welche ich unbedingt haben wollte und zum Zeugnis auch geschenkt bekam,
um diese dann sofort nach den Sommerferien in die Ecke zu stellen, widmete ich mich doch vorerst dem Sport.
Bis zu dem Abend, als ich bei einer Freundin zu Besuch war.
Hellauf begeistert kam ich nach Hause und erzählte voller Freude, wie schön der Abend war und dass meine Freundin Keyboard spielt.
Ich glaube mich zu erinnern, dass meinen Eltern in dem Moment der Gesichtausdruck entglitt, als aus meinem Mund der Satz geschossen kam: "Ich will Keyboardunterricht".
Die Geschichte mit der Gitarre war kaum drei Jahre her, aber meine Eltern erfüllten mir meinen Wunsch. So ging ich nun knapp drei Jahre zur Musikschule,
bis mich der Zufall mit zarten 15 Jahren von Neubrandenburg nach Potsdam trieb und die Musik leider für ein paar Jahre auf Eis lag.
Nach ca. einem Jahr lernte ich Gabi kennen. Sie war meine Ausbilderin und so dauerte es auch nicht lange, bis ich in ihrem Tanzensemble tanzte.
Parallel kümmerte ich mich wieder um meinen Gesang und schloss mich einem Potsdamer Chor an.
Das brachte Gabi auf die Idee, dass Ihre Tochter und ich ein Lied zusammen singen könnten.
Bei den Kellerproben traf ich dann Frank, der uns enorm unterstützte und mein Keyboard, wie ich heute weiß, sehr interessiert inspizierte.
An einem schönen Wochenende kurz vor meinen Prüfungen trainierten wir bei Gabi und Frank im Garten. Meine Eltern waren auch dabei. Warum, weiß ich auch nicht mehr so genau.
Dies war nun die richtige Gelegenheit für Frank, um mich in die Band zu holen. Er unterhielt sich ein wenig mit meinen Eltern und legte dann bei einer kurzen Trinkpause fest,
ich solle mir für nächsten Donnerstag nichts vornehmen. Er erwarte mich um 19 Uhr mit meinem Keyboard in Falkensee.
Ja, ich war dann auch zur verabredeten Zeit da und bin seitdem der feminine Part bei "Second Nature". Das ist, wie ich glaube, auch gut so. Endlich ist jemand da, der vor den Auftritten
kontrolliert, ob die Jungs sich gewaschen, gekämmt und auch die Zähne geputzt haben.