| |
|
Der VCP
Die Idee
Wir warten nicht auf bessere Zeiten. Wir warten nicht, dass andere
die zündenden Ideen haben. Wir fangen an! Mit dem, was uns Spaß macht, was
uns wichtig ist. Wir sind Pfadfinderinnen und Pfadfinder, weil wir viel
erleben wollen: Fahrten und Lager, Gruppenunternehmungen, Begegnungen mit
jungen Menschen im In- und Ausland, Spiele, Basteln, Singen,
Diskussionsrunden und Aktionen.
Und wir wollen lernen: Über unsere Umwelt, unsere Gruppe und uns
selbst. Was gibt es im Wasser zu entdecken? Was erfahren wir über den Ort,
in dem wir leben, das in keinem Geschichtsbuch steht? Was heißt es, Junge
oder Mädchen zu sein? Pfadfinderinnen und Pfadfinder kann man oft leicht
erkennen. Mit unserer Kleidung, der Tracht, zeigen wir, dass wir zu unserer
Gruppe, zum Verband und zur weltweiten Gemeinschaft der Pfadfinderinnen und
Pfadfinder gehören. Es ist aber jeder Gruppe selbst überlassen, ob sie die
Tracht tragen möchte oder nicht.
Die Gruppe ermöglicht vielseitige und interessante
Erlebnisse und Erfahrungen. In der Gemeinschaft können wir lernen, uns dem
Nächsten - gerade auch den Benachteiligten - zuzuwenden und uns für sie
einzusetzen, Verantwortung in Gesellschaft, Kirche und Staat zu übernehmen,
die Natur als Gottes Schöpfung zu sehen, deren Teil wir sind, und
gewaltfrei für den Frieden zwischen Menschen und Völkern einzutreten.
Die Organisation
Der Verband Christlicher Pfadfinder gehört zur
evangelischen Jungend Deutschlands. Trotzdem schließen wir keine Religionen
aus: auch Juden, Moslems, Atheisten und andere sind herzlich eingeladen,
Mitglied im VCP zu werden, so wie es schon viele vor ihnen getan haben.
Wir betreiben koedukative Jugendarbeit, das heißt dass wir
mit Jungen und Mädchen zusammen in einer Gruppe arbeiten. Auf diese Weise
wollen wir geschlechtsspezifische Vorurteile abbauen und den Gedanken der
Gleichberechtigung fördern.
Die Pfadfinderarbeit findet zunächst in der kleinen
Gruppe statt. In ihr befinden sich in der Regel 6-12 Kinder, die in
einer Altersgruppe liegen. Diese Gruppe wird von 2-3 ausgebildeten
Gruppenleitern betreut, mit der sie jede Woche eine 90minütige
Gruppenstunde durchführen. Zwar lässt es sich leider nicht immer
vermeiden, dass sich Gruppenleiter aus beruflichen Gründen von ihrer Gruppe
trennen müssen, in den meisten Fällen bleibt aber die Gruppenleitung über
die Jahre hinweg bei ihrer Gruppe, bis die Gruppe selber in das Leiteralter
eintritt.
Mehrere Gruppen bilden zusammen einen Stamm. Dieser
Stamm hat gemeinsame Räume, die er in der Regel von einer Gemeinde zu
Verfügung gestellt bekommt. Innerhalb eines Stamms gibt es also mehrere
Gruppen, die sich in der Regel vom Alter her so ergänzen, dass von 6-15
Jahren alles im Stamm vertreten ist. Geleitet wird der Stamm von der
Leiterrunde, die unter dem Vorsitz der Stammesleitung steht. In der
Leiterrunde werden aktuelle Themen besprochen, gemeinsam nach Lösungen für
Probleme gesucht und die gemeinsamen Stammeszeltlager und Stammesfreizeiten
geplant.
Mehrere Stämme werden in einem Bezirk zusammen gefasst.
Die Stämme des VCP Weinheim beispielsweise befinden sich im Bezirk
Kurpfalz. Auf Bezirksebene finden ebenfalls von Zeit zu Zeit Veranstaltungen
wie Zeltlager oder Freizeiten statt, so dass jeder Stamm ab und zu die
Gelegenheit hat, über seinen Tellerrand hinaus zu gucken.
Die Bezirke befinden sich in einem Landesverband.
Dabei sind die Grenzen des Landesverbands nicht immer identisch mit denen
des Bundeslands, die Stämme des VCP Weinheim beispielsweise befinden sich
im Landesverband Baden (ohne Württemberg). Auf Landesebene findet sehr viel
thematische Arbeit statt, zum Beispiel organisiert der Landesverband die
Ausbildung der Gruppenleiter. Alle vier Jahre findet im Land Baden ein
Landeslager mit mehreren hundert Teilnehmern statt, dabei handelt es sich
immer wieder um ein großes Ereignis, auf das sich das Land schon Monate im
Voraus freut.
Die Landesverbände schließlich bilden den VCP
Deutschland. Der Bundesverband übernimmt die inhaltliche Arbeit des
VCP, außerdem finden alle 4 Jahre Zeltlager auf Bundesebene statt. Das
letzte dieser Art war im Sommer 2002 im fränkischen Rehau, wo sich über
4500 Pfadfinder hauptsächlich aus Deutschland, aber auch aus anderen
Ländern für zehn Tage trafen, um gemeinsam zu singen, zu spielen und
andere Pfadfinder kennen zu lernen.
|
|
|