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  Stamm Häuptling Seattle


   

Berichte

Auf dieser Seite berichten wir über vergangene Veranstaltungen von einzelnen Gruppen oder des ganzen Stammes.


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  Bezirkstag 2010: Bezirk Kurpfalz gegen Lord Knoxviller


Am Samstag, den 25.09.2010 fand der Bezirkstag der heidelberger und weinheimer Pfadfinder des VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder), statt. Gemeinsam mussten wir, die Ritter der Falaffelrunde und Anhänger des Humpenordens, den Schatz von Groxfochster finden um den bösen Lord Knoxviller zuvor zu kommen und ihn aus dem Königreich Gräfihüplu vertreiben. Von der Johannisgemeinde aus ging es in den Exotica Lafileratis Wald um dort sieben Aufgaben der sieben Großmeister von Gräfihüplun zu bewältigen. Nach zwei Stunden und sieben harten und schweißtreibenden Prüfungen war die Plackerei vorbei und wir konnten mithilfe einer Schatzkarte den Groxfochsterschatz finden. Nach dem wir eine kleine Stärkung zu uns genommen hatten, gingen wir nochmal nach draußen um uns dort noch ein wenig auszupowern und die Strapazen der Prüfungen zu vergessen. Wir können sagen: wir sind sehr stolz auf unseren Bezirk und auf die Falaffelritter. Gemeinsam konnten wir den bösen Lord aus unserem Königreich vertreiben. Nur so konnten wir sicher gehen, dass die Bewohner von Gräfihüplu in Ruhe und Frieden weiterleben können.

Lang leben die Falaffelritter!


 

  Pfingstlager 2010: Der verrückte Professor und das krumme Zepter


Tag1

Mittags kamen wir im schon lange bestehenden Dorf Echolon an und begannen unsere Zelte aufzuschlagen. Für manche war es das erste mal, doch alles lief ohne Probleme. An der abendlichen Lagerfeuerrunde wurden uns die Ältesten des Dorfes vorgestellt. Dazu gehörten der Häuptling Fladdatz Fatzmann und seine Frau Fatzma Fatzmann, ein stämmiger Held namens Ligor Zandalar, welcher uns erzählte der Nachbarstamm der Zadabrunsken bedrohe uns und eine Konfrontation sei bald in Sicht. Außerdem ein etwas verrückter Professor samt tollpatschigen Gehilfen Thorsten welcher aus einer Rauchwolke hervortrat und etwas von einem magischen Zepter faselte, welches unser Dorf neu aufleben lassen werde und Schutz vor unseren Feinden böte. Nicht viel später legten wir uns erschöpft von dem Aufbau und den Geschichten der Einheimischen schlafen.

Tag 2

Begonnen wurde der Tag mit einem guten Frühstück und damit, dass der Professor uns mitteilte, eine Karte gefunden zu haben, auf dem eine Wegbeschreibung und Beschreibung einer Zusammensetzungs-Zeremonie für das Zepter verewigt sei, welche uns zum Zepter führen solle. Für uns hieß das natürlich: Bereit machen für die Suche und ab ins unerforschte Land. Doch just als der Professor begann die Schrift vorzulesen, kam sein Gehilfe Thorsten mit einer Tasse Kaffee für seinen Meister die er auch prompt über diese Karte schüttete. „Toll Thorsten“ ,dieser bestätigte mit einem lauten „Genau“. Nun konnten wir nur die eine Hälfte der Schrift entziffern. Aber immerhin hatten wir einen Teil der Wegbeschreibung! Den Vormittag verbrachten wir damit, uns und unser Lager für die Suche und einen möglichen Angriff der Zatabrunsken vorzubereiten. Diese Vorbereitung beinhaltete unter anderem Kriegsbemalung, Fackeln machen, Lagerbauten, Abwehrsysteme bauen und das Bemalen unserer Zeltplanen.
Nach einen stärkenden Mittagessen machten wir uns auf die Suche, das mächtige Relikt aus der Vergangenheit zu finden. Tatsächlich fanden wir auf unserer Route einige Hinweise und geheimnisvolle Zeichen, die es, mit pfadfinderischen Grundwissen, zu entschlüsseln galt. Dies führte uns auf einem klaren Pfad durch die unbekannte Waldlandschaft. Am Ende unserer kleinen Wanderung fanden wir letztendlich aber nur einen neuen Hinweis mit seltsamen Runen der jedoch viel Energie ausstrahlte, welche die Macht der Zepters bereits erahnen lassen konnte.
Anschließend machten wir uns auf den Rückweg und schickten den Professor in sein Labor und ließen ihn die Runen übersetzen. Mit der Übersetzung überraschte uns dieser beim Abendessen - noch überraschender war der Inhalt, welcher besagte, das dass Zepter nur bei Nacht gefunden werden konnte. Und nochmals machten wir uns auf die Suche und durchdrangen diesmal bei Nacht das dunkle Dickicht des Waldes was uns Einiges abverlangte. Doch am Ende wurden wir belohnt: Bunte Lichter und mystische Lianen führten uns zu einer verwünschten Grotte in der wir endlich die zwei Teile des magischen Zepters fanden. Die Freude war groß und schnell brachten wir die Kostbarkeit in unser Lager. Nun hatten wir das zerteilte Zepter – doch die Anweisungen für die Zusammenfügungs-Zeremonie waren mit Kaffeeflecken unleserlich gemacht. Wir hielten es für besser, uns die Ereignisse noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen und eine Nacht darüber zu schlafen. Damit endete der zweite Tag unseres gemeinsamen Abenteuers.

Tag 3

Der dritte Tag - ein Sonntag - begann natürlich wieder mit dem Frühstück und der darauf folgenden Andacht zum Thema „Freundschaft“. Unsere andächtige Stimmung unterbrach plötzlich der Aufschrei der Professors der eine Gotteseingebung zu haben schien. Ihm war durch Gottes Hilfe die Formel zum Entfernen von Kaffeeflecken eingefallen. Was das hieß, liegt auf der Hand: bald konnten wir auch die andere Hälfte der Schrift entschlüsseln und mit der Zusammensetzungs-Zeremonie des Zepters beginnen. Bis zum Mittagessen hatten wir endlich mal ein bisschen Freizeit, später würde es noch sehr anstrengend werden. Pünktlich zum Mittagessen präsentierte uns der Professor die Übersetzung der restlichen Schrift. In dieser wurden Dinge aufgereiht die man zu abendlichen Stunde in ein loderndes Feuer zu schwierig auszusprechenden Wörtern schmeißen soll um dann die zwei Teile des Zepters zusammen zu fügen. Der Haken an der Sache lag darin, dass wir solch seltene Zutaten nicht besaßen und diese von den in der Umgebung lebenden Menschen bekommen mussten. Doch diese gaben ihre Zutaten nicht einfach her. Wir mussten schwierige, kopfzerbrechende sowie schweißtreibende Aufgaben wie Holz sägen, Knoten machen, Rätzel lösen oder Feuer machen bestehen, um die gewünschten Dinge zu erlangen. Diese Aufgaben beschäftigten uns den ganzen Nachmittag.
Doch hatten wir am Ende des Tages alle Zutaten zusammen und konnten, als die Sonne den letzten ihrer Strahlen auf die Erde schickte, mit der Zeremonie beginnen.
Wir entfachten ein riesiges Feuer und gaben unsere gesammelten Zutaten, wie Kräuter und undefinierbare Gegenstände, dazu. Der Professor begann die magischen Worte laut auszusprechen und wir wiederholten diese. Durch magische Hand war aus den zwei Stücken des Zepters eines geworden. Doch was war das - in dem Griff des Zepters zeigte sich eine Krümmung! Hatte der Professor in seiner Schusseligkeit etwa die Falschen Enden aneinander gefügt? Plötzlich begannen Thorsten und der Professor helle Schreie von sich zu geben und wild herum zu hüpfen.
Der Professor schnappte sich eine Fackel und entzündete eine unserer Kothen woraufhin eine bunte Feuerfontäne die Luft erhellte. Schreiend und hüpfend verschwanden die beiden Verrückten im Wald und langsam verstummten die Geräusche. Jetzt war uns klar: durch das falsche Zusammenfügen hatte das Zepter seine gegenteilige Wirkung entfaltet und es herrschte Chaos.
Für uns hieß das ab in die Zelte und auf den Tag warten - die Umgebung war nicht mehr sicher!

Tag 4

Nach einer etwas unruhigen Nacht und dem täglichen Frühstück verkündete der Häuptling die nächsten Schritte. Geplant war eine Art Olympiade mit der wir geistig und körperlich auf die Jagd nach dem Professor vorbereitet werden sollten, dem wir das Zepter entreißen mussten, damit der Wahnsinn ein Ende findet. Zur Olympiade gehörten Disziplinen wie Weitwurf, Wasserwetttrinken, Ringe werfen, Bowlen oder Teebeutelweitwurf. Nachdem wir alle dieser Disziplinen hinter uns gebracht hatten und um einiges gerüsteter waren, fehlte nur noch die leibliche Stärkung die uns durch das Mittagessen wiederfuhr.
Gleich darauf machten wir uns auf in den Wald der 1000 mystischen Zatalanien. Der Held, Ligor Zandalar, informierte uns über die momentane Lage. Seine Informanten hatten ihm zugetragen, der Professor habe sich in seiner Festung verbarrikadiert und habe selbige mit Hilfe des Zepters mit einem magischen Schutzschild versehen. Glücklicherweise hatten wir Informationen über einen Schlüssel der aus drei Teilen besteht und von den drei großen Schlüsselmeistern, welche im mystischen Wald ihren Unterschlupf hatten, hergestellt wird. Der Häuptling hatte die letzten Ersparnisse des Dorfes zusammengekratzt und sie in die Obhut des Heldens gegeben damit er, zusammen mit den Bewohnern des Dorfes, diese gegen die Schlüsselteile eintauschen konnte.
Die Bewohner machten sich auf den Weg in den Wald um die Schlüsselmeister zu suchen. Viele Gefahren lauerten im Wald: Fallen, Schluchten, Räuber - und natürlich Zatabrunsken welche nicht wollten dass wir das Zepter dem Professor entreißen. Nach langen Stunden hatten wir endlich alle Schlüsselteile zusammen und mussten ihn nur noch zusammensetzen.
Nun konnten wir endlich die Festung betreten, der Schlüssel hat das magische Schutzschild außer Kraft gesetzt. Aber es erwartete uns eine Starke Armee des Professors. Aber letztendlich besiegten wir auch diese nach einer harten und schweißtreibenden Schlacht. Niedergeschlagen gab uns der Professor das Zepter zurück.
Nun begann der Part unseres Helden welcher das Zepter durch reine Muskelkraft entzweite. Der Wahnsinn war vorbei und der Bann, der auf dem Professor und Thorsten lag, war gebrochen und das Chaos hatte ein Ende. Nach einem besonders leckerem Abendfestmahl begann ein fröhlicher Abend an dessen Spitze die zweite Zusammensetzungs-Zeremonie stand. Doch vorher gaben zur Feier des Abend zwei Feuerspucker ihr Können zum Besten. Danach gab es ein großes Lagerfeuer. Dann endlich wurde das Zepter, wieder mit restlichen Zutaten und Wortgesang, diesmal aber richtig, zusammengefügt.

Endlich war es geschafft, all die Mühen hatten sich gelohnt, und endlich konnten wir die Macht des Zepters nutzen und unser Dorf wieder ein mächtiges sein lassen.
Wir ließen den Abend mit Stockbrot und Tschai am Lagerfeuer ausklingen und begaben uns zur später Stunde zufrieden in unsere Schlafsäcke. Was für ein glückliches Ende!

Tag 5

Das Dorf war gerettet und unsere Arbeit getan. Nach dem Frühstück machten wir uns an den Abbau unsere Zelte und die Säuberung unseres Platzes. Nach einem kleinen Mittagessen ging es wieder nach Hause in unsere weltlichen Heime. Ein großes Abenteuer liegt hinter uns, doch sind wir auch froh wieder nach Hause zu kehren. Hier endet unser Lager und eine schöne Zeit in dem uralten Dorf Echolon.


 

  Pfingstlager 2009: Robin Hood - der grüne Rächer


Tag 1

Am Mittwoch, den 3.6.2009 kamen wir am frühen Mittag, im Sherwood Forrest in Bruchsal an. Nach einer zweistündigen Reise mit der Postkutsche und einer kleinen Stärkung bauten wir unser Lager auf, denn wir wussten der böse Sheriff von Nottingham war uns auf den Fersen. Nach dem unsere Lager stand, erkundeten wir erstmal die Umgebung und sammelten Feuerholz für den Abend.

Am Abend bekamen wir dann Besuch vom Sheriff von Nottingham der mit vier seiner Soldaten uns vertreiben wollte – aber Robin Hood und seine Gehilfen konnten den Sheriff nach einem kleinen Gefecht vertreiben. Der Sheriff wusste also wo wir sind. Da wir aber für diesen Abend keine weitere Gefahr sahen, fanden wir uns nach einem köstlichen Abendmahl am Feuer ein, und sangen zu den Lauten der besten Gitarrenspielern im ganzen Lande fröhliche und lustige Lieder. Um 22:30 Uhr verzogen sich dann die Jüngeren in ihre Zelte zurück um zu schlafen, denn es ging am nächsten Tag früh weiter.

Tag 2

Um 8:30 Uhr gab es Frühstück. Während des Frühstücks kam eine mysteriöse Frau zu uns ans Lager. Ihr Name war Lady Marian und sie wollte sich unserer Truppe anschließen. Natürlich nahmen wir sie sofort auf. Danach begannen wir mit Workshops, in denen wir verschiedene nützliche Dinge, unter anderem Gewänder, Waffen, Musikinstrumente, Fackeln, etc., bauten. Dies taten wir bis vor dem Mittagessen.
Nach dem Mittagessen ging es mit den Lagerbauten weiter. Da der Sheriff von Nottingham jetzt wusste wo wir uns befanden, würde er uns sicher mit einer noch größeren Armee angreifen und uns vertreiben wollen. Da wir das aber nicht zulassen wollten, bauten wir ein Lagertor, einen Fahnenmast (stolze fünfzehn Meter hoch), ein Heupferd um unsere Balance und Schwertkampf-Technik zu trainieren, Waldhütten zum Auskundschaften von feindlichen Truppen und eine Wasserrutsche. Letztere war auch wichtig, weil Dings, äh, egal. Leider verloren wir auch gleich einen Mann, als er die Wasserrutsche ausprobieren wollte. Er zog sich eine leichte Verletzung am Arm zu und musste leider zum nächsten Quacksalber gebracht werden. Er kam nie wieder.
Nach dem Abendessen verkündete Robin Hood und Lady Marian, dass der Sheriff von Nottingham die Waldhütten eingenommen hatte. Dies konnten wir ja nicht auf uns sitzen lassen und wir machten uns gegen 21:30 Uhr auf zu den Waldhütten. Als wir an den Waldhütten ankamen, war da ein kleines Feuer zu sehen doch weit und breit kein Sheriff. Doch plötzlich, wie aus dem Nichts, überfiel uns der Sheriff von Nottingham und entführte Lady Marian. Sehr zum Leid von Robin Hood, dem viel an Lady Marian lag. Angeschlagen und sehr verzweifelt machten wir uns auf den Weg zurück zum Lager wo wir uns alle auch recht zügig zu Bett legten.

Tag 3

Frühstück gab es wieder um 8:30 Uhr. Robin Hood war immer noch sehr geknickt. Doch es half alles nichts. Nachdem es nochmal Workshops gab, machten wir uns, nach dem Mittagessen, auf um Lady Marian zu suchen. Doch alles was wir fanden war ein Mönch mit dem Namen Bruder Tuck. Zuerst dachten wir er wäre nix Wert und ein treuer Anhänger des Sheriff von Nottingham, doch als Robin ihn in einem Schwertkampf besiegte, erfuhren wir dass der Sheriff Lady Marian am nächsten Tag heiraten will. Desweiteren erfuhren wir, dass der Sheriff, in einer von vier Soldaten bewachten Kutsche, zur Burg des Königs unterwegs sein würde.
Nach dem Abendessen gaben die beiden vorzüglichsten Gitarrenspieler im Lande wieder ihre größten Lieder zum Besten. Es hatten sich einige daran versucht ihnen diesen Titel streitig zu machen aber sie sind alles kläglich gescheitert. Es wurde am Lagerfeuer gesungen und gelacht und es gab Stockbrot, das eine gelang besser, das andere erinnerte eher an ein Stück Kohle wie man sie sonst nur aus den Tiefen des Berges kennt. Nach dem heiteren Abend gingen alle um 22:30 Uhr, müde, erschöpft aber auch ein wenig erleichtert auf Grund der Informationen des Mönches Bruder Tuck, in ihre Betten.

Tag 4

Durch einen nächtlichen Überfall einer unbekannten Bande aus dem fernen Weinheim wurde das Frühstück auf 9:30 Uhr verlegt. Am Morgen gab es noch ein kleines Turnier, um uns auf den Überfall auf die Kutsche des Sheriffs vorzubereiten. Robin Hood war voller Mut und Tatendrang, seine geliebte Lady Marian zu befreien. Wir machten uns auf zu der Stelle wo laut Bruder Tuck die Kutsche entlang fahren sollte. Robin Hood schlug vor, wir sollten aus dem Überfall eine Art Turnier machen. Es gab zwei Teams, welche versuchen sollten so viel wie möglich Gold von Punkt A nach Punkt B bringen. Aber Hauptziel war die Befreiung von Lady Marian und der Sturz des Sheriffs von Nottingham. Nach einem langen Kampf in welchen viel Schweiß und Kraft gelegt wurde, wurde der Sheriff letztlich geschlagen und Lady Marian befreit. Wir machten uns mit den Gefangenen auf zu unserem Lager. Der Sheriff versuchte zwar zu fliehen, doch alle Fluchtversuche wurden sofort vereitelt.
Nach dem Abendessen gab es eine kleine Frage-Antwort Runde mit Robin Hood, dem Mönch Bruder Tuck, Lady Marian und dem Sheriff von Nottingham, um zu klären was mit dem Sheriff passieren solle. Moderiert wurde das ganze von der im ganzen Land bekannten Moderatorin Luzie Elektrik. Die vier mussten Rede und Antwort stehen, zum einen vor der Moderatorin zum anderen auch vor dem Publikum. Und zwar zu den Taten und den Schandtaten die sie getrieben hatten. Sheriff von Nottingham sah sich am Ende eindeutig als Sieger dieser Runde doch er wurde leider zum Wohl aller aus dem Land verbannt und war somit eindeutiger Verlierer.
Danach kam der Gauklerabend, wo verschiedene Gruppen ein Spektakulum zum Besten gaben. Eine Gruppe äußerte sich (ökologisch höchst vorbildlich) zum Thema „Wasser sparen“, eine andere sang der Truppe ihr Lieblingslied vor, wiederrum eine andere trug zur Erheiterung aller die besten Witze im ganzen Land vor. Die vierte und fünfte Gruppe zeigte eine akrobatische Höchstleistung, indem sie uns mit atemberaubenden Kunststücken verzauberte. Am Ende bewertete Robin Hood und eine Jury die einzelnen Gruppen und verkündigte die Sieger. Im Anschluss gab es noch eine Feuerspuck-Einlage die alle faszinierte und jeden erfreute. Was jetzt noch fehlte war das große Abschlusslagerfeuer, in welches wir die Asche des letzten Abschlusslagerfeuers hineinwarfen um damit den Geist des Lagerfeuers zu besänftigen. Vier Leute zündeten das Feuer aus den vier Himmelsrichtungen an. Nach diesem Spektakel gab es für alle noch ein Traditionsgetränk namens Tschai und ein weiteres mal Stockbrot. Natürlich spielten die beiden Gitarristen noch einmal und alle sangen mit. Weil es der letzte Abend war sind alle erst um 23:00 Uhr in ihre Betten.

Tag 5

Um gemeinsam ein letztes Mal gemeinsam zu frühstücken standen wir um 8:30 Uhr auf. Danach mussten wir unsere Sachen zusammenpacken, da es nicht länger nötig war vor Ort zu bleiben, denn der Sheriff war besiegt und Frieden ins Land eingekehrt. Nachdem wir unsere Lager abgebaut hatten und die Asche des Lagerfeuers eingesammelt hatten, gab es noch einen Abschlusskreis bei welchem wir das Pfadfinderlied „Nehmt Abschied Brüder“ sangen um uns von allen zu verabschieden und auch um nochmal zurück zu denken an die schöne Zeit die wir zusammen hatten. Um 15 Uhr fuhr unsere Kutsche wieder zurück in unsere Heimat.

Zum Abschluss: Ich finde wir hatten eine super Woche es haben sich alle gut verstanden, obwohl wir aus unterschiedlichen Stämmen kamen. Mir hat es alles sehr gut gefallen und auch von der Organisation hat es alles prima geklappt. Das einzige, was ich schade fand war das es nach fünf Tagen schon vorbei war.
Gut Pfad Euer Jan alias Sheriff von Nottingham


 

  Spielenacht November 2008


Die Spielenacht vom Stamm Häuptling Seattle fand vom 24 auf 25.11 in der Lukas Gemeinde statt.

Wir trafen uns um 18 Uhr an der Kirche und sind dann über Umweg in eine Hütte im Exotenwald gelaufen. Auf dem Weg dort hin haben wir z.B. das „Polenspiel“ gespielt. In der Hütte angekommen haben wir gesungen und zu Abend gegessen. Zurück in der Kirche haben wir leckeren Tschai (unser klassisches Pfadfindergetränk) getrunken und noch bis spät in die Nacht Brettspiele gespielt.

Am nächten Morgen haben wir noch gemeinsam gefrühstückt und um 10 Uhr wurden die Kinder wieder abgeholt.


 

  Scouting Sunrise – die Geburt der weltweiten Pfadfinderbewegung


Auf den Tag genau vor 100 Jahren, also am 1. August 1907 eröffnete der Gründer der Pfadfinderbewegung Robert Baden-Powell auf Brownsea Island das weltweit erste Pfadfinderlager. Das war der Startschuss für die Pfadfinderbewegung, die heute in 216 Ländern und Gebieten existiert.

Um diesen Tag zu feiern, veranstalteten wir mit dem ganzen Stamm ein kleines Fest, an dem zahlreiche Pfadfinderinnnen und Pfadfinder teilnahmen. Das gemeinsame Erleben stand wieder einmal im Vordergrund.
In einer Zeit, in der viele Jugendliche PC-Spiele über das Internet spielen, beschränkt sich das gemeinsame Erleben viel zu häufig auf vorgegebene Charaktere mit denen man sich gerne identifiziert.

Um diesen Mangel an zwischenmenschlichen Werten und gemeinsamem Erleben zu fördern, liefen wir um 18 Uhr von der Lukas-Gemeinde aus auf unser Grundstück nach Sulzbach. Dort angekommen, blieb noch einige Zeit zum Ausruhen und Genießen der Aussicht, die wir von unserem am Hang gelegenen Grundstück über die Rheinebene haben.
Es dauerte nicht lange bis die ersten Würstchen vom Grill fertig waren, und wir gemeinsam mit dem Essen begannen. Der schöne Abend wurde dann noch durch gemeinsames Singen mit Gitarrenbegleitung abgerundet. Dies schien auch den Kleinsten gefallen zu haben, denn auf den Weg zu den Eltern, die uns freundlicherweise um halb zehn in Sulzbach abholten, sangen sie noch kräftig weiter.

So waren sich alle Leiter einig, dass der Abend ein voller Erfolg war, auch wenn die Symbolik ein wenig verdreht wurde und wir aus dem Scouting Sunrise ein Scouting Sunset gemacht hatten. Ein Sonnenuntergang ist aber bestimmt genauso schön wie ein Sonnenaufgang. Es soll also bitte nicht zu sehr hier hineininterpretiert werden. Denn es scheint keinesfalls, als würde die Pfadfinderbewegung untergehen. Vielmehr zeigt es, dass „Pfadfinden“ immer geht...


 

  Pfingstlager 2007


Tag 1:
Am Freitag, den 25.Mai 2007 trafen wir - die Gruppen Maulwürfe und Adler - uns um 15:00 h mit Gepäck an der Lukaskirche. Weil wir zum Zeltplatz laufen wollten ließen wir einen Teil des Gepäcks dort. Dieser wurde uns später mit dem Auto direkt auf den Lagerplatz gebracht.
Kurz nach drei setzten wir die Rucksäcke auf und liefen los Richtung Wünschmichelbach, wo unser Pfingstlager stattfand. Es ging aus Weinheim raus und zunächst durch den Exotenwald. Nach ungefähr 3 Stunden waren wir an einer Hütte angelangt, die sich als Nachtlager angeboten hätte. Wir beschlossen aber weiter zu laufen um eine näher am Zeltplatz liegende Hütte zu finden und am nächsten Tag nicht noch mal so weit wandern zu müssen.
Als wir an einem geeigneten Schutzpavillon angekommen waren, sammelten wir Steine und Feuerholz fürs Kochfeuer. Nachdem es brannte wurde gekocht und bald darauf gegessen. Es war inzwischen schon dunkel, so dass wir gleich nach dem Essen den Pavillon mit Isomatten und Schlafsäcken auslegten. Als die Zähne geputzt waren und alle im Schlafsack lagen, wurde nach einer Weile sogar geschlafen!

Tag 2:
Kurz nachdem alle aufgestanden waren, wurde gefrühstückt. Danach ging es dann auch schon weiter in Richtung Zeltplatz. Nach wieder ungefähr 3 Stunden und einem kleinen Umweg waren wir endlich am Ziel angelangt.
Dort angekommen, legten wir uns erst mal alle hin um etwas auszuruhen. Nach einiger Zeit kam die Gruppe Füchse samt Leiter an dem Zeltplatz an. Sie hatten sich am Samstag um 8:00h wie wir an der Lukasgemeinde getroffen, sind mit dem Auto nach Trösel gefahren und von dort losgelaufen.
Kurz darauf kam unser restliches Gepäck, der Essensvorrat für 5 Tage, die Zelte und der Rest der Leiterrunde mit dem Auto. Langsam wurde sich ans Zelt aufbauen gemacht. Nach längerer Zeit standen drei Kohten (kleine Zelte für bis zu acht Pfadfinder), eine Jurte (großes Zelt für 20 und mehr Pfadfinder) und ein Lanco (kein typisches Pfadfinderzelt, aber schnell aufzubauen und pflegeleicht) zum Einrichten bereit. Wir räumten unser Gepäck und den Proviant in die Zelte, während mit dem Auto noch der Rest der Verpflegung geholt wurde.
Wir sammelten Feuerholz und bauten Sitzgelegenheiten um die Feuerstelle. Nachdem sich alle in ihren Zelten breit gemacht hatten wurde das Lager offiziell eröffnet und die Lagerregeln vorgestellt. Später putzten wir Zähne und alle außer der Nachtwache gingen in ihre Zelte.

Tag 3:
An diesem Tag fingen gleich nach dem Frühstück die Workshops an. Die einzelnen Workshops wurden von den Leitern vorgestellt und man konnte sich aussuchen was man gerne machen wollte. Zur Auswahl gab es Dammbau, Müsliriegel machen, Wasserrutsche bauen und Gruselgang vorbereiten.
In dieser Zeit fing es hin und wieder an zu regnen. Zum Mittagessen wurden alle wieder zusammen getrommelt. Da einige Workshops noch nicht fertig waren, arbeiteten manche noch weiter, aber wer wollte konnte sich eine zweite Aktivität aussuchen. Dazu kam als Workshop noch Staffellauf planen, der für den nächsten Tag vorgesehenen war.
Am Abend wurde am Feuer gesungen und danach der Gruselgang durchgemacht. Danach putzten wir bei starken Regen die Zähne und krochen in unsere die Zelte.

Tag 4:
Am nächsten Morgen regnete es immer noch. Einige Schlafsäcke waren durchnässt. Es wurde wegen Regen wie am Vortag in der Jurte gegessen. Viele hatten nasse Schuhe und unsere Kleidung war klamm. Wir hielten uns meist nur in den Zelten und besonders gerne im Lanco auf.

Tag 5:
Auch an diesem Morgen regnete es noch. Mittags wurde dann auch entschlossen, dass das Lager wegen starken Regens und des sich nicht bessernden Wetters abgebrochen werden sollte. Als es feststand, bauten wir im Regen die Zelte ab, packten unsere Sachen zusammen und säuberten den Platz. Bald wurden wir abgeholt und es ging wieder nach Hause.

Bericht von Kevin Apfel


 

  Bezirkshajk 2005 an der Wutachschlucht


-> Bilder

 

Mit dabei: Henrik Saterdag (der Organisator), Holger Göldner (der Stimmungsmacher), Stefan Wiegand (der Peacekeeper), Dominik Bodenmüller (der Spätzünder), Lukas Mayer (der Verpeilte), Felix Lang (die Sportskanone) und Jan Di Maio (der Koordinator).
 

Tag 1: Am Freitag, den 16.09.2005, fuhren wir mit einer halben Stunde Verspätung um halb fünf Uhr in Weinheim los. Die beiden Hoffnungsträger der Lützelsachsener musste leider absagen da sie wegen persönlichen Gründen nicht teilnehmen konnten. Unser Ziel: Irgendwo in der Nähe der Wutachschlucht. Dank der vielen Leuten die auch alle nach Freiburg und Umgebung wollten kamen wir erst gegen elf Uhr abends an!

 

Aber dann konnte es aber auch schon losgehen! Wir liefen eine Stunde bis es wieder an fing zu regnen, was uns natürlich nichts ausmachte. Glücklicherweise fanden wir eine überdachte Brücke direkt über der Wutach, wo wir eine Pause einlegten! Henrik, auch Sappel genannt, opferte sich für die Gruppe und machte sich auf in die schwarze Nacht um die Ruine zu suchen wo wir eigentlich geplant hatten zu übernachten! Wir anderen blieben zurück und unsere Angst, dass Sappel nicht mehr zurückkommt, wuchs mit jeder Minute die er weg war. Um diese Angst zu verdrängen entschlossen wir unseren leeren Mägen zu füllen. Natürlich immer in Gedanken an Sappel der draußen im strömenden Regen unterwegs war um den Schlafplatz zu finden! Eine halbe Stunde später kam er zurück, allerdings ohne die Ruine gefunden zu haben. So entschlossen wir uns kurzerhand in der äußerst gemütlichen Brücke zu übernachten. Erleichtert, dass Sappel wieder da war, und weil er schließlich noch was essen wollte machten wir uns noch eine lecker Tomaten-Gemüsesuppe und dann gingen wir schlafen es war ja auch schon zwei Uhr.

 

Tag 2: Am nächsten Morgen wurden wir gegen halb zehn sanft von einem 500 Kubikzentimer-Wecker aus dem Schlaf gerissen, der direkt neben unseren Trommelfellen zum Stehen kam. Leider konnte der Motorradfahrer nicht über die Brücke, da wir die volle Breite mit unseren Schlafsäcken belegten, weshalb die erste Aktivität des neuen Tages für uns aus einem hektischen mit-dem-Schlafsack-aus-dem-Weg-gehen bestand.Sappel entschloss sich dann auch gleich uns noch ein „Guten morgen“-Lied zu singen um uns das Aufstehen zu erleichtern.

 

Nach einem leckeren Frühstück und der morgendlichen Hygiene  machten wir uns auf den Weg – zu regnen hatte es auch aufgehört. Nach ein paar Metern fanden wir die Ruine die Sappel in der Nacht nicht gefunden hat. Kein Wunder, denn die Ruine bestand nur noch aus ein paar Mauern. Gut gelaunt und mit einem Lächeln auf den Lippen schritten wir voran, immer an der Wutach entlang. Ab und zu konnte man auch ein schönes Lied von der Gruppe hören. Die Karte hatte das kluge Hirn der Gruppe, Jan. Mit ihm als Führer durch die Wutachschlucht  konnten sich die anderen immer sicher sein auf dem richtigen Weg zu wandern. So gegen ein Uhr machten wir Mittag an einem Grillplatz. Und eine halbe Stunde später ging es weiter. Das Wetter war immer noch herrlich und es war wunderschön an der Wutach entlang zu laufen! Wir begegneten vielen Wanderern und auch ein paar Anglern. (Angler in einem Naturschutzgebiet? Ist das nicht verboten?). Sogar ein Pfadfinderpärchen das uns gleich anbot bei ihnen im Pfadfinderheim in Bonndorf zu übernachten. Wir lehnten aber dankend ab und gingen weiter.

 

Dann passierte was passieren musste. Lukas fiel seine Wasserflasche aus dem Rucksack in die Wutach. Doch glücklicherweise konnte Dominik sie 50 Meter weiter an einer seichten Stelle aus dem Wasser ziehen. Das war Stefan noch nicht genug und er musste testen wie gut Dominiks Reflexe sind und er ließ während des Laufens seinen Schlafsack, der außen am Rucksack befestigt war, herunterfallen. Doch diesmal reagierte Dominik, der hinter ihm lief, nicht. Holger, der ganz hinten lief, machte noch eine dumme Bemerkung und dann lag der Schlafsack auch schon in der Wutach. Doch diesmal war es Felix, der den Schlafsack aus dem Fluss rettete und zum Erstaunen aller war der Schlafsack komplett trocken, was wohl an seine gut imprägnierten Hülle lag.

 

Die Zeit verging und wir hatten schon etliche Kilometer hinter uns. Zu unserem Glück kamen wir gegen fünf Uhr an einem Sägewerk vorbei, wo wir uns etwas Feuerholz mitgenahmen um am Abend kochen zu können. Dafür brauchten wir natürlich auch noch Wasser und unsere beiden Vorzeigepfadfinder Felix und Sappel gingen zu einem Haus in der Nähe des Sägewerks um dort die Wasserreserven zu füllen. Dort ging die Tür auf und ohne was zu sagen sagte der Mann: „Ach schau an die Pfadfinder! Ihr braucht sicher Wasser, oder? Kein Problem“. Sappel, ganz geplättet von der Freundlichkeit gab dem netten Mann die Wasserflaschen und als ob das nicht schon genug wäre fragte eine Stimme aus der Küche ob wir nicht auch noch Schokolade wollen! Was die beiden auch gerne annahmen.

 

Weiter ging’s die Straße am Haus des netten Mannes vorbei. Als wir um die Kurve gingen traf Lukas fast der Schlag! Die Straße führte mit einer 12%igen Steigung hinauf zur Hütte, in der wir übernachten wollten. Aber was sein muss muss sein und wir liefen weiter. Nach einer guten dreiviertel Stunde waren wir oben angelangt - Lukas hatte ungefähr 2 ½ Liter Wasser verloren. Diese musste er auch gleich wieder zu sich nehmen. Doch was war da in der Hütte? Einbrecher? Tiere? Wilderer? Mörder?

Nö, es waren die doofen Förster die uns nicht in ihrer Hütte schlafen lassen wollten und deswegen schon eine viertel Stunde früher an der Hütte angekommen waren - um so zu tun als wäre sie den ganzen Abend besetzt. Doch davon ließen wir uns nicht ärgern und beschlossen eine andere Hütte aufzusuchen. Um ganz ehrlich zu sein ich glaube in der Hütte hätte eh keiner schlafen können. Die stank!
 

Wieder unten an der Wutach angekommen (die Plan-B-Hütte lag natürlich auf der anderen Seite des Tals) hatte Sappel eine Idee: „Wir könnten ja unten am Fluss schlafen“. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Holger schlug vor sowohl die Hütte als auch einen Schlafplatz unten am Fluss auszukundschaften und dann zu entscheiden. Da keiner der anderen jetzt noch extra Strecke laufen wollte, machten sich Holger (zur Hütte) und Sappel (entlang der Wutach) auf den Weg. Die anderen nahmen die schwierigste Aufgabe auf sich und pausierten.
Nach 20 Minuten kamen beide wieder zurück. Holger hatte ein gutes Stück bergauf die Hütte gefunden. Sappel war ebenfalls erfolgreich und hatte einen wildromantischen Schlafplatz in einer Flussbiegung gefunden der allerdings naturgemäß den Nachteil hatte, dass er ein paar Kilometer von der nächsten Hütte entfernt war. Hätte es irgendwann angefangen zu regnen, wären wir die zweite Nacht in Folge in den Genuss eines Regenspaziergangs gekommen. Doch da der Himmel klar war, entschlossen wir uns für den Platz am Fluss. Als wir ankamen, machten wir ein Feuer mit dem Brennholz, das wir vom Sägewerk die letzten fünf Kilometer mitgeschleppt hatten. Beim Zertreten des Holzes stellte sich Holger so ungeschickt an, dass ihm ein Stück Holz volle Lotte gegen sein Knie fetzte. Ihr hättet mal sehen sollten wie der auf einem Bein rumgehüpft ist. Sah auf jeden Fall lustig aus.
Nach dem leckeren Abendessen (Pasta à la fuego) und dem Nachtisch (Schokolade à la Milkà) wurden wir sanft von den Klängen der Wutach in den Schlaf gewogen. Aber wie soll man schlafen wenn einem fast die Füße abfrieren. Nur Stefan war clever: er zog sich Strümpfe an!
 

Tag 3: Um halb elf erwacht (was total untypisch für Sappel ist, weil wir sonst unter seiner Führung immer so um acht geweckt werden) machten wir uns, nach unserem letzten gemeinsamen Frühstück, auf nach Bachheim um dort mit der Bahn nach Neustadt zu fahren und von dort aus zu den Autos zu laufen. „Hallo hält hier sonntags ein Zug? Der Fahrplan hier ist von 2002!“, fragten wir einen Eingeborenen, der gerade kam. „Nein, aber in Löffingen auf jeden Fall. Ist eine einer dreiviertel Stunde zu Fuß.“ Nach Löfflingen wars noch sieben Kilometer. Äh sieben Kilometer in einer dreiviertel Stunde? Das wären 9km/h. Felix und Dominik machten es sich zur Aufgabe die Gruppe zuführen. Und ob ihrs glaubt oder nicht wir haben die Strecke wirklich fast in einer dreiviertel Stunde geschafft! Junge, sind die beiden da vorne abgegangen! Am Bahnhof von Löffingen angekommen, gabs noch mal ne Brotzeit. Eine halbe Stunde später kam die Bahn und wir fuhren Richtung Neustadt! Unterwegs sagte Jan auf einmal: „Schaut mal da stehen unsere Autos!“ Aber niemand wollte die Notbremse ziehen und so fuhr der Zug weiter. Das war das Deprimierendste auf dem ganze Hajk. In Neustadt angekommen machten wir uns gleich auf, wieder zurück zu den Autos laufen. Nach einem gemütlichen einstündigem Fußmarsch kamen wir an den Autos an und fuhren zurück Richtung Heimat.

 

Zum Schluss möchte ich mich noch bei unserem Organisator Henrik Saterdag bedanken, der wieder mal einen großartigen Bezirkshajk organisiert hat. Und natürlich auch bei allen Teilnehmern! Ich hoffe und wünsche mir für das nächste mal das der ganze Bezirk, d.h. der Stamm Johann von Horneck und die Lützelsachsener mit kommen. Denn ich muss echt sagen da habt ihr ganz schön was verpasst! Das war’s von meiner Seite. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen dieses Berichtes!
Euer Jan

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  Pfingstlager 2005: Äg-Chi-Gri


Oder: die Reise mit der raum-zeit-intervenierenden Nullkammer

...hieß das Motto des PfiLa ´05 in Schönau in der Pfalz, wo sich die Stämme "Häuptling Seattle" und "Johann Horneck" aus Weinheim seit sieben Jahren zum ersten Mal wieder zu einem Pfingstlager für vier Tage zusammen fanden. Nach dem Aufbau der Zelte auf dem großen, sehr schön gelegenen Zeltplatz und etwas Kaffee und Kuchen, fanden wir uns Abends am Lagerfeuer zum Gesang ein. Doch auf einmal erfuhren die Wölflinge und Pfadfinder von einer todkranken Prinzessin, welche von einer seltsamen Krankheit befallen wurde..

Das Schauspiel entführte die Teilnehmer in das Königreich Haisan, wo es zunächst galt mit dem Prominentenarzt Dr. Love und dem Ingenieur Jim die Reise in der raum-zeit-intervenierenden Nullkammer zu ermöglichen. Denn nur sie konnte es den rund 40 Weltreisenden möglich machen, zunächst nach China, dann nach Griechenland und schließlich in kürzester Zeit nach Ägypten zu reisen um dort das chinesische Chinchilla-Chitin, einen Zweig von den südl. Hängen des heiligen Olymp bzw. je ein Glas Wasser aus dem weißen und dem schwarzen Nil zu besorgen, um die Medizin für die Prinzessin herstellen zu können.

 

Die wagemutigen Reisenden scheuten weder weite Wege, noch knifflige Aufgaben oder wilde Schlachten, denen sie sich von heimtückischen Pharaonen, hochmütigen Götter und einem chinesischen Kriegslord ausgeliefert sahen. Abends fanden sich die erschöpften, mutigen Pfadfinder beim Lagerfeuer ein, um gemeinsam zu singen, den Tag Revue passieren zu lassen und um sofort ins nächste Abenteuer mit der raum-zeit-intervenierenden Nullkammer, Ingenieur Jim und Dr. Love zu stürtzen.

 

Dem regnerisch-windigen Wetter zum Trotz gelang es den Pfadis vom 14.05-18.05.05 die Prinzessin Rosa dank ihrer Wagemutigkeit, der Ingenieurskunst von Jim und den geschickten Fingern von Dr. Love gesund und munter in ihr Königreich zurück zu bringen.


 

  Volleyballturnier 2004


Auch in diesem Jahr fand natürlich wieder einmal ein Volleyballturnier des VCP-Land Baden statt. Verschiedene Mannschaften aus dem Land trafen sich diesmal vom 11.06. – 13.06. in Bruchsal um die heiß begehrte Trophähe zu erobern. Natürlich standen hier Spiel, Spaß und Spannung im Vordergrund... 

Na ihr glaubt doch nicht im Ernst dass das auch auf die Seattles zutrifft?! Nach einer 5 jährigen Ära, darunter 4 grandiose Siege und einer... hierauf gehe ich mal nicht näher ein, standen die Mannen von Seattle 1 zum zweiten Mal vor dem Tripple. Die Vorzeichen waren also klar, alles außer einem Sieg kam hier nicht in Frage und „Geschenke“ wurden natürlich auch nicht verteilt!

Die Vorzeichen waren jedoch etwas getrübt, da die (selbst ernannten!) Mitfavoriten eine Turnierteilnahme im Vorfeld abgesagt hatten. Ich denke mal für alle zu sprechen, wenn ich sage dass ein Turniersieg gegen die LÜs im Endspiel ein besonderes Erlebnis gewesen wäre und uns natürlich Hohn und Spott für ein weiteres Jahr geliefert hätte. Nun ja, Lützelsachsen hatte anscheinend die Vorzeichen erkannt und sich einer schmachvollen Niederlage entzogen. 

Der erste Turniertag ist traditionell für Seattle 1 nur eine Pflichtaufgabe. Gerne waren wir bereit auch einigen Nachwuchskräften aus unserem Stamm die Möglichkeit zu geben den „Duft des Sieges“ zu erhaschen und Erfahrungen für die kommenden Jahre zu sammeln. Wirklich nicht überraschend schlossen wir den ersten Tag als Gruppenerste ab und konnten uns so beruhigt dem Abendprogramm widmen. Hier stand nun ein gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer, das Treffen alter und neuer Freunde und viel Spaß haben im Vordergrund. Tags drauf standen dann alle wieder (mehr oder weniger fit) auf dem Spielfeld und waren bereit die Mission zu erfüllen. Für uns unerwartet, mussten wir unseren ersten Punktverlust im Viertelfinale hinnehmen. Im zweiten Satz des Spiels fanden wir jedoch zu unserer Normalform zurück und zogen letztendlich klar ins Halbfinale ein. Überrascht über den Ausgang des Spiels und der Tatsache, dass wir sogar schwitzen mussten um weiterzukommen, mussten wir im Halbfinale mit einer anderen Einstellung auf den Platz treten. Der Gegner hieß Bruchsal, welche aufgrund ihres Alkoholgenusses und technischen Unterlegenheit nicht wirklich eine Chance hatten und wir so mit einer soliden Leistung unseren Weg ins Endspiel fortsetzen konnten. Für uns wenig überraschend waren unsere Gegner die Grauwölfe aus Rüppur. Alle hatten noch verschiedene verbale (sportliche) Anfeindungen und unqualifizierte Bemerkungen der Grauwölfe vom Vorabend im Ohr, welche jedoch kalt lächelnd an uns allen abprallten. So waren wir doch sicher unsere Antwort auf dem Platz geben zu wollen. 
Endspiel, endlich war es so weit. Aufgeregt aber siegessicher bereiteten wir uns auf unser großes Spiel vor. Wir standen zum zweiten Mal vor unserem großen Ziel das Turnier als erste Mannschaft drei Mal in Folge zu gewinnen. Im Gegensatz zu den Gruppenspielen und KO-Spielen wurde das Finale auf zwei Gewinnsätze gespielt. Alles andere als ein Sieg kam für uns nicht in Frage und dementsprechend waren auch alle motiviert. Konzentration, Kampfgeist und technische Klasse führten zu einem überragenden Sieg von Seattle 1. Besser als wie bei diesem Spiel können wir wahrscheinlich gar nicht spielen. Es passte einfach alles und wir spielten alle weit über unseren Möglichkeiten. Man muss dazu sagen, dass Rüppur wirklich nicht schlecht gespielt hat, aber an diesem Tag waren sie keine echten Gegner für uns. So kam es wie es kommen musste und wir gewannen das Endspiel mit 2:0 Sätzen!

 Es war wahrscheinlich das letzte Mal, dass wir in dieser Konstellation zusammen gespielt haben. Nach 5 Siegen und einem Tripple sind wir ohne zu übertreiben zu LEGENDEN geworden. Eine schöne Zeit geht zu Ende und ich denke, dass wir alle mit einem schönen Gefühl, aber auch mit ein wenig Stolz auf die vergangenen Jahre zurückblicken können. Lange mussten wir warten bis wir an der Reihe waren, aber als es dann so weit war sind wir weiter gekommen als irgendeine Mannschaft zuvor! Wer denkt jetzt noch an die Artusrunde, die Markdorfer oder auch die Heidelsheimer? Seattle 1, keine Mannschaft hat je so viel gewonnen und der Pokal ist nun auch unser! Wie auch immer, vielleicht taucht ja der ein oder andere von uns in anderen Mannschaften wieder auf oder wir nehmen gar nicht mehr am Turnier teil. Aber wie heißt es so schön: Sag niemals nie!! Vielleicht treten wir ja doch noch einmal nächstes Jahr an....

Stefan Irmer


 

 

  Pfingstlager 2004


Wie jedes Jahr fand auch 2004 vom 21.5. bis 27.5. wieder ein Pfingstlager des VCP Weinheim Stamm Häuptling Seattle statt. Unter dem Motto „Sternzeit 2004“ galt es gemeinsam mit dem unerschrockenen Captain Cosmotic (gekonnt gespielt von der Lagerleitung) die unendlichen Weiten des Odenwald zu erkunden, intergalaktische Gefahren zu bestehen und fiese Aliens zu bekämpfen. Schauplatz dieses astronomischen Spektatkels war der Jugendzeltplatz in Grein bei Neckarsteinach.

Das von den Leitern ausgearbeitete Programm passte immer genau zu der vorab ausgedachten Rahmenhandlung. So musste an einem Tag ein verschollenes Crewmitglied geborgen werden. Die Kulisse der vier bei Neckarsteinach gelegenen Burgen erzeugte hierfür eine perfekte Atmosphäre; mit ein bisschen Phantasie erkannten die Pfadfinder darin schnell die Hinterlassenschaften einer vergangenen Zivilisation. Der Höhepunkt der Bergungsaktion war das Abseilen vom Turm einer der Burgen, vor dem fast kein Kind zurück schreckte – was bei einer Höhe von 20 Metern die Leiter in nicht geringes Staunen versetzte.

 

Doch auch nach dieser erfolgreichen Bergung hielt die fremdartige Umgebung noch einige Abenteuer bereit. Denn an einem anderen Tag bekamen die Teilnehmer tatsächlich außerirdisches Leben zu Gesicht: ein Trupp fremder Kreturen hatte während der Abwesenheit der Teilnehmer den Lagerplatz besetzt und war drauf und dran das Lager zu verwüsten. Nur eine mutige und geschickte Befreiungsaktion in letzter Minute rettete das Lager vor der Zerstörungswut der Außerirdischen.

 

Nach erfolgreich abgeschlossener Expedition endete das Pfingstlager am 27.5. Alle Teilnehmer haben von dem siebentägigen Pfingstlager eine Menge Eindrücke mitgenommen; von Captain Cosmotic und seinen Abtenteuern genauso wie vom schlichten Lagerleben, dem Spielen in freier Natur und den Abenden am Lagerfeuer.

 


 

 

  Ironscout 2003


 

Der Ironscout entstand aus der Idee einmal einen Postenlauf von einer Größenordnung zu veranstalten, wo sich selbst ausgewachsene Leiter die Zähne ausbeißen würden. Vom 26. bis 28.09.2003 machten sich die Teilnehmer aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz in Gruppen auf den Weg, um in einem großen Spiel die härteste Gruppe herauszufinden.

Der Ironscout ist, ganz einfach ausgedrückt, ein ausgedehnter Postenlauf. Auf einer etwa 85km langen Strecke um Harresheim bei Friedrichshafen/Bodensee, versuchte dieses Jahr neben 76 anderen Gruppen eine Delegation der Weinheimer Pfadfinder vom Stamm Häuptling Seattle so viele Posten wie möglich zu absolvieren. Die beiden einzigen begrenzenden Faktoren: die Endlichkeit der menschlichen Kraftreserven und der Torschluss um 17:00 am Samstag. Nach diesem Zeitpunkt ankommende Gruppen bekamen einen "fairen" Punktabzug.

Mit etwas Verspätung starteten wir um 23.00Uhr in Harresheim - gestartet werden konnte von 15-24 Uhr - um den ersten von 13 Posten in Angriff zu nehmen.
In den folgenden 18 Stunden (und 30 Sekunden; offiziell waren wir aber pünktlich um 17:00 wieder da) absolvierten wir 7 Posten und legten dabei eine Strecke von rund 60km zurück. Pausen machten wir außer einem kurzen Nickerchen von einer halben Stunde nur an den Posten, wo wir unsere Fresspakte und die Erfindung des "Sitzen" nutzten, um wieder etwas zu Kräften zu kommen.


Mehr oder weniger lauffähig kamen wir dann wieder in Harresheim an, genossen die heiße Dusche, schlugen uns die Bäuche mit Schnitzel und Spätzle voll und fielen nach Zeltaufbau und der Siegerehrung gegen 21Uhr in einen langen und tiefen Schlaf…
Vielleicht sollte an dieser Stelle auch noch das wirklich tolle Wetter erwähnt werden durch welches die gelungene Aktion noch abgerundet wurde!

Ohne Spazierstöcke und mit einem um sechs Stunden verspäteten Start erreichten wir trotzdem noch einen guten 34. Platz, was für das erste Mal und den Umständen entsprechend, durchaus zufrieden stellend war.


 

 

  "Gar nichts"-Hajk


Grasellenbach – Weinheim: 16 km. An sich ein Katzensprung. Der Haken daran: bei dieser Entfernung handelt es sich um die Luftlinie. Und diese auch nur annähernd zu treffen setzt entweder eine exzellente Ortskenntnis oder eine gute Wanderkarte voraus – erstere war bei uns nur rudimentär vorhanden, zweite hatten wir zwar dabei, wollten aber nur im Notfall auf sie zurückgreifen.

Und so verwundert es vielleicht auch nicht, dass wir für diese Strecke, nicht wie zu erwarten wäre einen halben, sondern knapp zwei Tage brauchten. Doch eins nach dem anderen.

 

Samstag, 26.7., 10:47 Uhr: sechs Pfadfinder im Alter zwischen 15 und 23 Jahren steigen in Grasellenbach aus dem Bus. Unsere Aufgabe: bis Sonntag wieder in Weinheim sein. Erschwert wird dieses Vorhaben von der Tatsache, dass keiner so recht weiß, wo Grasellenbach überhaupt liegt.

Noch bevor es losgeht bekommt jeder ein Survival-Pack, liebevoll zusammengestellt von Rebecca und Jenni. In der Pausenbrot-Tüte enthalten sind enorm wichtige Dinge, etwa drei Streichhölzer, eine Lakritzschnecke und eine Tüte Salatdressing.

Früher Nachmittag: Wir verlassen uns ganz auf unseren Orientierungssinn. Immerhin ist allgemein bekannt, dass der Odenwald im Osten von Weinheim ist, wir also nur beständig Richtung Westen laufen müssten, um früher oder später an der Bergstraße anzukommen. Wir haben das Gefühl, Strecke zu machen, das Wetter hält nicht nur, sondern wird langsam richtig sonnig, die Stimmung ist blendend. Eine kalbsgroße Dogge gibt uns im Laufe des Nachmittags an einer Stelle mit ihrer Körpersprache unmissverständlich zu verstehen, dass es sich beim eingeschlagenen Weg  um einen Privatweg handelt, und nötigt uns auf diese Weise zu einer Kurskorrektur – da wir aber ohnehin nie so genau wussten, welcher Weg der richtige ist, ist dies zu verschmerzen.

 

Später Nachmittag: So langsam zeigen Rücken und Füße erste Erschöpfungserscheinungen und bedanken sich für die Strapazen mit mehr oder weniger heftigen Schmerzen. Da kommt es gerade recht, dass sich, nachdem wir bei Rimbach im Weschnitztal angekommen sind, in einiger Entfernung der Turm der Wachenburg am Horizont abzeichnet. Wachenburg bedeutet Weinheim, und wenn wir Weinheim von hier aus bereits sehen können, kann es ja nicht mehr weit sein. Dass der Schein trügt – von hier aus sind es noch zehn Kilometer Luftlinie bis Weinheim – wird uns später noch bewusst werden.

 

Früher Abend: Das Weschnitztal zu durchqueren und auf der anderen Seite wieder etwas an Höhe zu gewinnen erweist sich als zeitaufwändiger als vermutet. Nach einer kleinen Diskussion (einige haben noch Power und wollen noch Boden gutmachen) lassen wir uns an der erstbesten Hütte nieder, was sich am nächsten Tag als nicht ganz falsche Entscheidung herausstellt. Die nächste Hütte wäre uns nämlich erst nach einem weiteren Halbtagesmarsch begegnet. Das Abendessen hat diesen Namen eigentlich nicht verdient, und sollte daher hier nicht weiter erwähnt werden. Nur so viel: vermutlich kostet uns das Verzehren mehr Energie, als der Körper aus der aufgenommenen Nahrung gewinnen kann.

 

Sonntag, 27.7., früher Morgen: Der Sonnenaufgang verspricht einen wunderbaren Tag. Diejenigen, die von der aufgehenden Sonne wach geworden sind, bewundern dieses beeindruckende Schauspiel – und schlafen danach noch eine Runde. Schließlich brauchen wir Kraft für den Tag. Sogar etwas mehr, als wir in diesem Moment glauben.

 

Vormittag: Noch immer ganz ohne Karte kämpfen wir uns weiter. Den meisten hängt der Magen irgendwo zwischen den Kniekehlen, dennoch beißen alle tapfer die Zähne zusammen.

 

Früher Nachmittag: Der Weg führt uns vorbei an Bonsweiher, Nieder-Liebersbach und Ober-Liebersbach. Von hier aus setzen wir zum finalen Sprung über die letzte Hügelkette an, die uns noch vom Rheintal trennt. Leider gelingt es hier Jenni und Rebecca in einem Moment der Unachtsamkeit uns zu entwischen. Später wird sich herausstellen, dass sie die letzte Etappe in Plastikpfadi-Stil absolvieren: runter an die Straße und trampen.

Die anderen vier laufen nach längerer Suche weiter – wir trauen ihnen zu, mit 18 Jahren selber von hier aus nach Weinheim zu kommen.

 

Später Nachmittag: Die Füße tun weh. Die Schultern tun weh. Alles ist ekeligdreckigklebrigstinkt. Und der Magen hat sich bereits so weit zusammengezogen, dass er bei weiterer Verdichtung zu einem schwarzen Loch implodieren würde. Aber das ist alles egal, denn: wir sind zu Hause.


 

  Pfingstlager 2003: Löwenzahn


Vom 31.5.-4.6. waren wir, die Pfadfinder und Wölflinge vom Stamm Häuptling Seattle, wieder auf unserem Pfingstlager. Diesmal fand es in der Nähe von Bruchsal statt, wo wir unter dem Thema „Löwenzahn“ nach Peter Lustigs Vorbild mit einfachen Versuchen unsere Umwelt erkunden und verstehen lernen wollten. Die Kinder hatten in zahlreichen Workshops Gelegenheit viel über die Natur und deren Gesetze zu lernen, zum Beispiel dass etwas Wasser und eine Luftpumpe reichen, um eine leere Cola-Flasche in den Himmel zu schießen.

Nach Einbruch der Dunkelheit zeigte die Natur dann ihr anderes, geheimnisvolleres Gesicht; bei einer Nachtwanderung über Felder und durch den Wald lernten die Kinder eine Geräuschkulisse kennen, die man bei Tag nicht hören kann.

 

Auf einer Tageswanderung durch die Umgebung erlebten die Pfadis die Natur mit den Augen und den Füßen; letztere schmerzten manchen danach wohl etwas. Doch konnten wir diese bei einem gemütlichen Pub-Quiz-Abend mit Tschai (dem traditionellen Pfadfindergetränk) und anschließendem Singen am Lagerfeuer wieder entspannen.

 

Nach fünf sonnigen und viel zu kurzen Tagen, die wir unter freiem Himmel in Kohten und Jurten (den typischen Pfadfinderzelten) verbrachten, endete das Lager und wir mussten wieder zurück nach Weinheim, wo schon eine warme Dusche und ein weiches Bett auf uns wartete.