Über Koguryo - Zitate aus Literatur
Das Reich Koguryo (Goguryo) 37 vChr.-668 nChr. Das älteste, lange Zeit größte und mächtigste der drei Königreiche dehnte sein Kernland am Amnok-gang auf das Fürstentum der Puyo in der Mandschurei und die Gebiete der Okcho und Tong-ye aus und unterwarf im Jahre 313 nChr. die chinesische Kolonie Lolang. Cholbon, die erste Hauptstadt Koguryos, lag in der Mandschurei, die zweite war Kuknae-song am Yalu (heute Tonggou) und die dritte, seit 427, Pyongyang am Taedong. Dem Reichsgründer Tongmyong folg- ten 27 Könige. Wegen Chinas Nachbarschaft und der Eroberung von Lolang war de chinesische Kultureinfluß besonders intensiv. Im Jahre 372 ließ König Sosurim zwei Klöster in Pyongyang und kurze Zeit später auch die erste staatliche Hochschule (Taehak) errichten.
(1) S. 63 Um die Zeitenwende entstanden in Korea drei Staaten: Koguryo, Päktsche und Silla. Die Gründung dieser Staaten wird meist mit den Jahren 37, 18 bzw 57 vuZ angegeben. Koguryo umfaßte ganz Kontinentalkorea, große angrenzende heute chinesische Gebiete und das nördliche Halbinselkorea. Die Hauptstadt war Tonggu am mittleren Amnokkang. Im Jahre 427 wurde sie nach Phjongjang verlegt, wo sich bereit gegen Ende der Periode von Tschoson das Zentrum von Naknang befand. ... Die Beziehungen zwischen den drei Staaten waren durch ständige kriegerische Auseinandersetzungen gekennzeichnet, die über 300 Jahre andauerten... Dabei gingen die Staaten wechselseitige Bündnisse ein und riefen ausländische Mächte (Japan, China) ins Land. Nur Kogurjo verfolgte das Ziel, einen einheitlichen koreanischen Staat zu schaffen, und verband sein Streben mit dem Kampf gegen die ausländischen Aggressoren. ... Auf dem nördlichen Gebiet von Kogurjo wurde 699 der Staat Palhä gegründet, der die Traditionen von Kogurjo fortsetzte und zu großer Blüte gelangte. Er wurde 927 durch die Kithan unterworfen. Seit jener Zeit bildete sich der Verlauf der Flüsse Amrokkang und Tumangang als Nordgrenze Koreas heraus.
(2) S. 29 Die Beziehungen zwischen Koguryo und China in der Mitte des 3. Jahrhunderts spiegeln sich wieder in der Stele, die vom Feldzug des Wei-schen Heerführers Guan-tsu Tsyan gegen Koguyo im Jahre 244 berichtet. Das Denkmal wurde 1906 im Landkreis Jian (in Nordwest- China) entdeckt. Das Datum seiner Errichtung ist in der Inschrift selbst enthalten und entspricht dem 6. Jahr der Herrschaft unter der Devise Tchenshi des Herrschers Tsi-wan des Staates Wei (240 - 254), also 246. Die Stele wurde in der Umgebung der alten Hauptstadt von Koguryo aufgestellt [Tchoson samguk sitä-i kymsokmun, Nr. 2 S. 73] Der Text der Inschrift bestand ursprünglich aus 50 Zeichen. Zwei davon sind mit der Zeit verfallen. In der Inschrift der Stele liegt die früheste Verwendung der Ethnie "Koguryo" auf epigrafischen Denkmalen vor. wir begegnen hier zwei Varianten seiner Schreibung: in den Formen "Koguryo" und "Kuryo", wobei das Zeichen "ryo" mit dem Radikal "Pferd" geschrieben ist.
(4) S. 36 ... (Koguryo, Päkche, Silla) Von ihnen wiederum war Koguryo der Staat, der am frühesten gegründet, am größten und am mächtigsten war. Nachdem Zuben (im Gebiet von Huanren) und Guo-nei-cheng (am Ufer des Flusses Amnok) als Hauptstadt fungiert hatten, wurde im 5. Jh. im Zuge der Erweiterung des Territoriums die Festung Pyongyang zur Hauptstadt. In der Gegend von Jian (China) befindet sich noch immer ein 6.34 m hoher Gedenkstein am Grab des Königs Kwanggäto, der im Jahre 414 errichtet wurde. Die aus 1802 Zeichen bestehende Inschrift widerspiegelt anschaulich das würdevolle Antlitz des einst mächtigen Koguryo.
(1) Hans-Ulrich Pews Korea - Land der Morgenfrische VEB Hermann Haack Geografisch-kartografische Anstalt Gotha 1987 (2) Roza Shotayevna Dzharylgasinova Etnogenez i etnicheskaya istoriya koreytsev Nauka Moskau 1979 (4) Bang Hwan Dzu Korea im Überblick Verlag für fremdsprachige Literatur Phjongjang 1987