Sam-guk Yusa
von Dr. Jörg Neumann, Berlin, Januar 1993
Sam-guk Yusa - das ist die "Erzählung von den Drei Reichen". Dieses Buch ist eine wichtige koreanische Chronik. Sie wurde um 1200 überarbeitet. Das erfolgte im Auftrag der Herrscher und letztlich zur Begründung des Herrschafts-Anspruchs. Die Aufgabe wurde so gestellt, um gegenüber der chinesischen Tradition und den buddhistischem Universalismus ein nationales Gegengewicht aufzubauen. (Von Japan war damals noch keine Rede.)


Ilyon
Samguk yusa
(Übersetzt von Ha Tae-Hung, Grafton K. Mintz)
Yonsei University Press
Seoul 1972


Samguk yusa, S. 32

1. Alt-Choson (Wanggom choson)

Im Wei-shu (2) ist geschrieben: "Vor zweitausend Jahren (traditionelles Datum 2333 vChr.) wählte Tangun, der auch Wanggom genannt wird, den auch mit Muyop-san bezeichneten Berg Asadal in der Provinz Päkju östlich von Käsong an einer nun Pägak-kung (vielleicht modern Pyongyang ?) genannten Stelle als seinen königlichen Sitz und gründete eine Nation, die er Choson nannte, zur Zeit von Kao (des legendären chinesischen Kaisers Yao)."

In dem alten Buch steht geschrieben:
"In früheren Zeiten hatte Hwan-in (der himmlische König, auch Chesok oder Sakrodeveendra) einen jungen Sohn namens Hwan-ung. Der Knabe wünschte vom Himmel hinabzusteigen und in der Welt der Menschen zu leben. Nachdem sein Vater drei große Berge geprüft hatte, wählte er den Täbäk-san (das Myohyang-Gebirge im Norden Koreas) als geeigneten Platz für seinen himmlischen Sohn, um den Menschen das Glück zu bringen. Er gab Hwan-ung drei himmlische Schätze und wies ihn an, über sein Volk zu herrschen.
Mit dreitausend seiner Getreuen stieg Hwan-ung vom Himmel herab und erschien unter einem Sandelholz-Baum auf dem Berg Täbäk. Er nannte den Platz Sin-si (Stadt des Gottes) und nahm den Titel Hwan-ung Chonwang an (ein anderer Titel mit der Bedeutung "göttlicher König"). Er leitete seine Minister für Wind, Regen und Wolken an, das Volk mehr als 360 nützliche Künste zu lehren, darunter Ackerbau und Medizin. Er führte Prinzipien der Moral ein und stellte einen Gesetzes-Kodex auf.
In jenen Tagen lebten eine Bärin und eine Tigerin in derselben Höhle. Sie beteten zu Sin-ung (dies ist ein anderer Name von Hwan-ung), um mit einer menschlichen Gestalt gesegnet zu werden. Der König hatte Mitleid mit ihnen und gab beiden ein Bündel Beifuß und zwanzig Knoblauch-Zwiebeln und sagte: 'Wenn ihr diese heilige Speise eßt und hundert Tage lang nicht das Sonnenlicht seht, sollt ihr Menschen werden.'
Die Bärin und die Tigerin aßen die Speise und zogen sich in die Höhle zurück. Nach einundzwanzig Tagen wurde die Bärin, die die Anweisungen des Königs getreu befolgt hatte, eine Frau. Aber die Tigerin, die sie nicht befolgt hatte, behielt ihre ursprüngliche Gestalt.
Aber die Bärin-Frau konnte keinen Mann finden. Darum betete sie unter dem Sandelholz-Baum mit einem Kind gesegnet zu werden. Hwan-ung hörte ihr Gebet und heiratete sie. Sie wurde schwanger und gebar einen Sohn, der Tangun Wanggom - der König des Sandelholzes - genannt wurde.

Im fünfzehnten Jahr der Herrschaft von Tang kao (des legendären chinesischen Kaisers Yao, nach üblicher Zeitrechnung einiges vor 2000 vChr.), das war im Jahr Kyong-in (wenn es Kyong-in war, muß es das 23. Jahr gewesen sein), kam Tang-un nach Pyongyang (das heißt jetzt Sogyong), errichtete da seine königliche Residenz und gab seinem Königreich den Namen Choson.

Später verlegte Tang-un seine Hauptstadt nach Asadal auf dem Taebaek-Berg und regierte 1500 Jahre lang, bis der König Wu von Chou (einer früheren chinesischen Dynastie) Kija auf den Thron brachte (das herkömmliche Datum dafür ist 1122 vChr.). Als Kija kam, ging Tang-un nach changtang-kyong und kehrte dann nach Asadal zurück, wo er im Alter von 1908 Jahren ein Berggeist wurde.

Im Buche von Peichu-chuan von Tang (chinesische Dynastie 618-907 nChr.) steht geschrieben:
"Koryo (d.h. Koguryo) war ursprünglich Kojuk-kuk (jetzt Haeju) und wurde vom Chou-Kaiser bei der Einsetzung Kijas als Choson benannt. In der Zeit der Han-Dynastie (in China, 206 vChr. - 222 nChr.) war Choson in drei Länder geteilt - Hyonto, Nangnang und Taebang."
Das Buch Tung-tien gibt die gleiche Auskunft. Jedoch berichtet das Han-shu von vier Ländern (Chinbon, Imtun, Hyonto und Nangnang), deren Namen aus irgendeinem Grunde von denen in den anderen Quellen abweichen.
(Das ist eine Betrachtung über einen Teil des nordwestlichen Koreas, das von 108 vChr bis 313 nChr. direkt unter chinesischer Herrschaft stand. Das einzige von dauerhafter Bedeutung war Nangnang, das von den Chinesen Lolang genannt wird.)

2. Weiman Choson
(Die folgende Betrachtung ist eine etwas detailliertere und historisch genauere Beschreibung des alten Königreiches Choson und seiner Kriege mit der chinesischen Han-Dynastie unter dem Kaiser Wu-ti (141 bis 87 vChr.), die zur Errichtung der chinesischen Kolonie Lolang (Nangnang) im Nordwesten Koreas führte. Das hier angesprochene Land Yen war eines der "streitenden Reiche" von China während der Periode unmittelbar vor der Vereinigung Chinas durch die kurz währende Chin und ddie nachfolgende Han-Dynastie. In der frühen Zeit der Han-Dynastie gab es Revolten und einen Versuch zur Wiederherstellung von Yen, das zu Korea gehörte.)
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S.40
7. Taebang
(Taebang war in zwei Teile geteilt, einen nördlichen und einen südlichen.) Nord-Taebang wurde ursprünglich Chuktam-song genannt. Im vierten Jahr der Herrschaft von König Norye in Silla (27 vChr.) ging sein Volk zusammen mit dem von Nangnang zu Silla über. Es waren dies die beiden durch die frühe Han-Dynastie errichteten Staaten. Nord-Taebang nahm den Status einer Nation an, aber sein König und Subjekte gingen unter.
Während der Tsao-wei-Dynastie wurde Süd-Taebang errichtet (jetzt Namwon-pu). Es erstreckte sich über eine Länge von über 1000 Li (550 km) längs der Han Hae genannten Meeresküste bis zum Süden von Taebang. Dies war die südliche Küste von Mahan, wo Taebang während der späten Han-Dynastie errichtet wurde, dem Wai und (das koreanische) Han untergeordnet wurden. ("Mahan" ist ein Fehler. Das im letzten Satz bezeichnete Land war Nord-Taebang.)

8. Malgal (Mulgil) und Palhae (Pohai)



Tung-tien zufolge wurde Palhae ursprünglich als Sokmal-Malgal benannt. Während der Hsien-tien-Ära von Hsüan-tsung (chinesischer Kaier der Tang-Dynastie im 8. Jahrhundert) nannte sein Herrscher Choyong es in Palhae um, und er nahm den Titel eines Königs an. Als er im achten Jahre der Ära Kai-yuan von Tang Hsüan-tsung (719) starb, gab ihm sein Sohn den posthumen Titel Kowang (hoher König) und wurde mit Billigung des chinesischen Kaisers gekrönt. Aber der neue König benutzte seine eigene dynastische Ära (abweichend von der der chinesischen Kaiser, als Zeichen der Unabhängigkeit) und machte sein Land zu einer blühenden Nation des Ostens. In seiner Blütezeit hatte Palhae fünf Regions-Hauptstädte, 15 Präfekturen und 62 Provinzen. Schließlich wurde es in der Tien-cheng-Ära des Hou-tang erobert und hörte auf zu existieren.
Im Sankuo-shi steht geschrieben: "Im dritten Jahr der Ära I-feng des Kao-tsung, genau im Jahr des Muin (das ist etwa in der Mitte des 7. Jahrhunderts) führte ein geschlagener General von Koguryo seine Mannschaft nach Norden zu dem Land um den Taebaek-Berg, wo er einen neuen Staat errichtete, den er Palhae nannte. Im 20. Jahr der Ära Kai-yuan sandte Tang Mingwan einen General aus Palhae zu erobern. Im 32. Jahr der Herrschaft des Königs Song-dok (frühes 8. Jahrhundert) überschritten während der Herrschaft des Königs Hsüan-tung die Armeen von Palhae und Malgal das Meer, um Teng-chow im Tang-Kaiserreich anzugreifen. Sie wurden aber durch die kaiserlichen Truppen zurückgeschlagen."
Das alte Buch von Silla sagt "Der Familienname von Chonyong (ein General von Koguryo) war Tae. Er sammelte seine geschlagenen Soldaten an der Südseite des Taebaek-Berges und errichtete einen neuen Staat, den er Palhae nannte."
Diese beiden Sätze vermitteln den Eindruck, daß Palhae ein anderer Name für Malgal war, obgleich die Daten, wann die beiden Königreiche gegründet wurden, unterschiedlich sind.
Gemäß einer alten von Tungpo gezeichneten Karte lag Palhae jenseits der Großen Mauer (von China) nach Nordosten hin. Das Nakuo-chih von Katan weist aus, daß vier der Präfekturen von Palhae (Amnok, Namhae, Puyo und Chusong) früheres Koguryo-Land waren mit 39 Poststationen zwischen dem Bezirk Chonjong (jetzt ist das die Provinz Hamgyong) und Yusong in Silla. Das geografische Buch Tili-chih legt den Bezirk Chonjong in die Sakju-Präfektur. Das ist jetzt Yongju.
Das Sankuo-shih sagt "Beim Untergang von Paekche teilten sich Palhae, Manhae und Silla sein Land." Danach zu urteilen scheint es so, als ob Palhae in zwei Teile geteilt wurde.
Das Volk von Silla erklärte, daß Palhae im Norden, Wai (Japan) im Süden und Paekche im Westen ihr Land angriffen. (Da gibt es offensichtlich einige zeitliche Konfusion. Paekche war vor der Gründung von Palhae erobert.) Sie sagen "Malhae stört die territoriale Integrität wegen seiner territorialen Ähnlichkeit zur Asulla-Provinz."
Im Buch Tongmyong-gi ist geschrieben "Die Grenze von Cholbon-song war zu Malgal benachbart (jetzt wird das Tongchin genannt)." Im 14. Jahr des Königs Chima von Silla drang eine große Truppe von Malgal über die nördliche Grenze ein, griff Taeryong-chaek an und durchquerte Niha.
Im Houwei-shu wird Malgal als Mulgil (Wuchi) bezeichnet, und im Chijang-to werden Palou und Wuchi als Suksin wiedergegeben. Aus der Karte von Tungpo geht klar hervor, daß nördlich von Chinhan die Gebiete von Nord- und Süd-Huksu (Heisui) liegen. Zehn Jahre nach der Krönung von König Tong-myong (von Koguryo, 27 vChr.) zerstörte Koguryo das nördliche Okjo. Im 42. Jahr der Herrschaft von König Onjo (von Paekche, 14 nChr.) liefen 20 Familien aus dem südlichen Okjo nach Silla über; und im 52. Jahr der Herrschaft von König Hyokkose (von Silla, 5 vChr.) schenkte das östliche Okjo Silla schöne Pferde. Diese aufgezeichneten Dinge scheinen zu belegen, daß Okjo in der frühen Zeit der Drei Königreiche existierte. Das Chijiang-shu sieht Huksu nördlich und Okjo südlich der Großen Mauer.

S. 42
9. Iso-guk
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S. 42
10. Die fünf Kaya-Staaten
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Samguk yusa S. 43

11. Das nördliche Puyo

(Hier kann sich leicht eine Verwirrung ergeben. "Puyo" ist gleichermaßen der Name eines Ortes in der Mandschurei, der Name eines koreanischen Stammes vor der Zeit der drei Reiche und der Name einer Stadt im Südwesten Koreas, die einige Zeit lang die Hauptstadt des Köbigreiches Paekje war. Jedoch stehen diese drei Namen miteinander in Beziehung. Das Gebiet in der Mandschurei trägt den Namen nach dem Stamme, dessen Gebiet nördlich von Koguryo lag. Nachdem Koguryo das Puyo-Volk besiegt hatte, wandten sich viele davon nach Süden und spielten unter anderem eine Rolle bei der Gründung von Paekje. Allgemein gesagt, zeigten die Nord-Leute mehr politischen Zusammenhalt und Geschick als die Süd-Leute im alten Korea, und die Zivilisation schritt von Nord nach Süd fort.)
Das Alte Buch zitiert das Chienhan-shu in der folgenden Weise: "Im dritten Jahr des Shen-chueh von Hsüan-ti (58 vChr.) gerade am achten Tag des vierten Monats von Imsul stieg der himmlische König auf einem von fünf Drachen gezogenen Wagen herab zum Solsunggol Schloß (nördlich des Yalu-Flusses), das er als seinen Königs-Sitz wählte. Hier nahm er den Titel eines Königs an, nannte sein Land Nördliches Puyo und sich selbst Haimosu. Auf Befehl des Himmels verlegte der König später seine Residenz in das Östliche Puyo. Ihm folgte König Tongmyong auf dem Thron des Nördlichen Puyo, der seine Hauptstadt nach Cholbon-ju verlegte. König Tongmyong war der Begründer von Koguryo (das überlieferte Datum ist 37 vChr.).

S. 44
12. Das östliche Puyo
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Kumwa wuchs zu einem starken Jüngling heran und bestieg zu seiner Zeit den Thron, den er wiederum seinem Sohn Taiso überließ. Aber im dritten Jahr der Ära Tihwang von Hsin Wang mang (11 vChr.) griff Muhyul, der König von Koryo (Koguryo) ihn an, tötete Taiso und zerstörte seine Nation.
(Hier scheint einige historische Konfusion vorzuliegen. Das angegebene Datum liegt viel später als die überlieferten Zeiten der Gründung von Koguryo und Paekje.)

S. 45
13. Koguryo

Koguryo ist das Cholbon Puyo. Manche sagen, es habe sich dort befunden, wo nun Hwaju und Songju liegen, aber das ist falsch. Cholbon-ju liegt auf der Halbinsel Liaotung.
Das Samguk Sagi sagt, daß der Familienname des heiligen Vorfahren, des Königs Tongmyong, Ko und sein Rufname Chumong war. Bevor er Koguryo gründete, ging König Haiburo von Nord- nach Ost-Puyo und adoptierte Kumwa, damit der ihm nachfolge.
Eines Tages jagte Kumwa am Berge Taebaek und erblickte eine schöne Frau am Flusse Ubalsu. Er fragte, wer sie sei. Und sie antwortete: "Ich bin die Tochter von Haebaek, dem Drachen-König von Soha (West-Fluß), und Yuhwa (Willow Blume) ist mein Name. Als ich mit meinen Schwestern zu einem Picknick war, kam ein starker Mann zu mir und sagte:'Ich bin ein Himmels-Prinz und Haimosu ist mein Name.' Er nahm mich in eine Hütte am Ufer des Yalu-Flusses nahe Ungsinsan (Berg des Bären-Gottes). Er erfreute mich und verließ mich dann, ohne je wiederzukommen. Als mein Vater und meine Mutter erfuhren, was geschehen war, wurden sie ärgerlich und verbannten mich an diesen einsamen Platz."

Das Buch Tangun-si sagt: "Tangun verliebte sich in die Tochter von Haebaek und zeugte mit ihr einen Sohn, der Puru genannt wurde." Da die vorige Geschichte besagt, daß Haimosu die Tochter des Haebaek erfreute und sie den Chomong gebar, scheint es, als wären Puru und Chumong Halbbrüder.
Kumwa wurde durch die Geschichte der Frau verwirrt und sperrte sie in einen dunklen Raum ein. Aber das Sonnenlicht kam durch einen Spalt herein, traf sie und strich lange und zärtlich über ihren Körper, daß sie schwanger wurde und ein großes Ei zur Welt brachte. Kumwa war überrascht. Er legte das Ei seinen Hunden und Schweinen vor, aber sie aßen es nicht. Er warf es auf die Straße, aber die Pferde und ....... traten nicht darauf. Er warf es auf das Feld, aber die Vögel und Tiere bedeckten es mit ihren Federn und ihrem Fell. Der König versuchte das Ei aufzubrechen, aber ohne Erfolg. Schließlich gab er es seiner Mutter zurück, die es in weiche Sachen wickelte und an einen warmen Ort legte. Bald brach die Schale auf und ein lieblicher Junge sprang heraus, der edel und graziös aussah wie ein großartiger Prinz.
Als das Kind sieben Jahre alt war, war es so stark wie ein erwachsener Mann. Er fertigte sich einen Bogen und Pfeile an und benutzte beides mit so viel Geschick, daß man ihn Chumon, den guten Bogenschützen, nannte - gemäß dem Brauch des Landes in jener Zeit.
Kumwa hatte sieben Söhne, aber keiner von ihnen konnte sich auch nur in einer Kunst messen, gleich ob in einer einfachen oder einer kriegerischen. Taiso, der älteste Sohn, sagte zum König: "Chumong ist kein Sohn eines sterblichen Mannes. Und je eher er getötet wird, um so besser ist es für den Thron." Aber der König mochte das nicht hören und schickte Chumong die Pferde zu füttern. Chumong kannte sich gut mit Pferden aus - "er war ein guter Richter in Sachen Pferdefleisch" - und konnte ein fliegendes Pferd wohl von einem kriechenden Ackergaul unterscheiden. So ließ er ein edles Pferd mager werden, indem er ihm wenig zu Fressen gab. Und ein Packpferd machte er fett, indem er ihm viel gab.
Der König ritt das fette Pferd, als er zur Jagd ging, und gab Chumong das dünne Pferd. Das dünne Pferd war von Natur aus schnell und stark und trug seinen Meister wie der Wind, während des guten Bogenschützen Pfeile wie Blitze in das Ziel trafen. Dafür haßten ihn die eifersüchtigen Prinzen und Höflinge noch mehr und beschlossen ihn zu töten.
Chumongs Mutter erfuhr von der schrecklichen Verschwörung und sagte zu ihm: "Mein Sohn! Dein Leben ist in Gefahr. Du mußt fortgehen, egal wohin du willst. Du hast viele himmlische Gaben, die deinen Erfolg sichern werden." Chumong nahm zärtlich Abschied von seiner liebevollen Mutter und floh zusammen mit Oi und zwei Gefährten. Als er den Strom mit Namen Omsu erreichte, rief er dem tiefen Wasser zu: "Ich bin der Sohn des Himmels und Haebaeks Enkel. Jetzt ist mir der Feind auf den Fersen. Was soll ich tun?" Sogleich drängte sich ein Schwarm von Fischen und Schildkröten an die Oberfläche und bildeten eine Brücke, so daß Chumong und seine Begleiter hinübergehen konnten. Dann zerstreuten sie sich und verschwanden wieder in der Tiefe und ließen den berittenen Verfolgern keinen Weg hinüber.
Chumong setzte seinen Weg bis nach Cholbonju (in der Provinz Hyonto) fort, wo er an dem Flusse Pullyusu einen zeitweiligen Palast errichtete. Nach seinem Familiennamen Ko, der "hoch" bedeutet, weil er von der hoch stehenden Sonne gezeugt wurde, gab er dem Land den Namen Koguryo. (Chumong hatte ursprünglich den Familiennamen Hai von der königlichen Familie, bei der er lebte. Aber er änderte ihn in "Ko" wegen seines Herkommens.)

Als er zwölf Jahre alt war - das war im zweiten Jahr des Kien-Chao (Kapsin) von Hsiaoyuan-ti von Han -, bestieg er den Königs-Thron. Koryo (d.h. Koguryo) bestand in seiner Blütezeit aus 220,580 Haushalten. (Der überlieferte Zeitpunkt für die Gründung von Koguryo ist 37 vChr. Die angegebene Bevölkerungszahl scheint falsch zu sein. Denn andere Berichte melden, daß Koguryo bei seiner Auflösung 697,000 Haushalte hatte.)

Im Churin-chuan (Band 21) steht geschrieben: "Als ein Kammermädchen des Königs Ningpinli schwanger wurde, kündigte ein 'Physiognomist' an, daß sie einen edlen König gebären werde. Der König tobte 'Das ist nicht von meinem Samen und muß getötet werden.' Aber das Kammermädchen bat und widersprach weinend 'Ein Liebesgott vom Himmel umarmte mich und ging fort und ließ mich schwanger zurück.'
Als das Kind geboren wurde, erklärte der König es für eine Gefahr für die Krone. Er warf es in den Schweinestall. Aber die Sau blies ihm ihren warmen Atem in die Nasenlöcher. Er warf es in die Pferdekoppel. Aber die Mähre säugte es, damit es lebe. So wuchs das Kind heran, um der König von Puyo zu werden." Das ist eine andere Fassung der Geschichte, wie Chumong der erste König von Koguryo wurde, der den dynastischen Titel Tongmyong trug. Ningpinli war der Spitzname von König Puru.

S. 48

16. Kyongju (Lustfläche für jede der vier Jahreszeiten)

Als Silla den Gipfel seines Wohlstands erreichte, hatte seine Hauptstadt Kyongju 178,936 Haushalte, 1360 Abschnitte, 55 Straßen und 45 Villen. Es gab einen Palast und Lustgarten für jede der vier Jahreszeiten, in die sich die Ariswtokraten zurückzogen. Diese waren Tong-ya - das Ost-Feld-Haus für den Frühling, das Kokyng-Haus für den Sommer, das Kuchi-Haus für den Herbst und das Kai-Haus für den Winter.
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S. 49.
17. König Hyokkose, der Gründer von Silla

In frühen Zeiten gab es sechs Distrikte in Chinhan, deren jeder einem gesonderten Clan gehörte. Dies waren Yi, Chong, Son, Choe, Pae und Sol, die jeder beanspruchten einen göttlichen Vorfahren zu haben.
Am ersten Tage des dritten Monats von Ti-chieh (während der chinesischen Han-Dynastie) kamen die Oberhäupter dieser sechs Clane und ihre Familien am Ufer des Alchon-Flusses zusammen, um Fragen von gemeinsamer Wichtigkeit zu beraten. Sie kamen überein: "Es ist nicht gut für uns in verstreuten Siedlungen ohne Schutz zu leben. Wir sind durch starke, nahe Feinde bedroht. Wir müssen darum nach einem edlen und ruhmvollen König suchen, der über uns herrschen und uns als ein Heerführer verteidigen soll."
Die Oberhäupter und ihre Familien bestiegen dann einen hohen Berg, wo sie den Kult volllzogen und zum Himmel beteten, er möge ihnen einen ruhmvollen Prinzen gemäß ihrem Wunsche schicken. Plötzlich gab es einen Lichtblitz, und ein 'auspicious' Regenbogen spannte sich herab vom Himmel und berührte die Erde südlich bei einem Wall mit Namen Najong in Richtung auf den Yang-Berg, wo ein weißes Pferd niederkniete und sich vor irgendetwas verbeugte.
In großem Erstaunen liefen sie hinab zu dem Wall. Als sie näher kamen, wieherte das Pferd laut auf und flog auf dem aufstrebenden Schweif des Regenbogens himmelwärts. Dabei hinterließ es ein großes rotes Ei (manche sagen, es sei blau gewesen), das auf einem gewaltigen Stein nahe dem Wall lag. Als man das Ei knackte, fand man darin ein Baby, dessen edles Gesicht wie die Sonne strahlte. Als man es im Ost-Strom badete (im Norden, wo der Tongchon-Tempel steht), sah es noch heller und hübscher aus.
Das Volk tanzte vor Freude, und die Vögel und die wilden Tiere sangen und tanzten um den Knaben herum. Himmel und Erde wankten, und Sonne und Mond schienen hell (sie zeigten so, das dies wirklich der König sei, um den gebetet worden war). Sie nannten ihn Kim Hyokkose, das heißt Heller Herrscher. (.. Die offiziellen Aufzeichnungen ... nennen Hyokkose als den ersten König von Silla und nennen als Regierungszeit 57 vChr. bis 3 nChr.)
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Am gleichen Tage stieg eine Drachen-Frau an einem anderen Wall, der Aryongjong in Saryang-ni genannt wurde, vom Himmel herab. Unterhalb der Rippen ihrer linken Seite brachte sie ein Baby-Mädchen hervor, die hervorbrach wie eine Blume aus der Knospe....
Das Kind hatte ein anständiges Gesicht und eine schöne Figur, aber ihr Mund war wie der Schnabel eines Huhnes. Als das Volk sie aber im Nord-Strom der Mond-Burg badete, fiel der Schnabel ab und gab ihre kirschroten Lippen frei. Seither wurde der Strom Palchon genannt (Strom des Schnabel-abfallens).
Das Volk errichtete einen Palast am Fuße des Südberges und zog die beiden Babies auf, die zu einem edlen Paar von Prinz und Prinzessin heranwuchsen. Weil der Prinz aus einem Ei der Form eines Kürbis - der in der örtlichen Sprache "pak" genannt wird - geboren wurde, gab man ihm den Familiennamen Pak. ...

S. 50: Gründungsgeschichten von Pak- und Kim-Klan


S. 55:
Geschichte vom Knaben im Boot: Haus ergaunert (mein Ahn war Schmied):
das ist König Talhae

Könige von Silla:
1. Hyokkose		       -52 bis 3
2. Namhae-wang (Chacha-ung)      4 bis 24
3. Norye Nijilgum (Yuri)	24 bis 57
4. Talhae Nijilgum		57 bis 80
	(Talhae Nisagum) riesig, erster vom Sok-Clan
8. Adala                        um 157
12.Chomhae                      247 bis 262
13. Michu Nijilgum (Micho,Miko) 
	erster Kim		262 bis 284
14. Yurye			284 bis 298
17. Naemul			356 bis 402
18. Silsong			402 bis 417
19. Nulji			417 bis 458
21. Picho (Soji)		459 bis 500
	(Harfenkasten)
22. Chichollo (Chitoro, Chitaero)
                                500 bis 514
24. Chinhung			540 bis 576
	(starb als buddh.Mönch)
25. Kim Saryun (Chinji)         576 bis 579
	(Tohwarang, die treue Frau)
26. Paekjong (Chinpyong)        579 bis 632
	(Piyhyong und Kildal)
	(Jadegürtel vom Himmel)
27. Königin Tokman (Sondok)     632 bis 647
	(drei Weissagungen)
28. Königin Chindok             647 bis 654
	(Poem von der friedvollen Herrschaft
29. Kim Chun-chu (Taejong)      654 bis 661
	(Frau Po-hui)
30. Munmu                       661 bis (mehr als 5 Jahre)
    Muryol                      654
    Sinmun                      681 bis 692

36. Hyegong                     765 bis 780

S. 56
21. Kim Alji

...
S. 57
22. Yonorang und Syeonyo


S. 61
24. König Naemul und Pak Che-sang
...
[König Nulji, 419]
Der König machte Frieden mit Koguryo und schickte Pohae [seinen jüngeren Bruder] nach Pyongyang mit Kim Mu-al, einem alten Soldaten zur Begleitung. Aber [Koguryo-] König Changsu machte es wie der japanische Herrscher [mit Mihae, dem Sohn des Maemul] und hielt den jungen Prinzen gefangen und ließ ihn nicht zurückkehren.
[Pak Che-sang holt die Prinzen heim]

S. 66
25. König Silsong (402-417)
Im neunten Jahr von Ihsi, gerade im Jahre von Kyechuk (414) wurde die große Brücke in Pyongyang gebaut. ...

26. Schießen auf den Harfenkasten
Im zehnten Jahr (Mujin) des Königs Picho (sonst bekannt als König Soji, 479-500), des 21. Herrschers von Silla, belustigte sich der König bei einem Picknick beim Pavillon des Himmlischen Frühlings, als er Krähen und Ratten bemerkte, die laute Musik in dem Blumengarten machten, wo er saß. Plötzlich verneigte sich eine Ratte vor dem König und sagte "Folge der Krähe, wohin sie auch fliegt." Der König befahl einem Offizier auf einem flinken Pferd der Krähe zu folgen, die gerade devonflog.
Der Offizier gehorchte und folgte der Krähe bis nach Pichon, einem Bergdorf östlich des Namsan-Berges. Seine Aufmerksamkeit war für einen Augenblick durch den Kampf zwischen zwei Schweinen abgelenkt. Und als er wieder zum Himmel sah, war der Vogel verschwunden. Als er unschlüssig weiterging, entstieg ein alter Mann einem Teich nahe dem Dorf und überreichte ihm einen versiegelten Brief. Auf dem Umschlag standen die Worte "Geöffnet: zwei Menschen werden sterben; nicht geöffnet: ein Mann wird sterben."
Erstaunt nahm der Reiter den Brief zum König, der auf den Umschlag sah und sagte "Wenn sonst zwei Leute sterben müssen, ist es besser, den Brief nicht zu öffnen und nur einen Mann sterben zu lassen."
Aber der königliche Wahrsager, der bei dem König war, sagte "Die beiden Leute sind Gewöhnliche, aber der eine Mann ist Eure Majestät." Der König nickte und öffnete den Brief. Darin fand er eine seltsame Nachricht "Schießen auf den Harfen-Kasten." Der König kehrte in den Palast zurück und schoß einen Pfeil in den Harfenkasten. Als dieser geöffnet wurde, erblickte er seine Königin in der Liebesumarmung eines Mönches. Und beide waren vom Pfeil durchbohrt und tot.
Seither wurde es üblich, am ersten Tag des Schweines, der Ratte und des Pferdes zu Hause zu bleiben und den 15. Tag des ersten Monats eines jeden Jahres als Festtag der Krähe zu begehen. An diesem Tage wird Kleb-Reis gekocht und als Opfer für den schwarzen Vogel dargebracht, der das Leben des Königs gerettet und der ehebrecherischen Königin und ihrem Liebhaber den Tod gebracht hat. Im Volksmund heißt dieser Tag Taldo, was "Tag des Leides und des Tabu" bedeutet. Der König nannte den Teich Sochul chi. Das bedeutet "den Brief gebender Teich".

S. 69..
...Als König Chinpyong, der Nachfolger von Chinji, (579-632) diese Geschichte hörte, ließ er Tohwarang und ihr Baby zum Leben in den Palast bringen. Und als der Junge [Pihyongnang] fünfzehn war, machte er ihn zum Ritter. (Das bedeutet wahrscheinlich, daß er unter die Hwarang aufgenommen wurde, eine teils militärische teils religiöse Organisation der aristokratischen Jugend des Königreiches Silla.)
...

33. Kim Yu-sin

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Von Kindheit an wurde er von allen wegen seiner wundervollen Taten bewundert. Und man nannte ihn den Sieben-Sterne-General. Im Alter von 18 beherrschte er die Kunst des Schwertes und wurde ein Hwarang (die früher erwähnte patriotische Jugend-Organisation). [Fußnote: Hwarang heißt wörtlich Blumen-Jugend und stellt Sillas Ritterschaft und Knappen dar. Unter den Söhnen der Aristokratie wurde körperlich schöne ausgewählt und in zivilen und militärischen Künsten trainiert. Sie wurden bevorzugt in offizielle Positionen gebracht. .. in den Tagen des Königs Chinhung als die Blume von Sillas nationaler Armee, die ihren moralischen Höhepunkt während der Vereinigung der drei Königreiche durch Silla erlebte. Damals setzte Silla militärischen Glanz über literarische Fertigkeiten: Alle Jugendlichen wünschten Ritter des Königs zu werden und zu leben und zu sterben für das Vaterland. Der Campus der Militärakademie bei Seoul wird jetzt Hwrang-dae genannte, d.i. Hügel der Hwarang.]

Samguk yusa, S. 80

34. Taejong Chun chu-gong (König Mu ryol 654 - 661)

Der neunundzwanzigste Herrscher über Silla war Kim Chun-chu, der als Taejong der Große bekannt ist. Sein Vater war Yongsu-kakkan; seine Mutter war Chon-myong, die Tochter des Königs Chin-pyong. Und seine Königin war Mun myong-hwang hu - Mun-hui -, die jüngste Schwester von Kim Yu-sin.
Eines Nachts hatte Mun-hui's Schwester Po-hui einen Traum, in dem sie auf den So-ak-Berg stieg und ein Wasser ließ. Und der Strom des Wassers aus ihrem Körper floß in Wasserfällen hinab und überflutete die ganze Stadt Kyongju. Am Morgen erzählte sie ihrer Schwester davon.
"Das ist sehr interessant" sagte Mun-hui, "Ich möchte deinen Traum kaufen."
"Was willst du mir dafür geben?" fragte Po-hui.
"Ich gebe dir mein Hemd von besticktem Brokat."
"Sehr gut! Ich bin einverstanden."
Mun-hui breitete ihr Hemd aus und sagte "Ich bin bereit deinen Traum einzufangen."
"Schön!" lachte Po-hui. "Ich gebe dir meinen Traum der vorigen Nacht."
Mun-hui lächelte. "Ich danke dir, Schwester. Hier ist mein Hemd. Zieh es an und du wirst damit schöner aussehen." Zehn Tage später geschah es, daß Yu-sin und Chun-chu beim Krähen-Fest Ball spielten (siehe oben: "Schießen auf den Harfenkasten") und Yu-sin versehentlich auf ein Band trat, das von Chun-chu's Jacke hing, so daß es abriß. "Das tut mir leid" sagte Yu-sin. "Komm mit mir in mein Haus, und wir lassen das Band wieder annähen."
"Mach dir keine Sorgen" sagte Chun-chu, und die beiden jungen Leute gingen fort zu den Räumen der Frauen. Yu-sin rief Po-hui heraus, damit sie das Band annähe. Aber sie war zu scheu und meinte, es sei für sie unschicklich, mit einem jungen Mann zusammen zu sein. Dann rief er Mun-hui, die kam und das Band annähte und die ganze Zeit tief errötet war. Chun-chu verliebte sich auf der Stelle in sie und besuchte sie von dan an bei Tag und Nacht.
Wenig später bemerkte Yu-sin, daß Mun-hui schwanger war. Er wurde wütend und traf sogleich die Vorbereitungen, um sie zu verbrennen als Warnung für alle unmoralischen Frauen.
An jenem Tage war es, daß die Königin Sondok zum Picknick auf den Südberg ging. Sie bemerkte die Flammen und den zum Himmel aufsteigenden Rauch. Als sie ihre Begleiter befragte, erfuhr sie, daß Yu-sin daran ging seine Schwester zu verbrennen, weil sie von einer unerlaubten Liebesgeschichte schwanger war. Die Königin sah um sich und bemerkte, daß Chun-chu bleich wie der Tod war.
"Also warst du es" sagte sie. "Geh rasch und rette das Mädchen!" Chun-chu schwang sich auf sein Pferd und galoppierte eilends zu Yu-sin's Haus und rief "Befehl der Königin! Befehl der Königin! Bringe sie nicht um!" So wurde Mun-hui gerettet.
Einige Tage später wurden Chun-chu und Mun-hui formell getraut.
...
((Chun-chu wurde als König Muryol 654 der 29. Herrscher von Silla.))
...
Weil der König bei der Eroberung und Angliederung der drei Han-Gebiete (Mahan, Chinhan und Pyonhan, im Süden) an Silla erfolgreich war, wobei ihn Yu-sin unterstützte, der einer der tapfersten und geschicktesten Generäle war, die Korea jemals hervorgebracht hat, erhielt er nach seinem Tode den Titel Taejong (Tai-tsung auf chinesisch), was "Großer Vorfahr" bedeutet (und üblicherweise dem zweiten Herrscher einer Dynastie gegeben wurde. Ilyon merkt an, daß die Vergabe dieses Titels an Chun-chu ein außerordentliches Zeichen der Ehre und Anerkennung war.) Seine sechs Söhne, die Prinzen Popmin, Inmun, Munwang, Notan, Chigyong und Kaewon, wurde alle von Mun-hui geboren, die so den Traum ihrer Schwester erfüllte, indem sie die Hauptstadt mit dem Produkt ihres Leibes überschwemmte. Zudem zog sie acht Kinder (drei Jungen und fünf Mädchen) auf, die dem König von Konkubinen und Hofdamen geboren wurden.
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S. 105
37. Die Flöte zum Beruhigen von zehntausend Winden

Der einundvierzigste Herrscher war König Sinmun (681-692). Sein eigentlicher Name war Chongmyong. ...


Während der Herrschaft des Königs Hyoso (692-702) wurde diese Flöte im Zusammenhang mit der wunderbaren sicheren Heimkehr des Hwarang Sillyerang (sein richtiger Name war Puryerang) erwähnt. Die vollständige Geschichte findet sich in seiner Biografie (in den Chroniken des Paengnyul-Tempels).

S. 123/124 Hwarang

48. König Kyongmun (861-875)

Der achtundvierzigste Herrscher war König Kyongmun, dessen Kinder- Name Ungnyom war. Er wurde im Alter von achtzehn Jahren zu den Hwarang gegeben, und als er zwanzig war, lud ihn der regierende König Honan zu einem Bankett ein.
"Du junger Mann hast viele lehrreiche Orte in Silla besucht" sagte der König...

S. 126
49. Das Lied des Choyong und der Tempel mit dem See-Blick

Der 49. Herrscher war König Hongang (875-886). Während seiner Herrschaft fand man Häuser mit Ziegeldächern, die in Reihen von der Hauptstadt bis zu den vier Meeren standen, und nicht ein stroh-gedecktes Dach gab es. ((steht auch in der Einleitung zur Beschreibung von Käsong)) Sanfte Musik war an allen Straßen zu hören. Ein milder süßer Regen fiel mit einem harmonischen Segen, und alle Ernten waren überreich.
... ((Picknick in Kaeunpo = Ulsan; dicker Nebel; Hafen der sich öffnenden Wolken; Drachen der östlichen See und seine 7 Söhne, Tanz; Choyong, Frau; Pocken-Geist + Frau; Lied des Choyong)) So sang und tanzte er und wendete sich dann zum Gehen. Aber der Pocken-Geist stand vom Bett auf und fiel vor Choyong auf die Knie und sagte: "Ich bewunderte deine Frau um ihre schöne Gestalt, aber nun habe ich sie beschädigt. Nun da ich erlebte, daß du nicht ärgerlich auf mich warst, haben mich Staunen und Bewunderung überwältigt. Ich schwöre dir, daß ich fortan, sobald ich nur das Bild deines Gesichtes sehe, das Haus nicht betreten werde." Im Glauben daran hängten die Leute Bilder von Choyong an ihre Pforten als Schutz gegen Krankheit. (Choyong bedeutet "Drachen-Sohn". Die Geschichte ist wohl die Aufzeichnung eines Volks-Glaubens.)

S. 128
Bei einer anderen Gelegenheit ging der König zu einem Picknick zum Posok-jong (Pavillon des steinernen Abalon= des Seeohrs). Während der König
fröhlich Wein trank und von seinen Hofdamen umgeben war, erschien plötzlich der Geist des Südberges vor ihm und vollführte einen Tanz. Der König tanzte auch, ebenso wie die Damen, die süß dazu sangen, aber der Berggeist war nur für den König sichtbar. Als der Tanz zu Ende war, befahl der König seinen Bildhauern, den Geist zur Belehrung der Nachwelt in Stein zu porträtieren. Dieses Bildnis wird Sang-yom-mu genannt, das ist "Tanz des frostbärtigen".

Als der König wieder durch den Kumgang-Paß (Kumgang-nyong) reiste, kam der Geist des Nordbergs und tanzte vor ihm. Der König nannte diesen Tanz Ok-do-ryong, weil er mit einem Jade-Schwert und einem Jade-Geläut vollführt wurde. (Ok dedeutet "Jade")
((wörtlich: ok-do-ryong = Jade-Schwert-Klang))

Eines Abends, als der König sich bei einem Bankett des Hofes erheiterte, erschienen die Göttin der Erde und der Berggeist. Sie tanzten vor ihm und sangen "Chi-ri-da-do-pa", was bedeutet "Viele weise Männer fliehen den Hof; die Hauptstadt wird in Ruinen fallen." Das war eine Warnung von den Schutz-Göttern der Erde und der Berge, die den Fall von Silla vorhersahen. Aber der töricht König und seine Umgebung betrachteten es als gutes Zeichen und gaben sich selbst Ausgelassenheit und Völlerei hin, während das Königreich seinem Untergang zu torkelte.
(Der Berggeist war und ist in gewissem Maße immer noch eine prominente Gestalt im koreanischen Volksglauben, Er wird immer als ein alter Mann mit einem weißen Bart dargestellt, üblicherweise von einem Tiger begleitet.)

S.399 ((Tabelle der Herrscher))
56. Herrscher Kyongsun 927-935
... 935 verlor Silla seine Souveränität an Wang-gon, den Gründer der Koryo-Dynastie. Er starb 978, und sein Grab liegt in Tong-hyang-dong.

S. 177
3 Der Aufstieg des Buddhismus
59. Sundo bringt den Buddhismus nach Koguryo
(...)
Gemäß dem Abschnitt Koguryo Pon-gi des Samguk yusa war es im zweiten Jahr des Königs Sosurim (372), das auch das zweite Jahr der Hsien-an-Ära in Tung-tsin war, als Hsiao Wu-ti den Thron bestieg. Damals schickte der König Fu-chien von Chien-chin (eines der an China grenzenden Staaten nach dem Zerfall des Han-Kaiserreichs) eine Botschaft nach Koguryo mit einem buddhistischen Bild und Schriften und auch einem Mönch mit Namen Sundo aus seiner Hauptstadt Changan.
...Im Februar des folgenden Jahres (375) ließ der König den Chomun-Tempel (auch Songmu-Tempel genannt) für Sundo und den Ibullan-Tempel für Ado bauen. Das war der Beginn des Buddhismus in Koguryo.

S. 178
Preis-Lied auf Sundo

S. 204
Der Yongtap-sa (Heiliger Pagoden-Tempel) von Koryo
((westlich von Pyongyang))

S. 211
73. Das Bild des Bhechadjagura im Punhwang-Tempel und die Glocke des Pongdok-Tempels ((um 770))