Koreanische Schrift
(1)
S.59
...
Buddhistische Dichter spielten eine wichtige Rolle bei der
Entwicklung einer eigenständigen koreanischen Literatur. Da die
Koreaner keine Schrift besaßen, erfolgten die frühesten
schriftlichen Aufzeichnuungen - etwa auf dem Gedenkstein für König
Kwang-gae-to - auf chinesisch. Allmählich entwickelten sie eine
Methode, um mit Hilfe chinesischer Schriftzeichen koreanische
Worte niederzuschreiben. Das geschah zunächst in der Form, daß man
die Schriftzeichen nach ihrer Originalbedeutung, aber in der
Reihenfolge des koreanischen Satzbaus und ohne Rücksicht auf die
chinesische Aussprache niederschrieb. Das Ergebnis mußte wegen der
völlig andersartigen Sprachen unbefriedigend bleiben. Als sehr
viel ergiebiger erwies sich der Gebrauch chinesischer
Schriftzeichen mal nach ihrer Bedeutung und dann wieder nach ihrer
Aussprache. Auf diese Weise konnte man auch koreanische Worte oder
Formen ohne inhaltliche Bedeutung, etwa Endungen, ausdrücken.
Diese sogenannnte Idu-Methode wurde im 8. Jahrhundert von dem
Shilla-Gelehrten Sol Chong systematisch vervollständigt. Sol
Chongs Herkunft ist - zumindest indirekt - Thema eines frühen
koreanischen Gedichts über einen Mönch in Liebesnot, für das der
brühmte buddhistische Priester Wonhyo (617-686) Pate gestanden
haben soll. Nach der Überlieferung wurde Wonhyos Ruf am Königshof
erhört, und er erhielt die Hand der verwitweten Prinzessin Yosok.
Aus dieser Verbindung soll Sol Chong hervorgegangen sein. Die
Episode symbolisiert zugleich die Befreiung der buddhistischen
Mönche in Shilla vom Gebot der Keuschheit. ...
(2)
S. 7
...
Die koreanischen Texte wurden im Idu aufgezeichnet - mit chinesi-
schen Schriftzeichen durch kombinierte Benutzung ihre Bedeutung
oder ihrer Aussprache. Die Herausbildung des Idu als einheitliches
briefliches System wurde durch den zentralisierten Staat benötigt.
Seine Tradition verbindet sich mit dem Namen von Sol Chong
(7.Jh.).
(3)
S.28
(um 670)
... In dem neuen Königreich von Silla bildeten Frieden und Ordnung
innerhalb der Grenzen die Grundlage, auf der sich die Kultur
entwickelte. Die Sprache, die Gesetze und die Zivilisation des
früheren Silla-Staates verbreiteten sich über die ganze Halbinsel,
womit die Geburt eines vereinigten koreanischen Volkes vorbereitet
wurde. Der Buddhismus breitete sich weit aus. Eine gewaltige Zahl
von Tempeln wurde gebaut. Die Kenntnis der chinesischen
Schriftzeichen wurde in den privilegierten Klassen gebräuchlich.
Die Entwicklung des Silben-Schreib-Systems, das als "Idu" bekannt
ist, ist eine eigenständige koreanische Kultur-Errungenschaft. Sie
kann bis zu dem gelehrten Staatsmann Sol chong (spätes 7. bis
frühes 8. Jh.) zurück verfolgt werden. Der Grund für seine
Entwicklung liegt darin, daß das Koreanische eine anhängende
Sprache ist ohne jegliche Beziehung zu der flexionslosen,
einsilbigen chinesischen. In weiten Bereichen aber wurde die
überlegene chinesische Kultur gerade zu jener Zeit beherrschend.
"Es kann keine Frage sein, in wie hohem Maße Korea bei China in
der Schuld steht. Aber andererseits wurde das nicht ohne einen
gewissen Schaden für das koreanische Volk zuwege gebracht, das
sich noch in einer Zeit der Entwicklung befand. Das koreanische
Volk fing gerade an, seine eigenen Kräfte zu spüren. Und da gerade
wurde es mit den fertigen Produkten einer älteren Zivilisation
überschwemmt, wodurch jeder Ansporn für eigenes Bemühen zunichte
wurde. Der Genius des Volkes wurde sogleich erstickt. Und er
erholte sich nie wieder von der intellektuellen Stagnation, die
aus der Überfrachtung der Köpfe mit den chinesischen Idealen
entsprang." (zitiert Hulbert 1880).
(4)
S. 18-19
"Das geschriebene und das gesprochene Koreanisch wurde durch die
jahrhundertelange immense politische und kulturelle Wirkung Chinas
auf Korea beeinflußt. Das Koreanische zeigt in den grammatischen
Strukturen starke Ähnlichkeiten mit dem Japanischen, und in beiden
Sprachen gibt es viele chinesische Lehnwörter und Redewendungen.
Die koreanische Schrift wird allgemein als Han-gul bezeichnet. Sie
wurde im 15. Jahrhundert auf Initiative von König Sejong
(1418-1450) von einer Gruppe von Gelehrten entwickelt. Sejong war
der vierte Monarch des Königreichs Choson (1392-1910). ...
Das koreanische Alphabet, das als eines der wissenschaftlichsten
Schreibsysteme gilt, die heute in der Welt in Gebrauch sind, be-
steht aus 10 Vokalen und 14 Konsonanten, die zu zahlreichen Sil-
benkombinationen zusammengestellt werden können. Das Han-gul ist
einfach und doch systematisch und umfassend. Es ist leicht zu ler-
nen und zu drucken und hat daher viel zur hohen Alphabetisierungs-
rate und zu einem fortschrittlichen Verlagswesen beigetragen."
(1)
S. 91
Hangul - eine "Volksschrift"
Von den Königen der Yi-Dynastie gilt vielen Koreanern Sejong als
der Größte; nicht, weil er große Eroberungskriege geführt oder
viele siegreiche Schlachten geschlagen hätte, sondern wegen der
bahnbrechenden kulturellen und bedeutenden administrativen
Leistungen während seiner gut dreißigjährigen Regierungszeit
(1418-1450). Besonderes Augenmerk verdient eine kulturelle
Großtat, deren Konsequenzen erst in diesem Jahrhundert voll
wirksam geworden sind: die Erfindung einer eigenen koreanischen
Schrift. ...
Koreaner und Japaner haben auf der Grundlage chinesischer Schrift-
zeichen im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Schreibweisen
entwickelt, um die vom Chinesischen stark abweichenden Laute und
Formen der eigenen Sprache besser ausdrücken zu können. Hierzu
zählen die koreanischen Idu-, Hyangchal- und Kugyol-Systeme...
das koreanische Hangul [ist] eine völlig eigenständige
Neuentwicklung, die, von König Sejong veranlaßt, am 9. Oktober
1446 dem Volk übergeben wurde....
Im Vorwort des königlichen Erlasses legt Sejong seine Motive dar:
"Die Laute unserer Sprache unterscheiden sich von denen Chinas und
lassen sich nicht einfach in die chinesische Schrift übertragen.
Wenn daher einer meiner unwissenden Untertanen den Wunsch hat,
seine Gedanken auszudrücken, so ist er dazu in vielen Fällen am
Ende nicht in der Lage. Aus Mitgefühl mit unserem Volk haben wir
eine neue Schrift aus 28 Buchstaben erfunden, auf daß ein jeder
sie leicht erlernen und zum eigenen Nutzen im täglichen Leben
anwenden kann."
... Ursprünglich bestand das koreanische Alphabet aus 17
Konsonanten und 11 Vokalen. In der heute gebräuchlichen
Standardisierung von 1933 gibt es nur noch 24 Grundbuchstaben - 14
Konsonanten und 10 Vokale -, aus denen weitere 15 Buchstaben
zusammengesetzt werden. Mit diesen insgesamt 39 Schriftzeichen
lassen sich alle Laute der koreanischen Sprache erfassen.
... Fest steht, daß der König sich selber intensiv mit
Sprachstudien befaßte und daß der Verkündung des neuen Alphabets
jahrelange Vorarbeiten der Akademie (Chip-hyon-jon = "Akademie der
Weisen") vorausgegangen waren, die vom König veranlaßt und
überwacht wurden. ... Für dieses Vorhaben [d.h. für die
Entwicklung einer eigenen Schrift] wurde schon bald nach der
Thronbesteigung Sejongs eine Arbeitsgruppe aus den besten
Sprachgelehrten des Landes gebildet. Nach mehr als zwanzigjähriger
Arbeit präsentierten die Gelehrten schließlich im Dezember 1443
dem König ihren Schlußbericht. Bis zur offiziellen Einführung des
Alphabets als "richtige Laute zur Unterweisung des Volkes" (Hunmin
Chongum) wurden die 28 Buchstaben weitere drei Jahre auf ihre
Tauglichkeit geprüft. Konfuzianische Abhandlungen und
buddhistische Schriften, aber auch ein landwirtschaftliches
Lehrbuch wurden mit Hilfe von Hangul ins Koreanische übersetzt.
Gedichte zum Ruhm des Königshauses wurden koreanisch verfaßt und
in Hangul niedergeschrieben. Niedere Beamte ohne viel klassisch-
chinesische Vorbildung wurden in der neuen Schrift unterwiesen und
mußten ihre frisch erworbenen Kenntnisse sogleich an andere
weitergeben, um zu prüfen, ob Hangul wirklich leicht zu erlernen
war.
Offensichtlich waren die Prüfungsergebnisse zufriedenstellend.
Widerstände kamen aus einer ganz anderen Richtung. Ein Teil der
gelehrten Beamten und des gebildeten Adels wehrte sich gegen den
drohenden Verlust ihres Bildungsmonopols. ... Die Beherrschung
der chinesischen Schrift war exklusives Herrschaftswissen.
Aufgrund der vorwiegend chinesisch geprägten Bildungsinhalte
identifizierte sich diese Oberschicht in starkem Maße mit China.
.. Manchem klassisch-chinesisch gebildeten Koreaner mußte die
Einführung von Hangul als ein Abwenden vom großen Lehrmeister
erscheinen, als Verzicht auf höhere Bildung, vielleicht sogar wie
ein Identitätsverlust. So jedenfalls sah es Choe Man-li, der,
obwohl selber Akademie-Gelehrter, 1444 in einer Denkschrift an
König Sejong gegen die Einführung von Hangul polemisierte. Er
nannte das neue Alphabet eine "Vulgärschrift" (Onmun) und wetterte
"jetzt eigens diese Vulgärschrift zu schaffen, heißt, daß wir uns
von China abwenden und mit den Barbaren identifizieren". Mit
"Barbaren" meinte Choe Völker wie die Mongolen, Japaner oder
Tibeter. Nur ihresgleichen hätten eigene Schriftzeichen, also
andere als die Chinesen.
Sejong setzte sich über solche Widerstände hinweg, steckte Choe
Man-li sogar zeitweilig ins Gefängnis und versah die neue Schrift
mit der Autorität eines königlichen Erlasses. Sodann errichtete er
ein Amt für Veröffentlichungen in Hangul, das sogleich eine rege
Publikationstätigkeit entfaltete. Zu Bezeichnung der neuen Schrift
wurde offenbar ganz bewußt der Ausdruck 'Onmun' verwendet, mit dem
Choe Man-li sie noch geschmäht hatte. Er konnte auch positiv als
"Volksschrift" verstanden werden.
Als erste bedeutende Veröffentlichung in Hangul war ein Jahr vor
dem Erlaß vom 9. Oktober 1446 unter dem Titel 'Yongbi Ochon ka'
(Lieder auf fliegenden Drachen) eine Sammlung jener schon
erwähnten Gedichte zur Ruhm des Königshauses erschienen. Das Jahr
1445 kann als der Beginn einer in Sprache und Schrift selbständig
gewordenen koreanischen Literatur angesehen werden. ...
Hangul hat nicht zuletzt bei der Herausbildung eines koreanischen
Nationalbewußtseins eine Schlüsselrolle gespielt; besonders in der
Auseinandersetzung mit dem anderen großen Nachbarn Japan. Das
zeigte sich erstmals in Ansätzen während der Hideyoshi-Invasion
gegen Ende des 16. Jahrhunderts, als das bedrängte koreanische
Königshaus seine Aufrufe an die Bevölkerung in Hangul verfaßte.
Vor allem während der japanischen Kolonialherrschaft in Korea
(1910-1945) stellte der Kampf um die Erhaltung von Hangul eine
der Säulen im Widerstand gegen die fortschreitende Japanisierungs-
politik dar. In der Endphase dieser Politik wurde Japanisch zur
einzig zulässigen öffenlichen Sprache in Korea erklärt. ...
(6) S. 57
[...der englische Naturforscher Thomas Young ]
1796 - er ist noch Student in Göttignen - stellt er, damals schon
Physiker und Mathematiker in einer Person, eine These auf: nur ein
Alphabet von 47 Buchstaben kann die Fähigkeit des menschlichen
Stimmorgans voll ausschöpfen.
(1) Hielscher S.151
Yangban und Hangul-Schrift
Ein Großteil der Silhak-Schriften war in Chinesisch verfaßt, der
klassischen Bildungssprache der koreanischen Oberschicht. Auf
ihrer Suche nach der eigenen, koreanischen Identität stießen die
Silhak-Gelehrten fast zwangsläufig auf Hangul, das Mitte des 15.
Jahrhunderts unter König Sejong entwickelte Alphabet. Shin Kyong-
jun (1712-1781) verhalf mit seiner Arbeit über die Phonetik der
wissenschaftlichen Beschäftigung mit Hangul zu akademischem
Ansehen, Yu Hui (1773-1837) setzte diese Tradition mit seiner
Abhandlung über di Volksschrift und einer "Untersuchung über den
Wortschatz" (Mulmyong-go) der koreanischen Sprache fort.
Allmählich begannen auch die Yangban, sich der Hangul-Schrift zu
bedienen, zum Beispiel für formlose Notizen oder Briefe unter
Freunden und besonders beim Verfassen von Shijo, einer aus dem
Chinesischen hervorgegangenen Form von Kurzgedichten...
(1)
S. 192
(Paul Georg von Möllendorff)
... Der Deutsche ergriff auf vielen anderen Gebieten Initiativen.
So schlug er eine Schulreform vor, deren Ziel es war, für die
damals schätzungsweise zehn Millionen Einwohner Koreas 800
Volksschulen, 24 Mittelschulen und eine Reihe von höheren
Fachschulen eizurichten. Die chinesische Schrift sollte im
Schulunterricht vollständig abgeschafft und durch das koreanische
Hangul-Alphabet ersetzt werden. ...
(1) S. 75
Die Kunst des Buchdrucks erlebte im Korea der Koryo-Zeit großen
Aufschwung und schließlich den entscheidenden Durchbruch - mehr
als zwei Jahrhunderte vor Johannes Gutenbers bahnbrechender Tat.
Man hatte lange geglaubt, Tang-China sei der Wegbereiter der
Druckkunst gewesen, als es wahrscheinlich im 8. Jahrhundert das
Verfahren, mit Hilfe eines Druckstempels und Tinte einen Abdruck
auf Papier herzustellen, erfand. Möglicherweise müssen sich die
Chinesen diese Erfinderehre mit den Koreanern des vereinigten
Shilla-Reiches teilen. In den sechziger Jahren hat man in der Nähe
von Kyongju eine gedruckte Sutra aus der ersten Hälfte des 8.
Jahrhunderts entdeckt. Die über sechs Meter lange Schriftrolle war
in eine aus dem Jahre 751 stammende Steinpagode des Pulguk-sa
eingemauert und gilt als das älteste erhaltene Druckschriftstück.
Gedruckt wurde damals wie später in Koryo mit Holzplatten, in die
Schriftzeichen eingeschnitzt waren.
...
(bewegliche Lettern) Die genauen Anfänge dieser epochalen
Erfindung liegen im dunkeln, auch hatten die Chinesen zuvor,
wenngleich erfolglos, mit beweglichen Lettern aus Ton
experimentiert. In Korea war die neue Technik spätestens 1232 in
Gebrauch. .. Von dort gelangte sie bald nach Sung-China. Das
älteste mit der neuen Technik gedruckte Buch, ein buddhistischer
Klassiker mit dem Titel Chikchi Shimgyong, befindet sich in der
französischen Nationalbibliothek in Paris und wurde dort in den
siebziger Jahren unseres Jahrhunderts von koreanischen
Wissenschaftlern entdeckt. Auf dem Schlußblatt des Buches ist
vermerkt, daß es mit beweglichen Metallbuchstaben während der
Regierungszeit des Königs Woo von Koryo in der königlichen
Druckerei auf dem Gelände des Hungdok-Tempels gedruckt worden ist,
und zwar nach westlicher Umrechnung im Jahre 1337.
(4)
S.28
".. bedeutend war die Erfindung der ersten beweglichen Drucklet-
tern aus Metall im Jahr 1234 und damit rund 200 Jahre vor Guten-
berg. Um diese Zeit wurde auch die umfangreiche Aufgabe bewältigt,
den gesamten Kanon buddhistischer Schriften in große hölzerne
Druckstöcke zu schnitzen. Diese Druckstöcke, nicht weniger als
80.000 an der Zahl, sollten Buddhas Beistand gegen die
Mongolen-Invasionen sicherstellen. ..."
(5)
".. In der Feudalzeit der Ri-Dynastie machte sich Kriechertum vor
China breit, wodurch viele chinesische Wörter bei uns um sich
griffen. Und folglich gebrauchen unsere Menschen auch heute noch
viele Wörter, die aus chinesischen Schriften stammen. ...
Ich hatte früher einmal in Kwantung, einer chinesischen Stadt, ein
Theaterstück gesehen, und die Laute der chinesischen Schriften,
die die Schauspieler dort ausgesprochen haben, waren denen unserer
Wörter ähnlich, die aus chinesischen Schriften stammen. Deshalb
kann gesagt werden, daß sich ein großer Teil der Aussprache der
aus chinesischen Schriften stammenden Wörter unter anderem aus
Lauten chinesischer Schriften zusammensetzt, die aus Kwantung in
China kommen. ..."
(1) Gebhard Hielscher 38 mal Korea R. Piper München 1988 (2) M.I.Nikitina Drevnjaja Koreiskaja Poesia v svasi s ritualom i mifom Isd. Nauka Moskva 1982 (3) Hermann Lautensach Korea Springer - Verlag Berlin, Heidelberg 1988 (4) Tatsachen über Korea Korean Overseas Information Service Seoul 1989 (5) Kim Il sung Werke, Band 20, S. 307-325 "Über die Pflege der nationalen Besonderheiten der koreanischen Sprache", 14.5.1966 Verlag für fremdsprachige Literatur Pyongyang 1984 (6) Doblhofer, Ernst Zeichen und Wunder - Geschichte und Entzifferung verschollener Schriften und Sprachen Weltbild Verlag GmbH Augsburg 1990