Kritik
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Andreas Eschbach - Die Rückkehr |
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In
der unfassbar großen Science Fiction-Serie "Perry Rhodan"
erscheint wöchentlich ein neuer Heftroman, in dem die Handlung linear
fort gesetzt wird. So erscheint es als unmöglich, in einer einzelnen
Besprechung von genau einem Roman aus mittlerweile 2295 einen
umfassenden Blick auf die Serie zu bieten, ohne den Rahmen dieser
Rezension zu sprengen. Dieses Vorwort ist für regelmäßige Leser der
Serie uninteressant, soll jedoch allen interessierten Lesern einen
groben Abriss des Geschehens liefern. Perry
Rhodan Perry
Rhodan startete im Jahre 1971 zur ersten Mondlandung, traf dort auf Außerirdische
und erhielt im Laufe seines Lebens die Unsterblichkeit. Dadurch lebt er
jetzt schon seit etwa viertausend Jahren, in denen er die Menschheit zu
den Sternen führte und ihr als Berater, Staatsoberhaupt und Mentor aus
vielerlei Schwierigkeiten und Bedrohungen half. Im aktuellen Geschehen
wird ein Großteil der Menschheit (nämlich die Bevölkerung der Erde
und des Sonnensystems) von einer geistigen Macht geknechtet, Perry
Rhodan und seine Mitstreiter sind weitgehend hilflos. Trotzdem gibt es
natürlich Hoffnung, obwohl die Geistesmacht gerade mit überlegenen
Waffen beginnt, die Sonne zu einer künstlichen Nova zu machen. Abriss Andreas
Eschbach schildert in seinem zweiten Gastroman der Serie, wie Perry
Rhodan der Gefahr begegnet und welche Gefühle in diesem Krieg, der
tausenden Menschen das Leben kostet, die Soldaten, Zivilisten und
Kommandierenden erfüllen. Gegen
die gigantischen gegnerischen Raumschiffe sind alle klassischen
menschlichen Waffen machtlos, allein eine spezielle Waffe erzielt eine
sichtbare Wirkung. Leider befindet sich die wichtigste Produktionsstätte,
der irdische Mond, in der Hand des Gegners. Um sie wieder in Besitz
nehmen zu können, müsste Perry Rhodan den Gegner im Sonnensystem
besiegen, was aber ohne die neue Waffe aussichtslos erscheint. Ein
Teufelskreis, den zu durchbrechen sich Eschbach mit dem Roman vornimmt. Andreas
Eschbach wurde
in Ulm geboren, lebt und arbeitet mittlerweile in der französischen
Bretagne, nachdem er in Stuttgart vom EDV-Spezialisten zum Romanautor
wurde. Seine Romane "Die Haarteppichknüpfer" und
"Solarstation" katapultierten ihn in die Herzen der Leser,
bislang hat er zahlreiche Thriller, SF-Romane und Jugendbücher sowie
einige Kurzgeschichten veröffentlicht. Im September 2005 erscheint sein
neuer Thriller "Der Nobelpreis", mit dem er keinesfalls
vorhat, eben diesen zu gewinnen. weitere
Infos: www.andreaseschbach.de "Schundheftchen" Vielleicht
verwundert es den einen oder anderen, wenn er zufällig und völlig
unbeabsichtigt im Zeitschriftenhandel zwischen den sogenannten
"Schundheftchen" eines entdeckt, das vom Konterfei des Autors
Eschbach geziert wird. Vielleicht greift der eine oder andere von diesen
zufälligen Entdeckern nach diesem Heftchen, denn wozu sich ein Eschbach
herablässt, düfte doch wohl nicht sooo schlecht sein. Nunja, und wenn
der oder die Entdecker/in nun tatsächlich zufällig hier war und den
Roman unbeachtet der großen laufenden Nummer wegen Eschbachs Namen
kauft, wird er oder sie vielleicht ein wenig enttäuscht sein. Denn wie
oben kurz dargestellt, handelt es sich hier um einen winzigen Baustein
an einer gigantischen Serie, ähnlich einer Folge "GZSZ" oder
so. Nichtsdestotrotz
ist es ein Eschbach. Für
die Stammleser der Serie dürfte der Roman ein Highlight der Serie
werden, wenn er es nicht schon ist. Dabei kommt er gar nicht mal so
aufschneiderisch daher, sondern bis auf den Sondervermerk auf dem Cover,
dass es sich um einen Roman von Bestsellerautor Eschbach handelt, ganz
normal aufgemacht wie die anderen Hefte auch. Was ihn von ihnen
unterscheidet, ist natürlich der Stil. Klar, denn jeder Schriftsteller
hat seinen eigenen. Mancher Stammleser fordert vielleicht nach regelmäßigen
Romanen von Eschbach in der Serie. Wäre das wirklich gut? Möglicher
Weise heben sich Gastromane gerade durch ihren Status als Gastroman
(d.h. der Autor schreibt nicht regelmäßig seine Beiträge) von den
anderen ab, die wöchentlich auf dem Tisch des Redakteurs liegen müssen
und deren Autoren vielleicht irgendwann in eine bestimmte Routine
verfallen. Will man das auch mit Eschbach machen, einem der creativsten
Phantastikautoren Deutschlands von heute? Fazit Genießt
man dagegen seine anderen Werke und vielleicht hin und wieder einen (für
outsider) überraschenden und (für Serienleser) erfrischenden Wurf in
der größten SF-Serie der Welt, gewinnen sicherlich alle Seiten. Nochmal
zurück zum Roman "Die Rückkehr": Er bietet neben guter
Unterhaltung ein Bruchstück der Serie aus einem anderen Blickwinkel und
bringt hoffentlich das eine oder andere winzige Detail ein, das einen
Serienschreiber wachrütteln und zu neuer Größe auflaufen lassen kann
- ein frischer Wind. Technisches Andreas
Eschbach Die
Rückkehr Perry Rhodan Roman 2295 Pabel-Moewig
Verlag KG Romanheft 59
Seiten 1,75
Euro
15.8.2005 |
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