
Wippe : der Hund läuft über eine Wippe und muss dabei die roten Kontaktzonen mit seinen Pfoten berühren. Macht er das nicht, bekommt er dafür Fehlerpunkte oder ist gar disqualifiziert, wenn er beim nächsten Versuch wieder nicht auf die Kontaktzone achtet. Dies kann leicht bei zu schnellen oder zu aufgeregten Hunden passieren.
Reifen : der Hund muss durch einen Reifen springen
Slalom : beim Slalom muss der Hund möglichst ohne Fehler durch die Slalomstangen hindurchlaufen, ohne dabei eine auszulassen. Manche Hunde kommen auch von der falschen Seite in den Slalom.
Stangenhürde : bei der Stangenhürde springt der Hund über eine Stange, für kleinere Hunde natürlich niedriger als für die großen.

Weitsprung : hierbei muss der Hund über Bretter, die nebeneinander auf der Boden etwas erhöht liegen , springen. Bei kleineren Hunden stehen diese Bretter natürlich viel enger zusammen und die Hunde müssen auch nur über zwei Bretter springen.

Röhrentunnel : der Hund muss durch einen Tunnel laufen. Hierbei hat er keinen Sichtkontakt zu seinem Führer. Manche Hunde fürchten sich deshalb vor diesem Tunnel.
Stofftunnel : der Hund läuft hier durch einen Stofftunnel, der flach am Boden liegt und der Hund das Ende des Tunnels also zu erst nicht sehen kann.
Laufsteg : der Laufsteg ist für die kleineren Hunde
etwas tiefer als für die größeren. Der Hund läuft über diesen Laufsteg und muss
hierbei auch darauf achten, dass er die Kontaktzonen an den Enden des Laufsteges
mit mindestens einer Pfote berührt. Die Kontaktzonen sind rot angemalt.
Gäbe es diese Kontaktzonen nicht, wäre das kein Agility , sondern "Jumping"
Tisch : auf dem Tisch muss der Hund für ein paar Minuten sitzen oder liegen bleiben, solange bis ihm sein Führer das Kommando zum Weitermachen gibt.
A-Wand : die A-Wand sind zwei Bretter, die zu einem "A" zusammen gestellt wurden. Der Hund läuft über die Wand und muss dabei wieder an die Kontaktzonen achten.
Beim Agility kommt es auch auf die Schnelligkeit an. Es kann nur ein Hund gewinnen, der am schnellsten und mit den wenigsten Fehler den Parcours durchläuft. Läuft der Hund "zu" schnell macht er meist zu viele Fehler.

Flyball ist eine Art Staffellauf. Es ist ein sehr gutes Training für die Motivation
und Reaktionsschnelligkeit der Hunde.
Beim Flyball springen die Hunde über vier Hürden , betätigen die Vorrichtung eines
Kastens und fangen einen Ball, der automatisch aus dem Kasten hinausgeschleudert
wird. Der Hund muss dann mit dem gefangenen Ball über dieselben Hürden zu dem
Ausgangspunkt zurück.
Diese junge Sportart wurde 1990 vom britischen Kennel Club mit dem amerikanischen
Flyball-Reglement aufgenommen.
Es dürfen auch Mischlinge beim Flyball mitmachen, anders als bei anderen Sportarten.
Zwei Mannschaften treten gleichzeitig auf nebeneinanderliegenden Parcours gegeneinander
an.
Der schnellste von den drei Durchgängen entscheidet, welches Hund-Mensch Team
in die nächste Runde kommt. Der zweite Hund darf erst dann starten, wenn der erste
die Start- Ziellinie überquert hat. Jede Mannschaft besteht aus vier Hunden und
deren Führer. Es gibt meist aber auch noch zwei "Reservespieler"
Teilnehmen dürfen alle Hunde(außer läufige Hündinnen) ab einem Mindestalter von
einem Jahr. Die Höhe der Hürde wird immer so eingestellt, dass sie 10 cm unter
der Schulterhöhe des kleinsten Hundes aus der Mannschaft liegt. (zwischen 20 und
40 cm)
Der Abstand zwischen der Start- und der Ziellinie und dem ersten Sprung beträgt
zwei Meter und der zwischen den anderen Hürden drei Meter. Die Flyball- "Box"
ist ca. 5 Meter vom letzten Hindernis entfernt.
Am besten übt man mit seinem Hund erst mal das Fangen des Balls.
Kann ihr Hund das schon, beginnt man mit der Übung, dass der Hund auf eine Pedale
oder etwas anderes tritt und sie ihm dann den Ball zu werfen. Am besten trainieren
sieihrem Hund gleich auch noch ein Kommando an, das sie immer benuten, wenn
der Hund die Pedale oder etwas anderes berühren soll. Als Kommando eignet sich
hier z.B Touch oder ein ganz anderes Hörzeichen. Kann ihr Hund das schon, können
sie das an einer Flyball - Box üben.
Der Hund muss nun selbstständig das Pedal der Flyball - Box berühren um den
Ball zu fangen. Diese Sportart ist besonders geeignet für "ballverrückte" Hunde.
Klappt das mit der Flyball - Box schon, kann nun das Springen über die vier
Hürden geübt werden. Zunächst sollte das Springen nur an einer Hürde geübt werden.
Vielleicht springen sie zuerst gemeinsam mit ihrem Hund über die Hürde und später
dann ihr Hund alleine. Ein geeignetes Hörzeichen hier für ist z.B "Hopp" oder
"Spring". Klappt das mit einer Hürde schon gut , können sie nun das gleiche
mit den drei weiteren Hürden genauso trainieren.
noch mehr Infos über Heelwork to music
Der dhv ( deutscher Hundesportverband) organisiert ein Ausbildungsprogramm,
bei dem sehr viel Wert auf die Teamarbeit des Menschen und Hundes gelegt wird.
Der Mensch und der Hund sollen eine Einheit bilden - zwei Freunde - ein Team
Für den Team Test wird meist auf den Hundeübungsplätzen des dhv trainiert.
Auch beim Team Test geht es um Leinenführigkeit in verschiedenen Gangarten,
Freifolge "Sitz" , "Platz" mit Herankommen.
Der Hund wird z.B bei einer Übung angebunden und muss ruhig für eine bestimmte
Zeit liegen bleiben, auch ohne dass er seinen Führer sehen kann. Gegenüber
Fahrzeugen, Personen, vorbeilaufende Jogger, klingelnde Fahrrädern, knatternden
Mopeds und beim Durchqueren einer kleinen Menschengruppe muss er sich gelassen
und unbefangen zeigen. Dieses sollten sie möglichst schon im Welpenalter mit
ihrem Hund üben, denn die meisten Hunde wollen alles nachjagen, was sich bewegt.
Drei bis sechs Monate vergehen bis zu der Team Test Prüfung. Mit 100 von 150
erreichbaren Punkten, wurde die Prüfung erfolgreich abgelegt.
Eine Vereinsmitgliedschaft wird nicht verlangt und es kann jeder Hund teilnehmen,
es liegt keine Rassebeschränkung vor.
Wegen ihrem ausgezeichneten Geruchssinn eignen sich Bluthunde, Basset Hounds
( wenn sie nicht zu träge sind) und Bernhardiner äußerst gut zu zur Fährtenarbeit.
Auch Jagdhunde und andere renn- und lauffreudige Rasse mit guter Kondition und
zuverlässlichem Gehorsam können zum Fährtenhund ausgebildet werden.
Bei der Ausbildung muss der Hund z.B erst mal einer Fleischspur folgen, dann
z.B einer Geruchsfährte seines Halters. Findet oder folgt der Hund der "Beute"
sehr gut, wird er mit einem Leckerli/Spielzeug überschwänglich belohnt. Man
kann das auch sehr gut zu Hause trainieren. Man versteckt z.B ein Leckerli/Spielzeug
des Hunde und lässt ihn das suchen und verbellen.
Außerdem lernt der Hund das Verweisen eines Gegenstandes und das Ausarbeiten
einer Fremdfährte.
Eine andere gute Übung ist, dass ein Helfer sich auf dem Bauch liegend im Gelände
versteckt, damit der Hund ihn nicht als Bedrohung empfindet. Mit den Signalworten
"Voraus und Such" wird der Hund von seinem Halter losgeschickt, den "Vermissten"
zu suchen.
In der freien Wildbahn muss der Hund bei der Fährtenarbeit Wild, Mäuse und Ratten
und andere Ablenkungen links liegen lassen. Das muss bei der Entscheidung zur
Ausbildung eines Hundes zum Fährtenhund berücksichtigt werden - Hunde mit einem
ausgeprägtem Jagdtrieb ( Jagdhunde ) eignen sich also eher weniger gut.
Bei der gefundenen Person wird der Hund zum Bellen ermuntert ( ein gutes Signal
zum Einüben des Verbellens wäre, wie auch bei der Rettungshunden "Gib laut"
) Der Hund darf den gefunden "Helfer" keinesfalls angreifen oder beißen. Deshalb
kommen für die Ausbildung auch nur sehr wesensfeste Hunde in Frage, die sich
durch wirklich nichts aus der Ruhe bringen lassen und unterordnungsbereit und
zuverlässig gehorchen.
Die Schutzhunde-Ausbildung, wie auch andere Organisationen und Vereine, bieten
die Fährtensuche an.
Der Hund soll lernen, im unwegsamen Gelände sowie unter Trümmern vermisste
Personen aufzuspüren und diese zu verbellen (siehe auch Text über die Fährtensuche).
Als Belohnung erhält der Hund dann sein Spielzeug( ganz wichtig eine Beißwurst)
Die Beißwurst erhält der Hund auch bei der spielerischen aufgebauten Ausbildung
zu Hause, so dass sich der Hund große Mühe gibt um diese Beißwurst zu bekommen.
Manche Rettungshundestaffeln bilden noch über die "Leckerchenmethode" aus, das
ist aber sehr gefährlich, da es passieren kann, dass der Hund im Ernstfall einen
vollen Kühlschrank oder umherliegende Lebensmittel anzeigt, statt Menschen aufzuspüren
und zu verbellen.
Ein Hundeführer, der mit seinem Hund zusammen die Rettungshundeausbildung macht,
muss körperlich sehr fitt sein. Vom Hund wird eine große Nervenfestigkeit, große
Ausdauer und eine gute Nase verlangt. Er muss selbstständig arbeiten können
und perfekt auf die Kommandos seines Herrchens hören. Außerdem muss sich der
Hund gut mit Artgenossen vertragen und vor allem motiviert sein.
Nach der Einarbeitungszeit entscheidet man unter:
-Katastrophenhund
-Flächensuchhund
-Lawinenhund
-Wasserrettungshund
-Wassersuchhund
Die Ausbildung sollte möglichst schon im Alter von 10-18 Wochen beginnen. Gearbeitet wird bei jedem Wetter. Ein regelmäßiges Training ist enorm wichtig und dieses sollte immer mit dem selben Hundeführer stattfinden.
Was der Hund und auch der Hundeführer alles für die Ausbildung lernen müssen:
-Kontaktübungen(d.h. diverse Kommandos)
-Sichtzeichen
-Verträglichkeit
-Gewöhnung an den Transport(in Zügen, Bussen, Dienstfahrzeugen)
-Schussfestigkeit
-Arbeit unter starker Ablenkung, z.B. Qualm, Feuer, Lärm, schwierige Witterungsverhältnisse
(siehe auch Text über Fährtenarbeit)
-furchtloses Begehen unangenehmer Materialien (Baugitter, Tunnel, Röhren, Folie,
Leitern ect.)
-Sicherheit im Gelände (z.B im dichten Gestrüpp, an steilen Abhängen) -Abseilen
-Voranschicken
-Verbellen einer Person( geübt wird "Gib laut" Der Hundeführer legt bei der
Übung seine Hand geschlossen auf sein Herz und dann muss der Hund bellen)
-selbständiges Suchen
Bevor der Hundeführer mit seinem Hund zum Einsatz zugelassen werden, müssen
sie eine Prüfung ablegen. Haben sie diese bestanden, müssen sie ab sofort Tag
und Nacht erreichbar sein und bei einem Einsatz dabeisein und helfen. Man muss
mit ca. 20 Einsätzen im Jahr rechnen.
Die Ausbildung zieht sich über einen langen Zeitraum hinweg, ca. 2-3 Jahre.
Der Hundeführer muss auch mit Kartenmaterial umgehen können. Ihm wird gesagt,
wo der Einsatzort ist und dann muss er selbstständig dahinkommen.
Es gibt auch noch Wasserrettungshunde, da eignen sich am besten die
Neufundländer, da diese Hunderasse fürs Wasser geboren wurde. Sie haben Schwimmhäute
zwischen den Zehen und ein besonderes Fell mit mehreren Schichten, das sie so
vor Nässe und Kälte schützt.
Natürlich eigenen sich auch noch viele andere Rassen, wie Retriever und Landseer
z.B, hervorragend zur Wasserrettung.
Die Wasserrettungshunde müssen z.B einen Ertrinkenden am Arm packen und ihn
an Land ziehen.
Ist die Person im Wasser noch ansprechbar( bei Bewusstsein), kann sie sich am
Geschirr, das der Hund auf dem Rücken trägt, festhalten und sich so an Land
ziehen lassen. Die Wasserrettungshunde können auch Boote losbinden, Leinen tragen,
Schlauchboote ziehen, Rettungsringe bringen und apportieren.
Es werden seit kurzem auch noch Wassersuchhunde ausgebildet, die dann
ertrinkende Personen suchen sollen.
Den Disziplinen des Schutzhundesports dürfen sich nur Hunde stellen, die tadelloses
Wesen und verlässliche Grunderziehung mitbringen.
Der Schutzhundesport stellt an den Hundeführer und dessen Hund die höchsten
Anforderungen.
Es gibt drei Prüfungsstufen:
-SchH(Schutzhund) 1,2 und drei (mit steigenden Schwierigkeitsgrad)
Geprüft wird in den Disziplinen Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst
(siehe auch die anderen Texte)
Besonders geeignet für den Schutzhundesport sind die anerkannten Dienst - und
Gebrauchshundeklassen.
Dazu gehören: Airedale Terrier, Belgischer Schäferhund, Boxer, Deutscher
Schäferhund, Dobermann, Riesenschnauzer und Rottweiler. Natürlich eigenen sich
auch noch sehr gut viele andere Hunderassen zum Schutzhundesport. Kleinerer
Hunderassen eignen sich eher weniger zur Schutzhundeausbildung.
Eine Übung bei dem Schutzdienst ist z. B , dass ein Scheintäter sich versteckt oder angreift und vom Hund gestellt und verbellt werden muss.