E-Mail-Konto einrichten

16.08.08

Wenn man ein E-Mail-Konto anlegen möchte, benötigt man einige Daten, die man sich vorher überlegen sollte: 

  1. Welchen Anbieter nehme ich?

  2. Wie soll die E-Mail-Adresse lauten?

  3. Welches Passwort verwende ich?

1. Welchen Anbieter nehme ich?

Einige Anbieter für E-Mail: arcor, freenet, gmx, hotmail, t-online, web.de und viele weitere.

Fast alle bieten sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Varianten an. Die kostenlosen E-Mail-Konten haben oft Einschränkungen, was den Speicherplatz angeht, die Größe der Mailanhänge, die verschickt werden können ist begrenzt oder es wird an jede Mail eine kurze Werbung angehängt. Man muss sich also das Angebot genau anschauen und überlegen, was man tatsächlich benötigt. Für den Anfang sollte man sich ein kostenloses Konto einrichten. Man kann damit eigentlich nichts falsch machen, da man ja gegebenenfalls weitere Konten einrichten kann oder das Konto einfach wieder löscht.

2. Wie soll die E-Mail-Adresse lauten?

Als E-Mail-Adresse bietet sich zunächst die Form: vorname.nachname@provider.de also z.B. ernst.mueller@arcor.de an. Da Umlaute nicht zulässig sind, muss Herr Müller seinen Namen mit "ue" schreiben.

Allerdings ist es oft nicht wünschenswert, seinen vollen Namen überall preis zu geben. Hat man mehrere E-Mail-Konten, sollte man diese Form nur für eine Adresse einsetzen, die man vertrauenswürdigen Personen (Freunden und Bekannten) und Firmen (Hausbank, Versicherung, Provider usw.) mitteilt. Für sonstige Anwendungsfälle, insbesondere im Internet, ist es besser, eine etwas anonymere Form zu wählen.

Beispiele für Ernst Peter Müller, geboren 17.10.1993:

Initialen und Zahlen: Er könnte sich die folgenden E-Mail-Adressen ausdenken: epm1710@provider.de oder epm.1993@provider.de oder ep.m@provider.de

Vorname und erste Buchstabe des Nachnamen: ernst.m@provider.de oder weitere Kombinationen, die nicht zuviel über einen preisgeben.

Phantasie- bzw. Nickname aus Filmen, Büchern oder ähnliches. Leider sind solche Namen recht beliebt und oft schon vergeben.

Besser ist ein eigener Spitzname oder man denkt sich etwas aus. Aber Achtung: Was der eine cool oder lustig findet, finden andere eventuell lächerlich und doof.

Für seriösen Mailverkehr, z.B. Bewerbungen bei Firmen, sollte man eher sachliche Adressen benutzen. Wer will schon Frodo, Miss Piggy oder DigDug einstellen?

3. Welches Passwort verwende ich?

Das ist der schwierigste Teil, denn ein Passwort sollte einerseits sicher und andererseits leicht zu merken sein. Wer hier schludert, riskiert viel.

Tipp: Ein Beitrag von c't-tv zum Thema Passwort

Sicher heißt, dass es niemand erraten, durch ausprobieren oder ausspionieren herausfinden kann. Man sollte daher Passwörter auch nicht aufschreiben, auf gar keinen Fall auf einen Zettel im Geldbeutel oder unter der Tastatur! Es muss also leicht zu merken sein. Man muss unbedingt darauf achten, dass einem niemand zusieht, wenn man sein Passwort eingibt. Sicherheitshalber sollte man für verschiedene Zwecke (Online-Zugang, E-Mail, Chat, Homebanking usw.) unterschiedliche Passwörter haben.

Ein sicheres Passwort sollte mindestens 6, besser 8 oder mehr Zeichen lang sein und Buchstaben (a-z, A-Z), Ziffern (0-9) und Sonderzeichen (+,-,!,$,&,/,_ ) enthalten. Auch gemischte Groß- und Kleinschreibung macht ein Passwort sicherer.

Leerzeichen und Umlaute (äöüß, ÄÖÜ) sind sowohl im Benutzernamen, als auch im Passwort nicht zulässig oder sind zu vermeiden, da man vielleicht im Urlaub in einem Internet-Café an einer Tastatur sitzt, die keine oder andere Umlaute hat. Auch bei den Sonderzeichen muss man aufpassen. Meist wird man beim Anlegen eines Passwortes auf die Zeichen, die man verwenden darf hingewiesen. Hier sind z.B. keine Umlaute gestattet:

Schlecht geeignet für Passwörter sind Namen (von Haustieren, Stars, Freund/in), Geburtsdaten, Kosenamen und alles, was auch andere wissen oder leicht herausfinden können (Telefonnummer, aktuelle Autonummer, Adresse, Lieblingsgruppe usw.). Man sieht also: Sich ein gutes, sicheres und leicht zu merkendes Passwort auszudenken ist ein schwieriges Problem.

Ein gutes Passwort wäre: a9.E7-r4_T3 aber so was kann sich doch kein Mensch merken. Oft hilft es, sich eine "Eselsbrücke" zu bauen:

Tipp: Vielleicht hat man ja einen Lieblingsspruch oder eine Zeile aus einem Gedicht oder Songtext.

Beispiel: Ich weiß, dass ich nichts weiß!

Nimmt man die Anfangsbuchstaben 'Iwdinw' hat man schon fast ein Passwort; jetzt schreibt man noch die Anzahl der Buchstaben dazu: 'I3w4d4i3n6w4' und nimmt man jetzt noch das Komma und das Ausrufezeichen mit hinein, dann ist es fast perfekt: 'I3w4,d4i3n6w4!' Man kann es auch umgruppieren: ',Iwdinw344364!' oder '!Iwd344inw364,'.

Jedenfalls ist da alles drin: Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen und es ist 14 Zeichen lang - Ein Superpasswort aus dem Lieblingssprichwort ;-) 

Aber bitte: Nicht dieses Beispiel nehmen! Außerdem gilt auch hier: Niemand sollte wissen, was der Lieblingsspruch ist!

Falls einem gar nichts einfällt, kann man sich von einem Passwort-Generator einen Vorschlag machen lassen. Man sollte den Vorschlag aber nicht eins zu eins übernehmen, sondern sicherheitshalber abwandeln. Und wer wissen will, ob sein Passwort gut und sicher ist, kann einen Passwort-Check durchführen.

Weil ein gutes Passwort viel Arbeit macht gilt:

Hat man sich ein gutes, sicheres und leicht zu merkendes Passwort ausgedacht, passt man gut darauf auf und erzählt es vor allem niemandem weiter!

Zum Nachlesen und Ausdrucken: Infos und ein Tutorial für die Anmeldung eines kostenlosen E-Mail-Kontos bei Arcor als PDF-Dokument (benötigt Acrobat-Reader).

Anmerkung: Arcor dient hier nur als Beispiel und ist nicht als Empfehlung zu verstehen. Es gibt eine ganze Reihe Anbieter für kostenlose E-Mail-Konten - siehe ganz oben.