Airbus forciert Enteignung in Hamburg
Airbus gibt Hamburg mehr Zeit für Landebahnverlängerung
Das Zusammenspiel der Kräfte: Der Flugzeugbauer Airbus nimmt den Druck vom Hamburger Senat in dem er die Frist für eine Entscheidung im Fall Startbahnhverlängerung nach hinten verschiebt. Damit soll dem Senat die Möglichkeit gegeben werden, die Enteignung mit Hilfe der Justiz voranzutreiben.
Airbus-Deutschland-Chef Gerhard Puttfarcken erklärt:
"Das Unternehmen sichert Hamburg die volle Unterstützung ohne jede Abstriche zu. Airbus ist abgestimmt bis in die höchste Führungsspitze."
Damit ist auch klar, eine mögliche Enteignung von Grundbesitzern (die vielleicht schon seit Jahrzehnten dort wohnen) geschieht auf ausdrückliche Billigung des Vorstandes. Es gibt keine Ausrede. Wäre interessant mal zu klären, wer denn zuerst da war - das Unternehmen oder der Einwohner.
Was bedeutet das in letzter Konsequenz:
Wenn sich ein Unternehmen etwas in den Kopf gesetzt hat, dann gilt für das betroffene Individuum kein von der Verfassung zugesagtes Recht mehr.
Tolle Aussichten.
Nachtrag:
Für die Argumentation werden bereitzs harte Geschütze aufgefahren: Der Fall hätte eine erhebliche wirtschaftspolitische Dimension für Deutschland. Im Hamburger Abendblatt (Springer-Presse) erklärt der Wirtschaftssenator Uldall weiter: Er glaube nicht, dass der Kirchenvorstand (einer der Widersacher im Fall der Enteignung) die Schuld für den Verlust von Arbeitsplätzen von tausenden Familien auf sich nehmen will.
Ganz ganz böse was hier abläuft. Eigentumsrechte sind die klaren Verlierer, wenn sie gegen Konzerninteressen ausgespielt werden.
Noch ein letzter Auszug:
ABENDBLATT: Herr Uldall, wird es noch vor Weihnachten zu einer Einigung kommen?
ULDALL: Es bleibt schwierig, aber ich bin zuversichtlich, daß wir letztlich die Landebahnverlängerung hinbekommen werden.

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