Wahrscheinlichkeit eines Crashs
Das Risiko steigt...
Glaubt man den Schweizern (Swiss Re - der weltweit größte Rückversicherer) und deren jüngsten Studie, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Crash an der Börse - wenngleich nicht unmittelbar - doch mittelbar bevorsteht, gestiegen. D.h. auf Grundlage der Befragung von 45 Volkswirten und in Bezug zur selbigen Umfrage 6 Monate zuvor kommt Analyst zu diesem Ergebnis. Alles in allem machen den Unterschied 2 Prozentpunkte aus - waren es im April 11%, wird nun das Risiko auf 13% geschätzt.
Per Definition ist mit dem Begriff 'Börsencrash' der Einbruch eines Leitindexes um 25% gemeint.
Das ist aber noch nicht alles. Gemäß der Studie und der ihr zugrundeliegenden Umfrage ist auch die Zuversicht, die USA würden in 2005 ein Wirtschaftswachstum von 3% hinlegen erheblich gesunken. Von 72% runter auf 49%.
Nun, könnte man die Schaar der Volkswirte als Kontraindikator nutzen. Schliesslich haben sie ja schon oft daneben gelegen. Abgesehen davon, könnte diese 'negative' *g* Einschätzung nicht vielleicht auch damit zusammen hängen, dass Fondsmanager in das Ergebnis der Studie hineingewirkt haben? Der Art, dass sie in den letzten Monaten 'Short' gegangen sind (also nicht mit einer Jahresendrally rechneten), die Indizes aber anschwillten und nun vor Quartalsabschluss (zum 31.12.) die Kurse noch ein bißchen gedrückt werden müssen, damit die Bilanz nicht gar so schlecht dreinschaut. Stichwort: Hexensabbat; Window-Dressing (schreibt man das wirklich so?).
Schlechte News würden jedenfalls jenen in die Hände spielen, die an fallenden Kursen verdienen. Die Börse ist eben auch nur pure Psychologie - und es gewinnt der, der den Antrieb der Masse zuerst schnuppert.
Nun denn,
gut möglich das meine hypothetische Annahme mit den Shorties gleich in sich zusammen fällt.
Bei der Frage nach dem Wachstum in Europa gab es nämlich im Vergleich zum April 2004 einen signifikanten Anstieg jener Einschätzung, die besagt: Europa wird um über 2% wachsen. Die Wahrscheinlichkeit stieg hier von 19% auf 33%.
Unter der Beachtung weiterer Indikatoren stelle ich also fest:
- Euro steigt gegen Dollar - mit allen impliziten Konsequenzen für die weltweite Abwicklung des Schmierstoffs No. 1: Öl
- Vielmehr kann es aber auch bedeuten, dass das Vertrauen in den US-Dollar als Weltleitwährung schwindet.
- Das Wachstum von USA und Europa beginnt sich anzugleichen.
Naja, und hier bin ich auch schon wieder am Ende. Keine Lust jetzt, noch weitere Indikatoren anzuführen weil - ich müde bin.
Hausaufgabe:
Man informiere sich über Regiogeld, alternative Energiequellen (jeder kann mit einer Solaranlage auf dem Dach oder ner Brennstoffzelle im Keller überleben und überschüssige Energie verkaufen - kann man das?) und lerne endlich wieder wie man richtig einen Acker bestellt, hämmert und bohrt und auch sonst ein autarkes Leben führen kann. Ich seh für die Zukunft nämlich eher schwarz, und das nicht blos, weil ich etwa nachts von Merkel und Koch träumen würde.
Schönen Abend noch!

1 Comments:
Jawoll *reibt sich die Hände*
Ganz ehrlich?
Das sind hervorragende Nachrichten für mich - hihihi ;-)
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