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CUPS unter FreeBSD einrichten

Inhalt



Worum geht es überhaupt?

Diese Anleitung beschreibt die Einrichtung des Drucksystems CUPS unter FreeBSD 5.1-RELEASE am Beispiel eines HP DeskJet 5550. Ich gehe dabei von einem "jungfräulich" aufgesetzten System aus, auf dem noch kein anderes Drucksystem (z.B. LPD) eingerichtet war. Andernfalls muß dies zuerst deinstalliert werden.

Eingesetzte Software

CUPS 1.1.8 (http://www.cups.org)
Ghostscript 7.06 (http://www.cs.wisc.edu/~ghost/)
Gimp-print 4.2.5 (http://gimp-print.sourceforge.net/)
hpijs 1.3.1 (http://hpinkjet.sourceforge.net/)

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Software installieren und konfigurieren

Hinweis: Während der gesamten Installation benötigt man SuperUser-Rechte, muß also als root eingeloggt sein oder sich per su - zum SuperUser gemacht haben.
Typisch für FreeBSD erfolgt die Installation der benötigten Programme über die Ports-Sammlung. Dazu gibt man folgende Befehle ein:
  cd /usr/ports/print/cups-base/
  make install
  cd /usr/ports/print/ghostscript-gnu/
  make install
  cd /usr/ports/print/cups-pstoraster/
  make install
  cd /usr/ports/print/cups-lpr/
  make install
  cd /usr/ports/print/gimp-print/
  make install
  cd /usr/ports/print/hpijs/
  make install
Hinweis: Wer einen HP-Tintenstrahldrucker einsetzt, kann auf das Paket gimp-print verzichten. Umgekehrt benötigen alle Nutzer von anderen Druckern das Paket hpijs nicht.

Leider enthält der CUPS-Port (zumindest in FreeBSD 5.1-RELEASE) einige Fehler, so daß nicht alle benötigten Verzeichnisse angelegt werden.
Dies kann man wie folgt nachholen:
  mkdir /var/log/cups/
  mkdir /var/spool/cups/
  mkdir /var/spool/cups/tmp/
  mkdir /usr/local/etc/cups/certs/
  mkdir /usr/local/etc/cups/ppd/
Im Paket cups-lpr sind die vom LPD bekannten Kommandos wie lpr, lpq oder lprm enthalten. Damit die Befehle auf das CUPS-Backend zugreifen, muß man entsprechende symbolische Links anlegen:
  ln -sf /usr/local/bin/lp* /usr/bin
Damit diese Links beim nächsten Upgrade des Systems nicht wieder überschrieben werden und der LPD das Drucken nicht stört, sind Einträge in zwei Konfigurationsdateien nötig. In der Datei /etc/make.conf muß dieser Eintrag ergänzt werden:
  NO_LPR=true
Und in der Datei /etc/rc.conf paßt man diesen Eintrag an:
  lpd_enable="NO"
Wer Foomatic einsetzt (eigentlich jeder, der keinen Postscript-fähigen Drucker besitzt), muß noch einige Skripte herunterladen:
  cd /usr/local/bin
  fetch http://www.linuxprinting.org/foomatic-rip
  fetch http://www.linuxprinting.org/foomatic-gswrapper
  chmod 755 foomatic-rip foomatic-gswrapper
  ln -s /usr/local/bin/foomatic-rip /usr/local/libexec/cups/filter/foomatic-rip
(Anstelle von fetch kann man natürlich auch das unter Linux sehr verbreitete wget nutzen, wenn es installiert ist.)

Bei Postscript-Druckern wird meist eine PPD-Datei mitgeliefert. Wer für seinen Drucker keine PPD (mehr) hat, wird vielleicht hier fündig: http://www.linuxprinting.org/download/PPD/

Die zu seinem Drucker passende PPD-Datei kopiert man dann in das Verzeichnis /usr/local/share/cups/model/

Wer einen Nicht-Postscript-Drucker besitzt, für den gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen kann man sich unter http://www.linuxprinting.org/printer_list.cgi eine PPD-Datei für seinen Drucker erzeugen lassen. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich inbesondere für Besitzer von HP-Tintenstrahldruckern, die mit Hilfe von hpijs drucken wollen. Am Beispiel des HP DeskJet 5550: Man wählt in den Auswahlfeldern "HP" "DeskJet 5550" aus und klickt auf "Show". Auf der nächsten Seite kann man dann unter "download PPD" die Treiberdatei herunterladen und ebenfalls ins Verzeichnis /usr/local/share/cups/model/ kopieren.
Wer einen Drucker eines anderen Herstellers nutzt, der hat mit dem Paket gimp-print wahrscheinlich schon einen Treiber für seinen Drucker installiert. Sollte sich im weiteren Verlauf der Konfiguration herausstellen, daß dies doch nicht der Fall ist, so kann man unter http://www.linuxprinting.org/printer_list.cgi herausfinden, ob und wie der eigene Drucker von CUPS unterstützt wird.

Nachdem nun alle benötigten Pakete und Dateien installiert sind, kann man darangehen, CUPS zum ersten Mal zu starten. Dazu muß man die Beispiel-Startdatei umbenennen, da nur ausführbare Dateien mit der Endung .sh im rc.d-Verzeichnis automatisch gestartet werden:
  mv /usr/local/etc/rc.d/cups.sh.sample /usr/local/etc/rc.d/cupsd.sh
  chmod 755 /usr/local/etc/rc.d/cupsd.sh
  /usr/local/etc/rc.d/cupsd.sh start

Wichtig: Soll ein USB-Drucker eingerichtet werden, so muß dieser vor dem Starten von CUPS mit dem Computer verbunden und mit Strom versorgt sein! Andernfalls kann er im Konfigurationsdialog nicht ausgewählt werden!

Die weitere Konfiguration der Drucker kann man nun bequem über einen beliebigen Browser vornehmen. Wer keine graphische Oberfläche auf seinem Rechner installiert hat, kann dazu auch problemlos lynx oder links benutzen.
Man ruft in einem beliebigen Browser die Adresse http://localhost:631 auf. Zur Einrichtung eines neuen Druckers wählt man nun Manager Printers und dann Add Printer.
In den nachfolgenden Dialogen gibt man z.B. für die Einrichtung eines HP DeskJet 5550 an LPT1 folgendes ein:
  Name:		DeskJet
  Location:	/dev/lpt0
  Description:	HP DeskJet 5550
  Device:	Parallel Port #1 (interrupt-driven)
  Make:		HP
  Model:	HP DeskJet 5550 Foomatic/hpijs (recommended) (en)
Bei der Einrichtung eines anderen Druckers müssen diese Einträge natürlich entsprechend angepaßt werden!

Da im deutschsprachigen Raum selten mit dem Papierformat Letter gearbeitet wird, muß das unter dem Punkt Configure Printer noch umgestellt werden:
  Page Size:	A4

Wer möchte, kann an dieser Stelle auch noch weitere Einstellungen zu Qualität und Auflösung der Ausdrucke vornehmen.
Nach einem Klick auf Continue und Printers kann man sich dann mit einem Klick auf Print Test Page davon überzeugen, daß der Drucker richtig eingerichtet ist.

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Quellen und weiterführende Links


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   Letzte Änderung: 30.4.2004 by Hans-Michael Gerhards (HM-Gerhards@gmx.de)