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Biologie-Praktikum

Allgemeines zum Biologie-Praktikum
Hinweise zur Klausur
Literaturempfehlungen
Nützliche Web-Adressen zur Biologie
Hinweise zur Veranstaltung

Allgemeines zum Biologie-Praktikum

Anders als beim Chemie-Praktikum geht es beim Biologie-Praktikum doch etwas ruhiger zu. Vor allem herrscht hier kein Leistungsdruck, man muß keine besonderen Ergebnisse vorweisen, um zur Klausur zugelassen zu werden.
Dies soll jetzt aber nicht den Eindruck erwecken, das Biologie-Praktikum wäre "just for fun". Vielmehr sind sehr interessante Praktikumstage darunter, z.B. das Präparieren des Tigerhais oder der Ratte. Für die "empfindlicheren Gemüter" ist auch etwas dabei, z.B. die Transformation von E. Coli-Bakterien.

Nicht alle Praktikumstage sind interessant, dafür ist die Veranstaltung relativ stressfrei, und man - anders als bei Chemie - den Nachmittag frei.
Manche der Erklärungen erscheinen nicht unbedingt interessant, trotzdem empfehle ich zuzuhören. Schließlich wird in der Klausur auch zu einem nicht unerheblichen Teil der Stoff des Praktikums abgeprüft!
Sollte trotz aller Ausführlichkeit noch etwas unklar sein oder sonstige Fragen bestehen, so kann man auch ohne weiteres die Tutoren fragen. Diese sind eigentlich immer sehr freundlich und hilfsbereit und bemüht, uns Medizinern ein wenig Wissen über die Biologie zu vermitteln.

Hinweise zur Klausur:

Die Klausur fällt bereits durch ihren Termin unangenehm auf, liegt sie doch eine Woche nach der OC-Klausur und nur einen Tag nach den Chemie-Nachklausuren. Darüber hinaus erscheint der Termin "Samstagmorgen, 9h" wohl nicht wenigen Leuten als "Zumutung" ;-)
Die Bekanntgabe der Ergebnisse erfolgt ca. zwei Wochen später per Aushang im AVZ I sowie im Internet.
21 Fragen gilt es in Stichworten innerhalb von zwei Stunden zu beantworten, mit 60% ist die Klausur bestanden. Die Fragen schwanken in ihrem Anspruh erheblich. So ist z.B. in einer Frage die Translation im Detail zu beschreiben, in einer anderen Frage muß vielleicht eine Zeichnung der Anatomie der Ratte beschriftet werden.
Damit auch gleich ein Tip: Lernt die Zeichnungen zu Hai, Ratte und Hühnerembryo im Praktikumsskript auswendig! Denn damit lassen sich mit vergleichsweise wenig Aufwand viele Punkte holen, mit mindestens ein bis zwei Beschritungsaufgaben kann man in einer Klausur rechnen!

Vielen Medizinstudenten wird im ersten Semester die Chemie als Schreckgespenst erscheinen, daß es unbedingt im ersten Anlauf zu schaffen gilt. Da ist es dann wenig verwunderlich, wenn das Lernen für Biologie etwas auf der Strecke bleibt.
Wer erst "auf den letzten Drücker" (also in der Woche nach der Chemie-Klausur) lernen will, der konzentriert sich am besten auf das "Mini-Lexikon" in der Biologie-Fragensammlung der Fachschaft und auf die "roten Kästchen" im "Hirsch-Kauffmann". Besondere Aufmerksamkeit sollte man dabei den Kapiteln über Zellbiologie (1), Molekulare Biologie (2), Genetik (3), Humangenetik (4), Cytogenetik (5), Evolution (7) und Fortpflanzung und Ontogenese (8) widmen. Die weiteren Kapitel sind sicher auch sehr interessant, werden aber kaum oder nur in geringem Umfang gefordert.
Für die Genetik gleich noch ein heißer Tip: Auf den Seiten der Fachschaft Vorklinik liegt eine Kurzzusammenfassung der Vorlesungsteile von PD Traub und Prof. Scheidtmann zum Download!

Fazit: Es empfiehlt sich prinzipiell, neben Chemie auch noch ein wenig Biologie "nebenher" zu lernen. Dann sollte die Biologie-Klausur eigentlich zu schaffen sein. Wer trotzdem zu wenig Zeit zur Vorbereitung hatte oder schlicht das falsche gelernt hat, darf sich trösten: Vier Wochen nach der Klausur gibt es eine zweite Chance in Form einer Nachklausur. Dabei darf man darauf hoffen, auf einige bereits bekannte Fragen zu stoßen...

Literatur:

M. Hirsch-Kauffmann/M. Schweiger: "Biologie für Mediziner und Naturwissenschaftler"
Der "Hirsch-Kauffmann" ist das Biologie-Lehrbuch an der Uni Bonn - zu Recht, wie ich finde.
Die Lehrtexte sind durchgängig interessant geschrieben und lassen sich sehr gut lesen. Abgedeckt werden alle klausurrelevanten Themenkomplexe. Darüberhinaus machen viele klinische Bezüge die vermittelten Inhalte anschaulicher und geben dem angehenden Mediziner eine Ahnung, warum er sich damit beschäftigen muß. Hier werden interessante Ausblicke über den Umfang des Gegenstandskataloges hinaus vermittelt.
Zur Vermittlung der Inhalte tragen zahlreiche anschauliche Zeichnungen bei. Schließlich wird das klausurrelevante Wissen in "roten Kästchen" (den Repetitorien) übersichtlich und kompakt zusammengefaßt.
Fazit: Der "Hirsch-Kauffmann" hat mir ausnehmend gut gefallen. Wer ein gutes Schulwissen aus dem Bio-LK hat und/oder in kürzester Zeit lernen will, der kann auch einen Blick auf die sogenannten "Kurzlehrbücher" werfen. Trotzdem würde ich empfehlen, sich zumindest in der Lehrbuchsammlung den "Hirsch-Kauffmann" einmal anzuschauen!
Erschienen im Thieme Verlag, Stuttgart, 4. Auflage, 2000
Weitere Informationen sind auf der Verlagshomepage (http://www.thieme.de) zu finden.
ISBN: 3-13-706504-6
415 Seiten, Paperback, EUR 44,95

Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit!

Nützliche Web-Adressen zur Biologie:

Institut für Zoophysiologie der Uni Bonn
(http://www.uni-bonn.de/zoophysiologie/zophysindex.html)

Auf den Seiten dieses Institutes finden sich einige wichtige Informationen zum Biologie-Praktikum, darunter Anmelde- und Klausurtermine, ein Anmeldeformular für das Praktikum (WICHTIG: Eine persönliche Anmeldung ist trotzdem erforderlich!), die Verteilung auf die Praktikumsfrage sowie die Klausurergebnisse.

de.sci.biologie
Diese Newsgroup ist eine gute Anlaufstellte für verzweifelte Medizin-Studenten. Wer Fragen zur Biologie hat und auch nach intensiver Recherche und eigenem Bemühen (!) keine Antwort gefunden hat, der darf hier gerne freundlich (!) nachfragen.
Unbedingt die Nettiquette beachten!


Hinweise zur Veranstaltung:

Veranstaltungs-Nr. 8053
Veranstaltungsort AVZ I, 3. OG
Veranstaltungstag Donnerstag bzw. Freitag
Veranstaltungszeit 9h-12h
Veranstaltungsdauer 10 x 180 Minuten

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   Letzte Änderung: 9.2.2004 by Hans-Michael Gerhards (HM-Gerhards@gmx.de)