Geschichte der Medizin
Allgemeines zum Fach Medizingeschichte
Das Fach Medizingeschichte wird (wie auch z.B. die Humangenetik) erst durch die
neue Approbationsordnung scheinpflichtig, nach alter Approbationsordnung gab es
lediglich eine Vorlesung. Im WS 2003/2004 fand daher auch noch kein
Praktikum statt. Da aber jeder, der nicht vor dem 01.10.2003 das 1.
Staatsexamen abgelegt hat, für die Zulassung zum "Hammerexamen" einen
Schein in Medizingeschichte benötigt, hat sich das Medizinhistorische Institut
der Uni Bonn freundlicherweise bereit erklärt, eine Klausur
am Ende des WS 2003/2004 anzubieten. Wer ab dem SS 2004 den
klinischen Teil des Medizinstudiums beginnt, wird dann am neuen Seminar im Fach
Medizingeschichte teilnehmen können.
Die Klausur für alle von den Übergangsregelungen Betroffenen war
freundlicherweise recht einfach gestellt. Daher haben erfreulicherweise alle
Mitschreiber bestanden. Zu beantworten waren sowohl Multiple Choice-Fragen als
auch offen gestellte Fragen (kurze Antwort in Stichworten). Wie die
Medizingeschichte-Klausuren zukünftig aussehen werden, bleibt abzuwarten.
Literatur:
Eckart: "Geschichte der Medizin"
In seinem Buch beschreibt Wolfgang Eckart die Entwicklung der Medizin von den
antiken Anfängen bis zur modernen Medizin des ausgehenden 20. Jahrhunderts.
Jedes der zehn Kapitel befaßt sich dabei schwerpunktmäßig mit
einer Zeitepoche.
Der Kapitelaufbau ist angenehm übersichtlich, jedem Themenbereich ist ein
eigenes Unterkapitel gewidment. Wichtige Begriffe werden in grau hervorgehobenen
Kästchen erläutert, angenehm und übersichtlich bei der
Wiederholung. Ebenfalls sehr angenehm beim Lernen sind die stichpunktartigen
Zusammenfassungen am Ende jeden Kapitels.
Das Buch ist insgesamt sehr angenehm zu lesen, wenn auch manchmal der komplexe
Satzbau den Lesefluß etwas stört. Ich persönlich fand es teilweise
sehr spannend, davon zu lesen, was genau dem Namen nach bekannte Mediziner in der
Vergangenheit geleistet und erfunden haben - und auch, welche Behandlungsmethoden
noch vor 100-150 Jahren praktiziert wurden. Da die Interessen aber individuell sehr
verschieden sind, wird sicher der eine oder andere dieses Buch schlicht als
"langweilig" empfinden.
Ob für das Bestehen der Medizingeschichte-Klausur in Zukunft überhaupt ein
Lehrbuch nötig sein wird, ist noch unklar und wird von der Struktur des Kurses
abhängen. Wer Interesse an der Thematik hat, dem kann ich dieses Buch durchaus
empfehlen. Allen anderen rate ich aber, lieber etwas abzuwarten - vielleicht
genügen ja auch Vorlesungsmitschriften oder Skripte zum Bestehen.
Erschienen im Springer-Verlag, Berlin, 4. Auflage, 2001
Weitere Informationen sind auf der
Verlagshomepage
zu finden.
ISBN: 3-540-67405-5
438 Seiten, Paperback, EUR 19,95
Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit!
Nützliche Web-Adressen zur Medizingeschichte:
Medizinhistorisches Institut der Uni Bonn (http://www.meb.uni-bonn.de/mhi/)
Die Homepage des Medizinhistorischen Instituts der Uni Bonn. Unter dem Punkt "Lehre und Studium"
finden sich nähere Informationen zu Terminen und Themen des Kurses "Geschichte, Theorie
und Ethik der Medizin".
Vorlesung "Medizinische Ethik heute" (http://www.meb.uni-bonn.de/mhi/Uebungsblaetter.html)
Verwirrenderweise finden sich die Folien der Powerpoint-Präsentation zur
Vorlesung "Medizinische Ethik heute" auf der Seite "Übungsblätter für den Kurs
der Medizinischen Terminologie".
Wer Probleme mit dem Öffnen der Powerpoint-Präsentation hat, kann sich
bei Microsoft den PowerPoint-Viewer für PowerPoint 97 herunterladen.
Wichtig: Es muß unbedingt dieser vergleichsweise alte Viewer sein, da
die aktuellen Viewer PowerPoint 95-Präsentationen nicht mehr
öffnen können!
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