News  |   Buchempfehlungen  |   Links  |   Computerspiele  |   CD-R/DVD±R(W)

FreeBSD  |   NetBSD  |   Linux  |   Kursfahrt 2000  |   Medizinstudium

Schule  |   Über mich  |   Impressum  |   Feedback |   Übersicht

 



 

 

 Übersicht 
 
 Lehrbücher 
 
 Lernhilfen 
 
 Links 
 
 
 Vorklinik 
 
   1. Semester 
 
   2. Semester 
 
   3. Semester 
      Physiologie I-Vorlesung 
      Biochemie II-Vorlesung 
      Biochemie-Seminar 
      Biochemie-Praktikum 
      Begleitvorlesung
      zum Präparierkurs
 
      Präparierkurs 
      Klin. Anatomie 
      Anatomie-Seminar 
      Embryologie-Vorlesung 
 
   4. Semester 
 
   Physikum 
 
 
 Klinik 
 
   1. Semester 
 
 
 


Kursus der makroskopischen Anatomie

Allgemeines zum Präparierkurs
Hinweise zu den Testaten
Literaturempfehlungen
Nützliche Web-Adressen zur Anatomie
Hinweise zur Veranstaltung

Allgemeines zum Präparierkurs

Zum Wintersemester 2003/2004 wird voraussichtlich die neue Approbationsordnung in Kraft treten. Damit verbunden sind deutliche Änderungen des Medizinstudiums, vor allem auch des Präparierkurses. Angedacht ist, soweit aus der Gerüchteküche zu vernehmen ist, u.a. eine Aufteilung des Kurses auf zwei Wintersemester.

Da im Moment noch keine konkreten Pläne vorliegen, beschreibe ich im folgenden den Stand des Wintersemesters 2002/2003.
Die Anmeldung zum "Präp-Kurs" erfolgt, genau wie beim Histo-Kurs, indem man im vorangehenden Sommersemester im Foyer der Neuen Anatomie ein entsprechendes Formular ausfüllt und in den bereitstehenden Kasten wirft.

Zu Anfang des Wintersemesters hängt dann im Foyer eine Liste der Teilnehmer des Kurses aus, der man entnehmen kann, an welchem Tisch man präpariert. Jeweils 10 bis 12 Studenten, meist alphabetisch zusammengestellt, bilden eine Arbeitsgruppe, die das ganze Semester über Bestand hat.
Dreimal pro Woche präpariert man dann zusammen mit den Kommilitonen an seinem "Tisch" und versucht, gemäß einer vorgegebenen Anleitung, anatomische Strukturen des menschlichen Körpers darzustellen.
Unterstützt wird man dabei von den "Vorpräppern", älteren Studenten, die den Präparierkurs meist im vorhergehenden Wintersemester absolviert haben. Manche Tische haben einen "eigenen Vorpräpper", andere Tische müssen sich einen "Vorpräpper" teilen. Das hängt davon ab, welcher Dozent den Tisch betreut. Denn manche Dozenten (z.B. Prof. Schmidt oder Frau Dr. Kinsky) präparieren regelmäßig selbst an ihren Tischen, während andere eher selten anzutreffen sind (z.B. Prof. Wulfhekel oder Prof. Schilling).

Trotz der dreimal drei Stunden Präparierkurs pro Woche wird man nicht selten in Rückstand zur Anleitung geraten, denn die saubere Darstellung von Strukturen verlangt eine große Sorgfalt und damit einen nicht unerheblichen Zeitaufwand.
Deshalb ist der Präpariersaal jeden Freitag von 11h bis 14h geöffnet, und man kann dort die begonnene Präparation fortsetzen. Besonders kurz vor den Testaten empfiehlt es sich, diese Zeit zur genaueren Betrachtung des eigenen Präparates zu verwenden. Denn nichts ist peinlicher, als im Testat eine Struktur am Präparat nicht zeigen zu können.


Die Überprüfung des gelernten Wissens geschieht in sechs Testaten. Das erste davon findet bereits in der ersten oder zweiten Woche des Semesters statt und besteht aus 10 Fragen, die schriftlich zu beantworten sind. Zu erzielen sind in diesem Testat maximal drei Punkte, die man ab sechs richtig beantworteten Fragen erhält. Für fünf und vier richtige Antworten werden entsprechend zwei bzw. ein Punkt vergeben. Inhaltlich orientiert sich dieses Testat an der Vorlesung Anatomie I des vorhergehenden Sommersemesters. Im Stoffkatalog sind alle relevanten Themen in grauen Kästchen markiert. Außerdem gibt es in der Fachschaft eine "Mini-Fragensammlung" (wenige Seiten) zum ersten Testat.
Und hier sind die Fragen des Eingangstestates WS 2003/2004.

Alle folgenden Testate sind mündliche Prüfungen, bei denen man von einem der Dozenten am Präparat geprüft wird. Dies ist in aller Regel das Präparat des eigenen Tisches, kann aber im Eingeweidetestat (in situ-Präparate!) oder im Becken-Testat (männliches/weibliches Becken!) auch ein "fremdes" Präparat eines der Nachbartische sein.

In den mündlichen Prüfungen ist volle Punktzahl vergleichbar der Schulnote "befriedigend", also auch bei einer falschen Antwort ist nicht zwingend ein Punkt verloren!
Die Testate mit den maximal erreichbaren Punktzahlen:
Testat Thema max. Punktzahl


Testat I Vorlesung Anatomie I 3
Testat II Spinalnerven, Hals, Vordere Rumpfwand 3
Testat III Gelenklehre, Rücken, Arm, Schultergürtel 3
Testat IV Brust- und Bauchsitus, Retrositus 4
Testat V Becken und Damm, Bein 3
Testat VI Schädel und Gehirn 5

Zum Bestehen nötig sind mindestens 16 Punkte, wobei in den Testaten V und VI zusammen mindestens 5 Punkte erreicht werden müssen. Wer daran scheitert oder nur 14 oder 15 Punkte erreicht, der hat zu Beginn des folgenden Sommersemesters im "Rigorosum" noch die Chance, den Schein zu bekommen.

Zu den mündlichen Testaten gibt es außer dem Stoffkatalog keine weiteren (schriftlichen) Hilfen. Aber jeder Prüfer hat seine Lieblingsfragen, die man unbedingt kennen muß. Wenn also vor dem letzten Kurstag vor dem Testat die jeweiligen Prüfer ausgehängt werden, dann informiert Euch! Euer Vorpräpper kann Euch sicher viel zu den Prüfern erzählen, außerdem kann es hilfreich sein, an den Tischen der Dozenten nachzufragen, worauf dort besonders Wert gelegt wurde.
Im zweiten Testat (dem ersten mündlichen also) prüft in aller Regel der Tischdozent selbst, Ihr wißt also, was Euch erwartet! Da zwischen erstem und zweitem Testat nur eine Woche liegt, vergeßt nicht, Euch gut vorzubereiten!

Jeder Prüfer hat einen gewissen Ruf, und sicherlich gibt es leichtere und schwerere Prüfer. Aber wenn man gut und kontinuierlich lernt (und anders ist der Kurs ohnehin nicht zu bewältigen!), dann ist bei jedem Prüfer volle Punktzahl zu erreichen.

Der Präparierkurs ist ganz sicher der Kurs der Vorklinik, der mit dem größten Lernaufwand verbunden ist. Es gilt, innerhalb kürzester Zeit sehr viel Wissen anzuhäfen und auch aktiv abrufen zu können. Erschwerend kommt hinzu, daß vieles davon (z.B. Ursprünge und Ansätze der Muskeln) nicht logisch erschlossen werden kann, sondern stupide auswendig gelernt werden muß.
Was zu Beginn des Semesters noch schwer und nahezu unmöglich erscheint, entpuppt sich im weiteren Verlauf aber als durchaus zu schaffen. Denn der Medizinstudent lernt, sehr schnell sehr viel zu lernen. Und so verwundert es nicht, daß viele (auch im Rückblick) das zweite Testat trotz des relativ geringen Umfangs als eines der schwersten empfinden.
Übertroffen wird es eigentlich nur vom letzten Testat, da man das dort geforderte Wissen in der Kürze der Zeit gar nicht anhäufen kann. Dem tragen aber auch die meisten Prüfer Rechnung und sind in der Punktevergabe im letzten Testat etwas großzügiger als in den anderen Testaten.


Im Präparierkurs kommt man an einem Atlas nicht vorbei. Die meisten Lehrbücher sind zwar reich bebildert, aber an die Darstellungen eines Anatomieatlanten reichen diese Zeichnungen meist nicht heran.

Putz, Pabst (Hrsg.): "Sobotta Atlas der Anatomie des Menschen" (2 Bände)
Der "Sobotta" ist der Standard-Atlas in Bonn. Er besteht aus zwei Bänden, in denen rund 1500 durchgehend farbige Abbildungen zu finden sind. Ergänzt werden die anatomischen Zeichnungen durch zahlreiche klinische Bilder, z.B. von Röntgen, MRT und Ultraschall.
Eine anatomische Struktur, die man im "Sobotta" nicht findet, gibt es nicht. Zu fast allem gibt es Zeichnungen aus verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlicher Präparationstiefe, und auch kleinste Strukturen sind realitätsgetreu dargestellt. Allerdings fordern die Zeichnungen ein gewisses Vorstellungsvermögen, spiegeln sie doch nur einen Teil der Realität wider. Wer Probleme damit hat, die Darstellungen auf das Präparat zu übertragen, der ist vielleicht mit einem Fotoatlas wie dem "Rohen" besser bedient.
Die Fülle an Informationen, die der "Sobotta" bietet, wirkt zu Beginn sehr erschlagend, da man mit den dargestellten Strukturen dann noch nicht allzu viel anfangen kann und das unwichtige erst einmal "herausfiltern" muß. Dabei hilft allerdings in vielen Abbildungen eine "Farbkodierung" der Strukturen, d.h. neben Muskeln findet sich ein brauner Punkt, neben Arterien ein roter, neben Venen ein blauer und neben Nerven ein gelber Punkt. So findet man manche Struktur ein wenig schneller!
Zum Auswendiglernen gut geeignet sind die zahlreichen Tabellen zu Muskelursprüngen und -ansätzen, Schädeldurchtrittsstellen, Ventrikelbegrenzungen etc.
Mit fast 140 Euro für beide Bände zusammen ist der "Sobotta" nicht gerade günstig. Auch sind nicht alle Abbildungen als wirklich gelungen anzusehen, manchmal fehlt trotz oder gerade aufgrund vieler Details die Orientierung. Trotzdem halte ich den "Sobotta" für den Präparierkurs für äußerst empfehlenswert. Und wer die große Ausgabe scheut, kann ja versuchen, in der Lehrbuchsammlung eines der zahlreichen Exemplare zu ergattern!
Erschienen im Verlag Urban & Fischer, München, 21. Auflage, 1999
Weitere Informationen sind auf der Verlagshomepage zu finden.
Band 1:
ISBN: 3-437-41940-4
440 Seiten, gebunden, EUR 69,95
Band 2:
ISBN: 3-437-41950-1
416 Seiten, gebunden, EUR 69,95

Rohen, Yokochi, Lütjen-Drecoll: "Anatomie des Menschen - Fotografischer Atlas"
Der große Vorteil dieses Atlanten im Vergleich z.B. zum "Sobotta" ist die große Realitätsnähe. Denn die Bilder in diesem Atlas entsprechen in großen Teilen den Anblicken, die sich dem Studenten bei der Präparation bieten. Die einzelnen Strukturen werden dabei schichtweise freigelegt, genau wie bei der Präparation. Wer Probleme hat, die Zeichnungen aus dem "Sobotta" auf das Präparat zu übertragen, der sollte sich den "Rohen" unbedingt anschauen! Denn das ist die große Stärke eines Fotoatlanten - er zeigt sehr anschauliche und realitätsnahe Bilder, die ähnlich auch im Kurs anzutreffen sind.
Ergänzt werden die Fotografien der Präparate durch Schemazeichnungen und MRT-Aufnahmen, die das Verständnis erleichtern.
Bedingt durch die Art der Präsentation ist die Detailtiefe bei diesem Atlas sehr viel geringer als beim "Sobotta". Dadurch fällt es jedoch leichter, sich auf die wesentlichen Strukturen zu konzentrieren und sich einen guten Überblick zu verschaffen. Die meisten für den Präparierkurs wichtigen Strukturen sind in diesem Atlas zu finden, jedoch bei weitem nicht jede Kleinigkeit.
Unangenehm aufgefallen ist mir die Beschriftung der Strukturen, an den Hinweispfeilen sind nur Ziffern zu finden. Die Bedeutung der einzelnen Ziffern muß man in einer Tabelle auf der gleichen Seite suchen. Dieses Prinzip mag das Auswendiglernen erleichtern, beim Suchen einer unbekannten Struktur kostet es jedoch viel Zeit.
Der "Rohen" hat mir auch gut gefallen, als alleiniger Atlas ist er mir jedoch zu knapp. Sehr gut geeignet ist der "Rohen" aber zur Wiederholung kurz vor einem Testat, wenn man zuhause auf das Präparat verzichten muß und der "Sobotta" nicht anschaulich genug ist. Als "Zweit-Atlas" ist der "Rohen" jedoch im Grunde zu teuer.
Vor kurzem waren Auflagenreste der 4. Auflage günstig zu bekommen, vielleicht ist davon ja noch etwas erhältlich.
Erschienen im Schattauer Verlag, Stuttgart, 5. Auflage, 2002
Weitere Informationen sind auf der Verlagshomepage zu finden.
ISBN: 3-7945-2080-7
500 Seiten, gebunden, EUR 84,95

Mindestens ebenso unverzichtbar wie ein Anatomieatlas ist natürlich ein Lehrbuch. Im Bereich der Anatomie ist die Vielfalt an Lehrbüchern nahezu unüberschaubar, wobei sich viele Werke in ihrer Ausführlichkeit stark unterscheiden.
Letztendlich hängt es auch vom individuellen Lernverhalten ab, ob man lieber mit einem absoluten Kurzlehrbuch (z.B. "Moll") oder einem Maximum an Ausführlichkeit (z.B. "Benninghoff") lernt. Ich habe mich bei meinen Anatomie-Lehrbüchern für einen Mittelweg entschieden. Daher kann ich jedem nur nahelegen, sich in einer Fachbuchhandlung selbst einen Überblick über die Vielfalt der Lehrbücher zu verschaffen.

Schiebler, Schmidt, Zilles: "Anatomie"
Der "Schiebler" weist mit seinen fast 900 Seiten schon einen gewissen Umfang auf, ohne dabei allerdings unübersichtlich zu werden. Dank der topographischen Gliederung kann man gezielt die für das jeweilige Testat relevanten Kapitel lernen und wird auch darauf hingewiesen, falls wichtige Ergänzungen an anderer Stelle warten.
Der angenehme Schreibstil erleichtert dabei das Durcharbeiten des Lehrbuches. Trotz einer großen Zahl an (überwiegend sehr brauchbaren) Abbildungen kann dabei meiner Meinung nach aber nicht auf einen Atlas verzichtet werden.
Dankenswerterweise verzichtet der "Schiebler" darauf, sich in Kleinigkeiten zu verlieren. Er bleibt übersichtlich und stellt trotzdem eigentlich alle testatsrelevanten Punkte ausführlich und verständlich dar. In seinem Umfang ist er also zwischen einem Kurzlehrbuch und einem Nachschlagewerk vom Kaliber des "Benninghoff" anzusiedeln.
Durch viele Tabellen (z.B. mit Muskelursprüngen und -ansätzen, Gefäßverzweigungen, Schädeldurchtrittsstellen etc.) wird das gezielte Auswendiglernen erleichtert.
Zahlreiche klinische Bezüge lockern den trockenen Stoff auf und verdeutlichen, warum man als Medizinstudent so vieles auswendig lernen muß. Außerdem werden solche klinischen Bedeutsamkeiten oft in Testaten gefragt!
Neben der Darstellung der makroskopischen Anatomie wird auch der mikroskopische Aufbau der Organe verständlich dargestellt. Wer bereits den Histo-Kurs hinter sich hat, kann diese Abschnitte natürlich überspringen - oder als Wiederholung nutzen.
Ebenfalls prüfungsrelevant ist die Entwicklungsgeschichte, die kurz und knapp in ihren wichtigsten Abläufen beschrieben ist.
Der "Schiebler" hat mir sehr gut gefallen und ist meiner Ansicht nach eines der derzeit besten Anatomie-Lehrbücher. Allerdings ist er nicht geeignet für all diejenigen, die mit möglichst wenig Aufwand durch die Prüfung kommen wollen - dafür ist er dann doch zu umfangreich.
Im Jahr 2002 erschien eine limitierte Sonderausgabe dieses Lehrbuches im Paperback zu einem Preis von EUR 39,95, die möglicherweise noch lieferbar ist!
Erschienen im Springer Verlag, Berlin, 8. Auflage, 1999
Weitere Informationen sind auf der Verlagshomepage zu finden.
ISBN: 3-540-65824-6
892 Seiten, gebunden, EUR 69,95

Frick, Leonhardt, Starck: "Taschenlehrbuch der gesamten Anatomie" (2 Bände)
Dieses Lehrbuch besticht in erster Linie durch sein handliches Format. Die zwei kleinen Taschenbücher kann man problemlos überall hin mitnehmen, um z.B. in der Bahn oder im Präpariersaal zu lernen. Nicht täuschen lassen sollte man sich vom scheinbar geringen Umfang - der "Frick" ist an vielen Stellen ausführlicher als z.B. der "Schiebler"!
Erreicht wird dies durch den Verzicht auf ausführliche Darstellungen zu Embryologie und Histologie. Dadurch konzentriert sich dieses topographisch geordnete Lehrbuch ganz auf eine straffe Darstellung der makroskopischen Anatomie, ergänzt durch wichtige klinische Bezüge. Der "Frick" ist nicht so reich bebildert wie z.B. der "Schiebler", aber zu allen wesentlichen Themen finden sich sehr gute Abbildungen, die teilweise Atlasqualität besitzen.
In Band 1 werden die Themen Extremitäten, Rumpfwand, Kopf und Hals behandelt, während es in Band 2 um Eingeweide und Nervensystem geht. Außerdem findet sich im zweiten Band eine hervorragend gelungene systematische Darstellung der Muskeln und Leitungsbahnen. Auf 180 Seiten wird hier alles wichtige kompakt zusammengefaßt, eine bessere Vorlage zum Auswendiglernen habe ich nirgends gefunden!
Negativ fallen an einigen Stellen umständliche Formulierungen und ein komplizierter Satzbau auf, wodurch der Lesefluß mitunter gestört wird. Auch die detaillierte Beschreibung der einzelnen (noch so kleinen) Knochenpunkte ist für den Studenten kaum zu verfolgen und geht weit über das im Testat geforderte Maß hinaus. Für diese Kapitel empfiehlt sich ein anderes Lehrbuch, z.B. der "Schiebler".
Die Ausführungen zum Nervensystem sind, u.a. bedingt durch das Alter dieses Lehrwerkes (von 1992) nicht auf dem aktuellsten Stand und in ihrer Kürze nicht ausreichend für das Kopftest. Hier sollte auf ein weiteres Lehrbuch zurückgegriffen werden, z.B. den "Trepel".
Fazit: Trotz des Titels "Taschenlehrbuch" ist der "Frick" in seinen zwei Bänden ein vollwertiges Anatomielehrbuch, das gerade durch seine Handlichkeit und seinen vergleichsweise günstigen Preis überzeugen kann. In Kombination mit dem "Schiebler" und dem "Trepel" haben mich diese zwei Bände gut durch den Präparierkurs gebracht!
Erschienen im Thieme Verlag, Stuttgart, 4. Auflage, 1992
Weitere Informationen sind auf der Verlagshomepage zu finden.
Band 1:
ISBN: 3-13-356804-3
863 Seiten, Paperback, EUR 29,95
Band 2:
ISBN: 3-13-356904-X
681 Seiten, Paperback, EUR 29,95

Hoffmann: "Crashkurs Anatomie"
Bei diesem Buch ist der Name Programm, es handelt sich in der Tat um einen "Crashkurs". Angenehm fällt die gute Gliederung des Buches auf, die ein schnelles Wiederholen und Nachschlagen erlaubt. Stichworte in der (sehr breiten, für eigene Anmerkungen gut geeigneten) Randspalte erlauben eine schnelle Orientierung. Die Mehrzahl der (durchgehend schwarz-weißen) Abbildungen ist gut gelungen und hilft bei der Orientierung, kann aber natürlich einen Anatomie-Atlas nicht ersetzen. Die (teilweise stichpunktartigen) Texte sind gut und verständlich geschrieben und lassen sich leicht und zügig lesen.

Auch wenn dieses Repetitorium versucht, die Bereiche Embryologie, Histologie, Makroskopische Anatomie und Neuroanatomie vollständig abzudecken, kann es angesichts der Kürze nur beim Versuch bleiben. Insbesondere Embryologie und Histologie kommen doch sehr zu kurz. Die Makroskopische Anatomie wird zwar stark verkürzt, aber doch insgesamt korrekt und zumindest einigermaßen komplett dargestellt.

Letztlich stellt sich die Frage, wer ein solches Repetitorium braucht. Für die Vorbereitung auf den Präparierkurs ist es definitiv viel zu knapp gehalten, hier fehlen viele oft gefragte Kleinigkeiten.
Ich habe mir dieses Buch für die Vorbereitung auf die mündliche Physikumsprüfung gekauft. Als angenehm empfand ich dabei die komplette und komprimierte Darstellung der Anatomie, die nicht (wie in der Schwarzen Reihe oder im Physikum exakt) speziell auf den IMPP-Fragenpool zugeschnitten ist. Denn die wenigsten Prüfer orientieren sich am IMPP-Gegenstandskatalog. "Crashkurs Anatomie" läßt sich darüber hinaus problemlos an 2-3 Tagen komplett durcharbeiten, ein weiterer Pluspunkt in der zeitlich knappen Vorbereitungszeit auf die mündliche Prüfung.

Als alleiniges Buch für die Vorbereitung auf die mündliche Physikumsprüfung ist "Crashkurs Anatomie" meiner Ansicht nach doch etwas zu knapp. Aber wenn man es für die grobe Wiederholung nutzt und einzelne Themen in den "großen" Lehrbüchern (bei mir z.B. Sobotta, Frick, Trepel und Junqueira) nachliest, sollte das als Vorbereitung genügen.
Erschienen im Urban & Fischer-Verlag, München, 1. Auflage, 2000
Weitere Informationen sind auf der Verlagshomepage (http://www.urbanfischer.de) zu finden.
ISBN: 3-437-41196-9
347 Seiten, Paperback, EUR 24,95

Trepel: "Neuroanatomie - Struktur und Funktion"
Die Neuroanatomie ist wohl eines der schwierigsten Themen der Anatomie. Problematisch ist nicht zuletzt der große Zeitdruck, unter dem man für das Kopftestat lernen muß.
Um so wichtiger ist deshalb eine verständliche und übersichtliche Darstellung, wie sie in diesem Lehrbuch verwirklicht ist. Aufgeteilt auf verschiedene Kapitel werden nacheinander Bau und Funktion der einzelnen Anteile des Nervensystems dargestellt.
Die getrennte Besprechung von Mittelhirn, Kleinhirn, Zwischenhirn und Großhirn erschwert zwar anfangs das Verständnis übergreifender Verschaltungskreise, ist aber für einen "unbedarften Studenten" leichter nachzuvollziehen als eine funktionelle Betrachtung. Denn so ist eindeutig zuzuordnen, in welcher makroskopischen Region sich die gerade besprochenen Zentren befinden und der Überblick bleibt erhalten.
Dank eines sehr angenehmen Schreibstils ist dieses Buch sehr leicht und flüssig zu lesen, ein komplettes Durcharbeiten ist ohne weiteres an einem (verlängerten) Wochenende möglich. Bei der kurzfristigen Wiederholung vor dem Testat helfen die Kurzzusammenfassungen am Ende jeden Kapitels.
Durch gute schematische Zeichnungen werden Zusammenhänge verdeutlicht, ohne sich in Details zu verlieren. Für die genaue (anatomisch korrekte) Lage der einzelnen Kerne etc. empfiehlt sich aber (bei genügend Zeit) der Blick in einen Atlas.
Zahlreiche klinische Bezüge zeigen die Verknüpfung zur späteren ärztlichen Praxis und sind auch für das Testat relevant. Bilder klinischer Schnittverfahren werden ebenfalls erläutert und tragen zum Verständnis der Hirnschnitte im Kurs bei.
Fazit: Da die Abschnitte zur Neuroanatomie in den meisten Anatomie-Lehrbüchern etwas zu kurz kommen, ist für das Kopftestat ein zusätzliches Lehrbuch zu empfehlen. Den "Trepel" würde ich dabei auf jeden Fall in die engere Auswahl nehmen, denn es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen! Interessante Ausführungen und ein leichtverständlicher Schreibstil erleichtern das Verstehen des sehr komplexen Stoffes und motivieren auch noch gegen Ende des Präparierkurses.
Erschienen im Verlag Urban & Fischer, München, 2. Auflage, 1999
Weitere Informationen sind auf der Verlagshomepage zu finden.
ISBN: 3-437-41296-5
373 Seiten, Paperback, EUR 29,95

Zilles, Rehkämper: "Funktionelle Neuroanatomie"
Wie der Titel bereits vermuten läßt, konzentriert sich dieses Lehrbuch sehr stark auf die funktionellen Zusammenhänge. Daher nimmt eine Darstellung der verschiedenen funktionellen Systeme auch den größten Teil des Buches ein. Ein kleiner Atlasband vervollständigt das Paket.
Die funktionelle Darstellung ist ohne grundlegende Kenntnisse der Neuroanatomie nur sehr schwer bis gar nicht nachzuvollziehen. Die Einführungen zu den einzelnen Kapiteln sind recht knapp gehalten, sehr schnell wird man mit großem Detailwissen konfrontiert.
Zu detailliert erscheint auch die Beschreibung der Neuronenverschaltungen, die dargestellte Komplexität ist in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit einfach erschlagend. Daran können auch die vielen klinischen Bezüge nichts ändern, die eine Lektüre dieses Buches durchaus sehr interessant gestalten.
Der beiliegende Atlasband ist zwar sehr handlich und somit auch unterwegs gut benutzbar. In seiner Qualität kommt er aber bei weitem nicht an die Darstellungen z.B. des "Sobotta" heran und sollte daher nur als Beigabe zum Lehrbuch gesehen werden.
Fazit: Wer über genügend Zeit verfügt und wissen möchte, wie die Wirkungen der einzelnen funktionellen Systeme genau zustande kommen, kann sich dieses Buch durchaus einmal ansehen. Aber als ergänzendes Lehrbuch zum Kopftestat ist es meiner Meinung nach vollkommen ungeeignet, da auf das grundlegende Verständnis zu wenig Wert gelegt wurde. Es scheint im Gegenteil an vielen Stellen bereits vorausgesetzt zu werden.
Genau dieses grundlegende Verständnis der Neuroanatomie ist es aber, das meist im Kopftestat geprüft wird. Zur Testatsvorbereitung halte ich daher den "Trepel" für wesentlich geeigneter.
Erschienen im Springer Verlag, Berlin, 3. Auflage, 1998
Weitere Informationen sind auf der Verlagshomepage zu finden.
ISBN: 3-540-64293-5
409 Seiten + 109 Seiten Atlasband, Paperback, EUR 26,95

Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit!

Anatomisches Institut Bonn - Hinweise zum Präparierkurs
(http://www.meb.uni-bonn.de/anatomie/cellbio/teaching/praepkurs_d.htm)

Von dieser Seite des Anatomischen Institutes kann man sich u.a. den Stoffkatalog für die einzelnen Testate oder die Präparieranleitung herunterladen (Word-Format). Nützlich, wenn die eigene Anleitung den Präpariersaal nicht heil überstanden hat...
Auch allgemeine Hinweise und die Testatstermine sind auf dieser Seite abrufbar.

Medizinstudent.de
(http://www.medizinstudent.de)

Auf dieser Seite gibt es viele hilfreiche Tips für Medizinstudenten. Besonderes Highlight für Bonner: Die sogenannten "Golatta-Skripte". Das sind Kurzzusammenfassungen zu den einzelnen Testaten des Präparierkurses, genau auf den Bonner Stoffkatalog abgestimmt. Die Skripte sind einfach zu finden durch Suchen nach "Golatta".
Achtung: Diese Skripte liefern einen Überblick über das absolute Minimum, das man für das jeweilige Testat wissen muß. Außerdem handelt es sich um eine reine Auflistung von Fakten, keinen Lehrtext. Man sollte die Skripte also nur zur Wiederholung nutzen, keinesfalls zum Lernen. Auch haben sich leider einige Fehler eingeschlichen, also nicht alles aus diesen Skripten bedenkenlos glauben!
Auch interessant auf dieser Seite: Eine Sammlung von Eselsbrücken. Damit könnte das Auswendiglernen an der einen oder anderen Stelle vielleicht etwas leichter fallen. Die Eselsbrücken findet man, indem man über die Direktwahl "Anatomie" wählt und dann auf "Eselsbrücken" klickt.

Veranstaltungs-Nr. 2230
Veranstaltungsort Präpariersaal in der Neuen Anatomie
Veranstaltungstag Montag, Dienstag und Donnerstag
Veranstaltungszeit 14h-17h

Nach oben


 





Valid CSS!

 
Zähler  Zugriffe auf diese Seite

   Letzte Änderung: 14.3.2004 by Hans-Michael Gerhards (HM-Gerhards@gmx.de)