NetBSD 1.6.2: Installation und Grundkonfiguration
Inhalt
Vorwort
NetBSD läuft auf einer Vielzahl von Rechnerarchitekturen, was es
insbesondere seiner sehr guten Portierbarkeit verdankt. Sehr verbreitet
ist natürlich die i386-Architektur, also Intel-kompatible Prozessoren, die
in dieser Anleitung auch hauptsächlich beschrieben werden soll.
Die Installation auf den anderen Architekturen verläuft grundsätzlich
gleich, Unterschiede sind vor allem in den hardwarespezifischen Punkten
zu finden.
Am Ende dieser Anleitung habe ich einige wichtige Unterschiede bei der Installation
auf
SPARC64 (Sun Ultra und andere Systeme) aufgeführt.
Hinweis: Diese Anleitung bezieht sich auf die Installation von NetBSD 1.6.2,
die Installation neuerer Versionen weicht möglicherweise in einigen
Details davon ab! Eine Anleitung zur Installation von NetBSD 2.0 findet sich
unter
http://home.arcor.de/hm-gerhards/netbsd/netbsd_install.html
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NetBSD herunterladen
NetBSD kann von einer Vielzahl von Servern heruntergeladen werden. Zur Auswahl
eines geeigneten Mirrors führt die Seite
http://www.netbsd.org/mirrors/.
Wer sich eine Imagedatei herunterladen möchte, um diese auf CD zu brennen,
wird unter
http://www.netbsd.org/mirrors/#iso
fündig werden.
Ein CD-Image für die Installation auf i386 von NetBSD 1.6.2 läßt
sich damit unter Linux z.B. mit dem Befehl
user@host:~> wget ftp://iso.de.NetBSD.org/pub/NetBSD/iso/1.6.2/i386cd.iso
herunterladen (natürlich vorausgesetzt, daß
wget installiert
ist). Alternativ kann der Download aber auch über einen Web-Browser oder ein
FTP-Programm erfolgen.
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Image auf CD brennen
Unter Linux brennen
Unter Linux kann man ganz einfach das Programm
cdrecord benutzen,
um das heruntergeladene Image auf CD zu brennen.
cdrecord wird von
eigentlich allen aktuellen Linux-Distributionen mitgeliefert, teilweise wird
auch die (bis Kernel 2.4 zwangsweise) benötigte IDE-SCSI-Emulation bereits
automatisch eingerichtet.
Ob
cdrecord den eigenen Brenner richtig erkennt, kann man an der
Kommandozeile ganz einfach überprüfen:
user@host:~> cdrecord -scanbus
Cdrecord-Clone 2.01a38 (i686-pc-linux-gnu) Copyright (C) 1995-2004 Jörg Schilling
(...)
Linux sg driver version: 3.1.25
Using libscg version 'schily-0.8'.
scsibus0:
0,0,0 0) 'SONY ' 'DVD RW DW-U12A ' '2.0c' Removable CD-ROM
0,1,0 1) 'LITE-ON ' 'LTR-32123S ' 'XS0Z' Removable CD-ROM
0,2,0 2) *
0,3,0 3) *
In diesem Fall wurden zwei Laufwerke erkannt, nämlich ein Sony DVD-Brenner
als Gerät
0,0,0 und ein LiteOn CD-Brenner als Gerät
0,1,0. Über diese Dreierkombination von Zahlen werden die
Brenner von
cdrecord angesprochen, daher ist es wichtig, diese
Zahlen für seinen Brenner zu kennen.
Folgende Kommandozeile dient dazu, das heruntergeladene i386-Image von NetBSD
auf eine CD-R im LiteOn CD-Brenner zu brennen (vorausgesetzt, man befindet sich
in dem Verzeichnis, in dem auch das Image liegt):
user@host:~> cdrecord -v -dao dev=0,1,0 speed=32 i386cd.iso
Dabei haben die einzelnen Optionen folgende Bedeutung:
-v Meldungen über den Brennfortschritt ausgeben
-dao die CD als Disk-at-Once brennen
dev=0,1,0 das Gerät, auf dem gebrannt werden soll
speed=32 die Geschwindigkeit, mit der gebrannt werden soll
Mehr zum Thema "CD-Brennen unter Linux" findet sich in der Manpage von
cdrecord und im
CD-Writing HowTo (http://en.tldp.org/HOWTO/CD-Writing-HOWTO.html).
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NetBSD installieren
Von CD booten
Die weitaus häufigste Installationsmethode dürfte wohl die Installation
von CD sein, daher werde ich diese Installationsart an dieser Stelle auch genauer
beschreiben. Sie ist für NetBSD-Anfänger auch am einfachsten zu
durchschauen, da man per Menü durch den Installationsprozess geführt wird.
NetBSD stellt aber auch zahlreiche andere Installationsmöglichkeiten
zur Verfügung (von Diskette, über FTP, NFS oder von Band). Wer nicht
von CD installieren kann und eine andere Installationsart wählen muß,
der findet nähere Informationen dazu in den INSTALL-Dateien der jeweiligen
Plattform, also für i386 z.B. unter
ftp://ftp.netbsd.org/pub/NetBSD/NetBSD-1.6.2/i386/INSTALL.html
Legt man die CD ins Laufwerk und startet den PC, so sollte er in den allermeisten
Fällen direkt von der CD booten. Ist dies nicht der Fall, so muß meist
im
BIOS die Bootreihenfolge auf
CD-ROM, C, A (oder einen
ähnlichen Eintrag) umgestellt werden.
-> Nach oben
Tastenbelegung
Während der Installation kann das von
sysinst verwendete
Tastaturlayout leider nicht geändert werden, d.h. es wird immer das
US-Layout verwendet. Wer keine US-Tastatur besitzt, hat unter Umständen
Probleme mit Sonderzeichen, Schrägstrichen etc. Die folgende Tabelle
dient der Orientierung, welche Tasten der deutschen und der US-Tastatur
übereinstimmen:
US DE
- ß
/ -
= '
: Ö
; ö
# §
" Ä
* (
( )
) =
\ #
| '
@ "
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Die Festplatte partitionieren
Nachdem NetBSD eine Mini-Installationssystem von CD gebootet hat, landet man im Hauptmenü
des Installationssystems. Der Auswahlbildschirm sieht folgendermaßen
aus:
+-----------------------------------------------+
| NetBSD-1.6.2 Install System |
| |
| a: Install NetBSD to hard disk |
| b: Upgrade NetBSD on a hard disk |
| c: Re-install sets or install additional sets |
| d: Reboot the computer |
| e: Utility menu |
| x: Exit Install System |
+-----------------------------------------------+
Die Option
a ("Install NetBSD to hard disk") ist die richtige Wahl, wenn
man vorher noch nie NetBSD auf dem System installiert hat. Nach Auswahl dieses Punktes
wird (zu Recht!) noch einmal an das fällige Backup erinnert - sollten sich wichtige
Daten auf dem System befinden, so ist ein Backup auf jeden Fall anzulegen! Bei der
Installation kann immer etwas schiefgehen, und wer irrtümlich seine Datenpartition
formatiert, der hat gute Chancen, ALLE SEINE DATEN ZU VERLIEREN!
Wer über ein aktuelles Backup verfügt oder die Festplatte sowieso komplett
löschen möchte, antwortet auf die Frage
Shall wie continue?
einfach
Yes.
NetBSD untersucht jetzt das System auf eingebaute Festplatten. Wird mehr als eine Festplatte
gefunden, so bietet
sysinst eine Liste der gefundenen Platten zur
Auswahl an. Wird - wie in diesem Beispiel - nur eine Festplatte gefunden, so
erscheint folgende rein informative Meldung, die einfach mit
Enter
bestätigt wird:
I found only one disk, wd0. Therefore I assume you want to install NetBSD
on it.
+-----------------------+
| Hit enter to continue |
| |
| a: ok |
+-----------------------+
sysinst zeigt nun die BIOS-Geometrie der ausgewählten Festplatte an, die
z.B. so aussehen könnte:
This disk matches the following BIOS disk:
BIOS # cylinders heads sectors
------ --------- ----- -------
0 1024 255 63
+---------------------------------+
| a: This is the correct geometry |
| b: Set the geometry by hand |
+---------------------------------+
In den allermeisten Fällen wird das Installationsprogramm die Geometrie korrekt erkannt
haben. Man sollte sie nur dann per Hand setzen, wenn man sich absolut sicher ist, daß
dies nötig ist und man genau weiß, was man tut! Andernfalls ist ein totaler
Datenverlust möglich!
Im nächsten Schritt fragt
sysinst, wie mit der Partitionierung der
Festplatte verfahren werden soll und bietet dazu zwei Möglichkeiten an:
We are now going to install NetBSD on the disk wd0. You my choose to
install NetBSD on the entire disk, or on part of the disk.
Which would you like to do?
+------------------------------+
| Select you choice |
| a: Use only part of the disk |
| b: Use the entire disk |
+------------------------------+
ACHTUNG: Bei der Möglichkeit b geht NetBSD davon aus, daß die komplette
Festplatte neu aufgeteilt werden soll, bislang bestehende Partitionen werden dabei KOMPLETT
GELÖSCHT! Wer nur einen Teil seiner Festplatte für NetBSD nutzen und bestehende
Partitionen erhalten möchte, wählt an dieser Stelle die Option
Use only part of the disk!
In dieser Beispielinstallation soll eine Workstation aufgesetzt werden, die individuell
partitioniert wird, und auf deren Platte zusätzlich bereits Windows 2000 installiert ist.
Daher ist
a in diesem Fall die richtige Wahl.
An dieser Stelle ein paar kurze Worte zum Thema Partitionen unter NetBSD. Diese sind nicht
mit den von DOS oder Linux gewohnten Partitionen zu verwechseln. Vielmehr heißen
die primären DOS-Partitionen unter NetBSD
slices. Auf einer Festplatte
kann es somit maximal vier
slices geben, die von eins bis vier durchnummeriert
werden.
Innerhalb einer solchen Slice werden dann die BSD-Partitionen angelegt und
mit den Buchstaben a bis p bezeichnet. Einzelne Buchstaben besitzen dabei eine besondere
Bedeutung:
a Üblicherweise die Rootpartition
b Enthält normalerweise den Swap-Bereich
c Umfaßt die gesamte NetBSD-Slice, also alle Partitionen, die sich
innerhalb dieser Slice befinden
d Entspricht der gesamten Festplatte
Weiterhin gilt für die Bezeichnung der Festplatten, daß diese mit null beginnend
gezählt werden, die CD-Laufwerke ebenso. Dabei werden folgende Kürzel verwendet:
wd IDE-Festplatte
sd SCSI-Festplatte
cd CD-ROM-Laufwerk
Die erste IDE-Festplatte wird somit als
wd0 bezeichnet, die
NetBSD-Rootpartition auf dieser Festplatte heißt üblicherweise
folglich
wd0a.
Nach der Auswahl von
Use only part of the disk im
Installationsprozess geht es mit folgender Frage weiter:
+----------------------------+
| Choose your size specifier |
| |
| a: Megabytes |
| b: Cylinders |
| c: Sectors |
+----------------------------+
Da die Angabe von Megabytes im Allgemeinen am anschaulichsten ist, wird diese
Ansicht im folgenden auch verwendet, also
a.
Die Frage nach der "besten Partitionierung" ist wohl so alt wie das Thema
Partitionierung selbst. Es gibt keine optimale Lösung, die jeden Anwendungszweck
ideal abdeckt. Jedoch kann man sich an ein paar grundlegenden Angaben orientieren,
wer spezielle Anforderungen hat, muß diese gegebenenfalls entsprechend
berücksichtigen.
Die Rootpartition sollte mindestens 64 MB umfassen, diese Größe ist laut
NetBSD-Handbuch wohl für einen "komfortablen Betrieb" ausreichend.
Insbesondere auf älteren i386-Systemen führt ein Kernel jenseits der
504 MB häufig zu Problemen, d.h. die Rootpartition sollte in den meisten
Fällen kleiner als 500 MB gewählt werden. Aber Achtung: Jedes Verzeichnis,
das nicht explizit von einer anderen Partition gemountet wurde, findet sich in der
Rootpartition! D.h. wer für Verzeichnisse wie
/var oder
/usr keine eigene Partition anlegt, wird unter Umständen sehr
schnell unter Platzmangel in der Rootpartition leiden!
Für die Größe des Swap-Speichers gibt es seit Urzeiten die Faustregel
"das Doppelte des physikalischen Speichers". Ist extrem wenig RAM eingebaut, so kann
man diesen Wert auch schonmal vervierfachen, unter 128 MB Swap sollte man meiner
Meinung nach auf keinen Fall gehen. Wer den Platz hat, kann auch problemlos mehrere GB
an Swap anlegen.
Die restliche Festplatte kann man nach Belieben weiter aufteilen. Allerdings sollte man
sich darüber im klaren sein, daß eine Zerstückelung zu Problemen
führen kann, wenn beispielsweise in einer Partition 50 MB fehlen, auf den anderen
Partitionen aber noch zusammen 2,5 GB verfügbar sind... Im allgemeinen sollte man
daher lieber etwas weniger Partitionen anlegen, vor allem, wenn man noch über
wenig Erfahrung verfügt und den Platzbedarf in den einzelnen Verzeichnissen nicht
genau abschätzen kann. Nicht vergessen sollte man aber den Speicherbedarf mancher
Anwendungen, z.B. benötigen Mail- und Newsserver oft sehr viel Platz unter
/var! Und wer die Package-Collection nutzen möchte, der wird
üblicherweise unter
/usr/pkgsrc sehr viel Platz benötigen,
genau wie das Update auf eine neue NetBSD-Version sehr viel Platz unter
/usr/src erfordert. Dies alles gilt es zu berücksichtigen, und daher
sollten die Partitionsgrößen lieber zu groß gewählt als zu knapp
kalkuliert sein.
Unter Umständen kann es sinnvoll sein, eine eigenständige Partition für
/tmp anzulegen. Auf Maschinen mit sehr großzügigem Speicherausbau
ist aber eventuell eine RAM-Disk sinnvoller.
Als ersten Schritt im Partitionierungsprozess muß man die DOS-Partitionstabelle
entsprechend anpassen. Dies geschieht in folgendem Bildschirm:
Edit your DOS partition table. The highlighted partition is the
currently active partition. The partition table currently looks like:
Total disksize 10991 MB.
Start( MB) Size( MB) End( MB) Kind
---------- --------- -------- ----
0: 0 2997 2997 Windows FAT32
1: 2996 7996 10992 NetBSD
2: unused
3: unused
+--------------------------------+
| Choose your partition |
| a: Edit partition 0 |
| b: Edit partition 1 |
| c: Edit partition 2 |
| d: Edit partition 3 |
| e: Reselect size specification |
| x: Exit |
+--------------------------------+
Hier kann man Slices löschen, indem man ihren Anfang und ihre Größe
verändert bzw. neue Partitionen anlegt. Sämtliche Änderungen beziehen sich
immer auf das, was unter DOS als
primäre Partitionen bezeichnet wird.
Partitionen, die erhalten bleiben sollen, läßt man am besten völlig in
Ruhe und wählt sie nicht über
Edit aus!
Für NetBSD wird an dieser Stelle nur eine einzige Slice angelegt, die dann im
weiteren Verlauf der Installation noch weiter in NetBSD-Partitionen unterteilt wird.
Ist man mit der vorgenommenen Partitionierung zufrieden, bestätigt man mit
Exit. Hat
sysinst festgestellt, daß sich aller
Wahrscheinlichkeit nach mehrere Betriebssysteme auf der Festplatte befinden, so wird
angeboten, einen Bootmanager zu installieren, um beim Booten zwischen den verschiedenen
Betriebssystemen wählen zu können. Hat man nicht bereits einen anderen
Bootmanager installiert, über den man diese Auswahl vornehmen möchte, sollte
man auf dieses Angebot eingehen und
Yes auswählen.
Im folgenden kann man diesen Bootmanager kurz konfigurieren. Über den Punkt
Edit menu entry kann man jedem Eintrag einen eindeutigen Namen zuweisen.
Set timeout value legt die Zeit fest (in Sekunden), nach der das mit
Set default option ausgewählte Betriebssystem automatisch gebootet
werden soll. Hat man diese Einstellungen vorgenommen, geht es mit
Exit
weiter im Installationsprozess.
Abgefragt wird nun die gewünschte Partitionierung der Festplatte. Bei den
Möglichkeiten
a und
b werden innerhalb der neuen
NetBSD-Slice Partitionen nach Standardmaßen angelegt. Wer
Custom
wählt, kann die Partitionierung direkt von vorneherein selbst eintragen.
+--------------------------+
| Choose your installation |
| a: Standard |
| b: Standard with X |
| c: Custom |
+--------------------------+
Nach Auswahl von
Custom (denn nichts anderes wird man meist wollen)
landet man im NetBSD-Partitionseditor. Die Bedienung ist relativ einfach, wer
schonmal einen Partitionseditor (z.B. bei einer Linux-Installation) bedient hat,
wird sich schnell zurechtfinden. Man kann den Beginn und die Größe
jeder Partition verändern, wobei die Einträge für
c (NetBSD-Slice)
und
d (komplette Festplatte) nicht verändert werden
können.
Anstelle von konkreten MB-Angaben kann man bei Angabe des Partitionsbeginns auch
-1 für den Beginn der NetBSD-Slice oder
a-
p
für das Ende der Partition
a-
p angeben. Entsprechendes
gilt auch für die Eingabe der Partitionsgröße; hier entspricht
-1 dem Ende der NetBSD-Slice und
a-
p dem Beginn
der Partition
a-
p.
Eine mögliche Partitionierung könnte z.B. so aussehen:
Size Offset End FSType Bsize Fsize Preserve Mount point
---- ------ --- ------ ----- ----- -------- -----------
a: 199 2996 3195 4.2BSD 8192 1024 No /
b: 511 3196 3707 swap
c: 7995 2996 10990 unused
d: 10991 0 10990 unused
e: 2996 0 2995 MSDOS
f: 500 3708 4207 4.2BSD 8192 1024 No /tmp
g: 1500 4208 5707 4.2BSD 8192 1024 No /var
h: 2999 5708 8707 4.2BSD 8192 1024 No /usr
i: 2283 8708 10990 4.2BSD 8192 1024 No /home
+----------------------+
| Partitions ok? |
| |
| a: Change partitions |
| b: Partitions are ok |
+----------------------+
Wählt man an dieser Stelle
Change partitions, so gelangt man
in eine Auswahlmaske, in der man, wie bereits beschrieben, die einzelnen
Partitionen ändern kann. Nach Auswahl einer der Partitionen kann man
wählen, was man ändern möchte:
+----------------+
| Change what? |
| |
| a: FS kind |
| b: Offset/size |
| c: Bsize/Fsize |
| d: Mount point |
| e: Preserver |
| x: Exit |
+----------------+
Nachdem man die Aufteilung der Partitionen bestätigt hat, wird noch ein
Name für die Festplatte abgefragt (
Please enter a name for your
NetBSD disk [mydisk]: ). Was man hier eingibt, ist letztlich eine Frage des
eigenen Geschmacks.
Es folgt eine letzte Sicherheitsabfrage, wer auch diese mit
Yes
beantwortet, der löscht die bisherigen Partitionierungsdaten der
Festplatte. Auf alles, was bislang darauf gespeichert war, kann danach nicht
mehr zugegriffen werden! Diesen Schritt sollte man also nur dann
bestätigen, wenn man ein aktuelles BACKUP besitzt und genau weiß,
was man dort tut, denn es gibt KEIN ZURÜCK!
Hat man einmal mit
Yes bestätigt, so werden die Partitionen gemäß
den gemachten Angaben angelegt, formatiert und geprüft. Im Anschluß daran
wird noch abgefragt, welche
bootblocks installiert werden sollen.
Man hat die Wahl zwischen
normal bootblocks und
serial bootblocks.
Wer seinen Rechner nicht gerade über eine serielle Konsole bedienen möchte, sondern ganz
normal mit Bildschirm und Tastatur, der wird sich an dieser Stelle für
normal bootblocks entscheiden.
Als nächstes kann man dann festlegen, welche
distribution
sets installiert werden sollen. Auf den meisten aktuellen Systemen
dürften die benötigten Größen kaum eine Rolle spielen,
daher kann man in den meisten Fällen einfach
Full
installation auswählen. Dies gilt insbesondere für
alldiejenigen, die zum ersten Mal Kontakt mit NetBSD haben. Wer unbedingt Platz
sparen will und z.B. kein X installieren möchte, der
ist bei der
Custom installation richtig.
-> Nach oben
Installation von CD
Nun muß man nur noch angeben, welche Art der Fortschrittsanzeige man wünscht
(
Progress bar sollte eigentlich in Ordnung sein) und die Installationsquelle
auswählen:
+-----------------+
| Select medium |
| |
| a: ftp |
| b: nfs |
| c: cdrom |
| d: floppy |
| e: unmounted fs |
| f: local dir |
| g: none |
+-----------------+
In diesem Beispiel geschieht die Installation von CD-ROM, also ist
cdrom die
richtige Wahl. Die anschließende Frage nach dem genauen Installationsverzeichnis kann
man in aller Regel einfach bestätigen; lediglich Benutzer mit mehreren CD-Laufwerken
müssen hier darauf achten, daß das richtige Laufwerk ausgewählt ist:
Enter the CDROM device to be used und directory on the CDROM where the
distribution is located. Remember the directory should contain the .tgz
files.
device: cd0 directory: /i386/binary/sets
+--------------+
| Change |
| a: Device |
| b: Directory |
| c: Continue |
+--------------+
Im Anschluß hieran beginnt die eigentliche Installation, die erforderlichen
Dateien werden von der CD auf die Festplatte kopiert. Sobald dies beendet ist, werden
noch einige Einstellungen abgefragt. Bei der Frage nach der Timezone wählt man die
passende Einstellung, also z.B.
Europe/Berlin für Deutschland.
Die Frage nach der Paßwortverschlüsselung bietet
DES und
MD5
zur Auswahl an. Sofern man keinen speziellen Grund hat,
DES wählen zu
müssen, ist
MD5 eine sichere Wahl. Nun muß nur noch ein
root-Paßwort festgelegt werden, und dann steht einem Reboot des fertig
installierten Systems nichts mehr im Wege. Achtung: Vor dem Reboot die CD aus
dem Laufwerk nehmen, sonst wird wieder das Installationsprogramm gebootet! Die
Grundinstallation ist hiermit abgeschlossen.
Wer sich dafür entschieden hat, den NetBSD-Bootmanager zu installieren, der wird sich beim
Neustart einem Auswahlmenü gegenüber sehen, das z.B. folgendermaßen aussieht:
F1: Win2000
F2: NetBSD
Durch Druck auf die Taste
F1 bzw.
F2 kann an dieser Stelle entschieden
werden, ob Windows 2000 oder NetBSD gebootet werden soll. Nach Ablauf der als Timeout eingestellten
Zeit wird dann das angegebene Standard-Betriebssystem automatisch gebootet.
-> Nach oben
Grundlegende Konfiguration
Tastaturbelegung ändern
Wer keine US-Tastatur verwendet, wird sich sicher schon bei der Installation
über das abweichende Layout seiner Tastatur geärgert haben. Direkt
nach der Installation ist also ein guter Zeitpunkt, um ein deutsches Layout
unter NetBSD einzustellen. Dies geschieht ganz einfach mit dem Kommando
root@host:~> wsconsctl -k -w encoding=de
Damit ändert man das Layout bis zum nächsten Neustart. Um die
Tastenbelegung dauerhaft anzupassen, hängt man diesen Befehl ganz einfach
an die Datei
/etc/rc.local an:
root@host:~> echo "wsconsctl -k -w encoding=de" >> /etc/rc.local
ACHTUNG: Es muß unbedingt ">>" heißen! Gibt man nur ein ">"
an, so wird die Zeile nicht angehängt, sondern überschreibt die ganze
Datei!
-> Nach oben
Hostnamen angeben
Der Hostname wird (wie fast alles) in der Datei
/etc/rc.conf eingetragen. Ein
solcher Eintrag hat die folgende Form:
# Hostname des Rechners
hostname="rechnername.mein-fqdn.tld"
Nach einem
/etc/rc.d/network restart oder einem Reboot wird
der dort eingetragene Hostname verwendet.
-> Nach oben
Netzwerkkarte konfigurieren
Im einfachsten Fall (der hier behandelt werden soll) wird der Rechner mit einer
statischen IP-Adresse versehen und so in ein lokales Netzwerk (LAN) eingebunden.
Zuerst gilt es herauszufinden, ob die eingebauten Netzwerkkarten auch alle korrekt
erkannt worden sind. Wer beim Bootvorgang genau hingeschaut hat, konnte dies bereits
den Startmeldungen entnehmen. Aber auch im Nachhinein liefert der Befehl
dmesg
die Startmeldungen des Systems. In Verbindung mit dem Kommando
grep läßt
sich so bequem eine Auflistung erzeugen.
user@host:~> dmesg | grep Ethernet
ex0 at pci0 dev 10 function 0: 3Com 3c905B-TX 10/100 Ethernet (rev. 0x30)
In diesen Rechner ist nur eine 3Com-Netzwerkkarte eingebaut, die unter dem Namen
ex0
angesprochen werden kann.
Die Softwarekonfiguration der Karte ist schnell erledigt, dabei hilft das Programm
ifconfig mit folgender Befehlszeile:
root@host:~> ifconfig ex0 inet 192.168.1.4 netmask 0xffffff00
Als Optionen des Kommandos dienen der Interface-Name (also
ex0),
die gewünschte IP-Adresse des Interfaces (in diesem Fall also
192.168.1.4) und die Netzwerkmaske in hexadezimaler Schreibweise
(
0xffffff00 entspricht
255.255.255.0). Eventuell muß
bei manchen Netzwerkkarten noch über die Option
media der
benutzte Medientyp angegeben werden, meist funktioniert aber die automatische Erkennung
zufriedenstellend.
Hat die Konfiguration über diesen Befehl funktioniert, so läßt sich
der Status der Netzwerkkarte überprüfen:
user@host:~> ifconfig ex0
ex0: flags=8863<UP,BROADCAST,NOTRAILERS,RUNNING,SIMPLEX,MULTICAST> mtu 1500
capabilities=7<IP4CSUM,TCP4CSUM,UDP4CSUM>
enabled=0><
address: 00:01:02:07:ee:e7
media: Ethernet autoselect (100baseTX full-duplex)
status: active
inet 192.168.1.4 netmask 0xffffff00 broadcast 192.168.1.255
inet6 fe80::201:2ff:fe07:eee7%ex0 prefixlen 64 scopeid 0x1
Als Funktionstest wird gewöhnlich der
ping-Befehl benutzt, mit dem man
versuchen kann, andere aktive Rechner im Netz zu erreichen:
user@host:~> ping -c 4 192.168.1.1
PING 192.168.1.1 (192.168.1.1): 56 data bytes
64 bytes from 192.168.1.1: icmp_seq=0 ttl=255 time=0.684 ms
64 bytes from 192.168.1.1: icmp_seq=1 ttl=255 time=0.395 ms
64 bytes from 192.168.1.1: icmp_seq=2 ttl=255 time=0.355 ms
64 bytes from 192.168.1.1: icmp_seq=3 ttl=255 time=0.402 ms
----192.168.1.1 PING Statistics----
4 packets transmitted, 4 packets received, 0.0% packet loss
round-trip min/avg/max/stddev = 0.355/0.459/0.684/0.151 ms
In diesem Beispiel hat die Konfiguration funktioniert, der betrachtete Rechner
192.168.1.4 kann den Rechner
192.168.1.1 erreichen.
Nachdem die Konfiguration erfolgreich war, kann man nun darangehen, diese Konfiguration
dauerhaft in die entsprechenden Dateien einzutragen. Denn momentan müßte
dieses
ifconfig-Kommando nach jedem Neustart wieder eingegeben werden.
Unter NetBSD geschieht die Konfiguration der Netzwerkinterfaces in den Dateien
mit dem Namen
/etc/ifconfig.<INTERFACENAME>. D.h. die
Konfiguration des Interfaces
ex0 geschieht über die Datei
/etc/ifconfig.ex0. Diese Datei mit dem entsprechenden Inhalt erstellt man
folgendermaßen:
root@host:~> echo "inet 192.168.1.4 netmask 0xffffff00" > /etc/ifconfig.ex0
Damit das Interface bei einem Neustart des Rechners automatisch konfiguriert wird,
fügt man nun noch folgenden Eintrag zur Datei
/etc/rc.conf hinzu:
auto_ifconfig=YES
Diese Einstellungen treten damit mit dem nächsten Neustart in Kraft.
-> Nach oben
Netzwerk einrichten
Im Abschnitt
"Netzwerkkarte konfigurieren" wurde ein
Interface bereits so eingerichtet, daß eine Verbindung ins lokale
Netzwerk aufgebaut werden kann. Jetzt geht es darum, weitere wichtige
Einstellungen vorzunehmen und gegebenenfalls eine Verbindung ins Internet
über einen Gateway zu ermöglichen.
Damit die Rechner im LAN nicht nur über ihre IP-Adressen, sondern auch
über die jeweiligen Hostnamen angesprochen werden können, gibt es
zwei Möglichkeiten. Entweder man betreibt einen eigenen kleinen
DNS-Server für sein Netz, oder man trägt alle IP-Adressen mit
Hostnamen und Aliases in der Datei
/etc/hosts ein. Letzteres
ist in den meisten kleinen Netzen verbreitet und für eine geringe
Zahl an Rechnern auch noch relativ einfach zu pflegen. Diese Datei hat
dann z.B. folgenden Inhalt:
# $NetBSD: hosts,v 1.6 2000/08/15 09:33:05 itojun Exp $
#
# Host Database
# This file should contain the addresses and aliases
# for local hosts that share this file.
# It is used only for "ifconfig" and other operations
# before the nameserver is started.
#
::1 localhost
127.0.0.1 localhost
#
# RFC 1918 specifies that these networks are "internal".
# 10.0.0.0 10.255.255.255
# 172.16.0.0 172.31.255.255
# 192.168.0.0 192.168.255.255
192.168.1.1 pluto.hmg.homeunix.net pluto
192.168.1.2 merkur.hmg.homeunix.net merkur
192.168.1.3 jupiter.hmg.homeunix.net jupiter
192.168.1.4 earth.hmg.homeunix.net earth
192.168.1.5 mars.hmg.homeunix.net mars
192.168.1.6 saturn.hmg.homeunix.net saturn
192.168.1.8 neptun.hmg.homeunix.net neptun
192.168.1.9 ultra10.hmg.homeunix.net ultra10
Damit sollten alle Rechner im LAN sowohl über ihre IP-Adresse,
als auch über ihren Alias (z.B.
earth) zu erreichen sein.
Besteht über einen Rechner eine Verbindung ins Internet, so ist es sinnvoll,
diesen Rechner als Gateway einzutragen. Denn dann kann diese Verbindung auch von
dem neu eingerichteten Rechner aus genutzt werden. Dazu trägt man die
IP-Adresse des Gateways in die Datei
/etc/rc.conf wie folgt ein:
# Internet-Zugang über einen Gateway
defaultroute="192.168.1.1"
Für einen funktionierenden Internet-Zugang über den Gateway fehlt jetzt
nur noch die Auflösung von Servernamen in IP-Adressen. Dazu gibt man in der
Datei
/etc/resolv.conf die IP-Adressen einiger Nameserver an.
Für den Zugang über T-Online kann diese Datei z.B. folgendermaßen
aussehen:
nameserver 212.185.249.50
nameserver 194.25.2.129
Jetzt sollte ein
ping z.B. auf
www.heise.de erfolgreich sein:
root@host:~> /etc/rc.d/network restart
(...)
user@host:~> ping -c 4 www.heise.de
PING www.heise.de (193.99.144.71): 56 data bytes
64 bytes from 193.99.144.71: icmp_seq=0 ttl=249 time=66.761 ms
64 bytes from 193.99.144.71: icmp_seq=1 ttl=249 time=64.366 ms
64 bytes from 193.99.144.71: icmp_seq=2 ttl=249 time=66.892 ms
64 bytes from 193.99.144.71: icmp_seq=3 ttl=249 time=66.662 ms
----www.heise.de PING Statistics----
4 packets transmitted, 4 packets received, 0.0% packet loss
round-trip min/avg/max/stddev = 64.366/66.170/66.892/1.207 ms
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User anlegen
Wie bei jedem Mehrbenutzer-Betriebssystem gilt auch bei NetBSD der Grundsatz, daß man nicht
als
root arbeiten sollte. Deshalb empfiehlt es sich sehr, einen lokalen Benutzer
anzulegen, unter dessen Kennung man dann später arbeiten kann:
useradd -m benutzername
passwd benutzername
Das Kommando
useradd legt hierbei einen neuen Benutzer namens
benutzername an.
Die Option
-m sorgt dafür, daß ein Homeverzeichnis für den neuen
Benutzer angelegt wird, üblicherweise als
/home/benutzername. Der Befehl
passwd fragt nach einem Paßwort für diesen neuen Benutzer.
Möchte man dem neu erstellten Benutzer ermöglichen, per
su zum Superuser
zu werden, so muß man ihn der Gruppe
wheel hinzufügen. Dies geschieht
folgendermaßen:
root@host:~> usermod -G wheel benutzername
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Virtuelle Konsolen einschalten
Das Einschalten der virtuellen Konsolen geschieht in der Hauptkonfigurationsdatei von NetBSD,
der Datei
/etc/rc.conf. Diese Datei bindet die Datei
/etc/defaults/rc.conf
ein, in der Voreinstellungen für die wesentlichen Einstellungen getroffen sind. Manuelle
Änderungen sollten in der Datei
/etc/rc.conf erfolgen und überschreiben dann
diese Voreinstellungen. Bereits vom Installationsprogramm sollte die Einstellung
rc_configured=YES
eingetragen worden sein. Die virtuellen Konsolen werden nun eingeschaltet mittels des Eintrags
wscons=YES
Das Umschalten zwischen den einzelnen virtuellen Konsolen geschieht mit den Tastenkombinationen
Strg+Alt+F1 bis Strg+Alt+F4 (standardmäßig sind 4 virtuelle Konsolen aktiviert).
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SSH aktivieren
Wer über das Netzwerk einen Shell-Zugriff auf den Rechner haben möchte, z.B. um
aus der Ferne administrieren zu können, der sollte sich nach Möglichkeit mittels
ssh verbinden, da hier die gesamte Kommunikation verschlüsselt abläuft.
Klartext-Verbindungen, wie sie z.B. bei
telnet anzutreffen sind, stellen ein
großes Sicherheitsloch dar, das man nach Möglichkeit vermeiden sollte.
Der Daemon für die
SecureShell,
sshd genannt, wird über
folgenden Eintrag in der Datei
/etc/rc.conf aktiviert:
sshd=YES
Beim nächsten Systemstart werden dann automatisch die benögten Schlüssel erstellt
und der Dienst gestartet. Wer nicht solange warten möchte (schließlich startet man
Unix-Rechner ja eigentlich nicht neu), der kann den
sshd auch von Hand starten:
root@host:~> /etc/rc.d/sshd start
Nach Möglichkeit sollte man den
sshd nur auf den IP-Adressen "lauschen" lassen,
auf denen man auch selbst zugreifen möchte. Dazu dient z.B. folgender Eintrag in der Datei
/etc/ssh/sshd_config:
ListenAddress 192.168.1.4
ListenAddress 192.168.2.4
Möchte man das Public/Private-Key-Prinzip benutzen, um sich auch ohne Paßwort einloggen
zu können, so muß dazu jeder User, der dies möchte, seine Schlüssel selbst
erzeugen. Um einen DSA-Schlüssel (benötigt
ssh2 auf allen beteiligten Rechnern)
mit 2048 Bit erstellen zu lassen, benutzt man z.B. folgenden Befehl:
user@host:~> ssh-keygen -b 2048 -t dsa
Den Dateinamen kann man in aller Regel einfach bestätigen, die Vorgabe
lautet
~/.ssh/id_dsa. Wer möchte, kann diesen Schlüssel
dann noch zusätzlich mit einem Paßwort absichern. Dann geht der Vorteil des paßwortlosen
Zugriffs zwar verloren, man erhöht aber die Sicherheit beträchtlich. In aller Regel wird man
am Privat-PC diesen zuätzlichen Schutz eher nicht brauchen, in
sicherheitskritischen Umgebungen sieht das hingegen anders aus.
Im Anschluß daran kopiert man den öffentlichen Teil des Schlüssels auf alle Rechner,
auf die man paßwortlosen Zugriff über wüscht, und hängt ihn an die Datei
~/.ssh/authorized_keys an. Beispiel:
michael@earth:~ scp ~/.ssh/id_dsa.pub saturn:/home/michael/.ssh/earth
Password:
id_dsa.pub 100% |*****************************| 1134 00:00
michael@saturn:~$ cat earth >> authorized_keys
In diesem Beispiel kann sich der User
michael nun vom Rechner
earth aus
ohne Paßworteingabe über
ssh auf den Rechner
saturn verbinden.
Hinweis: Nötig ist dazu außerdem noch der Eintrag
PubkeyAuthentication yes
in der Datei
/etc/ssh/sshd_config auf dem Rechner, auf dem man sich einloggen möchte
(also im Beispiel
saturn). Unter NetBSD 1.6.2 ist dieser Eintrag standardmäßig
aktiviert. Um das Beispiel noch kurz zu vervollständigen, hier noch die nötigen Schritte, um
sich auch vom Rechner
saturn aus auf dem Rechner
earth ohne Paßwort
einloggen zu können:
michael@earth:~ scp saturn:/home/michael/.ssh/id_dsa.pub .ssh/saturn
id_dsa.pub 100% |*****************************| 1116 00:00
michael@earth:~ cat .ssh/saturn >> .ssh/authorized_keys
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Besonderheiten auf SPARC64
Die Installation von NetBSD auf SPARC64 unterscheidet sich nur in Details von der Installation auf
einem i386-System. Im folgenden werde ich auf einige bedeutsame Punkte eingehen, die mir
persönlich bei der Installation von NetBSD 1.6.2 SPARC64 auf einer Sun Ultra 10 aufgefallen
sind.
SPARC64: Von CD booten
Schaltet man die Sun ein, so wird üblicherweise direkt das installierte Betriebssystem
gebootet. Um das zu verhindern, drückt man während des Bootvorgangs die
Tastenkombination
Stop+
a. Damit gelangt man an die
OpenBoot-PROM-Eingabeaufforderung, auch als
ok-Prompt bekannt.
Bevor man nun das Booten von CD startet, sollte man die Sicherheitsfunktionen des
OpenBoot-PROM deaktiveren, um Probleme mit NetBSD zu vermeiden. Denn NetBSD bietet
keine Unterstützung für diese Funktionen. Dazu gibt man am
ok-Prompt
folgenden Befehl ein:
setenv security-mode none
Anschließend kann man die vorbereitete CD in das CD-Laufwerk legen und die
NetBSD-Installation mit dem Befehl
boot cdrom
starten.
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SPARC64: Die Festplatte partitionieren
Die Partitionierung unterscheidet sich auf SPARC64 etwas von der Partitionierung
auf i386. Auf SPARC64 wird die gesamte Festplatte als NetBSD-Slice betrachtet, innerhalb
der dann die NetBSD-Partitionen erstellt werden. Eine Aufteilung in "DOS-Partitionen"
existiert auf SPARC64 nicht.
Für die Benennung der einzelnen NetBSD-Partitionen gilt das bereits für
i386 gesagte mit wenigen Einschränkungen: Da die Partition
c
die gesamte NetBSD-Slice und damit die gesamte Festplatte umfaßt, ist die
Partition
d nicht besonders geschützt, sondern eine ganz normale
Datenpartition. Anders als auf i386 können auf SPARC64 auch nur eine sehr
eingeschränkte Zahl von Partitionen angelegt werden, nämlich nur 7
(
a-h, ohne
c).
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SPARC64: Tastaturbelegung ändern
Wer keine US-Tastatur verwendet, wird sich sicher schon bei der Installation
über das abweichende Layout seiner Tastatur geärgert haben. Leider
unterstützt SPARC/SPARC64
wscons nicht, daher kann das
Tastaturlayout NICHT geändert werden. Die Sun-Tastatur macht
außerdem Probleme, weil diverse Tasten nicht einwandfrei funktionieren,
sondern die Scancodes nicht erkannt werden. Die Backspace-Taste bekommt man
üblicherweise zum funktionieren mit dem Befehl
root@host:~> stty erase '^h'
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SPARC64: Virtuelle Konsolen
NetBSD auf SPARC/SPARC64 unterstützen leider derzeit
wscons
noch nicht. Daher ist ein Einschalten der Virtuellen Konsolen nicht möglich.
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Quellen und weiterführende Links
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