Einführung in die Grundlagen der Allgemeinen Hobbitkunde, © 2004 by GWP; hobbitkunde@arcor.de
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Der angestammte Lebensraum der Hobbits in der Interpretation von Garland.
Einführung in die Grundlagen der Allgemeinen Hobbitkunde I
  • Körperbau und Größe:
    Hobbits, auch "Halblinge", "Kleines Volk" bzw. "Shirefolk" genannt sind grundsätzlich als humanoide Lebewesen (also sehr menschenähnlich) anzusehen. Sie verfügen im Prinzip über einen identischen Körper wie die Menschen mit allen entsprechenden Organen. Dabei erreichen die Halblinge jedoch im besten Fall eine ausgewachsene Körpergröße von maximal 1,20 Meter, die meisten bleiben deutlich darunter und werden etwa 90 bis 95 Zentimeter groß. Es ist daher anzunehmen, dass die Hobbits deshalb über einen niedrigeren Blutdruck und auch eine geringere Pulsfrequenz verfügen als dies bei ihren menschlichen Nachbarn der Fall wäre. Gesicherte Forschungsergebnisse liegen diesbezüglich jedoch (noch) nicht vor. Im äußeren Erscheinungsbild wirken die Halblinge daher aufgrund ihrer in Relation zur Größe meist beachtlichen Leibesfülle ein wenig wie zu dick geratene Kinder. In ihrer Fortbewegung hat man als neutraler Beobachter durch die Besonderheiten der Hobbitfüße den Eindruck eines leichten "Watschelgangs".
    [Abbildung 1]   [Abbildung 2]

  • Füße:
    Die Füße der Halblinge sind in der Proportion zum menschlichen Gehwerkzeug um etwa zehn bis fünfzehn Prozent breiter und auch länger anzusehen. Die Sohle der Hobbitfüße ist sehr robust und lederartig. Sie ist daher wesentlich weniger temperatur- bzw. schmerzempfindlich als beim Menschen. Zudem weist die Oberseite eines Halblingfußes darüber hinaus eine sehr starke Behaarung, bei manchen Hobbits sogar fast ein richtiges Fell auf. Es ist daher nicht verwunderlich, dass nahezu alle Hobbits keinerlei Schuhe oder gar Socken tragen und auch bei extremer Hitze bzw. Kälte auf ihren bloßen Sohlen unterwegs sind. Die schmerzumempfindliche Sohle ermöglicht es ihnen zum Beispiel sogar mit ihren blanken Füßen ein Lagerfeuer zu löschen oder auch in Schnee und Eis zu wandern . Dabei haben die Hobbits aber durchaus dennoch ein Tastgefühl in ihren Sohlen, welches ihnen bei der geräuschlosen Fortbewegung in der freien Natur sehr hilfreich sein kann. So spüren sie natürlich einen am Boden liegenden Ast, bevor sie geräuschvoll auf ihn treten und sich dadurch (den Menschen?) verraten.
    Durch diese Lebensweise haben die Hobbits meist relativ schmutzige, bisweilen sogar regelrecht verdreckte Füße, was auf den ersten Blick gar nicht so recht zu ihren im Innern meist sehr gepflegten Wohnungen passen will. Ob die Hobbits ihre Füße vor jedem Betreten ihrer "Häuser" reinigen, ist dabei nicht bekannt.
    [Abbildungen]

  • Haare und Ohren der Hobbits:
    Das Haupthaar der Hobbits ist ihrer Fußbehaarung nicht unähnlich. Nahezu immer haben Hobbits von Natur aus kraus gelockte Haare, die sie gerne länger, aber keineswegs üppig lang tragen. Die Haarfarbe ist in der Regel braun, wobei es jedoch hellere (beispielsweise bei der "Falbhäute" genannten Hobbitsorte) und dunklere (bei den sogenannten "Harfüßen") Abstufungen und Ausprägungen gibt. Die Bandbreite reicht also von "sehr dunkelbraun" bis "fast schon dunkelblond". Zu beachten ist hier jedoch, dass seit dem Ende des sogenannten "Ringkrieges" vermutlich durch eine positive Mutation im zunehmenden Maße tiefblonde Hobbitkinder geboren werden. Auch Hobbits "ergrauen" normalerweise mit zunehmenden Alter. Eitelkeiten und der Kampf dagegen mit künstlicher Haarfarbe scheinen ihnen jedoch im Gegensatz zum Menschen fremd zu sein.
    Die Ohren der Halblinge sind anatomisch gesehen nach oben spitz zulaufend und im Verhältnis zur Kopfhöhe als etwas größer anzusehen. Hobbits verfügen über einen ausgesprochen hochempfindlich ausgeprägten Gehörsinn, der dem der Menschen weit überlegen ist. Es ist ihnen daher möglich, das Herannahen von Menschen schon sehr früh zu erkennen und, da Hobbits meist trotz ihrer engen Verwandtschaft eine große Scheu vor den "großen Leuten" empfinden, völlig geräuschlos zu verschwinden.
    [Abbildung]

  • Liebesleben der Hobbits:
    Die Halblinge bevorzugen fast ausschließlich die feste Paarbeziehung zwischen Hobbitfrauen und Hobbitmännern. Eine solche Hobbitehe besteht in der Regel ein ganzes Hobbitleben lang. Scheidungen, Trennungen und Lebensabschnittspartnerschaften sind unter Hobbits nicht anzutreffen, ebenso wenig wie "Fremdgehen", Betrug oder außereheliche Liebschaften.
    Ein solches Hobbitpaar hat in aller Regel zahlreiche Hobbitkinder, zehn bis zwölf kleine Nachwuchshalblinge sind dabei durchaus die Regel, mehr aber auch nicht selten. Einmal verheiratet bleibt ein solches Hobbitpaar dann auch für den Rest seines Lebens zusammen, widmet sich der Aufzucht seiner Hobbitkinder und der guten Bewirtschaftung seines Bodens.
    Einige (männliche) Hobbits, die auch im fortschreitenden Lebensalter unverheiratet geblieben sind, stammen fast immer aus einer der reichen und einflußreichen Familien des Auenlandes bzw. Bocklands und werden, insbesondere wenn sie sich zum Beispiel gar der Schriftstellerei widmen, von den einfachen (d.h: bäuerlich geprägten) Hobbits gerne als seltsame Sonderlinge betrachtet, die aber trotzdem respektiert werden und in die Hobbitgemeinschaft integriert bleiben.
    [Abbildung 1]  [Abbildung 2]

  • Wohnungen der Hobbits (außen):
    Halblinge sind sehr natur- und auch erdverbundene Wesen.
    Als ihre traditionelle Behausung gilt daher die sogenannte Hobbithöhle/ Smial.
    Es ist jedoch nicht unbedingt stimmig, dabei von einem schlichten Loch im Boden auszugehen. Vielmehr bleibt festzuhalten, dass das "Kleine Volk" seine Wohnungen quasi in die bestehenden Hügellandschaften hineinbaut.
    Es werden so durch stollenartige Aushöhlungen Räumen innerhalb der Erhebungen geschaffen, die Öffnungen nach außen sind dabei immer durch harmonisch runde, kreisförmige Fenster und Türen begrenzt.
    Fast alle dieser Hobbitbehausungen verfügen über eine oder auch mehrere offene Feuerstellen, der Rauch wird dabei meist durch einen Kamin, der durch den Erdhügel hinauf ins Freie angelegt ist, abgeleitet.
    Immer findet sich vor oder auch um die Hobbitwohnung herum ein mit Hingabe angelegter Garten und es ist auch keineswegs ungewöhnlich, dass oben auf dem Hügel weiterhin Bäume wachsen und Tiere grasen.
    Diese von den Halblingen so gerne praktizierte Form des Wohnungsbaus, die sich der bestehenden Landschaft anpaßt und sich ganz der Natur unterordnet, ist jedoch (leider) immer weniger anzutreffen.
    Neue Wohnungen der Halblinge werden daher, wohl auch weil innerhalb der Ortschaften mittlerweile alle Hügel "verbraucht" sind, zunehmend in oberirdischer Hausform angelegt, jedoch auch hier nur mit einer Etage und mit runden Fenstern und Türen.
    Zweigeschossige Gebäude dagegen sagen den Halblingen und ihrem Naturell in keinster Weise zu, man findet sie meist nur als Wirtschaftsgebäude nie jedoch als Wohnhäuser, noch höhere Gebäude, wie bei den Menschen üblich, verursachen bei den Hobbits sogar Beklemmungen und Ängste.
    Einfachste Hobbitunterkünfte, die lediglich aus einem selbst gegrabenen Loch im Boden bestehen, sind seltener im Auenland als vielmehr bei den ärmeren sogenannten Bree- Hobbits jenseits des Alten Waldes anzutreffen, dann jedoch meist auch nur als vorübergehende Wohnform bis diese Halblinge entweder weiterziehen oder sich dann in einem oberirdischen Hobbithaus niederlassen.
    Unter dem Aspekt einer sparsamen Ressourcenverwendung ist die klassische Form einer Hobbitwohnung als ganz außerordentlich günstig zu betrachten:
    Die Landschaft bleibt in ihrer ursprünglichen Form erhalten, Baumaterialien für die Außenmauern werden weitgehend gespart. Im Sommer wirkt das umgebende Erdreich kühlend und im Winter wird die eingesetzte Heizenergie durch die natürlich isolierende Wirkung der Hügelerde wesentlich besser genutzt als dies bei einem überirdischen Haus der Fall wäre.
    [Abbildung 1]  [Abbildung 2]  [Abbildung 3]
    Exkurs: Hobbitwohnungen bei den Menschen in unserer aktuellen Welt

     

     

  • Badeverhalten von Halblingen:
    Fast jede Hobbitwohnung verfügt über eine meist aus Metall gefertigte Badewanne, seltener jedoch auch über ein separates dazu gehöriges Badezimmer.
    Da den Halblingen fließendes Wasser fremd ist, wird dieses auf einer entsprechenden Feuerstelle erhitzt und in großen Krügen zu Badeeinrichtung transportiert.
    So ist es wahrscheinlich anzunehmen, dass in den kleineren "Hobbithäusern" die Wanne am Badetag praktischerweise zur einen Feuerstelle (die auch die Kochstelle ist) in den Hauptraum transportiert wird, wo dann auch das entsprechende Wasser erhitzt wird.
    Komfortablere "Hobbithaushalte" verfügen meist über ein eigenes, häufig fensterloses Badezimmer, oft mit mehreren Wannen und einer separaten Feuerstelle, wo in einem extra Kessel große Mengen Wasser auf Badetemperatur erhitzt werden können.
    Die Befeuerung erfolgt dabei durch Brennholz.
    Das Erwärmen der benötigten großen Mengen Wasser erfordert eine entsprechend lange Zeit von mehreren Stunden und damit eine gewisse Vorausplanung.
    Spontanes warmes Wannenbaden, wie wir es bei den modernen Menschen kennen, ist den Hobbits (auch den wohlhabenden) daher unbekannt.
    In großen Krügen wird das heisse Wasser von Kessel über der Feuerstelle nun nach und nach in die Wanne transportiert, bis diese ausreichend zum Bade gefüllt ist.
    Zur Reinigung verwenden die Halblinge zumeist Seife, von der jedoch zahlreiche, verschiedenartige Sorten anzutreffen sein dürften.
    Zum Abtrocknen gibt es Handtücher.
    Eventuell benutzen bei den ärmeren Hobbits auch mehrere Halblinge die gleiche Badewannenfüllung.
    Wie die Halblinge danach mit dem Abwasser umgehen ist noch nicht abschließend erforscht, vermutlich verfügt jedes Haus über seine eigene, wie auch immer geartete "individuelle" Abwasserentsorgung (z.B.: vor der Hobbithöhle Wanneninhalt einfach ausleeren).
    Ebenso offen ist im Moment noch, in welcher Frequenz bei den "kleinen Leuten" Badetage eingelegt werden (also ob wöchentlich, täglich, 14- tägig, et c.) 
    Das Baden im Fluss findet bei den allermeisten Hobbits auch im Hochsommer und bei niedrigem Wasserstand keine wirkliche Zustimmung.
    Selbst kleine Flüsse werden von den Halblingen mit großem Argwohn betrachtet und nur ganz wenige Hobbits sind des Schwimmens mächtig.
    Ursächlich für die tiefsitzende Angst des "Kleinen Volkes" vor natürlichen Gewässern ist die im kollektiven Bewusstsein der Hobbits historisch verankerte Furcht vor dem Meer.
    Obwohl es kaum einer der Halblinge je selbst gesehen oder gar befahren hat, gilt es als Inbegriff des Schreckens und als Sinnbild für Tod und Verderben.
    Eine Ausnahme bilden hierbei die Hobbits aus dem Bockland, jenseits des Brandywein Flusses.
    Dort lebende Halblinge lieben es (trotz gelegentlich auch tragischer Unfälle), auf ihrem Fluss Bootsfahrten zu unternehmen, und nicht wenige von ihnen können sogar schwimmen, wodurch sie den Hobbits aus dem Auenland als "verdächtig" und suspekt erscheinen.

    [Abbildung 1]   [Abbildung 2]