Föhr

Anreise nach Dagebüll, von da aus nur noch weiter mit dem Schiff

An der Nordseeküste Schleswig-Holsteins liegt die Insel Föhr unter 54° 42’ nördlicher Breite und 26° 10’ östlicher Länge. Sie hat dieselbe Entfernung zum Äquator wie etwa Flensburg und die Insel Rügen.

Föhr hat eine Länge von 12, eine Breite von 6,8 Kilometer, also eine Größe von ca 82 qkm und einen Umfang von ca. 37 Kilometer.

Auf dieser Karte links oben zu sehen, entweder aus der Luft zu erreichen oder mit der Fähre von Dagebüll aus. Auf der Fähre werden auch Kraftfahrzeuge transportiert, denn Föhr ist doch so groß, daß man eventuell ein Auto braucht, es  genügt meistens aber ein Fahrrad und das ist gesünder.

Was man noch wissen sollte, Föhr hat:

1 Stadt und 16 Dörfer, etwa 8660 Einwohner, ca. 11.000 Rinder, 3 historische Kirchen,             1 Fluß, die Godel, 4 Windmühlen, 1 Flugplatz , 20 qkm Wald, Millionen von Zugvögel,       auch 6 Vogelkojen, viele Hünengräber und für die Feriengäste:

Den Fahrradbus mit 22 Haltestellen, der aber auch andere und nicht nur Radfahrer über die Insel bringt, 2 Fahrradrastplätze, 3 Hundestrände, 15 km Sandstrand an dem die Föhrer vor Jahren noch Strandgut geborgen haben, heute liegt man dort an der Sonne und baut sich vielleicht auch eine Sandburg.

Woher der Name “Föhr” kommt, weiß man nicht so genau. Da sind mehrere Versionen und Auslegungen bekannt. In alten Urkunden soll der Name “Föhrde” verwandt worden sein, vielleicht auch wegen der vielen Buchten und Förden, die Föhr einmal gehabt haben soll. Andere leiten den Namen entweder vom friesischen Wort “Fehr” (für trocken) ab, aber auch von einem Ort, der Fehr hieß und irgendwo zwischen dem heutigen Föhr und dem heutigen Nordstrand gelegen war. Diesen Ort gibt es seit Jahrhunderten nicht mehr, er ist sicher auch wie Rungholt im Meer versunken.

Vor einigen hundert Jahren konnte man noch leicht Sylt, Amrum und Nordstrand über dem Landwege erreichen, so daß sogar Kirchgänger von der Insel Sylt noch bis ins 17. Jahr-       hundert auf Föhr den Gottesdienst besucht haben.

Im gleichen Jahrhundert sind durch Sturmfluten viele Orte von der Nordsee verschlungen worden, obwohl man schon 1362 damit begann, die Föhrer Marsch einzudeichen. Der erste Deich soll 1492 vollendet worden sein. Auch nach der Eindeichung ist die Marsch oft über- flutet worden, wie auch am 11.10.1634, als der größte Teil Nordstrands bei einem Südwest- sturm unterging und etwa 7000 Einwohner ertranken. Übrig blieb bei dieser Flut die heute bekannten Inseln Pellworm, Nordstrand und Nordstrandischmoor. Auf Föhr ging damals “nur” eine größere Menge Vieh verloren.

Zu den nach der letzten Eiszeit bekannten geologischen Veränderungen komme ich noch im Abschnitt Historie zurück.

( die geschichtlichen Daten habe ich dem Buch “Die Insel Föhr” von O.C.Nerong, erschienen 1903, entnommen)

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