Holgers Bergtouren - Wandern im Harz


Da wir öfter bei Freunden im Harz zu Besuch waren, kamen wir auch hier zu sehr reizvollen Wanderungen.
  1. Der Brocken über den Goetheweg - Tagestour, 1995
  2. Renneckenberg, Zeterklippen, Hölle - Tagestour, 199x
  3. Granestausee - Halbtagestour, 199x
  4. Dammgraben und Wolfswarte - Halbtagestour, 2001
  5. Hanskühnenburg - Tagestour, 2002
  6. Okertal und Kästeklippen - Halbtagestour, 2002

Der Brocken - der höchste Berg im Harz

Datum: 08.07.1995; Teilnehmer: Holger, Ute; Länge: 16 km; Anstieg: 400 HM

Als Trainingslager für die geplante Hüttentour wollten wir den Brocken besteigen. Los ging es am Friedhof in der Nähe des Torfhauses. Von dort schön durch den Wald, kaum ansteigend, bis zur ehemaligen Grenze. Dort war die Schneise noch deutlich sichtbar. In dieser Schneise ging es weiter in Richtung Brocken. Nach einer steilen Passage kamen wir an die Gleise der Brockenbahn. Sie fuhr seit einiger Zeit wieder. Wenige Minuten später kam schon die erste Dampflok mit Wagen voller Touristen den Berg heraufgeschnauft. Wir befürchteten, dass der Gipfel mit Schlappenträgern überfüllt sein wird. Weiter ging es über Stege, da der Untergrund hier sehr morastig war. Kurz vor dem Gipfel kamen wir auf eine geteerte Straße, die bis obenhin führte. Am Gipfel (1142 m) angelangt sahen wir, dass wir zu den 10% gehörten, die hoch gelaufen waren. Das konnte aber unsere Laune nicht trüben. Plätze gab es zum Glück noch genug.

Beim Abstieg gingen wir über das Torfhaus zurück. Leider konnte man hier die Probleme des Waldes mit Borkenkäfer und saurem Regen sehen. Der Wald um den Brocken soll ja wieder ein Naturwald werden, in den der Mensch weitgehend nicht eingreift. Die restlichen drei Kilometer zurück zum Friedhof ging es dann an der Straße entlang, da wir dann doch keine Lust mehr hatten, auf der anderen Seiten noch einmal bis ins Tal zu gehen, auch wenn dieser Weg wahrscheinlich nicht schlecht gewesen wäre.

Renneckenberg, Zeterklippen, Hölle

Datum: 199x; Teilnehmer: Holger, Ute; Länge: 19 km; Anstieg: 600 HM

Nachdem wir den Brocken schon bestiegen hatten, suchten wir eine Wanderung mit vielen Highlights und fanden diese mit einer Klippenwanderung, deren Höhenmeter sogar die Brockentour überflügelte.

Wir starteten in Schierke, wo uns am Bahnhof gleich ein gebührenpflichtiger Parkplatz erwartete. Hier sahen wir uns zunächst die Dampflokomotiven und die alten Wagen der Harzquerbahn an, die voller Leute gleich losfahren sollte. Aber schon nach wenigen Schritten im Wald herrschte Ruhe und überwiegend Einsamkeit. Das erte Highlight, die Schierker Feuersteine, nach denen auch der gute Schnapps benannt ist, hätten wir fast im Wald übersehen. Diese Felsen waren so steil, dass ich ohne Hilfsmittel keinen Weg darauf fand. Außerdem begann es zu regnen und die Felsen wurden glitschig. Also gingen wir weiter und versuchten in dem Schilderwahn unseren Weg zu finden. Über ein halbes Dutzend zählten wir an einem Baum, die Hälfte davon mit farbigen Kreuzen, die man schön verwechseln konnte. An einigen Abzweigungen fanden wir dafür überhaupt keine Hinweise.

So gingen wir auf dieser Tour auch nicht den im Wanderbuch beschriebenen Weg, fanden aber trotzdem die meisten Sehenswürdigkeiten.

Granestausee

Datum: 16.08.97; Teilnehmer: Holger, Ute; Länge: 16 km, Anstieg: 150 HM

Da es uns zu langweilig erschien, 16 km auf geteerten oder gut befestigten Forstwegen um den Granestausee zu wandern, fuhren wir von Upen aus mit dem Fahrrad hierher, um den See und zurück, so dass sich eine Radtour mit insgesamt fast 50 km ergab. Als Stärkung zwischendurch ist das Kiosk am Granestausee zu empfehlen.

Dammgraben und Wolfswarte

Datum: 2001; Teilnehmer: Holger, Ute; Länge 13 km, Anstieg: 350 HM

Wir starteten auf einem Parkplatz an der L504 an der Kreuzung mit dem Dammgraben östlich von Altenau. Spät ging es um 15:15 Uhr in ca. 600 Metern Höhe los. Zunächst gingen wir den roten Punktweg in Richtung Magdeburger Weg. Der Dammgraben war eine alte Wasserleitung, mit dem das Wasser für die Bergwerke transportiert wurde. In den Bergwerken trieb das Wasser Räder an, deren Energie für Fahrstühle oder Pumpen verwendet werden konnte. Nach einer halben Stunde erreichten wir den Förster Ludwig Platz - ein idyllisches Fleckchen, bei dem das Wasser lustig vorbeisprudelt. Weiter ging es zum Nabetaler Wasserfall. Hier fanden wir eine kleine Schleuse, mit der das Wasser der Nabe in den Dammgraben umgeleitet werden konnte. Dann wanderten wir spektakulär die Steile Wand entlang, in der man ein ganz bißchen schwindelfrei sein musste - fast wie in den Alpen. Hier sahen wir wieder tolle Felsformationen und mussten aufpassen, dass wir vor lauter Schauen nicht auf dem schmalen Pfad stolperten.

Um 16:45 kreuzten wir wieder die L504 und gingen auf dem Roten Balkenweg und dann auf dem Wolfswarter Steig weiter bis auf die Wolfswarte (918 m), die wir um 17 Uhr erreichten. Da das Wetter durchwachsen war, hatte wir nur eine begrenzte Aussicht von diesen Quarzitfelsen aus. Der geplante Weg durch das Moorgebiet zum Bruchberg war inzwischen gesperrt, so dass wir nach einer Viertelstunde Pause den Hauptweg bis zu den Okersteinen gehen mussten.

Die Okersteine lagen mitten im Wald an einem Hang und dabei recht verstreut, so dass wir uns etwas umsehen mussten, um die schönsten Brocken zu finden. Der Rest des Weges führte uns unproblematisch auf breitem Weg zurück ins Tal, wobei der letzte Teil, nach einem kleinen Stück parallel zur L504, wieder am Dammgraben verlief. Um 18:45 Uhr ereichten wir wieder unseren Ausgangspunkt.


Link zur Beschreibung Hanskühnenburg - Tagestour, 2002

Link zur Beschreibung Okertal und Kästeklippen - Halbtagestour, 2002


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