schlafendes Mausohr (Steiermark)
Holgers Höhlenseite
Tropfsteingruppe (Schwäbische Alb)


Höhlenforschung

Höhlenschutz

Dieses Thema steht hier nicht zufällig an erster Stelle.
In praktisch jeder Höhle, die ich bisher befahren oder besucht hatte, konnte ich Spuren menschlicher Eingriffe entdecken. Dazu zählen vor allem: Höhlen sind viel empfindlicher als man zunächst glauben mag. Entsprechend muß sich der Besucher einer Höhle besonders rücksichtsvoll und umsichtig verhalten. Amerikanische Höhlenforscher prägten folgende Leitlinien:

Höhlen-Befahrung


Tatsächlich ! Man kriecht nicht in Höhlen, oder geht hinein oder hindurch, Höhlen werden befahren - natürlich zu Fuß.
Sicher, beim Besuch von Schauhöhlen wird man nicht vom Befahren sprechen. Hier ist dann wohl doch besuchen das bessere Wort.
Sicherheit ist neben dem Höhlenschutz das wichtigste bei einer Höhlenbefahrung. Grundvoraussetzungen sind eine zweckmäßige Ausrüstung und ein eingespieltes Team. Auf keinen Fall sollte man eine Höhle allein befahren !
In der "Nadelöhrhöhle" war mir der Sinn dieser Regel erst bewußt geworden: Der Eingang der Höhle ist so eng, daß ein schlanker Mensch mit Mühe hindurch paßt. Ich war allein drin ! Meine Frau wartete draußen. Was hätte sie tun können, wenn in der Höhle vielleicht zuviel CO2 gewesen wäre und ich mich nach Stunden nicht mehr gemeldet hätte ? Brisanter wird es dann, wenn die Höhle länger ist, Klüfte aufweist und man sich mgl. Knochenbrüche zuziehen könnte.
Es gibt in Literatur und Internet viele gute Informationen zum Thema. Deshalb beschränke ich mich hier auf die Aufzählung der Dinge, auf die ich bei meinen ersten Befahrungen Wert gelegt hatte und die ein Minimum darstellen:
neueres Beispiel
  • Mehrere Lichtquellen: Stirnlampe (Petzl Duo), wasserdichte Stab-Taschenlampe, Kerze und Streichhölzer
  • Kleidung: strapazierfähiger Overall (nicht für nasse Höhlen geeignet), Gummistiefel mit Profilsohle, Bauhelm (eigentlich etwas zu sperrig und nicht gegen Stürze), Schutzhandschuhe und Schlufsack (wasserdicht, für Fotoausrüstung und Kerze/Streichhölzer)
  • Erkennen und Beachten seiner Grenzen (da das oben erwähnte Team fehlte): Umkehren, wenn nicht sicher ist, daß der Rückweg ohne Probleme machbar sein würde, z.B. vor zu tiefem Wasser oder zu engen evtl. noch abfallenden Gangstellen, die bei Hochwassereinbruch zum Siphon werden könnten

letzte Änderung
15.04.2001
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